Zytologie
Zelle
Zelle
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Lernkarten
Nenne mir die Grundanforderungen für das Leben
- Stoffwechsel
- Fortpflanzung ( Reproduktion)
- Reizbarkeit ( Reiz --> Reaktion)
- Bewegung
- Wachstum
- Regeneration und Absterben
- Phagozyten
- Sekretion
- Kommunikation zwischen den Zellen
Was ist eine Zelle?
- kleinste lebensfähige Struktur des Körpers
- Alle Lebewesen sind aus Zellen aufgebaut
- Einzeller ( z.B Bakterien)
- Mehrzeller ( z.B. Pflanzen, Tiere)
Differenzierung und Erneuerung
Der Mensch besteht zunächst aus einer Zelle, die sich
- Zuerst mehrfach in je zwei gleiche Zellen teilt ( bis zum 16 Zell-Stadium)
- Dann in verschiedenen Zelltypen teilt (= Differenzierung)
Ein erwachsener Mensch besteht aus ca. 100 Billionen Zellen.
In jeder Sekunde
- Sterben einige Millionen ab,
- Und einige Millionen neue werden gebildet.
Nenne mir einige Zelltypen
Knochenzelle, Sinneszelle, Blutzelle, Epithelzelle, Drüsenzelle, Eizelle, glatte Muskelzelle, Bindegewebszelle, Flimmerepithelzelle, Knorpelzellen, Nervenzellen, Samenzelle
Zelle Grundbauplan
- Zellmembran/ Zellwand
- Zellkern
- Zellfüssigkeit ( Zytoplasma)
- Zytosol ( Wasser, gelöste Eiweise, Minerale, Fette, Kohlenhydrate)
- Orgnellen
Zellmembran
Zellmembran
- Doppelte Schicht aus Fetten (Lipiden):
- Aussen und innen ist der „wässrige“ Kopfteil des Lipidmoleküls
- Dazwischen die fettigen, wasserabstossenden „Schwänze“
- Durchlässig für Wasser, Sauerstoffe, Kohlendioxid, fettlösliche Stoffe
- Undurchlässig für elektrische geladene Teilchen (z.B Ionen ( meist Salze))
- Aussen sind Eiweisse eingelagert, die z.T. die ganze Membran durchdringen:
- „Türe“ für Ionen ( Ionenkanäle)
äussere Zucker „antennen“ für Zellerkennung ( z.B. Blutgruppen), Rezeptor
Zellkontakt
- Verschlusskontakte ( Tight junctions, Zonulae occludentes), z.B. zwischen Zellen der Haut/ Schleimhaut
- Haftkontakte ( Desmosomen, Zonulae adhaerentes), zur mechanischen Verbindung
- Kommunkationskontakt ( Nexus), kleine„ Verbindungstunel“ z.B. für Ionentransport
Nenne mir die Aufgaben der Zellkern
- Beherbergt Erbinformation ( auf DNS- Stränge) =Desoxyribonukleinsäure
- ->Steuerung aller Zellvorgänge
- Kernhülle ( mit Poren )
- Kernplasma ( mit DNS und Hilfsproteinen)
- Kernkörperchen ( Nukleolus)
Nukleinsäure ( DNS und RNS)
- Zwei Stränge
- Jeder aus Phosporsäure – Zucker – Base
- Zu einem verdrehten Doppelstrange vereinigt ( „Doppelhelix“)
- Basen sind verschieden: Adenin, Thymin (RNS: Uracil); Cytosin, Guanin
- AT und CG liegen komplementär gegenüber
- Tragen Erbinformation, in Gene gegliedert
- Ein Gen codiert i.d Regel für ein Protein ( -> Merkmal)
Chromosomen
- Für Zellteilung ( x-Förmig) zusammengelagerte DNS
- Vor Teilung liegen je 23 in einer Zellhälfte
- Insgesamt also 46 beim Menschen ( Schreibweise: 46, XX oder 46, XY)
Nenne mir einige Zellorganellen
- Mitochondrien ( Energiegewinnung)
- Ribosomen ( Eiweisssynthese)
- Endoplasmatische Retikulum ( Eiweissspeicherung)
- Golgi – Apparat ( Eiweissverpackung und versand)
- Lysosomen ( Abbau organischer Stoffe)
- Zentriolen ( Leitstruktur bei der Zellteilung)
- Zellskelett: Filamente (Fäden), Mikrotubuli (Röhrchen) (Stabilisierung, Verformung/ Bewegung, intrazellulärer transport)
- Einschlüsse ( z.B. Fett, Melanin, Glykogen
Mitochondrien
- „Zellkraftwerk“
- Glukose + O2 ->CO2 + H2O
ADP + P -> ATP
Was ist ein Ribosom?
