Biologie


D. S.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über den Zellzyklus und die Zellteilung, insbesondere die Mitose und Meiose. Sie erklären die verschiedenen Phasen wie Prophase, Metaphase, Anaphase und Telophase, sowie die Bedeutung von Chromosomen, DNA und Chromatiden. Die Karteikarten sind ideal für Biologiestudenten, die die komplexen Prozesse der Zellteilung verstehen und die Unterschiede zwischen Mitose und Meiose nachvollziehen möchten.
Karten
16
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
27.12.2015 / 02.01.2023

Lernkarten

Erkläre den Unterschied zwischen Zellteilung und Zellwachstum **

  • Zellteilung: Zellerneuerung
  • Zellwachstum: Zunahme an Zellmasse

Nenne und beschreibe die einzelnen Phasen des Zellzyklus

  • G0-Phase: Zelle teilt sich nicht. Bsp: Memorycell
  • G1-Phase: Zellwachstum und Vorbereitung der Chromosomen auf Replikation
  • S-Phase: DNA-Synthese zur Verdopplung des Genoms
  • G2-Phase: Zellwachstum und Synthese von Proteinen für Mitose
  • M-Phase: Mitose

==> G1- bis G2-Phase = Interphase

Wie sind die Chromosomen ‚verpackt’?

Warum ist dies so?

  • DNA-Doppelstrang ist um Histone gewickelt, welche wiederum in sich verdreht ist => X-Förmig
  • Erreichen einer hohen Verpackungsdichte, damit die Chromosomen in der Mitose verteilt werden können

Nenne und beschreibe allgemein die einzelnen Phasen der Mitose

  • Prophase: Kondensation der Chromosomen, Abbau der Kernhülle
  • Metaphase: Aufbau des Spindelapparates
  • Anaphase: Trennung der Chromatiden
  • Telophase: Entspiralisierung der Chromoso  men, Wiederaufbau der Kernhülle

 

Beschreibe die Interphase

  • Zellgrösse nimmt zu
  • DNA der Chromosomen wird repliziert und das Centrosom verdoppelt

Beschreibe die Prophase & Prometaphase

  • Prophase
    • Kondensation der Chromosomen
    • Aufbau der Mitosespindel
    • Spindeltubuli haben noch keinen Zugang zu den kondensierten Chromosomen => Kernhülle ist noch intakt
  • Promethaphase
    • Auflösung der Kernhülle
    • Anheftung der Chromosomen an die Mitosespindel

Beschreibe die Metaphase

  • Chromosomen ordnen sich an der Äquatorialebene der Zelle an
  • Chromosomen sind deutlich in ihre beiden Chromatiden gespalten, werden jedoch noch immer durch das Centromer zusammengehalten
  • Spindelfaser des Spindelapparates nehmen mit den Chromosomen Kontakt auf. Am Schluss ist jedes Chromosom mit einer Faser des einen und des anderen Spindelpols verbunden

Beschreibe die Anaphase

  • Durch Trennung des Centromers werden die Chromosomen geteilt (Zerfällt in die beiden Chromatiden)
  • Die jeweiligen Chromatiden rücken auseinander. Die Chromatiden werden durch die Spindelfasen je an einen Spindelpol gezogen

Beschreibe die Telophase

  • Rückbildung des Spindelapparates
  • Umwandlung der Chromatiden in Chromatinfäden, es entsteht in beiden Zellpolen ein Chromatingerüst
  • Es bildet sich ein Kern um jedes Chromatingerüst
  • Durch die Neubildung teilt sich die Zelle in der Region der Äquatorialebene

Worin Unterscheiden sich die Zytokinese einer tierischen und einer pflanzlichen Zelle?

  • Tier
    • Im Bereich der Furche liegt ein kontraktiler Ring aus Mikrofilamenten (Aktin-Myosin-Ring) welcher sich zusammenzieht, bis die Furche so gross ist, dass sich die Zel  len vollständig abgeschnürt haben
  • Pflanze
    • Keine Teilungsfurche
    • Im Innern der Zelle wird eine Zellplatte aus Zellmaterial gebildet, welche Mutter- und Tochterzellen trennt
    • Später wird daraus eine neue Zellwand gebaut

 

Warum ist die Kontrolle des Zellzyklus von Bedeutung?

  • Gewährleistung,, dass alle Prozesse in der richtigen Reihenfolge ablaufen
  • Gewährleistung, dass externe und interne Bedingungen für Teilung erfüllt sind
  • Fehler im Kontrollsystem führen häufig zu Tumoren!
  • Kontrolle durch spezifische Proteine: Zykine, Zyklinabhaengige Kinasen (Cdk’s) und Wachstumsfaktoren

 

  • Checkpoints
    • M-G1-Phase: Chromosom komplett getrennt
    • G1-S-Phase: Zellgrösse?, Umweltbedingungen, DNA beschädigt?
    • S-G2-Phase: Übergang
    • G2-M-Phase: Zellgrösse?, DNA repliziert?

