Blut und Lymphe HP

Fragen zur Selbstüberprüfung

Fragen zur Selbstüberprüfung


S. DV.
Diese Lernkarten behandeln medizinische Grundlagen zu Blut und Lymphe auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie die Aufgaben von Lymphozyten, Blutbildung, Anämien, Leukämien, Morbus Hodgkin und andere Erkrankungen ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die ihr Wissen über hämatologische Erkrankungen und deren Symptomatik vertiefen möchten.
Karten
30
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
22.03.2017 / 02.06.2021

Lernkarten

Aufgaben des Blutes ?

- Transport: 02, Nährstoffe, Vitamine, Hormone , Medikamente

- Abtransport Stoffwechsel Abfallprodukte , CO2

Abwehr Funktion

- Wärmeregulation

- Blutgerinnung

- Homöostase von Wasser u. Elektrolythaushalt, ph-Wert, Körpertemperatur

- Regulation d. Säure Basenhaushalt 

Arten der Blutzellen ?

Leukozyten

Erythrozyten

Thrombozyten

Aufgaben der Erythrozyten ?

Transport von Sauerstoff und CO2 

Normwerte von Hämoglobin ?

Männer = 14-18 gldl

Frauen = 12-16 gldl

Welche Blutgruppe ist Universal Empfänger ?

Blutgruppe AB

Was ist Blutplasma?

- klare gebliche Flüssigkeit

- 90% Wasser

- 8% Plasma proteine z.B. Albumin , Globulin

- 2% andere = Elektrolyte, Hormone , Harnstoff , Ammoniak, Kreatimin , Nährstoffe

Was ist ein Differential-Blutbild ?

= grosses Blutbild

es wird zusätzlich zu : Erythrozyten Anzahl, Hämatokritwert, Hämoglobin, MCV, MCH, MCHC (rotes Blutbild)+ Gesamtleukozytenzahl 

zusätzlich: 

Thrombozytenanzahl, Leukozytendifferenzierung !

 

Aufgaben der Gamma Globuline ?

Es sind Plasma proteine = Antikörper

Z.B. Bildung von Immunglobulinen :  IgA, IgD, IgE, IgE, IgG, IgM

zur Abwehr als Antikörper Reaktion bei Allergien, Fremdbakterien u. Virenangriffen 

Definition der Anämie ?

Verminderung =

 Hämoglobingehaltes 

Erythrozytenanzahl

Hämatokritwert

Welche Ursachen einer Anämie ?

- Blutverlust z.B. Trauma, OP

- Schlechte Erythropoese : zB. Eisenmangel, Vitamin B12 Mangel, Folsäuremangel, Erythropoetinmangel, gestörte Zellbildung im Knochenmark

- gesteigerte Hämolyse zB. Erbkrankheit, Infektion, künstl. Herzklappe, Autoimmunkrankheit, Vergiftung, Allerg. Reaktion

Symptome einer Anämie?

allgemeine = blasse Haut, blasse schleimhäute, Tachycardie , Ermüdbarkeit, Leistungs minderung, Ohrensausen , Konzentrationsschwäche , Schwindel, Atembeschwerden

Verminderung im Blutbild =

Hämatokritwert , Erythrozytenanzahl, Hämoglobingehalt 

Welche Laborwerte führen zum V.a. Eisenmangelanämie?

hypochrome und mikrozytäre Anämie

Labor : 

erniedrigte Werte : Fe, Ferritin, Hb, MCH ( < 28 pikogramm pro Ery), MCV 

Erythrozytenanzahl normal oder niedrig 

Unterschied B12 Mangelanämie und Folsäure Anämie in d. Symptomatik ?

bei Folsäure Mangelanämie im fortgeschrittenen Stadium fehlen die neurologischen Symptome ( Parästhesien an Händen u. Füssen, Gangunsicherheiten, Lähmungen )

am Anfang ist die Symptomatik sehr ähnlich mit der Vit. B12 Mangelanämie

Ursachen der Polyglobulie ?

- Krankheiten u. Zustände bei Hypoxämie zb. 

cardiale Ursachen, Lungenerkrankungen 

- physiologisch bei Höhenluft

- erhöhte Erythropoetin Synthese zb. Nierenarterienstenose, paraneoplastisches Syndrom 

- morbus cushing 

- Tumore zb. Leber,,- Nierentumore 

Ab wann spricht man von einer Leukozytose ?

10.000 - 30.000 / mikroliter  in Ausnahmefälle über 100.000 mikroliter 

Ursachen der Leukopenie ?

unter 4000 / mikroliter 

Differenzierung: 

Granulozytopenie : Viruserkrankungen zb. Influenza, Masern, Röteln, Mumps

bakterielle Erkrankungen : Typhus, Morbus Bang

Hypersplenismus, familiäre Leukopenie , Medikamente zb. Zytostatika, Knochenmarkserkrankungen, Leukämien, Lymphome, perniziöse Anämie, Diphterie, Tuberkulose, Sepsis 

Lymphozytopenie : 

erste Phase d. Infektion, Stress, Gravidität, Morbus cushing, morbus Hodgkin 

Eosinopenie : 

Typhus abdominalis, bakterielle Infekte in d. akuten Phase, Cushing Syndrom, Trauma, Gravidität, OP

Welche Erkrankungen bei einer Eosinopenie ? 

