Zoologie

Coleoptera

Coleoptera


A. M.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Biologie von Käfern, insbesondere für Universitätsstudenten. Sie konzentrieren sich auf verschiedene Käferarten wie Polyphaga, ihre Larven, Körperstrukturen wie den fünfgliedrigen Tarsen und spezifische Merkmale wie die Antennen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Biologiestudenten, die sich auf die Zoologie spezialisieren, da sie detaillierte Informationen über die Morphologie, Lebenszyklen und ökologischen Rollen von Käfern liefern.
Karten
18
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
17.05.2013 / 22.08.2013

Lernkarten

Hauptmerkmale der Käfer?

 

1. Die Vorderflügel sind zu sogenannten „Elytren“ modifiziert, sie sind also verhärtet und dienen als  Scheide für die viel größeren, aber filigranen, mehrfach gefalteten Hinterflügel 2. Der Prothorax ist gross und deutlich vom Kopf und dem restlichen Körper getrennt. Der Meso- und  der Metathorax bilden eine flügeltragende Einheit, den Pterothorax. Dieser ist ohne Einschnürung mit  dem Abdomen verbunden 3. Der Kopf ist meistens prognath, d.h. die Mundwerkzeuge sind nach vorne gerichtet und die  Kopfkapsel ist ventral (also unten) geschlossen 4. Von den 11 Abdominalsegmenten sind die Segmente I-III verschmolzen und die letzten Segmente (IX- XI) ins Abdomen eingezogen 5. Käfer haben keine Cerci und das 1. Abdominalsternit ist reduziert. 6. Käfer zeichnen sich durch Cryptopleurie aus, d.h.die Terite überlappen seitlich, so dass die Pleurite  nicht sichtbar sind.  Man unterteilt die Käfer in 4 Gruppen, die Archostemata, die Adephaga, die Myxophaga, und die  Polyphaga

Käfer?

Carabidae – Laufkäfer
Adephaga
--> Bombardierkäfer

 

Sehr artenreiche Familie, winzige bis sehr große Arten, meist schlank, gute Läufer, Tarsen 5-gliedrig, Antennen fadenförmig, Fugvermögen mäßig, z. T. fehlend ( Elytren dann median verschmolzen), feuchtigkeitsliebend, meist dämmerungs- und nachtaktiv, überwiegend carnivor extraintestinsale Verdauung auch bei den Larven, Wehrdrüsensekrete sehr differenziert (Aggregationsstoffe),Eiablage und Verpuppung im Boden, Weibchen mit Grabwerkzeug (Ovipositor). Männchen häufigmit stark verbreiterten Tarsen, diese mit Hafthaaren bei der Kopulation zur Anheftung auf dem Halsschild des Weibchens -  Geruchssinnesorgane. Larven meist im Boden freilebend, 4-6 Stadien, sehr vagil (frei beweglich), mit langen Pseudocerci.

Käfer?

Cicindelidae - Sandlaufkäfer, Tigerkäfer
Adephaga

 

Mitteleuropa 8 Arten, metallisch grün bis kupferfarben mit weißen Makeln, vorstehende stark gezähnte  Mandibeln, Tarsen 5-gliedrig, Antennen fadenförmig, gutes Fugvermögen - Elytren werden durch  abgespreizte Beine gehalten, Beute wird optisch wahrgenommen und blitzschnell ergriffen, Larven  l eben in senkrechten Bodenröhren, Hinterleib mit Stemmfortsätzen zum Herausschnellen, Kopf mit  vorstehenden Mandibeln, Pronotum als Verschlußdeckel der Wohnröhre, Kopf schlägt beim Beutefang  nach hinten, 3 Larvenstadien. Eiablabe im Boden, meist auf Sandböden, Heideflächen. 

Käfer?

 

Dytiscidae – Schwimmkäfer
Adephaga   Mittel- und besonders Hinterbeine sind  Schwimmbeine, Antennen fadenförmig, Tarsen 5-gliedrig mit automatisch abspreizbaren  Ruderhaaren, synchroner Beinschlag, Körpermeist abgeflacht, Flügeldecken mit Rand- und  Medianfalz, darunter Luftvorrat, zur Atmung mit dem Hinterende an die Wasseroberfläche. Lauerjäger,  Imagines verdauen im Vorderdarm, Erweiterung der Mundhöhle, Larven mit Saug- bzw. Injelktionskanüle in den Mandibeln (extraintestinale Verdauung), Larven am Abdomenende mit Atemöffnung (2 Stigmen), Pseudocerci zur Aufhängung an die Wasseroberfläche. Wehrdrüsensekrete nur bei Imagines(Hormonderivate, Abwehr von Wirbeltieren), sehr komplex. Männchen mit verbreiterten Vorder- und Mitteltarsen (Hafthaare), Eiablage an oder in Pflanzen,  Verpuppung an Land im Erdkokon. Leben meist in stehenden Gewässern (auch temporär).