Warum beinhaltet die Meiose zwei Zellteilungen (Meiose I und II)?

  • Meiose I: Reduktionsteilung => diploider Chromosomensatz wird zum haploiden Status reduziert
  • Meiose II: Mitose
  • Keimzellen (Spermium, Eizelle) sind haploid
    • Haploid: eine Kopie des genetischen Materials aufgeteilt auf Chromosomen
    • Diploid: zwei Kopien des genetischen Materials aufgeteilt auf Chromosomen

Worin unterscheidet sich die Meiose von der Mitose?

  • Diploider Chromosomen  satz wird zum haploiden Status reduziert, um Verdopplung des Chromosomensatzes bei Befruchtung zu kompensieren
  • Meiose setzt sich aus zwei Zellteilungen zusammen (Meiose I und II)
  • Es entstehen vier Tochterzellen, von denen jede den halben Chromosomensatz der Ursprungszelle enthält

 

  • Zahl der Zellteilungen

    • eine (Mitose)

    • zwei (Meiose)

  • Chromosomensatz zu Beginn der Teilungsvorgaenge

    • (haploid), diploid (oder polyploid) (Mitose)

    • Diploid (2n) (Meiose)

  • Dauer der Prophase

    • Relativ kurz

    • Deutlich länger

  • Endergebnis (Zahl der Tochterzellen, Chromosomenzahl)

    • Zwei, jede diploid (oder entsprechend); genetisch mit der Mutterzelle identisch

    • Vier, haploid; weder mit der Mutterzelle noch mit der Schwesterzelle identisch

  • Bedeutung für den Organismus
    • Entwicklung eines vielzelligen Organismus; Wachstum; Heilungsprozess

    • Herstellung von Geschlechtszellen; Reduktion der Chromosomenzahl auf die Hälfte

Wie kommt es zu einer Neusortierung der genetischen Information bei der Meiose?

Welche Vorteile hat diese Eigenschaft?

  • Freie Rekombination der Chromosomen
    • Verteilung der mütterlichen und väterlichen Chromosomen in der Metaphase I erfolgt zufällig
  • Crossingover
    • Gemisch aus väterlichem und mütterlichem Material
  • Zufaellige Befruchtung
    • Jeder Elternteil erzeugt 2n verschiedene Gameten und zusammen eine Zygote, die eine 2n x 2n mögliche Rekombination darstellt
  • Sexuelle Fortpflanzung: Erhöhung der genetischen Variabilität
  • Neue Mischung, neue Eigenschaften
  • Variabilität und Selektion als Grundlage der Evolution neuer Arten

Was ist ein Meiosefehler?

  • Nondisjunction
    • Bei der Meiose I trennt sich ein homologes Chromosomenpaar oder in der Meiose II ein Schwesterchromatidenpaar nicht
      • Aneuploidie: eines der vier Gameten enthält zwei Chromosomen desselben Typs
      • Monosomie: ein anderer Gamet geht leer aus

==> Trisomien und Monosomien sind meist letal, da bei Trisomie Balance der Genprodukte gestört ist und bei Monosomie Auswirkung letaler Gene nicht kompensiert werden kann

Definiere folgende Begriffe:

  • Chromosom
  • Somatische Zellen
  • Autosomen
  • Homologe Chromosomen
  • Gameten
  • Syngamie
  • Genom
  • Chromatin
  • Mitose
  • Cytokinese
  • Meiose

  • Chromosom: langes, aufgerolltes DNA – Molekül, trägt 100e-1000e von Genen
  • Somatische Zellen: alle ausser Sperma- und Eizellen; 23 Chromosomenpaare (mit Lichtmikroskop sichtbar)
  • Autosomen: alle  „Nicht - Geschlechtschromosomen“, also alle ausser X und Y
  • Homologe Chromosomen: die beiden Chromosomen, die ein Paar bilden; tragen die Informationen für dasselbe (Ausnahme dabei sind die Geschlechtschromosomen)
  • Gameten: Sperma- und Eizellen, haben 22 Autosomen +1Geschlechtschromosom haploide Zellen
  • Syngamie: Befruchtung; Verschmelzen von Eizelle und Sperma, führt zur Zygote (diploid)
  • Genom: Ausstattung der Zelle mit DNA, der genetischen Information
  • Chromatin: DNA-Protein-Komplex, kontrolliert die Aktivitat der Gene
  • Mitose: Kernteilung
  • Cytokinese: Teilung des Cytoplasma
  • Meiose: Variation der Mitose, bei der die Tochterzellen nur die Hälfte der elterlichen Chromosomen erhalten; geschieht nur in den Geschlechtsorganen

 

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