Zelle


T. V.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Grundlagen der Zytologie für die Berufslehre. Sie behandeln die Struktur und Funktion von Zellen, einschließlich Zellteilung, Chromosomen, und verschiedenen Zellorganellen wie Mitochondrien, Ribosomen und dem Endoplasmatischen Retikulum. Themen wie Osmose, Diffusion und aktiver Transport werden ebenso erläutert. Die Karteikarten sind ideal für Auszubildende in biologischen Berufen, die ein fundiertes Verständnis der Zellbiologie benötigen.
Karten
27
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
24.11.2014 / 24.11.2014

Lernkarten

Nenne mir die Grundanforderungen für das Leben

  • Stoffwechsel
  • Fortpflanzung ( Reproduktion)
  • Reizbarkeit ( Reiz --> Reaktion)
  • Bewegung
  • Wachstum
  • Regeneration und Absterben
  • Phagozyten
  • Sekretion
  • Kommunikation zwischen den Zellen

Was ist eine Zelle?

  • kleinste lebensfähige Struktur des Körpers
  • Alle Lebewesen sind aus Zellen aufgebaut
  • Einzeller ( z.B Bakterien)
  • Mehrzeller ( z.B. Pflanzen, Tiere)

Differenzierung und Erneuerung

Der Mensch besteht zunächst aus einer Zelle, die sich

  • Zuerst mehrfach in je zwei gleiche Zellen teilt ( bis zum 16 Zell-Stadium)
  • Dann in verschiedenen Zelltypen teilt (= Differenzierung)

 

Ein erwachsener Mensch besteht aus ca. 100 Billionen Zellen.

In jeder Sekunde

  • Sterben einige Millionen ab,
  • Und einige Millionen neue werden gebildet.

Nenne mir einige Zelltypen

Knochenzelle, Sinneszelle, Blutzelle, Epithelzelle, Drüsenzelle, Eizelle, glatte Muskelzelle, Bindegewebszelle, Flimmerepithelzelle, Knorpelzellen, Nervenzellen, Samenzelle

Zelle Grundbauplan

  • Zellmembran/ Zellwand
  • Zellkern
  • Zellfüssigkeit ( Zytoplasma)
  • Zytosol ( Wasser, gelöste Eiweise, Minerale, Fette, Kohlenhydrate)
  • Orgnellen

Zellmembran

Zellmembran

 

  • Doppelte Schicht aus Fetten (Lipiden):
  • Aussen und innen ist der „wässrige“ Kopfteil des Lipidmoleküls
  • Dazwischen die fettigen, wasserabstossenden „Schwänze“
  • Durchlässig für Wasser, Sauerstoffe, Kohlendioxid, fettlösliche Stoffe
  • Undurchlässig für elektrische geladene Teilchen (z.B Ionen ( meist Salze))
  • Aussen sind Eiweisse eingelagert, die z.T. die ganze Membran durchdringen:
    • „Türe“ für Ionen ( Ionenkanäle)

äussere Zucker „antennen“ für Zellerkennung ( z.B. Blutgruppen), Rezeptor

Zellkontakt

  • Verschlusskontakte ( Tight junctions, Zonulae occludentes), z.B. zwischen Zellen der Haut/ Schleimhaut
  • Haftkontakte ( Desmosomen, Zonulae adhaerentes), zur mechanischen Verbindung
  • Kommunkationskontakt ( Nexus), kleine„ Verbindungstunel“ z.B. für Ionentransport

Nenne mir die Aufgaben der Zellkern

 

  • Beherbergt Erbinformation ( auf DNS- Stränge) =Desoxyribonukleinsäure
    • ->Steuerung aller Zellvorgänge
    •  
  • Kernhülle ( mit Poren )
  • Kernplasma ( mit DNS und Hilfsproteinen) 
  • Kernkörperchen ( Nukleolus)

Nukleinsäure ( DNS und RNS)

  • Zwei Stränge
  • Jeder aus Phosporsäure – Zucker – Base
  • Zu einem verdrehten Doppelstrange vereinigt ( „Doppelhelix“)
  • Basen sind verschieden: Adenin, Thymin (RNS: Uracil); Cytosin, Guanin
  • AT und CG liegen komplementär gegenüber
  • Tragen Erbinformation, in Gene gegliedert
  • Ein Gen codiert i.d Regel für ein Protein ( -> Merkmal)

Chromosomen

  • Für Zellteilung ( x-Förmig) zusammengelagerte DNS
  • Vor Teilung liegen je 23 in einer Zellhälfte
  • Insgesamt also 46 beim Menschen ( Schreibweise: 46, XX oder 46, XY)

