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Kartei Details
| Zusammenfassung | Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einblick in das Konsumentenverhalten und deckt Themen wie Entscheidungsprozesse, Wahrnehmung, Markenimages und die Rolle von Emotionen ab. Sie konzentriert sich auf Schlüsselkonzepte wie Entscheidungsregeln, Kaufentscheidungen, Variety Seeking und die Bedeutung von Emotionen in der Informationsverarbeitung. Ideal für Studierende und Fachleute, die ihr Verständnis für die psychologischen und kognitiven Aspekte des Konsumentenverhaltens vertiefen möchten. |
|---|---|
| Karten | 77 |
| Lernende | 3 |
| Sprache | Deutsch |
| Kategorie | Philosophie |
| Stufe | Grundschule |
| Erstellt / Aktualisiert | 24.07.2017 / 30.03.2024 |
| Weblink |
https://card2brain.ch/box/20170724_konsumentenverhalten
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Stellen Sie das Modell des preishybriden Käufers und seine Aussagen für das Marketing dar.
Hybrid bedeutet in diesem Zusammenhang, dass ein und derselbe NF in unterschiedlichen Produktkategorien sich unterschiedlich, bezogen auf sien Preisinvolvement verhalten kann.
- Dies wird im hybriden Kauf-Modell dargestellt, welches ebenso ein Erklärungsmodell für die Existenz-&Untergang von bestimmten Handelsformen ist.
- Das Modell hat 3 Determinanten die dann in eine bestimmte Form des Einkaufens zur Folge haben :
Teuerkauf, Preiswertkauf und Billigkeuf
- Je nach dem wie die vorausgewählten Determinanten ausgeprägt sind, tritt in einer Warenkategorie bei einem NF einer Dieser 3-Einkaufstypen auf
- Determinanten die den Einkaufstypus bestimmen sind:
a) Preisbereitschaft bzw Sparorientierung
wieviel ist ein NF bereit in einer Warenkategorie auszugeben
b) Ist das Produkt für den Nf wichtig oder unwichtig=
je risikoreicher der Kauf des Produktes ist, desto wichtiger ist es.
Aus dem Tatbestand der Wichtigkeit eines Produkts für den NF folgt, ob er eine Markenorientierung hat oder nicht.
-> diese ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Präferenz für ein Markenartikel besteht.
-> besteht keine markenorientierung, braucht der NF auch kein Markenprodukt
-> Besteht eine hohe Risikowahrnehmung der NF in einer Warenkategorie, dann schlägt sich dieses in einer Präferenz für Markenartikel nieder.
Teuerkauf:
Ist gekennzeichnet durch ein hohes Kaufrisiko, wichtiges Produkt, hohe Preisbereitschaft und eine Präferenz für Markenartikel. Bspw Fachgeschäft
Billigkauf:
Ist dadurch gekennzeichnet das hier der NF kein Risiko bzw kein Kaufrisiko hat, weil er sich zb mit einer Mindestqualität zufrieden gibt,
Das Produkt aus dieser Warenkategorie ist für den NF unwichtig, wodurch keine Markenpräferenz vorliegt.
Nf gibt sich also mit einer Mindestqulität zufrieden, die er möglichst mit einem niedrigen Preis erwerben will. bspw Discounter
Preiswertkauf/ Schnäppchenkauf:
Es gibt kein Kaufrisiko-> NF weiß ganz genau was er will, bzw welche Marke für ihn am Besten geeignet ist.
Gleichzeitig ist für den NF dieses Produkt wichtig, es besteht also eine Markenpräferenz.
Der NF hat eine Markenpräferenz, aber unter Sparorientierung, dh er will diese Marke besonders Preiswert erwerben.
Was versteht man unter einem "modified rebuy und einem "straight rebuy" ?
Welche Dimensionen eines Kaufes bzw. Transaktion werden dadurch abgebildet ?
Straight Rebuy sowie Modified Rebuy gehören zu Klassifizierung von Kaufentscheidungen.
- Beim "Modified rebuy" hat der NF ein ähnliches Kaufentscheidungsproblem bereits einmal gelöst
- "Straight Rebuy" ist die Wiederholung einer Identischen Kaufentscheidung.
Es handelt sich um die Dimensionen der Wiederholungskäufe
(I)Welche verschiedenen Begriffauffassungen gibt es im Marketing bzw. Konsumentenverhalten für das Konzept des Preisinvolvements (price consciousness) ? Welche inhaltsverwandten Begriffe existieren in diesem Zusammenhang, die das Konzept des Preisinvolvements einschließt.
(Das Modell des preishybriden Kaufverhaltens ist nicht Themengegenstand der Frage !)
Für das Preisinvolvement (price consciousness oder auch Preisbewusstsein) gibt es keine einheitliche Definition, allerding herrschen hierzu 3 Interpretation.
- Wichtigkeit des Preises bei der Präferenzbildung
- Präferenz für niedrige Preis-/Qualitätslagen dh ein Nachfrager ist Preisbewusst bzw hat ein hohes Preisinvolvement, wenn er in einer Warenkategorie diejenigen Artikel bevorzugt, die den niedrigsten Preis aufweisen. -> die Qualität ist niedriger bei einem geringeren preis. Grund ist hierfür dass der NF es sich nciht leisten kann, somit ist der Nutzen bezogen auf die Qualität nicht wichtig.
- Suche nach preiswürdigen Angeboten ist die Suche nach opt. Preis/Leistungsverhältnis-> somit ist der NF bereit Transaktionskosten aufzuwenden um preiswürdig einzukaufen. Nf ist bestrebt eine Marke/Produkt zu finden, bei dem er seine Konsumentenrente max. Dafür ist er bereit ein relativ großes Produktangebot zu vergleichen Preisgünstigkeit ist nicht gleich Preiswürdigkeit. Beim Ersten ist der NF nur auf den Preis fixiert. Bei Preiswürdigkeit wird der Preis und die Qualität in Relation gesetzt.
Aus Zusammenhang des Preisinvolvement lässt sich das Smart shopping als folge des Deal proneness, das Cheery piking, und der Hybridekäufer ableiten.
Der Smartshopper versucht Preisunterschiede am Markt auszunutzen (abitrage). Er bewertet seine Transaktions & Divergenzkosten sehr niedrig, weil er Bspw Zeit dafür hat oder weil er die Kosten nicht berücksichtigt.
Als Begründung dieses Verhalten (Smart Shopping) dient das Konstrukt von Deal proneness (Neigung):
-> der NF ist anfällig für Sonderangebote, weil das Ausnutzen eines Sonderangebots bei ihm sogenannte Smart-Shopping-Feeling auslöst.