Typhus abdominalis, bakterielle Infektion in akuter Phase, Cushing Syndrom, Trauma, Gravidität, OP 

Welche Erkrankungen haben eine verlangsamte Blutsenkungsreaktion? 

Polyglobulie 

Polycythämia vera

Sichelzellenanämie 

Allergien 

vegetative Dystonie  , Herzinsuffizienz 

Symptome einer akuten myeloischen Leukämie ?

Symptome wie bei Infekten :

Fieber, Knochen und Kopfschmerzen, schlechter AZ, Mund,-Kehlkopfentzündungen, Petechien am ganzen Körper, Zahnfleischbluten

sehr plötzliche Entwicklung

Leukozytenanzahl kann über 100.000 (mit vielen leukämischen Blasten) oder normal oder erniedrigt sein

Anämie (ausgeprägt)

B-Symptomatiken ( Nachtschweiss, Ermüdung, Abwehrschwäche, Blässe, Abgeschlagenheit, Leistungsknick)

Lymphknotenschwellung

Petechien

Splenomegalie , Hepatomegalie

Welche Altersgruppe betrifft vorrangig die akute myeloische Leukämie ?

 

vor allem bei älteren Menschen > 60 J.

 

Therapie der akuten Leukämien ? (schulmedizinisch)

- Zytostatikatherapie

- Knochenmarkstransplantation

- Stammzelltherapie

- Chemotherapien

Wie entsteht eine Hämophilie ?

es ist eine Erbkrankheit, vor allem bei Männern, die zu Gerinnungsstörungen führt... verursacht durch einen Mangel an Gerinnungsfaktor VIII und IX .

Wie wirken Cumarine und ASS100 ?

Cumarin-Derivat bzw. Vitamin K Antagonist = zb. Phenprocoumon oder Warfarin

diese hemmen die Vit. K abhängigen Gerinnungsfaktoren II, VII, IX und X in der Leber und es kommt zur verminderten Koagulation

ASS100 = Acetylsalicylsäure (nicht steroidaler Antirheumatika NSAR)

Prostaglandinesterasehemmer (Prostaglandin ein Mediator für Schmerzen, Fieber u.Entzündungen)

Thrombozytenaggregationshemmer (Thromboxan und Prothrombin Bildung wird gehemmt)

 

Symptome des Morbus Hodgkin?

- Schlechter AZ

- B - Symptomatik ( Nachtschweiss, Leistungsschwäche, Müdigkeit, Fieber, ungewollte Gewichtsabnahme)

- schmerzlose Lymphknotenschwellung am Hals

- typisch : Lymphknotenschmerz nach Alkohol

- Splenomegalie, Hepatomegalie

- Labor : Sternberg Riesenzellen, Hodgkin Zellen, Lymphozytopenie, Eosinophilie, BSG Erhöhung, Eisen Fe erniedrigt

Lassen sich Bence-Jones-Proteine mit dem Urinteststreifen nachweisen ?

Bence-Jones-Proteine sind Immunglobuline (=auch Paraproteine genannt) die beim multiplen Myelom ( auch Plasmozytom genannt) über die Nieren ausgeschieden werden ( Bence-Jones-Proteinurie )

Antwort = trotzdem Nein, mit einem normalen Urinteststreifen sind diese Paraproteine nicht nachweisbar

Befunde des Plasmozytoms ?

Plasmozytom = multiples Myelom

(maligne Erkrankung der Plasmazellen mit Angriff des Knochenmarks u. der platten Knochen zb. Schädelknochen)

Non-Hodgkin-Lymphon (mit Sonderstellung)

- überwiegend Männer, davon 2x mehr Schwarze

- B - Symptomatik , spontane Knochenfrakturen, Niereninsuffizienz bei Leukopenie u. Thrombozytopenie, massive ESR Strurzsenkung, Proteinurie ohne Beschwerden (Bence-Jones-Proteinurie), Zerstörung des Skelettsystems, "Schrotschussschädel",

Thrombozyten Normwerte im Labor ?

norm. = 150.000 bis 400.000 / mikroliter

Klinik der Thrombozytopenie ?

- verstärkte Blutungsneigung

- schlechtere Blutgerinnung

- Petechien, Hämatombildung, Epistaxis

Wo findet die Blutbildung statt ?

im roten Knochenmark der platten, kurzen und den stammnahen Epiphysen der Röhrenknochen

pränatal in der Milz

Welche Aufgaben haben die Lymphozyten ?

 

- gehören zur spezifischen Abwehr (etwas weniger beweglich als die Monozyten)

- Abwehr von Bakterien und Viren

- Unterteilung in B - und T - Lymphozyten und Killerzellen :

- B - Lymphozyten :

 Prägung im Knochenmark - - Träger der humoralen spezif. Abwehr - - Herstellung spezif. Antikörper - - bei Antigen-Kontakt differenzierung in Plasmazellen zur Produktion von Immunglobulinen und Umwandlung in Gedächniszellen - -

- T - Lymphozyten :

Prägung im Thymus - - Träger der zellulären spezif. Abwehr - - bei Kontakt mit Antigenen differenzierung in = zytotoxische T-Zellen, Helferzellen ( unterstützen die Killerzellen)  und regulatorische T- Zellen (kontrollieren ,bremsen und beenden Immunreaktion)  und Gedächniszellen ( zur Erkennung bei späteren erneuten Kontakt)

 

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