- „Eiweissfabriken“
- Produktionsvorschrift durch mRNA aus dem Zellkern
- Ribosomen gibt es:
- Am rauen ER (à für Export bestimmter Eiweisse)
- Frei im Zytosol ( à Eigenbedarf bestimmter Eiweisse)
was ist ein Endoplasmatisches Retikulum?
- Zur Zellmembran führendes „Höhensystem“
- Raues ER: Eiweissexport“tunnel“
- Glattes ER: Speicher “höhlen“ für fettlösliche Substanzen
Was ist ein Golgi - Apparat?
- Eiweiss“verpackung“ für Transport
was ist ein Lysosomen?
- „Giftkammer“
- intrazellulärer Abbau von fremden (z.B. Bakterien) und eignen („Müll“) Abfällen
Zentriolen
- bei Zellteilung Bildung von Spindelfasern
Zellbewegung
- amöboid ( z.B Granulozyten = weissen Blutkörperchen)
- Flimmern ( z.B Atemwege, Eileiter)
- Kontraktil ( z.B Muskelzelle)
- Geisseln ( Spermien
Stoffaustausch Zelle <--> Umgebung
- Passiv (ohne Energieverbrauch): Diffusion, Osmose, Filtration
- Aktiv ( mit Energieverbrauch): Ionen“pumpen“,Exo-/Endozytose
Nenne mir die drei Passive Transport
Diffusion, Osmose, Filtration
Was ist Diffusion?
- Konzentrationsausgleich von hoch nach niedrig ( à überall gleich)
- Z.B Atemgase Alveole à Erythrozyt, Salze im Zwischenzellraum
WAs ist Osmose?
- Diffusion des Lösungsmittel (Wasser) durch eine für die gelösten Teilchen undurchlässige Membran
- --> Konzentrationsausgleich, aber höherer ( hydrostatischer) Druck auf der Seite mit mehr Wasser
- Druckdifferenz = osmotischer Druck
- Hohe Konzentration gelöster Teilchen à hoher osmotischer Druck
- Z.B Wasser durch Zellmembran, Stuhleindickung im Dickdarm
Was ist Filtration?
- Druckausgleich durch eine Membran mit Poren
- Porengrösse bestimmt, welche gelösten Teilchen mit durchgehen
- Z.B Primärharnbildung im Glomerulum ( Niere), Blutplasma aus Kapillaren in den Zwischenzellraum
Aktiver Transport
- entgegen einem Konzentrationsgefälle: z.B. „Schleuser“ – Proteine („Pumpen“) in der Zellmembran
- weil Teilchen zu gross:
- Endozytose = Einschnüren der Membran ( z.B. Bakterien herein)
- Exozytose = Abschnüren ( z.B. Hormone hinaus)
Zellteilung
Mitose:
Mutterzelle ( 46 Chromosomen) teilt sich in zwei Tochterzellen ( je 46 Chromosomen):
- DNA teilt sich
- Zellkern teilt sich
- Zelle teilt sich
Dann Ruhephase ( Stunden bis Jahre)
Zellteilung Spezialfall bei Keimzellen
Meiose
- aus Mutterzelle ( 46 Chromosomen) werden zwei Tochterzellen mit je 23 Chromosomen:
- vor der Teilung lagern sich die beiden entsprechenden ( väter – und mütterlichen) Chromosomen kurzzeitig aneinander ( Crossing over )
dabei können sie gegenseitig DNA – Stücke austauschen --> neu gemischtes Erbgut ( Rekombination
Zelltod
- durch Zellteilung entstehen ständig neue Zellen à alte sterben „planmässig“ ab
- durch programmierten „Selbstmord“ ( Apoptose)
- ( Gegensatz: wenn Zellen durch äussere Schädigung „ unfreiwillig“ absterben = Nekrose)