(II)Welche verschiedenen Begriffauffassungen gibt es im Marketing bzw. Konsumentenverhalten für das Konzept des Preisinvolvements (price consciousness) ? Welche inhaltsverwandten Begriffe existieren in diesem Zusammenhang, die das Konzept des Preisinvolvements einschließt.
(Das Modell des preishybriden Kaufverhaltens ist nicht Themengegenstand der Frage !)
Als Zusatz zum Smartshopper ist das Cheery piking
Es sind diejenigen NF die ihr Einkaufsverhalten ganz bewusst auf Sonderangebote ausrichten
In einer geschöftsstätte werden vorallem die Preisreduzierten Artikel gekauft
Es ist das gegenteil vom ONe-Stop-Shopping
Der NF ist hierfür bereit Zeitl. Resourcen& Beschaffungskosten aufzuwenden & ist bereit auf vorrat zu kaufen
Der Hybride Käufer bedeutet, dass ein und derselbe NF in unterschiedlichen Produktkategorien sich ganz unterschiedlich ´, bezogen auf das Preisinvolvement, verhalten kann.
Beantworten Sie folgende Sachverhalte :
- Welche Aussagen liefert die Prospect-Theorie hinsiichtlich der Preispräsentation ? Welcher "Nutzenverlauf" wird hierzu unterstellt ?
- Bestimmt sich im Konsumentenverhalten die Bewertung der Attraktivität einer Transaktion ausschließlich aus der Gegenüberstellung von Nutzstiftung des Produkts und Kaufpreis ?
Was versteht man unter dem AIO-Ansatz ? Welche Anwendungen findet er, welche Probleme hat er ?
Der AIO-Ansatz ist eine der Bekanntesten konzeptionellen Ansätze für eine Lifestyle Analyse.
Es ist dabei eine Art Checkliste, welche Sachverhalte man in eine solche Analyse mit aufnehmen sollte.
Ausgangspunkt sind die Werte & Persönlichkeitszüge, die dann wiedergespiegelt werden in
- Aktivitäten (A)
- Interessen (I)
- Einstellung/Meinung (O) der Person.
Diese AIO lassen sich diffrenzieren in Hinblick auf die Freizeit-, Arbeits- und Konsumbereich
-Ebenso kann die Person allein betrachtet oder man betrachtet sie als Gruppenmitglied
-Desweiteren schaut man sich das Verhalten allgemein oder man dieffenziert dies auf bestimmte Produktklassen/Marken.
Anwendungsfelder für das Marketing sind:
- Marktanalysen & Markttrends = Erkennen eines Wertewandels-> nimmt ein bestimmter Lifestyle zu bzw ab?
- Life-style-Werbung = Ist Werbung, die einen bestimmten Life-Style zum Inhalt hat oder vorstellt (Tonalität der Werbung)
- Orientierung der Produktgestaltung bzw das Branding an einen Life-Style = Marke wird zum Ausdruck/ symbol eines Life-Style bzw trägt zum "Leben" des Life-Styles bei (Lifestyle-Produkte)
Probleme der Life-Style-Segmentierung
- Liefe-Styles weisen eine Hohe kulturspezifität auf, so ist ein Transfer von Kulturkreis A zu B nicht möglich
Weitere Problembereiche sind:
- Ad-Hoc-Studien -> Problem der Studienübergreifenden Vergleichbarkeit
- Nur deskriptive Darstellung -> aber keine Erklärung des Verhaltens
- Unspeziefisch für das Marketing -> nur Marktübersicht/Markttrends aber nicht unmittelbare Anhaltspunkte für konkrete Produktgestaltung bzw eine konkrete Ausgestaltung der Werbung
- Meist kein Targeting möglich -> dh kein speziefisches Adressmaterial Vorhanden, um Vertreter des Lifestyles direkt anzusprechen (wird allerdings durch das Web 2.0 entkräftigt)
Fragen zur Markenloyalität
- Was versteht man unter Markenloyalität ?
- Welches Reponsemuster folgt aus der Markenloyalität ?
- Welche Ursachen fördern bzw. vermindern Markenloyalität ?
1)
Markentreue iSv Einstellung ist die Bindung eines NF gegenüber einer Marke, wobei das Commitment als zentrale Determinante ist. Markentreue iSv der Intention ist die Neigung zu gleichen ähnlichen Verhalten(kaufentscheidung/markenwahl) bei wiederkehrenden Entscheidungen (straight rebuy, modified rebuy) hierbei unterscheidet man 3 ausprägung von Loyalität:
1. Monoloyalität- Ich kaufe immer die gleiche Marke
2. Dual-loyalität - Wechsel zwischen 2 Marken
3. Multi- Loyalität- Wiederholung einer identischen Kaufentscheidung
2.
Responsmuster können das Commitment und das habituelle Kaufverhalten oder Contiuance commitment & Inertia sein.
-Commitment gilt als die Zentrale Größe für Kundenbindung bei HIgh-Involvement.
Es ist die Bindung (iSv Bekenntnis,Hingabe,Einstandspflicht) einer Person an ein Objekt (Marke,Anbieter Entscheidung)
- Habituelles Verhalten:
Habituelles Verhalten aus der Routinisierung des Kaufverhaltens bedeutet, dass aus einer ehemal extensiven Kaufentschidung durch zufriedenheit & Commitment und/oder schwindenden Involvement ein gewohnheitsmäßiges KV geworden ist
- continuance Commitment:
Bei Fortsetzungsbezogenen Commitment ist die Markentreue Ergebnis einer Bewussten Kaufentscheidung und eines extensiven Entscheidungsprozesses
-Inertia:
bei Inertia ist die Markentreue das Ergebnis eines Reaktiven (fast automatischen) ablaufenden Prozesses bzw der Anwendung einer Heuristik(Enscheidungsregel)
3.
Folgende Determinanten beieinflussen Markenloyalität.
-Determinanten mit Positiver wirkung sind:
a)Relationship-Dreieck -> Zufriedenheit, Reputation & Commitment
-> HIgh-Involvement des NF gegenüber der Produktkategorie bezoen auf die Kaufentscheidung
b) Inertia- Trägheit -> Markenloyalität entsteht , weil der NF zu Träge für einen wechsel ist (low-involvement)
-Determinanten mit neg. Wirkung sind :
a) -seeking -> wunsch nach abweschlung im Kaufverhalten
-> je stärker das Variety seekung ausgeprägt ist, desto geringer ist die Loyalität
b) attraktivität von Konkurrenz angeboten
Fragen zur Markenloyalität :
4.Was sind die Ursachen, dass ein nachfrager mehrere Marken in einer Produktkategorie "treu" ist ?
5.Wie wird Markentreue häufig empirisch gemessen ?
