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Wirtschaftspolitik, Konjunkturpolitik, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Aussenhandel
Wirtschaftspolitik, Konjunkturpolitik, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Aussenhandel
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Flashcards
Was beinhaltet das magische Sechseck (Vieleck)?
Gesunde Staatsfinanzen
Angemessene Verteilung
Aussenwirtschaftliches Gleichgewicht (Langfristig: Export / Import ausgeglichen)
Preisstabilität
Wirtschaftswachstum / Vollbeschäftigung
Intakte Umwelt
(Sozialer Ausgleich wird auch genannt)
Warum ist das magische Sechseck / Vieleck magisch?
Zwischen den verschiedenen Zielen der Wirtschaftspolitik, kann es Zielharmonien oder Zielkonflikte geben.
Beispiele Zielkonflikte:
- Intakte Umwelt vs. Wirtschaftswachstum
- Preisstabilität / Wirtschaftswachstum = Starker Franken
-(Bei schlechten Nachrichten, wandeln Investoren Eure in CHF um)
- Schwieriger Export
- Gegenmittel = Geld drucken = Inflationsgefahr
Beispiele für Zielharmonie:
- Vollbeschäftigung vs. sozialen Ausgleich
- Wirtschaftswachstum vs. Gesunde Staatsfinanzen
Was sind Produktionsfaktoren und Ressourcen?
Alles was man braucht, um etwas produzieren zu können.
Nenne die 4 Produktionsfaktoren
Arbeitskraft, Kaptialgüter, Boden, Umwelt
Es gibt auch Modelle, wo der Boden, die natürliche Umwelt oder Wissen separat als Produktionsfaktoren aufgeführt werden.
Erkläre den Produktionsfaktor Arbeitkraft.
Alles was der Mensch in den Produktionsprozess einbringt. Also technisches und organisatorisches Wissen, körperliche Kraft und Geschicklichkeit, Talent, Risikobereitschaft des Unternehmers.
Erkläre den Produktionsfaktor Kaptialgüter.
Alles, was im Anlagevermögen eines Unternehmens stehen kann, also Maschinen, Geäude, Computer, etc. Dazu gehört auch die Infrastruktur des Staates.
Was ist gemeint mit unsere Produktionsfaktoren sind knapp?
Verglichen mit unseren Wünschen, sind die Ressourcen knapp.
Arbeitskraft = Arbeitszeit ist begränzt
Boden und die Kapitalgüter = Grössere Wohnung, mehr Platz im Wohnquartier, etc.
Umweltgüter = Luft, Wasser, Sand, Ruhe, schöne Landschaften, etc.
Unsere Ressourcen reichen nicht aus für alle unsere Ziele.
Verwenden wir unser knappen Ressourcen nach dem ökonomischen Prinzip, werden die Produktionsfaktoren (Inputs) so eingesetzt, dass ein bestmögliches Produkt (Output) entsteht.
Dabei kann ein bestmögliches Verhältnis von Output zu Input auf drei verschiedenen Wegen entstehen:
1. Nach dem Maximumprinzip wolln wir mit den gegebenen Mitteln einen maximalen Erfolg (möglichst hohen Ertrag / Output) erzielen. Beispiele dafür sind Migros Budget Produkte
2. Nach dem Minimumprinzip wollen wir mit minimalen Mitteleinsatz ein vorgegebenes Ziel erreichen. Ein fixes Ziel mit möglichstwenig Aufwand (Kosten, Input) erreichen. Beispiel eine Qualitätswurst
3. Das Optimumprinzip ist eine Kombination der obigen Prinzipien: Input und Output sind variabel. Bei der Entscheidungsfindung muss das Verhältnis zwischen Ziel (Qualität und Quantität) und Input definiert werden.
Formuliere das ökonomische Gesetz (Nachfrage / Angebot).
Je höher der Preis, desto geringer die nachgefragte Menge - und je niedriger der reis, dest grösser die nachgefragtte Menge.
Wann sprechen wir von einem Angebotsüberschuss
Wenn bei zu hohen Preisen zu wenig gekauft und zu viel angeboten wurde.
Wann sprechen wir von einem Nachfrageüberschuss?
Wenn der Preis zu tief ist. Zu viel wüde nachgefragt, aber zu wenig produziert.
Was ist das "Marktgleichgewicht"?
Dort wo sich die Anbebots- und Nachfragekurve schneiden. Es wird gleich viel Angeboten wie auch Nachgefragt.
