07 Alkoholabhängigkeit
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Cartes-fiches
Multimodale Therapie von hyperkinetischen Störungen?
-Aufklärung und Beratung von Kind und Eltern
• -Pharmakotherapie
• -Selbstinstrunktionstraining
• -Aufklärung und Beratung der Lehrer, Intervention in der Schule
• -Elterntraining, Intervention in der Familie
• -Therapie Komorbider Störungen u.a. soziales Kompetenztraiing, Übungsbehandlung,
Einzel -/Gruppenpsychotherapie bei ADHS?
Veränderung von Settings und Therapiearbeit mit dem Kind sind wichtige Bausteine, der Erfolg kommt manchmal erst nach einiger Zeit
Multimodal bedeutet verschiedene Therapiebausteine oder auch verschiedene Settings in denen therapiert wird
Motivationstraining?
Etablierung von Regeln und Token System (Belohnungsmünzen bei gutem Verhalten, Abzug bei schlechtem Verhalten)
Brüllfalle:
man droht aus Verzweiflung den Kindern mit allen möglichen Sachen und irgendwann macht das Kind, was es soll... Man kann nicht aufgeben, weil sonst das Kind lernt, dass sich die Situation löst wenn man nur lange genug aushält
Beispiel für eine Therapie THOP( Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten) mit Makro und Mikroperspektive:
Makro: Eigenschaften und Wünsche von Kind und Eltern
Mikro: Reaktion der Eltern, Wahrnehmung des Verhaltens und das Verhalten des Kindes
Aufmerksamkeitstraining macht wenig Sinn bei Kindern mit ADHS
THOP besteht aus zwei Teilprogrammen:
dem Eltern-Kind-Programm, das auf die Verminderung von hyperkinetischen und oppositionellen Verhaltensstörungen in der Familie abzielt und das Eltern und Kind anleitet, Problemsituationen in der Familie zu bewältigen;
•dem Erzieher/Lehrer-Kind-Programm, das auf die Verminderung von hyperkinetischen und oppositionellen Verhaltensstörungen im Kindergarten bzw. in der Schule abzielt
Sucht ist
ein unabweisbares Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand. Diesem Verlangen werden die Kräfte des Verstandes untergeordnet.
Manche Studien sagen, dass bei plötzlichem Alkohol od. BZD Absetzen
ein kardiales Risiko (bis zu 15% Todesrate bei Alkoholentzug unbehandelt), bei anderen Stoffen ist der Entzug zwar schwer aber ungefährlich
Abhängigkeit nach ICD 10 : (allg. substanzunabhängige Operationalisierung)
- physische Anzeichen: körperliches Entzugssyndrom u. Nachweis einer Toleranz (2 Promille Verschiebegrenze: können Abhängige mehr vertragen als normale)
- psychische Anzeichen: starker Zwang die Substanz zu konsumiere, verminderte Kontrollfähigkeit bzgl. Des Konsums, Eingeengtes Verhalten-vernachlässigung anderer Interessen, Konsum trotz eindeutiger schädlicher Folgen
Diagnose: mind. 3 dieser 6 Kriterien gefordert
Zwang:
wenn jemand einen Bewusstseinsinhalt nicht loswerden kann, obwohl er gleichzeitig weiß, dass der Inhalt unsinnig ist oder wenigstens als ohne Grund angesehen wird
Alkoholabusus heißt soviel wie
schädlicher Gebrauch, nicht Abhängigkeit!
0,8 Promille –
Störung des Gleichgewichts, Sprache, Wahrnehmung, Euphorie/Dysphorie, Koordination
1,0-2,0 P.