4.Ursache ist die Multi-Loyalität
- Ist ein vagabundierender Markentkauf
- Neigung zum regelmäßigen Kauf zweier oder einiger weniger Marken bei weiderkehrenden Kaufentscheidungen
- Ist u.a. die Verbindung der Motive Markentreue & Variety seeking -> der NF bleibt seinem evoked set an Produkten treu, wechselt aber regelmäßig innerhalb des evoked sets -> Befriedigung eines Bedürfnisses nur durch ein Markenportfolio bei gleichzeitiger Risikomindereung, oder Intertia/Commitment.
5. Empirische Messung der Markenloyalität durch Brand-Switching Modelle
Ist die Abbildung von beobachtbaren Mustern des Wiederholungskaufes (Panel-Untersuchung)
um stochastische Gesetzmäßigkeiten hinter den Wiederholungskäufen zu finden (zb Markenketten , Lernmodelle) wie die Monoloyalität oder Dual-/Multiloyalität.
Welche Rollen spielen Markenkompetenzen und Zentralität im Imagetransfer ?
Markenkompetenz sowie Zentralität sind die Sekundären Vorraussetzungen eines erfolgreichen Imagetransfers.
- Unter Markenkompetenz versteht man die Glaubwürdigkeit des Imagestransfers von einer Muttermarke -> Trauen die NF die Erweiterung der Muttermarke auf den Produktbereich des Transferproduktes zu und worin besteht die Kompetenz der Muttermarke? -> Aus dieser zentralen Frage des Transfers leiten sich eine breite und eine enge Kompetenzanmutung her.
breit= die Stammmarke besitzt viele Produktkategorien/Lösungskompetenzen
enge= Bspw Pfanni
Zentralität bedeutet, dass die Gemeinsamkeiten der Stamm und Muttermarke für den NF sicher und sichtbar sein. Bzw der Imagetransfer für den NF nachvollziebar sein muss.
Anhand welcher Methoden lassen sich Präferenzen eines Nachfragers operationalisieren ?
Methoden der Präferenz operationalisierung sind die sogenannten Response Modes
- Choice = Wahl der Alternativen, wie verhält sich eine Person tatsächlich
- Judgment = Bewertung auf einer vorgegebenen Skala -> höchste Punktzahl = beste Präferenz
- Pricing = maximale Zahlungsbereitschaft -> muss umso größer sein je größer der Nutzen ist
- Matching = 2 Alternativen mit 2 Eigenschaftsausprägung-> indifferent Matching
Welche Eigenschaftsausprägung muss vorliegen, damit sie indifferent zueinander sind
=> Response mode induzierte preference reversals
Verfahren der Präferenzmessung, führen zu unterschiedlichen gemessenen Präferenzen
=> Response mode "choice" wird am meisten verwendet
Alle responsemodes haben zumindest eine theoretische Bedeutung, so ist judgment bspw relevant wenn ein Entscheider die einzelnen Alternativen schritt für schritt bewerten muss
Welche Rolle spielen Emotionen in der Informationsverarbeitung ?
Bei der Informationsverarbeitung in der Combination-Stufe, wird eine Wahrgenommene Information zusammen mit anderen Information verarbeitet (in diesem Sinne mit der Emotion) und zu einem Gesamtnutzen verarbeitet. Darauf folgt die Informationsspeicherung im Gehirn. Je nachdem welche Emotion (pos./neg) die aufgenomme Information bei der Person auslöst, bestimmt sich die Erinnerungswirkung dieser Information. Jje stärker die Emotion desto besser ist die Erinnerungswirkung und ebenso werden pos. Emotionen besser erinnert als "gleich starke " negative Erinnerungen
Was versteht man unter habituellem Kaufverhalten ? Welche Charakteristika weist es auf, auf welche Ursachen ist es zurückzuführen und welche Implikationen stellen sich für das Marketing ?
Habituelles Verhalten aus der Routinisierung des Kaufverhaltens(KV) bedeutet, dasss aus einer ehemals extensiven Kaufentscheidung durch Zufriedenheit & Commitment und/oder schwindendem Involvement ein gewohnheitsmäßiges KV geworden ist.
Habituelle Verhalten ist folglich das Wiederholen von bewarten Entscheidungsmustern durch Rückgriff auf vorgefertigte (breits getroffene) Entscheidungen
->es wird keine neue Kaufentscheidung getroffen/erarbeitet , sondern eine getroffene E. wiederholt
Charakteristika von Habituellen Verhalten ->Folgen von low Involvement
->geringe kognitive Steuerung im Sinne einer kognitiven Entlastung
-> konzentration auf wenige, zentrale Kognitionen (Preis, Erhältlichkeit)
-> ist eine Lösung von Ambivalenzkonflikten, durch Vermeidung von Risiko oder Nachkaufdissonanzen (kauf des Bewährten)
-> Routinisierung des Kaufverhaltens
Implikationen des Habituellen Kaufverhaltens:
Kurze Entscheidungsdauer und ein geringer Informationsbedarf (bspw nur erhältlichkeit, Standort oder Preis des Produktes)
Was versteht man unter
- "new buy"
- "modified rebuy"
- "straight rebuy"
"New buy" ,"modified rebuy" & "straight rebuy" sind Spezifizierungen von Kaufentscheidungen nach ihrem Neuigkeitsgrad
- new Buy = NF steht vor einer neuartigen Kaufentscheidung/Situation
- modified rebuy = NF hat ein ähnliches Kaufentscheidungproblem bereits einmal gelöst
- straight rebuy = Wiederholung einer identischen Kaufentscheidung
Was sind Hintergrund, Verfahrensschritte bzw. Ausprägungen des "Editieren eines Entscheidungsproblems" ? Aus der Vielzahl von Entscheidungsheuristiken müssen Sie legendlich drei Heuristiken darstellen.
Editieren eines Entscheidungsproblems oder das sogenannte Framing eines Entscheidungsproblem heißt, dass sich der NF erst ein Entscheidungsproblem erarbeiten muss um die richtige Wahl treffen zu können.
Die Framing Aktivitäten, also der Erarbeitungsprozess, kann man in zwei Bereiche unterteilen:
- Bereich der Problemformulierung
Der erste Teil der Problemformulierung ist das sog. "task representation"
Es beschreibt um was es eigentlich bei dem Entscheidungsproblem geht bzw welche Entscheidung überhaupt zu treffen ist.
Der zweite Teilschitt ist das Goal-formulation.
Dies bedeutet dass der Entscheider seine Ziele festlegen muss, vielleicht sogar erst einmal seine Ziele kennen muss, die in einer Entscheidungssituation gültigkeit haben.
2.Phase der Problemlösung
In der 2. Phase von Framingaktivitäten geht es um die Problemlösung.
Diese beinhaltet die Festlegung des Entscheidungprozessregimes, die Alternativensuche & Ermittlung/ Bewertung der Eigenschaftsausprägungen und die Choice Construction
Festlegung des Entscheidungsprozessregimes spezifiziert den effort (Input/einsatz) & die accuracy (genauigkeit /erwünschter ertrag), die der Entscheider bezogen auf ein ENtscheidungsproblem festlegt.
