1 | VWL: Quantitätsgleichung, SNB

VWL: Quantitätsgleichung, SNB

VWL: Quantitätsgleichung, SNB


F. M.
Diese Lernkarten bieten eine Einführung in die Volkswirtschaftslehre, speziell die Quantitätsgleichung und die Schweizerische Nationalbank (SNB). Sie behandeln Themen wie Geldmenge (M1, M2, M3), Inflation, Investitionen und die Rolle der SNB in der Geldpolitik. Die Karteikarten sind ideal für Studierende und Wirtschaftsinteressierte, die die Grundlagen der Geldpolitik und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft verstehen möchten.
Flashcards
26
Students
14
Language
German
Category
Macro-Economics
Created / Updated
10.04.2014 / 30.03.2024

Flashcards

Was ist das Hauptziel der SNB?

Preisstabilität / Ausgeglichenes Wirtschaftswachtsum

( Teuerung < 2%)

Was sind die Aufgaben der SNB? (Gesetzesauftrag)

1. Notenumlauf regeln (Orell Füssli)

2. Zahlungsverkehr erleichtern (SIC = Swiss Interchange Clearing)

3. Kredit- und Währungspolitik im gesamtwirtschaftlichen Interesse der Schweiz

Welche Instrumente stehen der SNB zur Erfüllung des Auftrags, der Kredit- Währungspolitik, zur Verfügung?

1. Repo-Geschäfte

2. Devisenmarktoperationen

Beeinflussung der Geldmenge, des Zinsniveau und der Wechselkurse.

Berechne die Inflationsrate:

Güterkorb mit 3 Güter und Gewichtung:

A = 40%, B = 35%, C = 25%

Preisveränderungen:

A = +10%, B= -7%, C = +2%

(0.4 x 10) + (0.35 x (–7)) + (0.25 x 2) = +2.05%

BIP-Gleichung (Verwendungsseite)

BIP = Kp + Ip + G + (X - M)

Kp: Privater Konsum
Ip: Private Investitionen (Bau-, Ausrüstungsinvestitionen)
G: Gouvernement (Staatsausgaben –> Staatskonsum, Staatsinvestitionen)
X: Export
M: Import

 

Wie wird das Bruttoinlandprodukt (BIP) berechnet?

+ Bruttoproduktionen
Wert aller produzierten Sachgüter und Dienstleistungen im Inland zur Marktpreisen, pro Jahr.

– Vorleistungen
Wert aller Güter, welche zur Produktion der Sachgüter und Dienstleistungen verbraucht werden, zu Marktpreisen, pro Jahr.

= Bruttoinlandprodukt
Wertschöpfung des Landes pro Jahr

Quantitätsgleichung von Fisher

Reales BIP x Preisniveau = Geldmenge x Umlaufgeschwindigkeit

P = (G x U) / Yr

 

Wie erreicht die SNB den Rückgang der Geldmenge bei einer erwarteten Inflation?

Reposatz erhöhen

Zinsniveau erhöhen

Wie erreicht die SNB den Erhöhung der Geldmenge bei einer erwarteten Deflation?

Reposatz senken

Zinsniveau senken

Was hat hier zur Inflation geführt?

Eine zu expansive Geldpolitik der Notenbank.

Was hat hier zur Inflation geführt?

– Vertrauensverlust in die Währung (z.B. Ex-Jugoslawien)

– Neue Zahlungstechniken: Bargeldlos am POS (SIC)

Was hat hier zur Inflation geführt?

– Missernten / Naturkatastrophen

– Massenstreik (nichts wird produziert)

– Lohnerhöhungen ohne Produktivitätssteigerung (Lohn-Preis-Spirale)

Welche 3 Arten von Inflation gibt es?

Ausmass der Inflation

> 30% –> Hyperinflation, Galoppierende Inflation

> 10% –> Trabende Inflation

> 2% –> Schleichende Inflation

Ist der Repo oder Liborsatz höher und warum?

Der LIBOR-Satz ist immer etwas höher als der Reposatz, weil dieser mit Wertpapieren gesichert ist.

Wie kann die SNB den LIBOR beeinfluss, wenn sie eine expansive Geldpolitik betreiben will?

Nur indirekt:

Zinsniveau erhöhen (Reposatz) –> Dadurch erhöhte Investitionen –> BIP wird grösser

Wie kann die SNB den LIBOR beeinflussen, wenn sie eine restriktive Geldpolitik betreiben will?

Nur indirekt:

Zinsniveau erhöhen –> Dämpfende Wirkung auf Investitionen –> Konjunkturelle Dämpfung (Teuerungsdruck nimmt ab)

Wie sieht die Bilanz der SNB aus?

Aktiven:
–Gold
– Devisen(marktgeschäfte)
– Wertschriften in CHF
– Forderungen aus Repo-Geschäften
– Reserveposition beim IWF
– Übrige Aktiven

Passiven:
– Notenumlauf –> Geldmenge
– Girokonten –> Geldmenge
– Verbindlichkeiten Bund
– Rückstellungen
– Übrige Passiven

Die SNB verkauft Devisen an Geschäftsbanken

M0: sinkt

M1: –

M2: –

M3: –

Bei einer Geschäftsbank wird auf ein Sparkonto in bar einbezahlt.

M0: –

M1: sinkt

M2: –

M3: –

Eine Unternehmung zahlt bar einen grösseren Betrag auf ihr Kontokorrentkonto ein.

M0: –

M1: –

M2: –

M3: –

Eine Sichteinlage wird bei einer Geschäftsbank in eine Festgeldanlage umgewandelt.

M0: –

M1: sinkt

M2: sinkt

M3: –

Defintion von Geldmengen.

M0:
– Notenumlauf
– Girokonten der Geschäftsbanken

M1:
– Bargeld (Noten + Münzen)
– Sichteinlagen Banken und Post
– Transaktionskonti

M2:
– Geldmenge M1
– Spareinlagen (ohne Vorsorgegelder)

M3:
– M2
– Termineinlagen (Festgelder bis 1 Jahr)

 

Berechne die Wachstumsrate des realen BIP gem. folgenden Angaben:

BIP (2009): 750 ; LIK 106

BIP (2012): 790 ; LIK: 102

((790*106:102)-750):750*100 = 9.46405 %

Welche 3 Geldfunktionen gibt es und wie ist die Reaktion bei einer Hyperinflation?

1. Zahlungsmittel
– Harte Währung (z.B. Demark, Euro)
– Tauschhandel

2. Wertaufbewahrungsmittel
– Flucht in Sachwerte (Gold, Immobilien)

3. Wertmassstab
– Rechnen in harter Währung (z.B. Euro, Dolar)

Welche Posten im LIK der Schweiz werden am stärksten gewichtet?

Stand 2013:

Wohnen und Energie: 25.4 %

Gesundheitspflege: 15.4%

Verkehr: 11%

Nahrungsmittel und Getränke:  10.7%

Berechne die Inflationsrate:

2011 –> 110

2012 –> 113

(3 x 100) / 110 = 2.73% Teuerung

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