Gewebe


C. H.
Diese Lernkarten behandeln die Histologie des Knochengewebes und der Muskelkontraktion auf einem fortgeschrittenen Niveau. Sie konzentrieren sich auf die Zusammensetzung und Funktion von Knochen, einschließlich der Rolle von ATP, Enzymen und verschiedenen Zelltypen wie Osteoblasten und Osteoklasten. Die Karteikarten erläutern auch die Prozesse der Knochenentwicklung und Verknöcherung sowie die Energiebereitstellung und die notwendigen Proteine wie Aktin und Myosin für die Muskelkontraktion. Medizinstudenten und Fachleute profitieren von diesem Set, um ein tiefes Verständnis der histologischen Strukturen und ihrer Funktionen zu erlangen.
Karten
10
Lernende
30
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
12.06.2017 / 12.03.2026

Lernkarten

17 die Funktion des Knochengewebes beschreiben

  • Formgebung
  • Schutz von wichtigen Organen und Strukturen
  • wichtigster Teil des passiver Bewegungsapparat
  • Kalzium und phosphatspeicher
  • Stätte der Blutbildung

Hohe Druck- und Zugfestigkeit

Stabil auch bei Biegung durch hohen anteil an Kollagenfasern

18 die zwei Formen der Knochenentwicklung erklären 

direkte Verknöcherung (desmale Ossifikation)

  • Zu begiinn der Knochenentwicklung im Gesichtsbereich verdichtet sich das Bindegewebe

indirekte Verknöcherung (chondrale Ossifikation)

  • Die meisten Knochen werden erst als Modell aus hyalinem Knorpelgewebe gebildet, das später durch Knochen ersetzt wird

Vorteil: der Knochen kann wachsen

Nachteil: bei dicken Kindern wachsen diese Knochen schief

19  die drei Knochenzellenarten und ihre Funktion nennen

Osteoblasten

  • knochenbildenden Zellen
  • Scheiden die Knochentyoische Interzellsubstanz (Osteoid) und kollagene Fasern aus.
  • Produzieren Enzym das die Mineralisierung der Knochen bewirkt
  • Werden wenn eingemauert (Verkalkt) zu Osteozyten

Osteozyten

  • Knochenzellen
  • Enstehen aus Osteoblasten

Osteoklasten

  • Knochenabbauende Riesenzellen
  • Bilden Enzym, das den Knochen auflösen kann (Knochenabbau)
  • Ermöglichen Knochenumbau
  • Macht bei Kalziumbedarf den hormonell gesteuerten Knochenabbau
  • Bilden Enzym, das mineralisierte Knochen auflösen kann. Z.B. bei Kalziumbedarf

Blast baut

Klast klaut

20 die Zusammensetzung des Knochengewebes erläutern

  • Knochenzellen
  • Zwischenzellsubstanz mit organischen (Fasern ) und anorganischen (Salze) Bestandteilen

Die Zwischenzellsubstanz besteht aus

  • 65% Anorganische Bestandteile, vor allem Kalziumphosphat
  • 25% organische Bestandteile, vor allem Kollagenfasern
  • 10% Wasser

21 die charakteristische Eigenschaft des Muskelgewebes nennen

  • Kontraktion
  • Reizbarkeit

22 die drei histologischen Muskeltypen und ihre charakteristischen Merkmale nennen

Skelett-Muskulatur

  • ermöglicht Bewegung der Gelenke
  • Willkürlich Steuerbar
  • schnell
  • schnell ermüdbar
  • Quergestreift

Glatte-Muskulatur

  • findet man bei inneren Organen und in de nWänden der Gefässe
  • unwillkürlich
  • arbeitet langsam und rhythmisch
  • nicht ermüdbar
  • Spindelförmig

Herz-Muskulatur

  • nur im Herz
  • durch eigenes Reizleitungssystem gesteuert
  • unwillkürlich
  • schnell
  • rhythmisch
  • unermüdlich
  • kurze Querstreifung

23 die zwei für die Muskelkontraktion nötigen Eiweisse und deren prinzipiellen Aufbau nennen

Aktin

  • Aktinfilament ist aus zwei umeinander gewundenen, perlschnurartigen ausehenden Ketten von kugeligen Aktinmolekülen aufgebaut

Myosin

  • Ein Myosinfilament besteht aus Myosinmolekülen
  • Jedes Molekül besitzt einen Schaft, Hals und Kopf
  • Die Schäfte sind chemisch fest verbunden und bilden das eigentliche Filament, aus dem die Köpfe seitlich herausragen

24 die für die Muskelkontraktion nötigen Hilfsstoffe nennen

  • ATP als Energielieferant
  • Calcium-ionen, um die Kontraktion in Gang zu bringen
  • Magnesium-Ionen für die Aktivierung von ATP

25 die Energiebereistellung des Muskels beschreiben

  • Kurzfristig ATP und Kreatinphosphat als Energielieferant
  • Langfristig wird Glukose verstoffwechselt
  • Glukose als Glykogen in Skelettmuskel und Leber gelagert
  • Bei Bedarf wird Glukogen in Glykose gespalten
  • Mit Sauerstoff, dem aeroben-Stoffwechsel, wird mit Glykose im Zitratzyklus viel Energie (ATP) gewonnen
  • Bei Sauerstoffmangel, dem anaeroben Zustand, z.B. bei langer oder schwerer Arbeit, wird Glukose mit wenig Energiegewinn (ATP) zu Lactat (Milchsäure) verstoffwechselt 

Nicht Prüfungsrelevant

  • ATP wird ein Phosphat abgespalten wodurch Energie freigesetzt wird.ATP --> ADP (Adenosindiphosphat) + Phosphat + Energie
  • Wenn kein ATP wird Kreatinphosphat gespalten, dadurch ATP-Speicher von ca. 15 Sek Muskelarbeit möglich 
  • Danach aerober oder anerober Stoffwechsel

26 den Ablauf der Muskelkontraktion grob erklären

  • Im Ruhezustand Myosin und Aktin nicht verbunden
  • Bei Eintreffen eines Aktionspotentials (Alles-oder nichts- Prinzip) wird die Muskelzelle angeregt.
  • Es werden Calciumionen aus dem endoplasmatischen Retikulum der Muskelzelle freigesetzt. Diese lösen die Muskelreaktion aus
  • Es folgt die Bindung des Myosins und des Aktins
  • Das am Myosin haftende ATP wird unter mithilfe von Magnesium zu ADP+P gespalten.
  • Dies liefert die Energie zum abknicken des Myosinkopfes
  • Das Aktin gleitet dadurch am Myosin vorbei
  • Für das Lösen braucht es ein neues ungespaltenes ATP. Sonst bleibt das Myosinköpfche abgeknickt und der Muskel bleibt starr (Totenstarre)

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