Bei der ALternativsuche & ermittlung/ bewertung der Eigenschaftsausprägungen bedient man sich hierbei einer Informationsmatrix, dh sie bildet das Entscheidungsfeld ab & muss durch Infotmationsaktivitäten erstellt werden.
3. Choice Construction
Der 3. Bereich der Problemlösung ist die Choice Construction, die beeinhaltet die Wahl der Entscheidungregeln, bzw man bedient sich an Entscheidungsregeln zur Problemlösung und treffen der Richtigen Entscheidung.
Hierbei unterscheidet man zwischen Kompensatorischen Regeln, nicht kompensatorischen Regeln und Prozessheuristiken.
Folgende 3 Heuristiken sollen dargestellt werden
1.frequency of good & bad features
Entscheider schaut sich nur an bei wievielen Eigenschaften die Alternative A den anderen Alternativen überlegen ist
2.habituelle Heuristik
Entscheide dich so wie beim letzten mal
3.satisdicing heuristic
wähle diejenige die sich nach einer bestimmten zeit als am besten heraustellt.
Was bildet der Schwerin-Effekt ab, in welchem Bereich der Konsumentenverhaltensforschung bzw. des Marketings spielt er eine Rolle und was ist hier seine prinzipielle Aussage ?
Schwerineffekt oder auch U-Hypothese drückt aus bzw beschreibt, wie lange kann man sich durch eine Emotion an etwas erinnern.
Es spielt also eine Rolle bei der Systematisierung von Zustandskonstrukten bzw der Erklärung des Verhalten Eines Nachfragers.
Die Erinnerungswirkung ist dabei abhängig von der verursachten Emotion (pos./neg.).
-> je stärker die Emotion ist, desto besser ist die Erinnerungswirkung
-> Dabei werden positive Emotionale Erinnerungen besser erinnert als gleich " starke" negative emotionale Erinnerungen.
Charakterisieren Sie das Konstrukt "variety seeking" ?
Variety seeking ist
- ein negativer Einflussfaktor für Loyalität.
- die Tendenz einer Person bei der Markenwahl in kürzeren & mittleren Zeiträumen nach Abwechslung zu streben. Direkte Motivation hierfür ist die pos. Nutzenstiftung durch das Wechseln der Marke
-> Markenwechsel als solches stifet bereits Nutzen
-Indirekte Motivation für ein solches Verhalten kann durch die Präferenzunsicherheit des NF, Sättigung/Langeweile oder duch Anregung/neuheit(bringt kognitive energie ,dass der Wunsch zur neuen Marke entsteht) sein
-Der Grad/Ausgeprägtheit des Variety seekung ist ein Persönlichkeitsmerkmal (traits) und hängt positiv mit der Innovationsorientierung, Neugierde und interesse einer Person an einem Sachverhalt zusammen.
Was versteht man unter Entscheidungsprozess-Regime ?
Entscheidungsprozess-Regime spezifiziert den Effort & die Accuracy die der Entscheider bezogen auf ein Entscheidungsproblem festlegt.
Entscheidungsprozess problem besteht somit aus 2 Elementen.
- Effort-ist der Input/ Einsatz & setzt sich zusammen aus :
- kognitiver = Umfang der kognitiven Ressourcen die ein Entscheider aufwenden möchte
- zeitlicher = Zeitdauer die ein Entscheider für ein Problem aufwenden will
- ökonomischer =Geldbetrag den ein ENtsch. max in ein Entscheidungsproblem bereit ist auszugeben
- ökonom. Effort = Budgetpreis, aber nicht die max Zahlungsbereitschaft | Budgetpreis< max Zahlungsbereitschaft
2. Accuracy-ist die genauigkeit und setzt sich zusammen aus
- angestrebter Nutzen
- confidence-= subjektiver Grad an Sicherheit, die ein NF bei seiner Entscheidung erreichen will
- Justification = Rechtfertigung einer Entscheidung gegenüber sich Selbst & Anderen.
Wie trifft ein Entscheider seine Produktwahl, wenn er die Methode "frequency of good and bad features" anwendet ?
Gehört zu den kompensatorischen Entscheidungsregeln.
Der Entscheider schaut sich nur an bei wieviel Eigenschaften die Alternative A den anderen Alternativen überlegen ist.
(I)Charakterisieren Sie aus kognitionspsychologischer Sicht das Phänomen der Wahrnehmung von Stimuli
Trifft ein Reiz auf einen Organismus, wird aus diesem wahrgenommenen Reiz eine Information. Diese Informationsverarbeitung erfolgt in 3 Phasen :
1.) In der ersten Phase kommt es zur Informationsaufnahme:
1.Es kommt zum sensory encoding, dh die sensorische Entschlüsselung eines Reizes, bzw die physische Wahrnehmung (sehen fühlen hören)
2.Danach folgt das lexical encoding, dh die Person erkennt die Hauptbedeutung des Reizes
->Der reiz wird interpretiert bspw die Erkennung eines bestimmten Markenzeichens
3.Am Ende der Informationsaufnahme erfolgt das categorial encoding, dh der wahrgenommene Reiz wird bewertet
->Es erfolgt eine Bewertungskategorie bspw wie groß/klein, teuer o. günstig
-> Dieser Teil der Informationsaufnahme kann stattfinden, muss es aber nicht unbedingt
2.) Nachdem der Reiz als Information vom Organismus aufgenommen wurde, kommt es zur 2ten Phase, der Informationsverarbeitung.
- Die Informationsverarbeitung setzt sich zusammen aus semantischen Netzwerken & Combination Stufe
- Die Semantische Netzwerke setzt sich auseinander wie die Abspreicherung von Infromationen abläuft.
- Bei der Combination-Stufe, wird die wahrgenommene Information zusammen mit anderen Informationen verarbeitet & zu einem Gesamtnutzen verarbeitet, welcher zu einem Response führt.
3.) Darauf folgt die 3te Phase, die Informationsspeicherung im Göhörn.
- Bei der Informationsspeicherung spricht man vom Retrival ->Die Information(Reiz) kann zu einem späteren Zeitpunkt wieder aktiviert werden.
(II)Charakterisieren Sie aus kognitionspsychologischer Sicht das Phänomen der Wahrnehmung von Stimuli
Die Wahrnehmung aus kognitionspolitischer Sicht ist Relativ.
Es gibt jedoch nach vorherrschender Meinung 2 Modelle der kognitiven Wahrnehmung.
