1. Ethik I

Grundlagen der Ethik

Grundlagen der Ethik


Gino Clavuot
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über ethische Grundlagen und deren Anwendung im universitären Kontext. Sie behandeln zentrale Konzepte wie Moral, Normen und Werte, sowie verschiedene ethische Theorien wie Utilitarismus, Deontologie und Tugendethik. Die Karteikarten eignen sich für Studierende und Fachleute, die ihr Verständnis von ethischem Handeln vertiefen und reflektieren möchten, insbesondere in Bezug auf menschliches Verhalten und gesellschaftliche Verantwortung.
Karten
29
Lernende
104
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
19.11.2013 / 14.01.2026

Lernkarten

Mit was haben Ethik und Moral zu tun?

  • Menschliches Handeln!
  • Wie tun Sie das (die Menschen)

Hinweise auf ethische Fragen?

  • Gefühle (Scham, Empörung...)
  • Verhalten, Einstellungen anderer das mich stört
  • Aber auch Zustände und Situationen

  1. (1.) In den Schweizer Städten sind die Mieten in den letzten Jahren teilweise stark angestiegen.
  2. (2.) «Ich trage die Verantwortung.» (Oswald Grübel, in der Tageschau
  3. (3.) Unternehmen müssen die Menschenrechte respektieren.
  4. (4.) Schweizer Finanzintermediäre müssen bei der Aufnahme von Geschäftsbeziehungen die Vertragspartei aufgrund eines beweiskräftigen Dokumentes identifizieren.

  1. - Nicht Morlaisch
  2. - Moralisch
  3. - Moralisch
  4. - Nicht Morlaisch

  1.  - Nicht Morlaisch
  2. - Morlaisch
  3. - Nicht Morlaisch
  4. - Morlaisch
  5. - Morlaisch
  6. - Nicht Morlaisch
  7. - Nicht Morlaisch

Das zentrale Merkmal moralischer Sprache    

 

  • Nicht deskriptiv-empirische Aussagen (Beschreiben von Fakten),

  • sondern normative (etwas soll oder muss getan oder darf nicht getan werden)

  • und evaluative (etwas ist gut im Hinblick auf bestimmte Werte). 

Wir haben es im Bereich der Moral also mit...

 

  • Werten und Normen zu tun, die unser Handeln orientieren 

Sprachliche Indikatoren    

  • Deontische Operatoren: Es ist geboten, verboten oder erlaubt ...    

 

  • Daneben genauso wichtig sind evaluative Begriffe wie richtig, gut, empörend, beschämend, unerträglich, moralisch verwerflich sein usw. 

 

 

Kennzeichen von moralischen im Unterschied zu anderen Normen und Werten 

 

  • Soziale Dimension: Moralische Normen und Werte beziehen sich in der Regel auf den Umgang mit anderen Menschen.

  • In der Regel geht es um Themen besondere Gewichtigkeit oder Unbedingtheit (z.B. was wir einander als Menschen schuldig sind: z.B. Menschenrechte)

  • Universalität: moralische Normen und Werte sollen für alle Menschen unter gleichen Bedingungen gleichermassen gelten. 

  • --> D.h. nicht, dass alle sich faktisch daran halten oder die Norm akzeptieren! 

 

 

 

Was Gegenstand der Moral ist (z.B. Verbot der Sklaverei; Diskriminierung von Frauen; Umgang mit Tieren; Zinsverbot usw.) ist...

 

  • historisch und kulturell wandelbar. 

 

Was macht der/die Ethiker/in?

Zwei Definitionstendenzen in der Geschichte der Ethik: 

 

 

  • (1.) Seit der griechischen Antike (bspw. Aristoteles, 384 – 322. v. Chr.): Ethik ist die Reflexion über gutes oder gelingendes Leben (Ziel des Lebens als ganzes). 

 

  • (2.) In modernen Gesellschaften (seit 18. Jhdt., bspw. Kant, 1724 - 1804): Ethik ist die Reflexion über richtiges Handeln und gerechtes Zusammenleben (moralische Richtigkeit einzelner Handlungen). 

 

Reflexion: 

«einen Schritt zurück treten»; «Nachdenken über»; mit einer gewissen Ruhe und Gelassenheit; sich aus dem Tagesgeschäft ausklinken; nicht «aus dem Bauch heraus» entscheiden usw 

Zum Unterschied von Moral und Ethik    

 

  • Moral: Normen und Werte des Handelns 
  • Ethik: Die kritisch- philosophische Reflexion auf die faktisch vorliegende Moral    

Drei verschiedene Beurteilungsmassstäbe ...    

  • Konsequentialismus: Folgen des Handelns und unserer moralischen Überzeugungen 
  • Deontologie: ob Handlungen in sich selbst richtig oder falsch sind    
  • Tugendethik: Frage nach den moralischen Kompetenzen und Eigenschaften von Personen  

Pluralistische These:    

 

Die Ansätze ergänzen sich. Je nach Problem kommen unterschiedliche Kriterien zum Einsatz  

 

Konsequentialismus 

 

 

  • (bspw. Utilitarismus von Peter Singer), Zielorientierungen nötig: z.B. möglichst viel Glück (oder wenig Schaden) für möglichst viele Menschen; mit Kosten-Nutzen-Analysen

 

 

 

Deontologie

 

 

 (bspw. Immanuel Kant): Oft verbunden mit einer Position, die Personen als Zwecke in sich selbst (Menschenwürde!) behandelt. 

 

Tugendethik 

 

 

 

  1. (bspw. Aristoteles): In unterschiedlichen Situationen tugendhaft (bspw. mutig, fair, ehrlich, loyal) handeln. Relevant ist dabei die Frage «Was für ein Mensch will ich sein?». 

 

Moraltheorien:

Konsequentialismus, Deontologie, Konsequentialismus

Prinzipien mittlerer Reichweite.

Gebot der Nichtschädigung, Autonomie, Gerechtigkeit

Einzelhandlungen

Diebstahl, Bestechung, Folter...

Bottom Up oder Top Down

Siehe Bild!

  • Ethik kann angesehen werden als Summer
  • Grundlegende moralische Standarts sollten...

Die deontologischen Ethikansätze betrachten die Art der Handlung für sich genommen und unabhängig von den...

  • Teleologische Theorien verknüfen den moralischen Wert des Handelns mit dem Ziel des Handeln. Zwei bekannte Ziele:
  • Das Recht grenzt sich genüber der Moral durch seinen...

  • ...Sanktionscharakter ab
  • (Die moral höchstens informelle Sanktionen)

  • Ethik und Religion, Verhältniss:

  • Viele moralische Prinzipien überschneiden sich mit den ethischen Grundsätzen, denen in Religion grundlegende Bedeutung zukommt!

  • Goldene Regel

  • Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.

Synonym Dambruchargument?

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