29.10


K. H.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Alkoholabhängigkeit und ihre Auswirkungen auf körperliche und psychische Gesundheit. Sie behandeln die molekularen Wirkungen von Ethanol, verschiedene Trinkertypen, Entzugssymptome und Therapieansätze. Besonders relevant sind die Auswirkungen auf das Dopaminsystem, die Rolle von Vitamin B1 und die Komplikationen wie das Wernicke-Korsakoff-Syndrom. Das Learnset richtet sich an Studierende der Medizin, die sich auf die komplexen Aspekte der Alkoholabhängigkeit und deren Behandlung vorbereiten.
Flashcards
24
Students
10
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
30.10.2015 / 23.04.2024

Flashcards

Multimodale Therapie von hyperkinetischen Störungen?

-Aufklärung und Beratung von Kind und Eltern

•        -Pharmakotherapie

•        -Selbstinstrunktionstraining

•        -Aufklärung und Beratung der Lehrer, Intervention in der Schule

•        -Elterntraining, Intervention in der Familie

•        -Therapie Komorbider Störungen u.a. soziales Kompetenztraiing, Übungsbehandlung,

Einzel -/Gruppenpsychotherapie bei ADHS?

Veränderung von Settings und Therapiearbeit mit dem Kind sind wichtige Bausteine, der Erfolg kommt manchmal erst nach einiger Zeit

Multimodal bedeutet verschiedene Therapiebausteine oder auch verschiedene Settings in denen therapiert wird

Motivationstraining?

Etablierung von Regeln und Token System (Belohnungsmünzen bei gutem Verhalten, Abzug bei schlechtem Verhalten)

Brüllfalle:

man droht aus Verzweiflung den Kindern mit allen möglichen Sachen und irgendwann macht das Kind, was es soll... Man kann nicht aufgeben, weil sonst das Kind lernt, dass sich die Situation löst wenn man nur lange genug aushält

Beispiel für eine Therapie THOP( Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten) mit Makro und Mikroperspektive:

Makro: Eigenschaften und Wünsche von Kind und Eltern

Mikro: Reaktion der Eltern, Wahrnehmung des Verhaltens und das Verhalten des Kindes

Aufmerksamkeitstraining macht wenig Sinn bei Kindern mit ADHS

THOP besteht aus zwei Teilprogrammen:

dem Eltern-Kind-Programm, das auf die Verminderung von hyperkinetischen und oppositionellen Verhaltensstörungen in der Familie abzielt und das Eltern und Kind anleitet, Problemsituationen in der Familie zu bewältigen;

•dem Erzieher/Lehrer-Kind-Programm, das auf die Verminderung von hyperkinetischen und oppositionellen Verhaltensstörungen im Kindergarten bzw. in der Schule abzielt

 

Sucht ist

ein unabweisbares Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand. Diesem Verlangen werden die Kräfte des Verstandes untergeordnet.

Manche Studien sagen, dass bei plötzlichem Alkohol od. BZD Absetzen

ein kardiales Risiko (bis zu 15% Todesrate bei Alkoholentzug unbehandelt), bei anderen Stoffen ist der Entzug zwar schwer aber ungefährlich

Abhängigkeit nach ICD 10 : (allg. substanzunabhängige Operationalisierung) 

  • - physische Anzeichen: körperliches Entzugssyndrom u. Nachweis einer Toleranz (2 Promille Verschiebegrenze: können Abhängige mehr vertragen als normale) 

  • - psychische Anzeichen: starker Zwang die Substanz zu konsumiere, verminderte Kontrollfähigkeit bzgl. Des Konsums, Eingeengtes Verhalten-vernachlässigung anderer Interessen, Konsum trotz eindeutiger schädlicher Folgen 

  • Diagnose: mind. 3 dieser 6 Kriterien gefordert 

Zwang:

wenn jemand einen Bewusstseinsinhalt nicht loswerden kann, obwohl er gleichzeitig weiß, dass der Inhalt unsinnig ist oder wenigstens als ohne Grund angesehen wird

Alkoholabusus heißt soviel wie

schädlicher Gebrauch, nicht Abhängigkeit! 