1. Bottom-Up-Modell
- Reiz wird nicht isoliert, sondern immer im Kontext gleichzeitig wahrgenommener anderer Reize wahrgenommen
- Wahrnehmung von Reizbündeln
2. Top-down-MOdell
- Zur Wahrnehmung eines Reizes werden oft gespeicherte Informationen herangezogen
- Wahrnehmung vor dem eigenen Erfahrungshintergrund
Priming-Effekte in der Wahrnehmung: Der kurz zuvor wahrgenommene Reiz beeinflusst die Wahrnehmung des folgenden Reizes.
Weber-Fechnersches-Gesetz: Die optische und akustische Wahrnehmung der Stärke eines Reizes ist logarithmisch: Ein exponentieller Anstieg der Reizstärke wird nur als linearer Anstieg (objektiv) wahrgenommen. Dies wird auch für das categorial encoding angenommen (z.B. Bewertung von Preisveränderungen, die prozentual wahrgenommen werden: Ein Preisanstieg von 1€ auf 1,10€ wird als „schwerwiegender“ empfunden als ein Preisanstieg von 100€ auf 105€).
Paradigma des Konstruktivismus:
>Wahrnehmung ist ein Prozess von Konstruktion, Interpretation, Fehlern und Korrekturvorgängen: Menschen nähern sich ihrer Umwelt mit subjektiven Verhaltensmustern (Erwartungen, Erfahrungen) und konstruieren sich an den objektiv vorhandenen Informationen ein subjektives Bild über ihre Umwelt.
Wahrnemungschritte im Sinne des Konstruktivismus:
1.Selektion:selektive Wahrnehmung:
Konzentration auf relevante Reize (bereits auf sensorischer Ebene)
Vermeidung einer Reizüber- frachtung (Informations Overload)
2.Aktive KOnstruktion
Interpretation der wahrgenommenen Reize (Verknüpfung der Reize mit Erklärungsmustern und Erfahrungen an der Vergangenheit vor dem kulturellen Hintergrund und den subjektiven Zielen/Wünschen)
Schaffung eines subjektiven Bildes von der Umwelt
Sinngebung des Wahrgenommenen
Gehen Sie kurz auf folgende Sachverhalte ein :
- Foot-in-the-Door-Technik
- Welche Bedingung gilt für den optimalen Grad an Informationssuche
- Wie wird eine Entscheidung nach der lexikographischen Regel getroffen?
- Foot in the door Technik ist eine Beinflussungsstrategie, die darin besteht, von jmdanden zunächst eine kleine Bitte erfüllt zu bekommen, die in der Regel nur selten abgeschlagen wird, um dann eine größere Anforderung zu stellen. Die Aufgabe eine einmal eingeschlagenen Verhaltensmuster ohne neue Information kann zu einer kognitiven Dissonanz führen (einmal die bitte erfüllt und bei der nächsten wiederholen) und um diese Dissonanz zu zu vermeiden wird das eingeschlagene Verhaltensmuster weitergeführt. Diese Tatsache dient dem Marketing als Verkaufstechnik um bspw gegenüber den Nf Up-grading zu vermarkten.
- Der optimale Grad an Informationssuche in einem Entscheidungsproblem ist dort erreicht, wo sich Informationsgrenznutzen und Informationsgrenzkosten entsprechen.
- Die Lexikografische Regel gegört zu den nicht kompensatorischen Entscheidungsregeln und besagt das bei mehreren Alternativen diejenige gewählt wird, die dem Ziel am föderlichsten ist. Sind zwei Alternativen gleich gut enscheiden die Faktoren innerhalb der Alternativen. A1 (a11,a12) & A2(a21,a22)
Folgendes Modell für die Veränderung von Einstellungen ist gegeben :
\(A2= a(M-A1)^ß +A1\)
Interpretieren Sie dieses Modell
Bei der dargestellten Gleichung handelt es sich um das sogenannte "Updating Modell", bzw der mathematischen Darstellung der Veränderung von Einstellung eines Idividuums.
Die Formel drückt folgendes aus :
Aktuelle Einstellung = Lerngeschwindigkeit *(neue Inform. - Ursprüngl. EInstellung)^techn. Parmeter +ursprüngl. Einstl. , wobei gilt 0<α<1 und je größer α desto schneller ist die Lerngeschwindigkeit.
Hierzu gibt es 2 Hypothesen zur Veränderung der Einstellung.
1. Prospect Theorie => Bei negativen Informationen (also neue Info M < A1 ursprüngl. Einstellung) findet eine stärkere Anpassung statt, als bei positiven Informationen.
=> daraus folgt, dass die Lerngeschwindigkeit von negativen Infos > als die Lerngeschwindigkeit von positiven Infos, αneg. > αpos.
Somit nimmt man negative Infos stäker wahr( Verluste liegen schwerer als Gewinne)
2. Assimilations Kontrast Theorie, die drei Ausprägungen aufweist.
a) Bei mäßigen Ausprägungen zwischen neuer Info (M) & alter einstellung (A1) kommt es zu einer proportionalen Anpassung -> techn. Parameter ß=1 & 0<α<1
b) Bei geringfügiger Abweichung zwischen M& A1 passt sich die aktualisierte Einstellung(A2) sofort an die neue Information an -> lerngeschw. α=1 & techn. Parameter ß= 1
c) Bei großen Differenzen zwischen neuer Info (M) & ursprüngl. Einstellung, kommt es zu keiner Veränderung der Einstellung. -> Lerngeschw. α=0
als zusatz d) Stammt die Inform. M aus der Werbung , dann gibt es ein Sättigungsniveau. -> techn. Param. ß<1, degressive Anpassung.
Welche Begründungen liefern das fortsetzungsbezogene Commitment und das Inertia-Konzept für Markentreue und worin unterscheiden sich beide Begründungen ?
Markentreue im Sinne von Einstellung ist die Bindung eines Nf gegenünber einer Marke, wobei das Commitment die zentrale Determinante ist. Markentreue im Sinne von der Intention ist die Neigung zu gleichen/ähnlichen Verhalten (Kaufentscheidung/Markenwahl) bei wiederkehrenden Entscheidungen, welches das Inertia-Konzept für markentreue beinhaltet.
Sowohl fortsetzung bezogenes Commitment als auch Inertia sind Determinanten mit positiver Wirkung auf die Markenloyalität.
Forsetzungbezogenes Commitment ist eine von drei Determinanten woraus sich Commitment zusammensetzt und hat 2 Ausprägungen.
- kaptives Commitment ist die Verbundenheit durch Gebundenheit. Bspw ist man an den technischen Standard gebunden. Hold-Up-Situation
- kalkulatives Commitment, hierbei ist die Bindung rational geprägt (kaufrisiko, hohe Zufriedenheit) oder durch zu hohe Wechselkosten.
Das Inertia-Konzept beinflusst wiederum das Commitment zu einer Marke. Es ist die kognitive Trägheit im Verhalten. Markenloyalität entsteht weil der NF zu träge für einen Wechsel ist.