Der Preis stimmt überein = Gleichgewichtspreis
Erkläre das Phänomen Preiselastizität der Nachfrage.
Bei einem unelastischen Gut reagiert die nachgefrage Menge kaum auf Preiänderungen = Steile Nachfragekurve
Beispiele: Benzin, Medikamente, Kochsalz, Suchtmittel, etc.
Bei einem elastischen Gut reagiert die nachgefragte Menge stark (überproportional) auf Preisänderungen = Flache Nachfragekurve
Beispiele: Güter die gut substituierbar sind. Tiefkühlgemüse, WC-Papier, Waschmittel, etc.
Welche drei Marktformen gibt es, beschreibe diese.
Monopol = Markmacht gross
Oligopol = Marktmacht mittel
Vollständige Konkurrenz = Markmacht klein
Die Übergänge sind fliessend
Nenne die 4 Bedingungen welche erfüllt sein müssen, um im vollständigen Konkurrenz Markt zu sein.
Viele Anbieter und viele Nachfrager
Keine Markzutrittsschranken
Homogene Güter: Keine Qualitätsunterschiede
Keine asymmetrischen Informationen, die vom Anbieter ausgenützt werden können (Kein "abzocken")
Monopolistische Konkurrenz. Dieser Begriff kann zwei Bedeutungen haben:
1. Eine durch Innovation errungene Monopolstellung, die mit der Zeit wieder zur Konkurrenz wird (Beispiel Apple mit den Smartphones).
2. Wenn ein Anbieter in einem Markt, in welchem grundsätzlich Konkurrenz herrscht, ein einzigartiges Produkt herstellt (Spezialitäten, die sonst niemand herstellen kann).
Nenne mögliche Gründe für Monopoltendenzen (7)
Natürliche Monopole: Wenn der erste Anbieter auf alle Zeiten der einzige bleibt. Es wäre ineffizient, einen weiteren Anbieter zu haben. Beispiel: Stromleitungen, Wasserleitungen, SBB
Rechtliche Monopole: Reichn von Verboten über technische Vorschriften bis hin zu Diplomen.
Absprachen zwischen den Unternehmen: Früher war dies vertraglich möglich (Kartell). Absprachen sind verboten, werden aber am laufenden Band gemacht, meistens stillschweigend.
Aufkaufen der Konkurrenz im Laufe der Zeit: Hauptursache für Monopole im klassischen Kapitalismus.
Dumpingpreise: Mit Preisen unter den Selbstkosten versucht ein Anbieter andere vom Markt zu verdrängen.
Vertikale Preisbindungen: Hersteller schreiben den Verkäufern Mindestpreise vor und schöpfen damit die Kaufkraft ab.
Netzeffekte: nachfrageseitige Monopoisierungstendenzen, die Kunden wünschen, dass der Anbieter ein Nomopol hat (z.B. IT)
Es lässt sich zeigen, dass die Gesamtwohlfahrt bei vollständiger Konkurrenz maximal ist. Es sollte also Ziel des Staates sein, einen Markt so zu regulieren, dass Grenzkostenpreise erreicht werden. Einzige Ausnahme ist das natürliche Monopol.
Welche Möglichkeiten hat der Staat (5):
Preiskontrolle
Fusionskontrolle
Kartellverbot
Monopole aktiv zerschlagen
Harmonisierung von Normen und Zulassungen (Cassis de Dijon-Prinzip = In einem Land zugelassen ist auch im anderen Land zugelassen)
Was ist das BIP?
Bruttoinlandprodukt: Alle Güter und Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres ineinem Land hergestellt oder erbracht werden. Es handelt sich um die Wertschöpfung einer Volkswirtschafts (Güterhaufen genannt). Das BIP/Kopf ist ein Mass für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes.
Was ist das Volkseinkommen?
Das Volkseinkommen beantwortet die Frage, wie viele Güter die Haushalte in einem Land verbrauchen können. Natürlich kann man nicht mehr verbrauchen als man hergestellt hat. Es gilt also Volkseinkommen = BIP (minus Abschreibungen). Es entsteht als Entschädigung für die Produktionsfaktoren Arbeit (Löhne) und Kapital (Zinsen, Gewinne, etc.)
Aus was besteht die Gesamtnachfrage?
Die Gesamtnachfrage nach inländischen Gütern besteht aus den
Konsumausgaben der Leute,
den Investitionsausgaben der Unernehmungen,
dem Staatskonsum und
den Exporten
Wie erlebt die Marktwirtschaft Stärken und Schwächen?