Käfer?

 

Gyrinidae – Taumelkäfer
Adephaga   Imagines meist glänzend schwarz, Unterseite hell, unbenetzbar, Wehrsekret auf dem Körper verteilt,  Hinterbeine stark verkürzt - Ruderplatten mit spreizbaren flachen Haaren, synchroner  Beinschlag, Vorderbeine der Männchen lang mit Hafthaarpolstern, Antennen kurz gestaucht -Vibrationsmesser, Augen durch eine Horizontalbrücke(Wasserlinie!!) geteilt zum gleichzeitigen sehen unter und über der Wasseroberfläche, fressen lebende und tote Tiere an der Wasseroberfläche, Überwinterung meist als Imago (auch an Land, Aggregationsverbände), Wehrdrüsensekret stark riechend (Terpene). Larven am Abdomen beiderseits mit gefiederten Tracheenkiemen, Mandibeln mit  Kanal.

Käfer?

 

Scarabaeidae - Blatthornkäfer
Polyphaga   Sehr arten- und formenreiche Familie, die letzten Fühlerglieder bilden ein  Blätterkeule, die durch Hämolymphdruck gespreizt werden kann; Geschlechtsdimorphismus -Männchen mit mehr und größeren Fühlerblättern (>Riechgrubenanzahl zur Pheromonwahrnehmung),  Larven meist mit verdicktem Hinterende (Engerlinge) weil der Darm bei Holzfressern  durch Bakterienkammern aufgebläht wird.  Coprophage (Verzehr von Kot) Arten: vielfach mit Brutfürsorge und Brutpflege, Freß- und Brutkotpillen. Vorderbeine häufig Grabbeine zum Koteingraben, Arten als Transportwirte (Phoresie) für Kotmilben (Deuteronymphen).  Phytophage Arten meist mit bodenbewohnenden Larven. Schädlinge als Larven (Wurzelfresser) sowie  als Imagines an Pflanzen, z.B.Maikäfer einige Rosenkäfer, Pillendreher

Käfer?

 

Staphylinidae – Kurzflügler
Polyphaga   Sehr artenreich, stark verkürzte Flügeldecken, Hinterflügel mehrfach eingeschlagen, sehr beweglicher Hinterleib, Körper meist schlank, Tarsen 5-gliedrig, Antennen fadenförmig. Wehrdrüsen besonders groß, bei myrmecophilen Arten („ameisenliebend“, d.h. sie leben parasitär in Ameisennestern) rückgebildet. MyrmecophileArten mit intensiver Bettelreaktion, führt zur  arteigenen Brutvernachlässigung bei den Ameisenwirten. Verschiedenste Lebensräume -Spezialisierung auch auf Vogel- und Säugernester, fressen vorwiegend andere Insekten und Larven,  darum häufig Ansammlung an Mist und Aas

Käfer?

Lucanidae (Schröter)
Polyphaga

--> Hirschkäfer

 

Käfer?

 

Cerambycidae – Bockkäfer
Polyphaga   Körper meist langgestreckt, meist mit über körperlangen Antennen, Tarsen 4-gliedrig, mit  bürstenartiger Sohle, Augen nierenförmig in der Ausbuchtung die Fühlerbasis, Tibien mit Endspornen,  z. T. sehr große Arten, Larven vielfach im Holz lebend, ausschließlich phytophag, annähernd apode (Stummelfüße!) eucephale Larven, Schädlinge, viele  Blütenbesucher (Pollenfresser, Pflanzensaftsauger) Überwinterung als Larve im Pflanzengewebe. Imagines zirpen durch Reiben des Pronotumhinterrandes am Mesonotum (Elytrenkante).

Käfer?

 

Chrysomelidae – Blattkäfer
Polyphaga   Meist rundliche aufgewölbte Käfer mit 4-gliedrigen Tarsen, diese mit Sohlenbürste, Fühler kürzer als  der Körper, Tibien ohne Enddorne, Augen rundlich.Sehr artenreich, ausschließlich phytophage Larven und Imagines, zahlreiche Arten mit  Wehrdrüsen (Herzglycoside -Buschmannpfeilgift!) Schadinsekten. Pupa libra und Pupa obtecta (= Mumienpuppe) auftretend, selten Stürzpuppe

Käfer?

 

Curculionidae – Rüsselkäfer 
Polyphaga   Größte Käferfamilie über 50 000 spp., Kopf rüsselförmig verlängert, kauende Mundwerkzeuge am Ende, Fühler meist gekniet mit endständiger Keule - langes Basalglied, Tarsen 4-gliedrig, Cuticula meist besonders hart. Fugfähigkeit meist verringert, fast ausschließlich phytophag auch die Larven. Diese apod und eucephal, teilweise Brutfürsorge der Weibchen -Blattroller,viele mit Symbionten zur Verdauung der Zellulose. (z.B.  Haselnußbohrer). 