Eine Marke wird aus Gewohnheit immer wieder gekauft (habituelles KV) da der NF den kognitiven Aufwand für eine Kaufentscheidung meiden will ( kognitive Entlastung). Dabei besteht das Problem der Wahrnehmung der Konkurrenzangebote, wodurch der NF mit starken Reizen aus seiner Trägheit geholt werden muss.
Unterschiede:
Bei continuance commitment bzw Fortsetzungsbezogenen Commitment ist die Markentreue Ergebnis einer bewussten Kaufentscheidung und eines extensiven Entscheidungsprozessen
Bei Interia ist die Markentreue das Ergebnis eines reaktiven(fast automatischen) ablaufenden Prozesses bzw der Anwendung einer Heuristik(Entscheidungsregel)
Was versteht man unter dem Schlagwort des "Neuromarketings" ?
Anwendung neurowissenschaftlicher Technologien (z.B Magnetresonanztomographie) zur Analyse der Aktivierung der Gehirnareale durch spezifische Stimuli (z.B Produkte; Werbeanzeige).
Durch welche Merkmale ist der Typus des "Schnäppchenkaufs" im Modell des hybriden Käufers gekennzeichnet ? Welche Geschäftsstättenpräferenz sind für ihn typisch ?
Schnäppchenkauf oder auch Preiswertkauf ist durch folgende Merkmale geprägt:
- Es gibt kein Kaufrisiko, der NF weiß ganz genau was er will, bzw welche Marke für ihn am Besten geeignet ist.
- Gleichzeitig ist für den Nachfrager dieses Produkt wichtig, es besteht also eine Markenpräferenz.
- Der Nachfrager hat eine Markenpräferenz, aber unter Sparorientierung ,dh er will diese Marke besonders Preisgünstig erwerben.
Bezogen Auf Service & Markenorientierung, legt der Schnappchenkäufer /Preiswertkäufer wenig/geringen Wert auf den Service, dafür einen hohe Wert auf die Marke des Produkts.
Wie bestimmt sich im Mental Accounting die Bewertung der Attraktivität einer Transaktion ?
Bei Mental accounting teilen Menschen finanzielle Transaktionen in mentale Konten ein und behandeln diese je nach Konto unterschiedlich. Diese lässt sich in folgender funktion darstellen.
P= tats. Produktpreis, Pv = max Zahlungsbereitschaft, P* = Referenzpreis
ψ(psi) = ψ(pv-p)+ψ(P*-p) -> erste term = acquistition ultility , zweite = transaction utility(nutzen)
Welchen Einfluss können Stimmungen im marketingrelevanten Verhalten von Nachfragern haben ?
(Im Vergleich zu einer Emotion ist die eine Stimmung hinsichtlich der Tonalität ( Art der stimmung) länger anhaltend , weniger intensiv und nicht speziell auf ein Objekt oder eine handlung gerichtet -> stimmung ist Reizunabhängig, Emotion ist rel. kurzfristig und immer auf ein objekt oder Handlung gerichtet.)
Bei dem Einfluss der Stimmung auf das Kaufverhalten eines Nachfragers gibt es 2 Theorien bzw Verhaltenstheorien.
- Die erste ist die Stimmungskongruenztheorie : Der NF verhält sich nach seiner aktuellen Stimmung, dh Idividuen berücksichtigen bei der Bewertung von Sachverhalten stimmungskongruente(kongruenz= deckungsgleich) Information als Stimmungsinkongruente Inform. => Bei guter (schlechter) Stimmung kommt es zu einer besseren (schlechteren) Bewertung von Sachverhalten.
- Die zweite Theorie ist die Stimmungsregulationstheorie: Der NF versucht den als unangenehm empfundenen Zustant negativer Stimmung zu überwinden. Dies tut er bspw. durch Konsumrelevante Aktivitäten (Frustshoppen) oder andere aktivitäten( sport treiben).
Die derzeitige Stimmung ist existentiell für die erinnerung einer Markenbotschaft, dh bessere erinnerungsleistung bei positiver Stimmung bzw Einbettung der Werbebotschaft in einen pos. Wahrnehmungsumfeld.
Was versteht man unter dem Self-Handicapping, welche psychologische theorie dient als Erklärung und wo liegen im Self-Handicapping Probleme ?
Der Begriff Self-Handicapping gehört zu dem marketingrelevanten Zustandskontrukt Zufriedenheit. Es dient als Kommunikationsstrategie zur Minderung der Differenz zwischen der Erwartung (Soll) und der wahrgenommenen Leistung (Ist) Dabei führt das Ergebnis des "Soll ist vergleiches" zu den 3 Emotionen Zufridenheit, Indifferenz und Unzufriedenheit. Beim Selfhandicapping wird der Kunde darüber informiert, dass der Anbieter nicht allein Sicherstellen kann, dass Fehler vermieden werden. Die Produktleistung wird somit auch von Dritten oder vom NF selbst beeinflusst. z.B. Kleidung, die richtige Pflege hängt vom Nachfrager ab, oder bei Fluglinien, Zeitverzögerungen bei der Gepäckausgabe sind vom Flughafenbetrieber zu verantworten.
Das Kernproblem des Self-Handicapping besteht darin, ob es dem Nachfrager glaubhaft zu vermitteln ist, dass einen "failure" in der Produktleistung auf Dritt- oder Verwendungseinfluss zurückzuführen ist, oder der NF dies bloß als Ausrede des Unternehmens ansieht.
Stellen Sie die Änderung von Einstellungen aus Sicht kogitiver Dissonanzen dar
(Auf die Erklärung des Konzepts "Einstellungen" und "kogitive Dissonanzen" müssen Sie nicht eingehen)
Eine Einstellungsänderung impliziert eine Veränderung im System der kognitiven Elemente. Diese sind umso resistenter gegeüber Änderung, selbst wenn sie kognitive Dissonanzen verursachen , je mehr sich die Person mit dieser Kognition verbunden fühlt (Commitment). Wiederum wird eine Kognition sehr leicht verändert, wenn sich dadurch eine bestehende kognitive Dissonanz veringern lässt (lernen durch Verstehen ) .
Interpretieren Sie das Modell der "Polaren Struktur des Bedarfs" im Sinne der "goal formulation" in der Phase der Problemformulierung.
Die Polare Struktur des Bedarfs heißt, dass die Produktwahl eines NF durch Konformität, Individualität und Änderung bestimmt wird, also durch den Wunsch nach Abwechslung sowie Beharrung ( minimierung des Kaufrisikos). Diese stehen in einem gegenseitigen Konflikt und der NF vor einem Entscheidungsproblem ; Welches Produkt soll er auswählen? Im Bereich der Problemformulierung bei Framing-Aktivitäten, ist neben dem "task representation" der zweite Teilschritt das Goal formulation:
Dies bedeutet, dass der Entscheider seine Ziele festlegen muss, vielleicht sogar erst einmal seine Ziele kennen muss ,die in einer Entscheidungssituation gültigkeit haben.