grobe Störungen mentaler und körperlicher Kontrolle
Einteilung nach Jellinek:
Alpha Trinker: Stress und Konflikttrinker, kein Kontrollverlust, psychische Abhängigkeit
Beta Trinker: Gelegenheitstrinker, trinkt v.a. zu gesellschaftlichen Anlässen, sucht diese Anlässa aber aktiv auf
Gamma Trinker : Trinker mit Kontrollverlust, häufigere Abstinent möglich
Delta Trinker: Spiegeltrinker, hohe Gewöhnung und Toleranz, kaum Kontrollverlust
Epsilon Trinker: Dipsomanie, Perioden starken Trinkens im Wechsel mit Abstinenzphasen
Typ 1 nach Cloninger: WICHTIG
Eher umweltabhängig, Beginn >25J, Männer und Frauen, milder Verlauf, hohe harm avoidance, niedriges sensation seeking
Typ 2:Cloninger
her genetisch determiniert, Beginn <25J, eher Männer betroffen, schwerer Verlauf, niedrige harm avoidance, hohes sensation seeking
Folgen von chronischen Alkoholgenuss: (psychiatrisch/neurologisch)
Cerebrale/cerebelläre Atrophie, Alkoholdemenz (Verlust von Sprache, Denken usw.), Korsakoff-Syndrom (selektiver Ausfall von kurzzeit Gedächtnis und Orientierung, chron. Erkrankung, schlechte Prognose, bleibener Schaden oft durch[Symbol]) , akute Wernicke Encephalopathie (akuter B1 Mangel, meist durch nicht sachgemäßen Entzug) , Alkoholhalluzinose, Marchiafava-Bignami-Erkrankung (B1 assoziierte Nekrose des Corpus Callosum), Zentral pontine Myelinolyse (Elektrolytbedingte Erkrankung), pathologischer Rausch (Dämmerzustand der unter geringen Alkoholmengen auftreten kann, strittig ob es überhaupt existiert)
Alkohol inhibiert Vitamin B1 Aufnahme
der körperliche Entzug
Symptomatik:
Unruhe/Bewegungsdrang/Dysphorie/Angst, Tremor, Schwitzen, Hypertonie/Tachykardie, Schwindel, Übelkeit, Temperaturerhöhung
Komplikationen beim Entzug
Wernicke-Enzephalopathie, Delir, Krampfanfall
Wann tritt Delir beim Entzug auf?
24-36 h nach Alkoholfreiheit ist die Auftrittslatenz für ein Delirium! MERKEN!
B edside Test für Delirium
Patient soll imaginären Faden fest halten oder Geschichte von leerem Blatt vorlesen
Wié lange geht der Enzug?
Nach ca 9 Tagen ist der körperliche Entzug vorbei
Wernicke-Korsakoff-Syndrom:
1.
Wernicke Enzephalopathie: Nekrose der Corpora Mamilaria
Trias: Verwirrtheit-Augenbewegungsstörungen(
Nystagmus
)-Ataxie
Therapie: hochdosiertes Thiamin, initial parenteral
Sakkadierte Blickfolge
alarmiert sein : sofort Vit B1 geben!
Vitamin B 1 kann nicht aktiv aufgenommen werden beim
Alkoholpatienten, daher parenteral!
Elektrolyt bedingte Störungen: schwere Herzrhythmusstörungen, Verstä
rkung des Delirs durch Hyponatriämie, zentral pontine Myelinolyse (durch
rasche Schwankungen der Na Konzentration, Nekrose im Pons Bereich,
gibt
’
s spontan aber meist durch Ärzte die das Na zu schnell erhöhen)
Molekulare Wirkung von Ethanol:
Euphorie und Beruhigung
Warum führt Alkohol zu Euphorie? -
>
Über die Serotonin und Opiat
Rezeptoren, endogene Enkephalin Ausschüttung wird stimuliert und Mü-
Rezeptoren führe
n
über Kaskade zu Dopamin Ausschüttung; verminderte
Serotonerge Ausschüttung
vermehrte Dopamin Ausschüttung
ALSO : Dopamin Ausschüttung ausschlaggebend
Beruhigende und anxiolytische Effekte: Ca Einstrom am NMDA
reduzieren, am GABA A R agonistische Wirkung (erste Wirkung die beim
Alkohol eintritt)
Aktivierung des mesokortikolimbischen Systems (Belohnungssystem)
Verschaltung: Hippocampus
–
Subiculum
–
ventrale Brückenhirnhaube
Eigentlich ist dieses System für Nahrungsaufnahme, Sex, sozialen Status