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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 11.06.2017 / 01.04.2020
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Konstruktivismus Systemtheorie 1

Was besagt das 5. Axiom von Watzlawick und was ist die Kritik daran?

5.Symmetrisch und Komplementär

Symmetrisch: Kind spricht mit Kind. Wenn zwei gleichgestellte Personen auf gleicher Augenhöhe reden.

Komplementär: Grossmutter und Kind. Sie ist hierarchisch höher gestellt. Mutter Kleinkind ist zwar Komplementär kann aber auch Symmetrisch sein, wenn Mutter Babysprache anwendet.

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Kommunikation und SuS Partizipation

Stufenschema zur Erlangung sozialer Kompetenzen (4 Pfeiler)

  1. Identitätsfindung (Selbstvertrauen etc.)
  2. Wahrnehmung nach innen + aussen
  3. Mitteilungsfähigkeit (der Wahrnehmung)
  4. Handlung daraus ableiten
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Macht in schulischer Kommunikation:

Wie lauten die 4 Disziplinartechniken von Focault und was bedeuten sie?

1. Die Klausur, bauliche Abschliessung

Will die Disziplin produktiv sein, braucht sie ein Innen und Aussen, nur im Innern lassen sich Machttechniken entfalten.

--> Das Internat scheint die vollkommenste Erziehungsform zu sein.

 

2. Parzellierung

Der so geschaffene Innenraum muss weiter unterteilt werden, damit sich darin die Machtbeziehung entfalten kann.

Ermöglicht werden soll, dass in jedem Moment das Verhalten des Einzelnen überwacht, abgeschätzt und bewertet werden kann. Dies gilt für die Kaserne, das Spital, die Fabrik und die Schule gleichermassen.

 

3. Zuweisung zu Funktionsstellen

Ist der abgeschlossene Raum eng parzelliert, können Funktionen auf die Individuen verteilt werden. In Fabriken müssen die Maschinen bedient werden, in der Schule muss auf schulische Anforderungen reagiert werden.

 

4. Der Rang/ Die Rangfolge

Der Mensch gilt in den Disziplinen als austauschbar. Seine Leistungen werden mit den anderen verglichen, dadurch erhält jedes Individuum seinen Platz. „Die Disziplin individualisiert die Körper durch eine Lokalisierung, die sie nicht verwurzelt, sondern in einem Netz von Relationen verteilt und zirkulieren lässt.“

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Macht in schulischer Kommunikation:

Was wird unter "Mikrojustiz" verstanden?

Das Abweichen der Norm wird Sanktioniert. „Normierende Sanktion“ --> Dressur.

  • Zeitliche Strukturierung: keine Zeit darf vergeudet werden, Zerstreuung und Störungen aller Art müssen durch rigorose Kontrolle vermieden werden. (vgl. Stundenplan)
  • Kontrolle der Tätigkeit: „Dieses Netz der Kontrolle hält das Ganze und durchsetzt es mit Machtwirkungen, die sich gegenseitig stützen, pausenlos überwachte Überwacher“.
  • Körper: angepasste Gestik und Haltung, Ungepflegtheit wird sanktioniert.
  • Sexualität: mangelnde Scham und unanständiges Verhalten wird sanktioniert.

Es ging bei der Mikro-Justiz überhaupt nicht darum, Gerichtsstrafen nachzuahmen. Das Strafsystem der Disziplin geht nämlich beträchtlich weiter, strafbar ist nicht nur, was von Gesetzes wegen verboten ist, strafbar ist alles, was nicht (norm)konform ist.sind, „im Gegenteil, er (der Lehrer, S.L.) muss versuchen, häufiger Belohnungen auszuteilen als Strafen“ (ibid.), um das ‚Herz des Schülers’ zu gewinnen.

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Macht in schulischer Kommunikation:

Was meint Focault mit der "Prüfung"?

Verbindung von „hierarchischer Überwachung“ und „normierender Sanktion“.