Ziele kennen & ziele festlegen bedeutet, die Art der Ziele zu quantifizieren und unter Anwendug einer Zielhierarchie Entscheidungen treffen zu können.
Ebenso folgt aus dem goal formulation dasss der Entscheider die Wichtigkeit von Produkteigenschaften festlegen bzw ableiten können muss.
In der Praxis kann man feststellen dass viele Entscheidungsprobleme Ziele sind, die ein Entscheider verfolgt. Daraus folgt dass der NF sich über die Wichtigkeit in Produkteigenschaften noch garkeine so großen Gedanken gemacht hat.
Für das Marketing bedeutet dies bspw durch ein Verkaufsgespräch in dieser Phase einzugreifen.
Man kann die goal formulation vereinfachen indem man Untergrenzen bzw höchstgrenzen bei Produkteigenschaften formuliert, bei denen man sagt , wenn ein Produkt unter der höchstgrenze bleibt oder die mindestgrenze überschreitet ist das ein akzeptables Produkz
Welche Implikationen haben das Integrations- bzw. Segregationsprinzip für die Preispräsentation ?
(1) Integrationsprinzip: ψ(δ1)+ ψ(δ2) < ψ(δ1 + δ2) =>δ Verkaufspreis oder Preiserhöhung (loss)
(2) Segregationsprinzip : ψ(p) +ψ(d) > ψ(p-d) , mit ψ(d) > 0 & ψ(p) < 0 ψ(d1) + ψ(d2) > ψ(d1+d2), d= Rabatt.
Was beinhaltet der "Fluch der Gattungsmarke" bei der Markenerweiterung ? Welche Konstellations ist hierbei gegeben und in welcher monetären Größe lässt sich dieser "Fluch der Gattung" operationalisieren ? Wie ist diese Größe prinzipiell definiert ?
Fluch der Gattungsmarke ist geprägt durch eine enge Kompetenzanmutung. DH bei einer hohen Übereinstimmung von starkem Markenschema/ starker Ausprägung des Markenimage, mit einem hohen Produktkategorieschema, prägt das Markenimage das Produktkategorie Image, weshalb das kompetenzspektrum für andere Produktkategorien eingeschränkt ist. So lieg ein eingeschränktes Eweiterungspotential vor .
Bsp : Pampers = Windeln, oder Tempo = Taschentücher.
Was versteht man unter Affinitäten im Zusammenhang mit dem Imagetransfer und welche Bedeutung haben sie ?
Als Affinität bezeichnet man Ähnlichkeiten die zwischen Transfersubjekt und Transferobjekt bestehen. Affinitäten sind psychologische Distanzen (ähnlichkeiten) zwischen Objekten. Je größer die Affinitäten zwischen Subjekt und Objekt sind, desto größer ist der Fit (Der Grad der Übereinstimmung, welcher sich aus allen Affinitäten ergibt.)
Hierbei unterscheidet man zwischen formalen und Inhaltlichen Übereinstimmungen/ Fit :
Formal beinhaltet :
- gleiche markenrechtliche Kennzeichen im Transfer, dh das Transferobjekt bekommt das gleiche Kennzeichen wie die Stammmarke.
- Gleiche Kommunikationsaussagen, dh die Werbung für die Stammmarke wird hinsichtlich der Kernaussagen auch auf das Transferobjekt durchgeführt.
Inhaltlich beinhaltet:
- "technologisch" = gleiche Materialien/ Lösungskonzepte,
- Funktional= Verwendungsfelder entsprechen sich, dh lösung des gleichen Konsumproblems ,
- Imagebezogen = Imagebereich -> affinitäten im Imagebrereich können stammobjekt und transferobjekt bestehen, da das Transferobjekt das image der Betreffenden Produktkategorie &- oder der Verwender "mitbringt".
Ein hoher Fit, also große Affinität zwischen Stammobjekt & Transferobjekt erleichtern nicht nur den Imagetransfer, sondern verbessern auch die Gesamteinschätzung des Transferobjekts
(Koordinatensystem Bsp. Danone)
- die Transferachsen beziehen sich auf Sachverhalte, in denen Affinitäten zwischen Stammobjekt & Transferobjekt von NF gesehen werden (ordinate) oder in denen Affinitäten/Fit zwischen Stamm-&Transferobjekt vom Anbieter verdeutlicht (kommnuniziert) wird.
- Die Transferachsen sollen Stamm-&Transferobjekt in eine einheitliche(gemeinsamen) Wahrnehmungszusammenhang stellen
Welche Position für das Verhältnis der Konzepte "Image" und "Einstellung" werden im Konsumentenverhalten vertreten ?
(Sie müssen nicht auf einzelne Image- oder Einstellungsobjekte eingehen!)
Man unterscheidet in 3 Ausprägungen, in welchem Verhältnis Image zur Einstellung steht.
- Beide Konzepte sind Identisch -> EInstellung = Image .
- Beide Konzepte sind strikt zu trennen -> Einstellung reflektieren das Produktwissen (konsultiv geprägt) = denotation , -> Image reflktiert die subjektive (affektive) Komponente eine Gegenstandes (emotional) = kannotation.
- Image als Übergeordnetes Konzept -> EInstellungen beziehen sich auf eine Eigenschaft eine gegenstandes und beinhalten entweder denovative oder Kannotative wahrnehmung, -> Image ist mehrdimensional und beinhaltet alle denotativen (scale values) und kannotativen Wahrnehmungen zu einem Gegenstand.
Charakterisieren Sie die Präferenzmessung im Response Mode "Matching". Was beinhaltet ein Choice-Matching-Reversal und welche Prämisse des normativen Entscheidungsverhaltens wird dadurch verletzt?
Bei Choice schaut sich der NF nur die wichtigsten Eigenschaften bei der Wahl der Alternativen an. Beim Matching hat man bspw 2 Alternativen mit 2 Eigenschaftsausprägungen. Die P. muss angeben, welche Eigenschaftsausprägung 1 oder 2, er bei Alternative B geben muss ,damit er zwischen Alternative A & B indifferent ist . Es findet eine sogenanntes Indifferenz Matching statt. Ist die Eigenschaftsausprägung 2 der Alternative B nun größer als die Indifferenz-Annahme, dann wählt die P. alt. B.
Choice Mode reversal beinhaltet die Präferenz Umkehr, dh die einzelnen Verfahren er Präferenzmessung, führen zu Unterschiedlich gemessenen Präferenzen. ?????????
