KV 17/18 Kohlenhydratstoffwechsel

Kohlenhydratstoffwechsel

Kohlenhydratstoffwechsel


Y. H.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über den Kohlenhydratstoffwechsel auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf zentrale Prozesse wie die Gluconeogenese, Glykolyse und den Glykogenaustausch, wobei Schlüsselenzyme, Reaktionswege und regulatorische Mechanismen detailliert behandelt werden. Besonders hervorgehoben werden die Bedeutung von Glucose, Glykogen und deren Metaboliten sowie die hormonelle Regulation. Medizinstudenten profitieren von diesen Karteikarten, da sie essentielle Konzepte für das Verständnis des Stoffwechsels und dessen klinischer Relevanz vermitteln.
Karten
32
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
17.11.2017 / 25.01.2019

Lernkarten

Energiegehalt einzelner Nährstoffe im menschlichen Körper

(zu wievielen Prozent die Energie aus dem spezifischen Nährstoff kommt

  • Fett: 76%
  • Protein: 76.0%
  • Kohlenhydrate: 0,8%

Glykogen, Aufbau..

In partikel. bis zu 12 verzweigungsebenen

Alpha 1,4- Bindungen und Alpha 1,6 Verzweigungen

Rolle von Glykogenin

Synthese von Anfangsstück für Glykogensynthese (durch Glykogen-Synthase)

  • Besitzt Tyrosyl-rest an dem ein Glucose molekül am reduzieren Ende angehängt wird (UDP Glucose -> abspaltung von UDP)
  • Glykogenin-Glykosyltransferase
  • Chemisch: Etherbindungen
  • C4 nicht reduzierende Enden schauen heraus

Glykogensynthase:

Synthese von Glykogen mit anhängen von UDP Glucose

Glykogenaufbau: Bildung von Verzweigungen 

Branching Enzyme: Schhneidet bereits existierende Alpha 1,4 Verbindungen und kreiert Alpha 1,6 Verzweigung.

Allgemeiner Glykolysestoffwechsel, Gesamtübersicht:

  • 1. Allgemeiner Schritt: Glucose -> Glucose-6-phosphat durch Hexokinase
  • Glykogen-Aufbau
  • Glykolyse
  • Pentose-phosphat weg

Allgemeiner Ablauf der Glykogenbiosynthese

  • Glucose 6 phosphat -> Glc 1- P über Phsophoglucomutase
  • Glc-1-P + UTP -> UDP Glucose (+PPi) über Glucose-1-Phosphat UTP Transferase
  • UDP-Glucose (+ Starterglycogen) -> Glycogen über Glycogensynthase

Glykogenabbau, Prinzip und Enzym

  • Glycogen + HPO4-2  -> Glycogen + Glc-1-Phosphat
  • Glykogen Phosphorylase
  • Phosphatübertragung am C1 (wie normal)

Glycogenabbau von Verzweigungen

  • Durch Phosphorylase bis auf 4 Reste abgebauter zweig
  • Debranching Enzyme
    • bifunktionell: Trisaccharid-Transferase und Alpha 1,6 Glucosidase
  • 3 Glucose werden auf anderen Ast übertragen und nur eines abgespalten... Rest über Phosphorylase

Häufigste phosphorylierte proteinogene Aminosäuren:

  • Thyrosin
  • Serin
  • Threonin

Regulation der Glykogen Phosphorylase (Prinzip)

  • Phosphorylase: Abbau
  • Hemmend: 
    • ATP
    • Glc-6-P
    • Glucose
  • Aktivierend:
    • AMP
    • ohne allosterischen Ligand
  • 1 mal phosphoryliert: inaktiv

Regulation der Glykogen Synthase (Aufbau)

  • Grundsätzlich im Phosphorylierten Zustand inaktiv. Aktivierbar trotzdem durch glc-6-P bei hohem spiegel
  • Enzyme: 
    • Kinasen
    • Protein phosphatase 1 (durch Glc-6-P stimulierbar)
  •  

Hormonelle Inaktivierung Phosphrylase und Aktivierung der Synthase

  • Durch Insulin
  • aktivierung der Protein-Phosphatase 1, dephosphorylierung von Glykogen-phosphorylase und Glykogen Synthase -> Synthase aktiv, phosphorylase inaktiv
  • Aktivierung der cAMP Phosphodiesterase -> Aktivierung der Pjosphorylase gebremst

Aufnahme von Galaktose

  • Aus Laktose
  • auch über SGLT-1 aufgenommen (wie Glucose)
  • Auch ins Blut (Pfortader transportiert)