Die Prüfung gilt als Machtritual: pausenloses Prüfen/ Beobachten bedeutet Messung und zugleich Sanktion

Das Individuum wird ein Fall; beschreib-, mess- und vergleichbar. Jede Person wird vermessen und in Abstand zu anderen gebracht. 

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Macht in schulischer Kommunikation:

Welche 3 Grundprinzipien beinhaltet die "Prüfung"?

1.Umkehrung der Sichtbarkeit

(Die Prüfung kehrt die Ökonomie der Sichtbarkeit in der Machtausübung um)

Das Subjekt (bspw. Schüler) wird zum Objekt.

2. Dokumentation von Individualität

(Die Prüfung macht auch Individualität dokumentierbar)

Beobachtungen jedes einzelnen Menschen werden festgehalten. Damit wird das Individuum als beschreibbarer und analysierbarer „Gegenstand“ erschaffen. Individuum löst „Spezies Mensch“ ab.

 

3. Individuum wird beherrschbar

(Die Prüfung macht mit Hilfe ihrer Dokumentationstechniken aus jedem Individuum einen „Fall“.)

„Man muss schon in aller Deutlichkeit sehen, was das heisst: Dem Menschen wird das Erzählen über sein Leben aus der Hand genommen. Die Disziplinarprozedur machen aus der Beschreibung ein Mittel der Kontrolle und eine Methode der Beherrschung. Es geht nicht mehr um ein erzählendes Festhalten von Erlebnissen, die mir allein gehören. neu entsteht ein Dokument für die fallweise Auswertung.“

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Macht in schulischer Kommunikation:

Was ist das instutionelle Programm nach Dubet?

Das institutionelle Programm bezeichnet eine eigene Art der Sozialisation, die sich grundsätzlich von familiärer unterscheidet. Das Kind wird in einer grösseren Welt Akteur. Es verkörpert eine ganz spezifische Art und Weise mit Menschen zu arbeiten. 

Die Schule, einen Ort, an dem Kinder aus den unter-schiedlichsten gesellschaftlichen Schichten zu prinzipiell Gleichen gemacht werden.

Das institutionelle Programm erzeugt eine Art notwendiger Fiktion, an die die schulischen Akteure zwar nicht wirklich glauben müssen, auf die sie aber paradoxerweise auch nicht verzichten können

Weiter beinhaltet es:

  • Einverleibung des Sozialen, der Kultur
  • Sozialer Prozess: Prinzipien und Werte werden in subjektives Handeln umgesetzt.

           ( Erfahrungen von einem übergeordneten Standpunkt aus betrachten)

  • Widersprüche + Niederlagen werden der „äusseren Welt“ zugeschrieben.

            (Widerspruch „Gleichheitsprinzip“ + „Selektion“ --> wirtschaftsbedingt)

  • LP wird zur unantastbaren Autorität
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Macht in schulischer Kommunikation:

Was sind die Folgen der "Abschwächung des institutionellen Programms"?

Durch die Abschwächung des institutionellen Programms stellst sich als Erstes das Problem der Legitimität des Handels: Verlust des Informations-/ Wissensmonopol. Zwar verfügen Lehrpersonen nach wie vor über verschiedene Arten von Mach, aber nicht notwendigerweise über . Die Entkoppelung von Macht und Autorität kann dazu führen, dass Machtausübung radikal zurückgewiesen wird, weil die Unterwerfung unter Umständen als Bedrohung der eigenen Würde interpretiert wird.

Beispiel; Diejenigen, die das Lehrerdiplom erhalten und nun Lehrer sind, erben nicht mehr wie Früher die "Instutionelle Macht", dass heisst, den Respekt, den man als Lehrer erhalten sollte, muss man sich selber verdienen und wird einem nicht geschenkt. Denn das fehlen dieser "Instutionellen Macht" kann zu folgendem führen:

Es kann das Auseinanderfallen folgender 3 Dimensionen folgen:

  • soziale Kontrolle
  • Unterricht
  • Beziehungsarbeit

Was universelle Gültigkeit hat, muss nun wieder von Fall zu Fall, von Ort zu Ort neu ausgehandelt werden.