0,8 Promille –

Störung des Gleichgewichts, Sprache, Wahrnehmung, Euphorie/Dysphorie, Koordination

1,0-2,0 P.

grobe Störungen mentaler und körperlicher Kontrolle 

Einteilung nach Jellinek:

  • Alpha Trinker: Stress und Konflikttrinker, kein Kontrollverlust, psychische Abhängigkeit 

  • Beta Trinker: Gelegenheitstrinker, trinkt v.a. zu gesellschaftlichen Anlässen, sucht diese Anlässa aber aktiv auf 

  • Gamma Trinker : Trinker mit Kontrollverlust, häufigere Abstinent möglich 

  • Delta Trinker: Spiegeltrinker, hohe Gewöhnung und Toleranz, kaum Kontrollverlust 

  • Epsilon Trinker: Dipsomanie, Perioden starken Trinkens im Wechsel mit Abstinenzphasen

Typ 1 nach Cloninger: WICHTIG

Eher umweltabhängig, Beginn >25J, Männer und Frauen, milder Verlauf, hohe harm avoidance, niedriges sensation seeking

Typ 2:Cloninger

her genetisch determiniert, Beginn <25J, eher Männer betroffen, schwerer Verlauf, niedrige harm avoidance, hohes sensation seeking 

 

Folgen von chronischen Alkoholgenuss: (psychiatrisch/neurologisch)

Cerebrale/cerebelläre Atrophie, Alkoholdemenz (Verlust von Sprache, Denken usw.), Korsakoff-Syndrom (selektiver Ausfall von kurzzeit Gedächtnis und Orientierung, chron. Erkrankung, schlechte Prognose, bleibener Schaden oft durch[Symbol]) , akute Wernicke Encephalopathie (akuter B1 Mangel, meist durch nicht sachgemäßen Entzug) , Alkoholhalluzinose, Marchiafava-Bignami-Erkrankung (B1 assoziierte Nekrose des Corpus Callosum), Zentral pontine Myelinolyse (Elektrolytbedingte Erkrankung), pathologischer Rausch (Dämmerzustand der unter geringen Alkoholmengen auftreten kann, strittig ob es überhaupt existiert) 

Alkohol inhibiert Vitamin B1 Aufnahme

der körperliche Entzug 

Symptomatik:

Unruhe/Bewegungsdrang/Dysphorie/Angst, Tremor, Schwitzen, Hypertonie/Tachykardie, Schwindel, Übelkeit, Temperaturerhöhung

Komplikationen beim Entzug

Wernicke-Enzephalopathie, Delir, Krampfanfall 

Wann tritt Delir beim Entzug auf?

24-36 h nach Alkoholfreiheit ist die Auftrittslatenz für ein Delirium! MERKEN!

B edside Test für Delirium

Patient soll imaginären Faden fest halten oder Geschichte von leerem Blatt vorlesen 

Wié lange geht der Enzug?

Nach ca 9 Tagen ist der körperliche Entzug vorbei

Wernicke-Korsakoff-Syndrom: 

1.

Wernicke Enzephalopathie: Nekrose der Corpora Mamilaria

Trias: Verwirrtheit-Augenbewegungsstörungen(

Nystagmus

)-Ataxie

Therapie: hochdosiertes Thiamin, initial parenteral

Sakkadierte Blickfolge

alarmiert sein : sofort Vit B1 geben!

Vitamin B 1 kann nicht aktiv aufgenommen werden beim

Alkoholpatienten, daher parenteral!

Elektrolyt bedingte Störungen: schwere Herzrhythmusstörungen, Verstä

rkung des Delirs durch Hyponatriämie, zentral pontine Myelinolyse (durch

rasche Schwankungen der Na Konzentration, Nekrose im Pons Bereich,

gibt

’

s spontan aber meist durch Ärzte die das Na zu schnell erhöhen)

Molekulare Wirkung von Ethanol:

Euphorie und Beruhigung

Warum führt Alkohol zu Euphorie? -

>

Über die Serotonin und Opiat

Rezeptoren, endogene Enkephalin Ausschüttung wird stimuliert und Mü-

Rezeptoren führe

n

über Kaskade zu Dopamin Ausschüttung; verminderte

Serotonerge Ausschüttung

vermehrte Dopamin Ausschüttung

ALSO : Dopamin Ausschüttung ausschlaggebend

Beruhigende und anxiolytische Effekte: Ca Einstrom am NMDA

reduzieren, am GABA A R agonistische Wirkung (erste Wirkung die beim

Alkohol eintritt)

Aktivierung des mesokortikolimbischen Systems (Belohnungssystem)

Verschaltung: Hippocampus

–

Subiculum

–

ventrale Brückenhirnhaube

Eigentlich ist dieses System für Nahrungsaufnahme, Sex, sozialen Status

Study