Stärke: Wenn die Gesamtnachfrage grösser ist als das BIP, wird die fehlende Gütermenge rasch und effizient produziert. Die Wirtschaft erlebt einen Aufschwung.
Schwächen: Wenn die Gesamtnachfrage kleiner ist als das BIP, gerät die Wirschaft relativ schnell in einen Teufelkreis und damit in die Krise (Rezession).
Was sagt das BIP pro Kopf aus und was muss man beim Internationale Vergleich beachten?
Das BIP pro Kop bezeichnet die Verfgbarkeit von Gütern und Dienstleistungen pro Person (der eigentliche Reichtum), in einer Währung ausgedrückt.
Zu beachten gilt, Wechselkursschwankungen und unterschiedliche Kaufkraft der Währung in den Ländern erschweren eine vergleichende Betrachtung. Auch die Verteilung innerhalb einer Volkswirtschaft ist nicht abgebildet.
Wie wird das BIP bei Unternehmen und beim Staat berechnet und was wird nicht miteinbezogen.
Das BIP wird bei den Unternehmen zu Verkaufspreisen (minus die Vorleistungen) berechnet), beim Staat mangels Verkaufspreisen zu den Selbstkosten. Schäden an Personen, der Infrastruktur oder der Natur werden nicht einbezogen.
Welche geleisteten Wertschöpfungen sind im BIP ebenfalls nicht enthalten (2)?
Es fehlt die unentgeltliche gleistete Wertschöpfung (Haushalt, Nachbarschaftshilfe, die ganze infomelle Wirschaft). Grundsätzlich gilt: Je ärmer ein Land, desto grösser ist dieser Anteil. Auch die illegale Wirschaft (Mafia) fehlt in der Statistik.
Nenne mir 4 konjunkturelle Schwankungen (nach Schulbuch):
Die vier Phasen:
- Aufschwung
- Hochkonjunktur (keine Arbbeitslosigkeit, hohe Löhne, euphorische Stimmung, d.h. es wird viel konsumiert und viel investiert). Dann wenn der Auslastungsgrad höher liegt als das Produktionspotenzial
- Abschwung, Rezession (im Extremfall: Depression). In der Rezession gibt es hohe Arbeitslosigkeit, tiefe Löhne, depressive Stimmung, d.h. es wird nur das Nötigste konsumiert und nur das Nötiste investiert. Dann wenn der Auslastungsgrad unter dem Produktionspotenzial liegt.
- Erneuter Aufschwung
Erkläre das reale BIP und wie wird es berechnet?
Nominales BIP minus Inflation = Reales BIP.
Inflation = Teuerung
Die Frankenveränderung wird berücksichtigt und ausgegelichen.
Warum kann es trotz Wachstums des BIPs eine Krise geben?
Durch Bevölkerungswachstum / technischer Vortschritt
Nenne vorauseilende Konjunkturindikatoren (5):
- Bestelleingang bei den Unternehmen
- Beabsichtigte Investitionen bei den Unternehmen
- Einkaufsindex PMI
- Konsumentenstimmung
- Offene Baukredite
Nenne gleichlaufende Konjunkturindikatoren (5):
- Umsätze der Unternehmen
- Export, Import
- Konsum
- Wechselkurse
- Lohnentwicklung
Nenne nachhinkende Konjunkturindikatoren (3):
- Arbeitslosigkeit
- Steuereinnahmen
- Preis- und Zinsentwicklung
Was sind mögliche Ursachen für konjunkturelle Schwankungen (8)?
- Massenpsychologische Effekte
- Störungen des Geldwertes (Deflationserwartungen oder eine hohe Inflation)
- Das Platzen von Spekulationsblasen auf den Finanzmärkten und die Übertragung in die Realwirtschaft
- Nachfrageschwankgungen, grosse Abhängigkeit von der Konjunktur im Ausland
- Technische Neuerungen
- Änderungen auf den Faktormärkten (etwa Arbeitszeitverkürzung, bessere Ausbildung oder Kapitalexportverbot)
- Kriege oder Naturkatastophen (Krieg mit Rechtsunsicherheit = Geht nichts mehr / negativ für BIP
- Wirtschaftspolitische Entscheide des Staates
Erkläre die "Spekulationsblase"
Ein bestimmtes meist börsengehandeltes Gut (Tulpenzwiebeln, Aktien, Rohstoff oder Immobilien) weist eine realwirtschaftlich gerechtfertigte Preissteigerung auf. Dies lockt Spekulanten auf den Markt. Sie interessieren sich nicht für das Gut an sich, sondern möchten von der Preisstigerung profitieren. Dadurch steigen die Preise sehr stark an!
