Marketingplanung

5. Semester BWL Schwerpunkt Marketing

5. Semester BWL Schwerpunkt Marketing


A. N.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Marketingplanung auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Themen wie die Analyse von Märkten, Zielgruppen und Wettbewerbsstrategien, sowie die Unterschiede zwischen Angriffs- und Verteidigungsstrategien. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Marketingfachleute, die ihre Kenntnisse in strategischer Planung und Positionierung vertiefen möchten.
Flashcards
14
Students
1
Language
German
Category
Marketing
Level
University
Created / Updated
02.01.2017 / 20.01.2020

Flashcards

Constanze-Effekt:

    • in 50/60er Jahren sehr erfolgreiche Frauenzeitschrift
    • Zielgruppe: konkreter Frauentyp
    • Zielgruppe veränderte sich, Constanze-Redaktion veränderte Marktpositionierung nicht
    • Constanze verlor Marktführerschaft und meldete schließlich Konkurs an
    • So wenig Veränderung wie möglich,  so viel Flexibilität wie nötig. à dynamische statt statische Positionierung

Corporate Design

    • Bestandteil der strategischen Unternehmensführung
    • Kommunikationskonzept
    • Positionieren der Unternehmensidentität à Selbstverständnis des Unternehmen, Wir-Bewusstsein (Grundlage Unternehmenszweck)
    • Gehört zu den übergeordneten Unternehmenszielen.
    • Zielebenen: Corporate Design, Corporate Behavior, Corporate Communication

  • Hybride Wettbewerbsstrategie:

  • (Erweiterung zu generische Wettbewerbsstrategien nach Porter, schließt Porter nicht aus)
  • Streben Kosten- und Differenzieungsvorteil an
  • Kann auf zwei Weisen erfolgen:
    • Sequentiell: Outpacing

·         innovatives Unternehmen durchläuft erst Differenzierungsphase, bringt neuartige Produkte auf Markt à hohen Kundennutzen, hoher Preis

·         Nachahmer erscheinen mit günstigeren Produkten

·         Strategiewechsel zu Kostenführerschaft à Preissenkung durch Produkt- und Prozessstandardisierung

·         Gefahr eines ruinösen Preiskampfes

·         Bsp.: Handymarkt

§  Parallel: Mass Customization

·         gleichzeitige Realisierung von Kosten- und Differenzierungsvorteilen

·         individualisierter Produkte zu Kosten, die knapp über denen der Massenfertigung liegen

·         Individualisierung häufig über Design oder individuelle Zusammenstellung einzelner Produktbausteine 

·         Bsp. IKEA

  • Intervenierende Variablen (Kaufverhaltensstrategie):

    • Auch theoretisches Konstrukt genannt
    • Beobachtung des Käuferverhaltens
    • Im Organismus ablaufende psychische Prozesse
    • Zwischen Stimuli und Reaktionen vermittelnde Prozesse à Emotion, Motivation und Einstellung
    • Beeinflussen Reaktion und Verhalten des Käufers
    • Sie sind außerhalb der direkten Beobachtung, können aber indirekt gemessen werden
    • Basis ist das S-O-R-Modells (Stimulus-Organismus-Reaktions-Modelle)

Marktentwicklungsstrategie

    • Ziel: Wachstum; für bestehende Produkte neue Zielgruppe(n) finden
    • räumlich, sachlich und personell
    • Erschließung zusätzlicher Markträume für bestehende Produkte (Verkaufsförderung Degustation)
    • Erschließung neuer Zusatzmärkte (z.B. China, Indien)
    • Erschließung neuer Teilmärkte (z.B. Kinderschokolade jetzt auch für Erwachsene)

Marktherausforderer

    • Unternehmen das an 2. Oder 3. Stelle im Markt steht und seine Position durch Angriffe auf den Marktführer verbessern möchte
    • Auf der Suche nach Wettbewerbsvorteilen
    • nicht marktübliche Offensivstrategie bzw. Angriffsstrategie

Marktmitläufer

    • Orientierung an dem Marktführer um am Marktwachstum beteiligt zu werden,
    • gehen direkten Konfrontationen aus dem Weg

Stakeholderansatz

o   Versucht alle Anspruchsgruppen (Arbeitnehmer, Kunden, Lieferanten, Staat, …) zu erfassen, die für Unternehmen relevant sind

o   3. Schritte:

1.    Bestimmung (Auflistung der Interessensgruppen)

2.    Charakterisierung der Gruppen hinsichtlich ihrer Ziele/Macht und Risiko, das sie für Unternehmung tragen

3.    Bewertung der Relevanz  (öffentl., polit. Druck, Gesellschafterakteure, Marktkräfte mobilisieren (zum Boykott))

Synchromarrketing

Tritt bei schwankender Nachfrage nach einem Produkt auf (Weihnachtsmänner)

  • Konsumgüter können immerhin gelagert werden, Nachteilig im Dienstleistungssektor
  • Ziel: Synchronisieren von Nachfrage und Angebot
  • Z.B. Strom- und Telefontarife, Kino, Urlaub
  • Vier Wege um mit schwankender Nachfrage umzugehen:
    1. Hohe Preise während der Saison

2. in der Off-Saison alternative Angebote anbieten (Wandern in Skigebieten im Sommer)

3. Besseres Marketing um mehr Kunden zu gewinnen

4. Wenn möglich, Angebot anpassen

Marketingplanung

·         Niveau, zeitlichen Ablauf und Wesen der Nachfrage so beeinflussen, dass damit zur Erreichung der Unternehmensziele beigetragen wird

o   strategische Marketingplanung = Strategien, Planung der Marketingkonzeption

o   operative Marketingplanung = Marketinginstrumente, Planung der Marketingmaßnahmen

o   Merkmale GRIZ: Gestaltungscharakter, Rationalität, Infocharakter, Zukunftsbezogenheit

Erklären Sie den Unterschied zwischen Soft Customization und Hard Customization. Ergänzen Sie Ihre Ausführungen durch entsprechende Beispiele

Soft Customization

- Produktion anfangs vollkommen losgelöst vom Kunden

- Individualisierung erfolgt außerhalb des Unternehmens (Z.B. Handel, Serviceleistungen)

 

Hard Customization

- Kunde wird von Anfang an in die Produktion eingebunden

- Individuelle Produktion

- Massenfertigung von Unikaten (mit modularer Baukasten)

Grenzen Sie die Angriffsstrategien von den Verteidigungsstrategien ab.

·         Bestimmung der Wettbewerbsstrategie hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab (Marktsituation, Marktanteil, Marktwachstum)

·         Basis für Entscheidung des Verhaltens gegenüber Wettbewerbern um die eigene Position zu halten oder zu verbessern

 

·         Verteidigungsstrategie:

o   Ziel: Verteidigung von Marktposition und Wettbewerbsvorteilen

o   Marktführer muss Position verteidigen um zu halten, kann aber auch angreifen wollen

 

·         Angriffsstrategie

o   Herausforderer, hat niedrigeren Rang als Marktführer, greift MF oder andere Konkurrenten an, um Wettbewerbsvorteile zu erlangen

Erklären Sie die Begriffe Umpositionierung und Neupositionierung. Stellen Sie die Risiken dieser strategischen Stoßrichtungen dar.

·         Umpositionierung: neben der alten Zielgruppe auch Neue erreichen, Erweiterung des relevanten Marktes und der Zielgruppen, Modifikation der Marktposition

o   Gründe: Schrumpfen des Marktsegments, Wachstumsziele nicht realisierbar, verstärkte, Konkurrenzaktivität, Forderung anderer Anspruchsgruppen)

o   Risiko: Alte Zielgruppe fühlt sich nicht mehr angesprochen und neue wird nicht erreicht

 

·         Neupositionierung: ausschließlich eine neue Zielgruppe erreichen mit neuen Marketingstrategien.

o   Risiko: Keine Vorhersage möglich, hohe Flop-Rate, ähnelt der Neuprodukteinführung

o   Gründe: Einstellungsänderung der Zielgruppe, Konkurrenznachteil ggü Wettbewerbern, Wirtschaftlich nicht mehr interessante Zielgruppe

Instrumente Umweltanalyse

·         Stärken-/Schwächen-Profile:

o   Aus Sicht des Kunden!

o   Im Vergleich zum Hauptwettbewerber, nur so aussagekräftig

o   Branchenspezifische Faktoren beachten

o   Zb. FE, Führung, Beschaffung, Marketing, etc.

o   Unterschiedliche Gewichtung der Bereiche

o  

·         Konsistenzmatrix

o   Betrachtet werden: Stretegische Wettbewerbsvor- und Nachteile, die wiederum in Relevant und irrelevant eingeteilt werden.

 

 

·         Wertkette

o   Ganzheitliche Betrachtung

o   Prozesse werden analysiert

o   Fragestellung: Muss ich alles selbst machen oder lohnt sich Outsourcing?

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