Käfer?

 

Cantharidae - Weichkäfer (Soldatenkäfer)
Polyphag   schlank, Elytren weich, Färbung artspezifisch verschieden. Tarsen 5-gliedrig, Fühler fadenförmig, Larven dunkel, samtartig behaart (Schneewürmer), Larven und Imagines räuberisch,  letztere auf Blüten auf Besucher wartend, 6-7 Larvenstadien! 

Käfer?

 

Coccinellidae - Marienkäfer, Glückskäfer, Sonnenkälbchen
Polyphaga   Meist durch Färbung und gelb-schwarz-, rot-schwarz Kontrast besonders auffällige halbkugelige  Käfer, Tarsen 3-gliedrig mit bürstenartiger Sohle, die Antennen inserieren vor den Augen unter einer  Kopfleiste. Flugvermögen gut, Pigmentierung der Flügeldecken von Außenfaktoren (Puppe) abhängig,  z.B. Temperatur. Todstellreflex bei Imagines, Reflexbluten an Membranen besonders der Beine und Abdominalseiten zur Abwehr (Alkaloide werden selbstsynthetisiert), Feinde,z.B. Ameisen reagieren  sehr empfindlich auf diese Stoffe. Imagines und Larven räuberisch, viele Arten als Blattlausvernichter "nützlich", Ameisen versuchen Blattlauskolonien vor Coccinelliden zu schützen. Eine Larve verzehrt  bis zu 800 Blattläuse während der Juvenilphase. Einige Arten phytophag in Tropen sogar als  Schädlinge bekannt. Überwinterung der Imaginesmeist in Massenansammlungen (Aggregation). Larven weichhäutig, schlank mit kräftigen Beinen, 4 Larvenstadien, Verpuppung als Stürzpuppe, Pupa obtecta (Mumienpuppe)

Käfer?

 

Silphidae – Aaskäfer
Polyphaga   Imagines mit deutlicher Fühlerkeule, teilweise mit abgestutzten Flügeln, die einen Teil des Hinterleibes  (3 Segmente) unbedeckt lassen, diese häufig mit kräftig gelb-schwarz gefärbten Elytren. Tarsen 5-gliedrig. Abwehrreaktion: Kot mit Ammoniakduft oder Terpene aus Wehrdrüsen. Imagines und Larven vorwiegend an Aas, einige Arten auch räuberisch  Transportwirte für Milben (s. Scarabaeidae) und Nahrungsteilung mit diesen --> Mutualismus. Larven meist asselförmig flach oder raupenähnlich (Totengräber). Zirpen durch Reiben der Flügeldeckenhinterkanten am Tergum 5 (kürzflügelige spp. .Orientierung für Junglarven).Kampf um Beute gegen jeden bis ein Paar übrig bleibt, Stridulationsbindung

Käfer?

 

Elateridae – Schnellkäfer
Polyphaga   Meist schlanke Käfer mit fadenförmigen oder kammförmigen Antennen, Tarsen, 5-gliedrig, Prosternum mit einem Fortsatz--> Prosternaldorn, der in eine Grube (Höhlung) der Mittelbrust hineingreift - Schnapp-Knickgelenk,  Imagines können sich - auf dem Rücken liegend - durch das Abknicken der Vorderbrust hochschnellen und wieder auf den Füßen landen (zuvor "Hohlkreuz"). Käfer sind phytophag wie die Larven, die jedoch häufiger als Schädlinge (Drahtwürmer) Beine der langgestreckten meist festen Larven sehr kurz (Larvalzeiten je nach Ernährung 1-5 Jahre

Käfer?

 

Tenebrionidae - Schwarzkäfer, Dunkelkäfer
Polyphaga   Käfer meist schwarz gefärbt, Tarsenformel 554, Fühler inserieren unter einer seitlichen Kopfleiste, die Basis ist von oben nicht sichtbar. Flugvermögen stark eingeschränkt. flugunfähige Arten mit  verschmolzenen Flügeldecken, Wehrdrüsen am Thorax und Abdomen (vordere Segm.) - Chinone,  Aggregations- und Sexualpheromone. Weitgehend nachtaktiv, Käfer und Larven meist Allesfresser,  einige räuberisch, Vorratsschädlinge (Mehlkäfer). Larven meist verborgen lebend, hell und  langgestreckt, Massenvermehrung wird gesteuert durch Kotduft, der die Entwicklungsgeschwindigkeit  herabsetzt. 

Käfer?

Scolytidae (Borkenkäfer)
Polyphaga

Käfer?

Lampyridae (Leuchtkäfer)
Polyphaga

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