(Prinzip der sich selbst erfüllenden Erwartungen)
Irgenwann platzt die Blase. Kleine Ursachen oder Gerüchte können dazu führen, dass die Preise nicht mehr steigen. Dies führt in der Regel zu grossen Preiszerfall, zurück zum Ausgangsniveau. Dies nennt man Finanz- oder Börsenkrise. Viele Spekulanten sind im Anschluss pleite.
Falls die Banken den Spekulanten Kredit gegeben haben, müssen die Banken viele Kredite abschreiben und geraten in Liquiditätsnotstand, weil die Sparer Geld abziehen. Daher kündigen sie die Kredite in der Realwirtschaft und treiben so viele Unternehmen in die Pleite und die Abwärtsspirale setzt ein. Dieser Mechanismus funktioniert nur bei grossen Banken "too big to fail" oder wenn alle Banken beteiligt sind "too many to fail".
Nenne die drei Wirtschaftssektoren:
1. Sektor: Urproduktion (Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, Bergbau) (Primär)
2. Sektor: Verarbeitung (Industrie, Handwerk) (Sekundär) --> Automatisierung / Auslagerung
3. Sektor: Dienstleistungen (Tertiär) --> Unbegränztes Wachstumspotential
Was sind wichtige Faktoren für den "Erfolg" einer Branche (6)?
- Produktivität (Wie viele Stk./ pro Std.)
- Wissen über Prozesse und Organisation (wie viel Hightech ist drin?)
- Elastizität der Nachfrage
- Unterstützung durch den Staat
- Auslandverflechtung im einkauf oder Absatz: Abhängigkeit von Wechselkurs
- Auslandverflechtung im Einkauf oder Absatz: Abhängigkeit von der ausländischen Konjunktur
Nenne einige Eigenschaften und ein paar Beispiele von Geld:
- Knappheit (aber auch nicht zu wenig)
- Chemische Stabilität
- Handlichkeit, Stückelbarkeit
- Allgemeine Akzeptanz: die Menschen müssen ans Geld glauben!
- Beispiele von Geld: Muscheln, seltene Steine, Edelmetalle, Zigaretten, Cumulus-Gutscheine, etc.
In einer preisstabilen Wirtschaft sind gesamtwirtschaftliches Angebot (BIP) und gesamtwirtschaftliche Nachfrage etwa gleich.
Die Nachfrage kann man geldtechnisch ausdrücken:
Geldmenge x Umlaufgeschwindigkeit
Daraus resultiert die Mengengleichung der Volkswirtschaft:
GxU = BIP als Bedingung für langfristige Preisstabilität
Was muss die Zentralbank tun um eine "optimale Geldpolitik" zu betreiben.
Wo liegt aber die Schwierigkeit?
Die Veränderung der Gelmenge soll der Veränderung des BIP entsprechen.
Schwierigkeiten be der Umsetzung: Schätzfehler, Verhalten der Haushalte (Umlaufgeschwindigkeit) und Geschäftsbanken (Spekulationen, Hortung, Buchgeldschöpfung) unklar, lange Übertragungsverzögerungen.
Die Hoffunung einer expansiven Geldpolitik (Geld drucken und somit Wirtschaft antreiben).
Was hofft man in den Bereichen Konsum, Investitionen, Stattskonsum und Exporte zu erreichen?
Konsum: Eine leichte Inflation soll den Konsum anregen. Ist heute in der Schweiz nicht mehr das Problem, die Leute konsumieren sowieso viel. Aber in krisenerfahrenen Ländern ist der Effekt spürbar.
Investionen: Da die Kredite billig sind, sollen vermehrt realwirtschaftliche Investionen getätigt werden. Funktioniert im Immobilienbereich gut, im gewerblichen weniger. Der Investitionsentscheid hängt kaum vom Zinssatz ab.
Staatskonsum: Wenn das neue Geld zum Staat geht, kann er es natülich ausgeben.
Exporte: Eine Steigerung der Geldmenge wertet die eigene Wärhrung ab, d.h. das Ausland kann billiger im Inland einkaufen. Dies ist ein sehr direkter Zusammenhang = wirkt sofort