Nenne mir einige Zellorganellen

  • Mitochondrien ( Energiegewinnung)
  • Ribosomen ( Eiweisssynthese)
  • Endoplasmatische Retikulum ( Eiweissspeicherung)
  • Golgi – Apparat ( Eiweissverpackung und versand)
  • Lysosomen ( Abbau organischer Stoffe)
  • Zentriolen ( Leitstruktur bei der Zellteilung)
  • Zellskelett: Filamente (Fäden), Mikrotubuli (Röhrchen) (Stabilisierung, Verformung/ Bewegung, intrazellulärer transport)
  • Einschlüsse ( z.B. Fett, Melanin, Glykogen

Mitochondrien

  • „Zellkraftwerk“
  • Glukose + O2 ->CO2 + H2O

                       ADP + P -> ATP

Was ist ein Ribosom?

  • „Eiweissfabriken“
  • Produktionsvorschrift durch mRNA aus dem Zellkern
  • Ribosomen gibt es:
    • Am rauen ER (à für Export bestimmter Eiweisse)
    • Frei im Zytosol ( à Eigenbedarf bestimmter Eiweisse)

was ist ein Endoplasmatisches Retikulum?

  • Zur Zellmembran führendes „Höhensystem“
  • Raues ER: Eiweissexport“tunnel“
  • Glattes ER: Speicher “höhlen“ für fettlösliche Substanzen

Was ist ein Golgi - Apparat?

  • Eiweiss“verpackung“ für Transport

was ist ein Lysosomen?

  • „Giftkammer“
  • intrazellulärer Abbau von fremden (z.B. Bakterien) und eignen („Müll“) Abfällen

Zentriolen

  • bei Zellteilung Bildung von Spindelfasern

Zellbewegung

  • amöboid ( z.B Granulozyten =  weissen Blutkörperchen)
  • Flimmern ( z.B  Atemwege, Eileiter)
  • Kontraktil ( z.B Muskelzelle)
  • Geisseln ( Spermien

Stoffaustausch Zelle <--> Umgebung

  • Passiv (ohne Energieverbrauch): Diffusion, Osmose, Filtration
  • Aktiv ( mit Energieverbrauch): Ionen“pumpen“,Exo-/Endozytose

 

Nenne mir die drei Passive Transport

Diffusion, Osmose, Filtration

Was ist Diffusion?

  • Konzentrationsausgleich von hoch nach niedrig ( à überall gleich)
  • Z.B Atemgase Alveole à Erythrozyt, Salze im Zwischenzellraum

WAs ist Osmose?

  • Diffusion des Lösungsmittel (Wasser) durch eine für die gelösten Teilchen undurchlässige Membran
  • --> Konzentrationsausgleich, aber höherer ( hydrostatischer) Druck auf der Seite mit mehr Wasser
  • Druckdifferenz = osmotischer Druck
  • Hohe Konzentration gelöster Teilchen à hoher osmotischer Druck
  • Z.B Wasser durch Zellmembran, Stuhleindickung im Dickdarm

Was ist Filtration?

  • Druckausgleich durch eine Membran mit Poren
  • Porengrösse bestimmt, welche gelösten Teilchen mit durchgehen
  • Z.B Primärharnbildung im Glomerulum ( Niere), Blutplasma aus Kapillaren in den Zwischenzellraum

Aktiver Transport

  • entgegen einem Konzentrationsgefälle: z.B. „Schleuser“ – Proteine („Pumpen“) in der Zellmembran
  • weil Teilchen zu gross:
    • Endozytose = Einschnüren der Membran ( z.B. Bakterien herein)
    • Exozytose = Abschnüren ( z.B. Hormone hinaus)

Zellteilung

Mitose:

Mutterzelle ( 46 Chromosomen) teilt sich in zwei Tochterzellen ( je 46 Chromosomen):

 

  1. DNA teilt sich
  2. Zellkern teilt sich
  3. Zelle teilt sich

 

Dann Ruhephase  ( Stunden bis Jahre)

Zellteilung Spezialfall bei Keimzellen

Meiose

  1. aus Mutterzelle ( 46  Chromosomen) werden zwei Tochterzellen mit je 23 Chromosomen:
  • vor der Teilung lagern sich die beiden entsprechenden ( väter – und mütterlichen) Chromosomen kurzzeitig aneinander ( Crossing over )

dabei können sie gegenseitig DNA – Stücke austauschen --> neu gemischtes Erbgut ( Rekombination

Zelltod

  • durch Zellteilung entstehen ständig neue Zellen à alte sterben „planmässig“ ab
  • durch programmierten „Selbstmord“ ( Apoptose)
  • ( Gegensatz: wenn Zellen durch äussere Schädigung „ unfreiwillig“ absterben = Nekrose)

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