Stellen Sie die Struktur der "Theory of Reasoned Action (TORA)" dar.
Tora ist die Theorie des überlegten Handelns, welches ein Einstellungsmodell zur Vorhersage von Verhalten in Zusammenhang mit der Einstellung des NF steht.
-Ziel größe des Modells ist dabei das Verhalten.
-Es wird davon ausgegangen, dass das tasächliche Verhalten einer Person von Ihrer Verhaltensabsicht/ Verhaltensintention bestimmt wird.
-Diese Verhaltensabsicht resultiert wiederum einerseits aus der persönlichen Einstellung andererseits aus den subjektiven Normen.
-> subjetive Normen ist die Summe aus subjektiven sozialen & normativen Annahmen & Absichten, welche auf die Handlungsabsichten wirken.
- Die Einstellung zum Verhalten ergibt sich dabei aus der Annahme über das Ergebnis des Verhaltens & der Bewertung des Ergebnisses.
- Die wahrgenommenen subjektiven Normen wiederum sind das Produkt der Annahmen des Konsumenten in Bezug auf die soziale Erwünschtheit des Betrachteten Verhaltens & der Motivation der sozialen Anforderung zu entsprechen (konformistisches Verhalten).
=>Zusammengefasst gesagt wird die Zielgröße Tatsächliches Verhalten/ specific Behavior durch die Verhaltensintention bestimmt. Somit wirken sich Einstellungen nicht direkt aus das Verhalten aus, sondern bilden Verhaltensintentionen.
DIe Verhaltensintention setzt sich einerseits aus den eigenen Vorstellung und der Einschätzung des Gegenstandes zusammen, als auch aus den sozialen Normen (Einstellung der sozialen Umwelt zu einem Objekt i) und die Sichtweise von anderen (subjektive Normen, Verhaltensintention anderer: norm was man tun soll.)
Was versteht man unter dem Involvement einer Person, welche verschiedenen Formen gibt es und welchen Antezedenten unterstellt man ?
b) Allgemein beschreibt Involvement die Bereitschaft / das Interesse einer Person sich mit einem Objekt auseinander zu setzen. Bezugobjekte können hierbei folgende sein:
- Organismus, dabei unterscheidet man zwischen latenten Involvement (grundsätzliches Interesse einer Person gegenüber einem Objekt) und aktivierten Involvement (Grad der Aktivierung ist Intresse/Engagement den man in einer bestimmten Situation hat.)
- Rationalität , bestehend aus kognitives Involvement( ist notwendig um eine Situation zu erleben oder zu lösen(Kaufentscheidung zu treffen) und emotionales Involvement.
- Entscheidungsituationen, bezogen auf Produktinvolvement und Kaufinvolvement( kann latent aber auch aktiv gemessen werden)
- Marketing Instrumente, setzt sicht zusammen aus dem Werbeinvolvement(wie stark/wenig interessiert sich der K. für die Werbung) dem Preisinvolvement(welche bedeutung hat der Preis für den NF und den Qualitäts involvement(welche bedeutung hat das Preisleistungsverhältnis bzw wie wichtig ist die Qualität)
Antezedens, Grund, Voraussetzung, Ursache, Bedingung eines Ereignisses oder einer Entscheidung (selten) im Gegensatz zu Konsequenz
Einflussfaktoren des Produkt-Involvements
Situation(Kaufsituation und Verwendungszweck) =
Produkt(-eigenschaften) < wahrgenommene persönliche Relevanz ->Bedürfnisse und Werte einer Person
Was ist die Höhenpräferenz eines Entscheiders ?
Eine Präferenz kennzeichnet die Vorziehungswürdigkeit von Sachverhalten. Höhenpräferenz bezieht sich auf Eigenschaftsausprägungen wie : größer/kleiner , stäker/schwächer
Was beinhaltet der Cost-Accurcy-Trade-Off und was ist hierbei unter "Cost" bzw. "Accuarcy" zu verstehen ? Welche prinzipielle Strategien gibt es bezogen auf den Cost-Accurcy-Trade-Off und welche Implikationen für das Entscheidungsverhalten einer Person leiten sich aus diesem Ansatz ab ?
Cost Accuracy Trade off bedeutet, dass der Entscheider Aufwand & Ertrag bei seiner Entscheidungsfindung in Relation setzt. (Somit wird seine Enscheidung von dem Aufwand (cost) und einem möglichst präzisen Ertrag (accuracy) bestimmt)
Der "cognitive miser" will einerseits möglich wenig Einsatz (effort/cost) in einen Entscheidungsprozess investieren, andererseits ist er bestrebt eine möglichst gute Entscheidung (accuracy) zu treffen.
Unter "cost" sind nicht die Kosten für ein Produkt zu verstehen sonder den Aufwand, den der NF investieren muss um eine Entscheidung zu treffen.
Hierzu gibt es folgende 3 Entscheidungsstrategien.
- Festlegung des cognitiven Einsatze( effort cost)
-> wieviel Zeit möchte man in den Entscheidungsprozess reinstecken. Mit dem Ziel der maximierung der accuracy.
2. Festlegung der gewünschten accuracy
-> Ziel hierbei ist die minimierung der costs
==>>Wahl der Entscheidungsstrategie mit der vermuteten besten effort-accuracy -Relation , welche abhängig vom Involvement ist.
Was versteht man unter dem Wertewandel, welche Ausprägungen und Ursachen hat er ?
Werte sind elementare (allgemeine & nicht situationsspez.) Vorstellungen des NF über wünschenswertes. Werte beschreiben damit allgemeine & grundlegende Ziele im Verhalten. Ein Wertewandel ist daher ein Veränderung dieser.
Dabei kann man bei einem Wertewandel 3 verschiedene Ausprägungen unterscheiden.
- Es entstehen neue Werte - also ein wert der bislang in einen Sozialsystem bei einem NF noch keine Rolle gespielt hat.
- Es kommt zu einer Umberwertung in der Wertehierarchie, dh das Wichtigkeitsverhältnis der Werte ändern sich, da sie eine unterschiedliche Wichtigkeit haben.
- Alte Werte sterben ab, dh Werte die bislang bestand hatten, verschwinden.
Ursachen für einen Wertewandel können folgende sein. :
- Veränderung der gesellschaftl., sozialen oder ökonomischen Umwelt
- Bildung, hat einen großen Einfluss auf den Wertewandel
- Generation - trangierte erziehungsbedingte Wertesysteme die aus der persönlichen Erfahrung/ Geschichte einer Person entsteht. Allerding stirbt dieses Wertemuster auch mit seinem Träger.
- Lebenszyklusphase bezieht sich auf die biolog. aber auch die unmittelbar sozialen Lebensumstände (Kindheit, Familie)
Im Sinne des Wertewandels sind werte somit Dynamisch.
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