XBI 002: Teil A+B
Humanbiologie 1: Grundlagen, Stoffwechsel und Abwehrsysteme
Humanbiologie 1: Grundlagen, Stoffwechsel und Abwehrsysteme
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Lernkarten
Zellen (Eigenschaften)
- Bausteine des Körpers
- enthalten einen Bauplan und eine Betriebsanleitung in Form von DNA.
- auf bestimmte Funktionen spezialisiert
- nur im Verband mit anderen Zelltypen lebensfähig
Gewebe (Definition)
- Verbände aus meist gleichartigen Zellen
Gewebetypen
- Epithelgewebe (bilden äußere/innere Oberflächen)
- Binde- und Stützgewebe (Grund- und Speichergewebe)
- Muskelgewebe und Nervengewebe
Organe (Eigenschaften)
- Teile des Körpers, die bestimmte Aufgaben erfüllen
- bestehen in der Regel aus mehreren Geweben und sind oft zu Organsystemen (Atmungssystem, Verdauungssystem) zusammengeschlossen
Stoffe im menschlichen Körper
- Wasser (50-70%)
- Eiweisse (15%)
- Fette (5-30%)
- Mineralstoffe (5%)
- Kohlenhydrate (1%)
- Nucleinsäuren (1%)
Hauptbestandteile unserer Nahrung
- Wasser,
- Eiweisse, Kohlenhydrate und Fette,
- Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine
- Ballaststoffe
Wasser (Aufgaben)
- universelle Lösungs- und Transportmittel unseres Körpers
- die meisten chemischen Reaktionen finden in wässrigen Lösungen statt
Eiweisse (Zerlegung, Bedarf)
- die Nahrungseiweisse werden bei der Verdauung in Aminosäuren zerlegt; von 20 Aminosäuren sind 8 essenziell
- Eiweissbedarf beträgt etwa 1 g/kg Körpergewicht/Tag
Kohlenhydrate (Unterteilung, Funktion, Umwandlung, Bedarf)
- Einfachzucker wie Glucose,
- Doppelzucker (bei Verdauung in Einfachzucker zerlegt)
- Vielfachzucker (")
- Betriebsstoffe
- Überschüsse werden in Fett umgewandelt
- 5 g/ kg/ Tag
Fette (Funktion, Bedarf)
- Brennstoffe, Energiereserve, Isolationsmaterial, Polster gegen Druck und Stösse
- 1.2 g / kg / Tag
- einige mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind essenziell
- Fette gehören zusammen mit fettähnlichen Stoffen zu den Lipiden
Mineralstoffe
- anorganischen Bestandteile des Körpers
- im Schweiss und im Harn ausgeschieden werden → essenzielle Nährstoffe
Vitamine
- essenzielle Nährstoffe
- in kleinen Mengen (0.001–100 mg) benötigt, aber nicht hergestellbar
- fettlöslich (A, D, E und K) und wasserlöslich (B, C)
Verdauungsschritte in der Mundhöhle
- Nahrungszerkleinerung
- Befeuchtung durch Speichel
- Enzym Amylase spaltet lange Stärke-/Glykogen-Moleküle in kürzere (max. bis Doppelzucker Maltose)
- Geschmackssinn: dient Prüfen der Nahrung, löst Speichel- und Magensaft-Sekretion aus
- Schlucken (Transport zur Speiseröhre)
Verdauungsschritte in der Speiseröhre/Magen
- Speiseröhre: befördert Nahrung durch Peristaltik zum Magen
- Magen: verflüssigt Nahrung durch Magensaft/Kneten
- Magen: Speicher, gibt den Nahrungsbrei durch Öffnen des Pförtners portionenweise in den Dünndarm weiter, sobald Eiweisse ausreichend verdaut sind
- Magenwand: produziert Salzsäure zur Bakterientötung, Eiweissegerinnung Umwandlung von inaktivem Pepsinogen in aktives Pepsin
- Pepsin: spaltet Proteine in kürzere Peptide
Verdauungsschritte in Dünndarm
- Drüsenzellen der Darmwand produzieren Verdauungssekrete
- Dünndarm: Abschluss der Zerlegung in verdauliche Nahrungsbestandteile durch Enzyme der Bauspeicheldrüse/des Dünndarms
- Eiweisse durch Peptidasen in Aminosäuren zerlegt
- Stärke/Glykogen durch Amylase in Maltose zerlegt
- Doppelzucker durch Disaccharidasen (Maltase, Saccharase) in Einfachzucker zerlegt
- Fette (mit Galle emulgiert) durch Lipasen in Fettsäuren/Glycerin zerlegt
- Zerlegungsprodukte sowie Mineralstoffe, Vitamine und Wasser werden ins Blut resorbiert
Verdauungsschritte in Dickdarm/Enddarm
- enthält Bakterien, von denen einige als Nützlinge Cellulose spalten/Vitamine herstellen
- dient der abschliessenden Resorption
Bauchspeicheldrüse (Funktion)
- produziert Bauchspeichel, der als Sekret in den Dünndarm ausgeschieden wird
- neutralisiert Darminhalt
- enthält zahlreiche Verdauungsenzyme
- produziert Hormone, die Kohlenhydratstoffwechsel regulieren
Leber (Funktionen)
- Herstellung der Galle, die im Dünndarm Fette emulgiert
- baut aus Glucose Glykogen auf, speichert dieses und baut es bei Bedarf wieder zur transportierbaren Glucose ab
- baut Kohlenhydrate in Fette um und umgekehrt
- baut überschüssige Aminosäuren ab (Rest wird in Harnstoff umgewandelt)
- baut alte Erythrocyten ab und gibt die beim Abbau von Hämoglobin anfallenden Gallenfarbstoffe mit der Galle in den Darm ab
- wandelt giftige Stoffe in ungiftige um; gibt diese in Blut/Galle ab
- speichert lipophile Stoffe
Leber (Versorgung)
- Pfortader bringt Nährstoffe direkt vom Darm, die Leberarterie bringt Sauerstoff
- Blut beider Gefässe fliesst durch die Lebervene zum Herz zurück