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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 11.06.2017 / 01.04.2020
Lizenzierung Namensnennung (CC BY)     (PH Zürich)
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0 Exakte Antworten 48 Text Antworten 4 Multiple Choice Antworten
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Macht in schulischer Kommunikation:

Was meint Pierre Bourdieu mit der "Autorisierten Sprache" und welche Bedingungen müssen dafür erfüllt sein?

Drei Elemente als Bedingung für legitimen Sprachgebrauch:

  • Befugte Person (z.B. mit Diplom versehen)
  • Legitime Sprechsituation (z.B. Ärztin in Untersuchung, Pfarrer in Messe, u.a.)
  • Legitime Sprechform (z.B. engl. oder lat. Fachausdrücke, Berufsjargon)
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Macht in schulischer Kommunikation:

Weshalb funktioniert die "Autoritative Sprache" nur in Verbindung mit Unterworfenen?

Die Sprache der Autorität regiert immer nur dank dem Mittun der Unterworfenen. Der Unterworfene tritt einen Teil seiner Macht ab, dadurch ermöglicht er, dass über ihn Macht ausgeübt wird. 

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Macht in schulischer Kommunikation:

Was sind mit den Einsetzungsriten im Zusammenhang mit der "Autorisierter Sprache" gemeint?

Der Einsetzungsakt verleiht jemandem Identität, indem ihm öffentlich mit Autorität mitgeteilt wird, was er ist und was er zu sein hat. Werde, was du bist: werde deiner Definition gerecht, sei deinem Amt gewachsen, verhalte dich standesgemäß.

Beispiel: Bei der Diplomübergabe am Ende des PH Studiums, wird man offiziel ins Amt der Lehrer eingeführt. Die PH an sich erwartet durch die Überreichung des Diploms, dass man seiner Rolle als Lehrer gerecht wird und sich auch dementsprechend so verhält, wie es die Instuition will.

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Macht in schulischer Kommunikation: (Heinrich Popitz)

Weshalb kommt es überhaupt dazu, dass sich Menschen an Autorität binden resp. einen Teil ihrer Macht abgeben?

  • Anpassung an die Wünsche der Autoritätsperson
  • Übernahme von Meinungen, Wertmassstäben der Autoritätsperson;

            Beurteilen des eigenen Verhaltens, wie wenn es die Autorität tun würde.

  • Autorität kommt ohne Machtausübung aus
  • Anerkennung einer Überlegenheit der Autoritätsperson

Menschen wollen von denen, die sie besonders anerkennen, besonders anerkannt sein. Die soziale Erfahrung der Anerkennung bestimmt die Struktur der Selbstanerkennung.

 

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Konstruktivismus Systemtheorie 2 (Luhmann)

Was versteht Luhmann unter "Kommunikation"?

Luhmann: Luhmann konzipiert Kommunikation von der Gesellschaft und ihren

sozialen Teilsystemen her. Zudem steht bei ihm weder ein Inhalt noch irgendeine Absicht, sondern nur

die Kommunikation als Operation und ihre allgemeine Funktion im Blick.

Kommunikation = Soziales System.

 

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Konstruktivismus Systemtheorie 2 (Luhmann)

 

Kommunikation ergibt sich nach Luhmann in 3 zusammenhängenden Selektionsschritten, welche sind das?

1. Informationsbildung

Nach Luhmann muss Information als Unterschied (Differenz) wahrgenommen werden. Wir selektionieren die Information in Beziehung mit den anderen Teilnehmenden des jeweils konkreten sozialen Systems.

2. Mitteilungsbildung

Wie soll die selektionierte Information mitgeteilt werden? Mit welchem Verbreitungsmedium? Mit welcher Absicht?

3.Verstehensbildung

Erst wenn andere Mitglieder eines Systems erkennen, dass eine Mitteilung vorliegt, spricht Luhmann von einem gelungenen kommunikativen Akt.

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Konstruktivismus Systemtheorie 2 (Luhmann)

Was meint Luhmann mit: "Kommunikation hat nicht Konsens, sondern Dissens zur regulativen Idee" ?

Gerade Neuigkeiten, Missverständnisse und Irritationen halten Kommunikation im Fluss, währenddem ein völliges gegenseitiges Verstehen die Kommunikation zum Erliegen bringen kann. 

Bsp: 

Was soll man weiter sagen, nachdem man gesagt hat: Du hast recht. Wir sind uns einig?

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Konstruktivismus Systemtheorie 2 (Luhmann)

Was versteht Luhmann unter "Alter" und "Ego"?

Alter= Sender

Ego = der Empfänger

Der Ganze Prozess von der Information zur Mitteilung der Information und des Verstehen dieser, packt Luhmann in zwei Vergleichspunkte die er EGO und ALTER nennt. ALTER ist dafür verantwortlich die relevanten Informationen auszusuchen die mitgeteilt werden sollen. Sobald diese ausgewählt sind, überlegt sich ALTER, wie diese Informationen am besten mittgeielt werden. --> Kommunikationsofferte

Nachdem die Mitteilungsoption vom ALTER gewählt ist, sortiert EGO diese Information aus resp. wie versteht sie diese Information? Hier spricht man bereits von einem Zustandekommen von Kommunikation. In einem zweiten Schritt konstruiert EGO neue Informationen zur erhalten Mitteilung resp. wie kann diese Mitteilung auch noch verstanden werden.