Stoffwechsel von Galaktose (in Leber)

  • auch über Gal-1-P zu UDP Galactose (Galactokinase) -> dann Synthese von Lactose und Heteroglycanen
  • UDP Galactose kann mit Hilfe der UDP-Galactose-4-Epimerase in UDP Glucose umgewandelt werden
  • Klassische Form Galactosämie: roter Balken (Defekt Galactose-1-Phosphat Uridyltransferase Mangel) 
  • Auch andere Formen: Galactokinase Defekt, Epimerasemangel

Aufnahme von Fructose

  • Mittels GLUT-5 Transporter (nur erleichterte Diffusion, kein aktiver Transport. Nur langsam

Stoffwechsel Fructose

  • Enzyme: Fructokinase, Aldolase B, Triosekinase
  • Reaktionen laufen schneller als Glykolyse -> schnelle Verstoffwechselung
  • Umgebaut zu Glycerinaldehyd - 3 - Phosphat und dihydroxyacetonphosphat -> Glykolyse oder gluconeogenese
  • Heriditäre Fructoseintoleranz -> Mangel an Aldolase B

Was passiert mit überschüssiger Glucose im Blut?

  • HbA1c: kovalente Modifikation des Aminoterminus der Beta Kette des Globins.
  • Pentosidin: Kovalente Modifizierung von Proteinen wie Kollagen oder Crystallin (Augenlinse)
  • -> oft schädliche Eigenschaften

Energiegewinnung aus Glukose (ganzer Weg).

Was wird gewonnen

  • Produkte: ATP, reduzierte Coenzyme (NADH, FADH2)
  • Coenzyme werden in oxidativen Phosphorylierung für ATP produktion verwendet

Bedeutung der Gluconeogenese

  • Nervengewebe, Erythrozyten und Nierenmark verwenden Glucose als (einzige) Energiequelle
  • Glucose ist für Skelettmuskel unter anaeroben Bedingungen der einzige Brennstoff
  • Biosynthese von Sacchariden

Metabolischer Knotenpunkt des Kohlenhydratstoffwechsels

Glc-6-P

Substrate der Gluconeogenese

  • Lactat (Cori Zyklus; Siehe Bild)
  • Glycerin aus Fettgewebe (Siehe KV B1)
  • glucogene Aminosäuren v.a. aus Muskel (siehe Aminosäurestoffwechsel

Gluconeogenese vs Glykolyse. Welche Reaktionen sind anders?

  • Im wesentlichen identisch
  • Stark exergonen Schritte der Glykolyse sind in Gluconeogenese anders. (Hexokinase, Phosphofructokinase und Pyruvatkinase; 1,3,10)

Schlüsselreaktionen in Gluconeogenese:

  1. Pyruvatcarboxylase 
  2. Fructose-1.6 bisphosphatase
  3. Glucose-6-phosphatase

Schlüsselreaktionen der Gluconeogenese: 1. Pyruvatcarboxylase

  • Carboxylierung von Pyruvat zu Oxalacetat
  • Pyruvatcarboxlase
  • Biotin als Coenzym
  • Findet im Mitochondrium statt
  • Restliche Reaktionen im Cytosol: Oxalacetat über Malatshuttle

Biotin

  • Kovalent an Enzym gebunden
  • Bindet vorübergehend CO2

Bedeutung der Pyruvatcarboxylase

  • Wichtig für Citratzyklus
  • Pyruvat kann über Oxalacetat in Citratzyklus eingeschleust werden

Isoenzyme der Phosphoenolpyruvat Carboxykinase

  • Für Umwandlung von Oxalacetat in Phosphoenolpyruvat stehen zwei Reaktionswege zur verfügung
  • Erster Weg wie Gluconeogenese
  • Zweiter weg über Reaktion des Citratzyklus

2. Schlüsselreaktion der Gluconeogenese

  • Fructose-1,6-Bisphosphatase
  • Hydrolyse von Fructose-1,6-Bisphosphat zu Fructose-6-phosphat

3. Schlüsselenzym der Gluconeogenese

  • Hydrolyse von Glucose-6-phosphat zu Glucose im ER
  • Glucose-6-phosphatase

Energiebilanz Gluconeogenese

  • 2 Pyruvat + 4 ATP + 2 GTP + 2 NADH + 6 H20 -----> Glucose + 4 ADP + 2 GDP + 6 Pi + 2 NAD+ + 2 H+
  • Es wird mehr Energie benötigt als bei Glycolyse frei wird

Fortsetzung neue Kärtchen

Siehe Teil 2

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