Grundmedien


J. A.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen der Zellkulturtechnik auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Konstanthaltung von Parametern wie pH-Wert, osmotischem Druck und Ionenkonzentration, sowie auf die Verwendung verschiedener Medien wie F10, F12 und Leibovitz. Die Karteikarten erklären auch die Unterschiede zwischen primären Zellkulturen und Zelllinien, einschließlich ihrer Herkunft, Wachstumsbedingungen und Anwendungen. Besonders nützlich für Studierende und Forscher in der Medizin, die sich mit der Kultivierung und Manipulation von Zellen befassen.
Cartes-fiches
14
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
13.07.2016 / 23.08.2016

Cartes-fiches

Einteilung der Arten von Zellkulturen

  1. nach Ursprung
  2. nach Organ
  3. Art des Wachstums

Einteilung nach Ursprung

  • Zelllinien(meistens aus Tumor abgeleitet):  z.B. HeLa, PC 12
    • Transformiert durch virus oder spontan (Tumor)
    • Hohe Anzahl von Passagen, da diese keine Hayflickzahl haben (>70)
    • Diefferenzierung meist niedrig (deshalb meistens Diff. Faktor hinzufügen)
    • VT: keine Päparationen, konstante Merkmale und Qualität, große Mengen möglich
  • Primäre Zellkulturen: z.B HUVEC (Nabelschnurzellen), Glia
    • Präparation aus frischem Gewebe (Tierverbrauch)
    • Wenig / garkeine Passagen
    • Differenzierung hoch
    • Viele Präparationen notwendig
    • Qualität von Präp. zu Präp. möglicherweise unterschdl. aber ein Gutes Protokoll sichert konstante Qualität

Einteilung nach Organ

  • Zelllinien: 
    • HeLa: Humanes Cervix Karzinom
    • PC12: Pheochromozytom, Tumor Nebenniere
    • HT29: Humane Coloncarzinomlinie
    • SH-SY5Y: Humane Neuroblastomlinie
  • Primäre Zk:
    • Endothel: Nabelschnur, Haut
    • Glatte Muskulatur: Darm, Arterien
    • Cardiomyozyten: Vorhof, Kammer

Einteilung nach Art des Wachstums

--> Abhängig von Ursprung und Kulturbedingung

  • adhärent:
    • Monolayer --> Kulturgefäß oder Beads
    • meist ecto-/endodermalen Ursprungs
    • Funktionelle Assays
    • Adhäsionsfaktoren
  • suspension:
    • Als Suspension im Medium
    • meist Blutzellen, unreife Stammzellen
    • Große Zellzahl
    • leicht zu ernten

Grundmedien für unterschiedlichen Bedarf

  • Für Kurzzeitbedarf: kurze Überlebenszeiten
  • Medien die verlängertes Überleben ermöglichen
  • medien die ein theoret. unbegrenztes Wachstum bzw. Proliferation erlauben
  • Medien zur Expression spez. Faktoren oder Zellfunktionen

Grundmedien mit unterschiedlicher Zusammensetzung

  • Einfache Salzlösung
  • Einfache Salzlösung + Glucose und Glutamin
  • Basalmedien benötigen jedoch zusatzstoffe
  • Vollmedium mit ess. und nichtess. AS, Vitamine, Spurenelemente, Hormone, Wachstumsfaktoren, (Serum)
  • Vollmedium + Differenzierungsfaktoren bzw. auslassen essentieller Mediumkomponente (Defizienzmedien)

Iscoves Modified DMEM

Kann ohne Zusatz von Serum verwendet werden

Enthält:

  • AS
  • Vitamine und Selen
  • Natriumpyruvat und HEPES
  • Auch für Knochenmarkszellen etc nach Zugabe von Transferrin, Albumin(für osmotischer Druck) und Lecithin

Ham's F10 und F12

F10: Enthält 2% oder 20% FCS

F12: Weiterentwicklung von F10 mehr AS, Putrescin und Linolsäure

Leibovitz Medium

Kann ohne CO2 Begasung eingesetzt werden

  • enthält kein NaHCO3 
  • Pufferung durch basiche Aminosäuren (Arg, His, Cys)
  • Galactose statt Glucose --> geringe Umwandlung in Milchsäure --> geringere Ansäuerung--> seltener Medienwechsel
  • für schnell wachsende Zellen!

Was ist wenn ein gelbes Medium vorliegt?

Medium im sauren Bereich

  • Kultur überwachsen
  • Bakterielle Kontamination
  • Zu viel CO2 im Inkubator

Was ist wenn Meidum Violett vorliegt?

Medium weit über pH 7,4

  • Kultur wächst nicht
  • Kontaminationen mit Pilzen oder Hefen
  • Zu wenig CO2 im Inkubator

Überführen der Zellen von Serumhaltiges Medium in Serumfrei

  1. Reduktion Serumgehalt
    1. Subkultivierung der Zellen in serumfreies Medium mit 5% FKS, dann 1%, dann 0,1% FKS
  2. Sequenzielle Adaption
    1. Passage 1: 75% Normalmedium und 25% serumfrei, P2: 50:50, P3: 25:75, P4: 100% serumfrei
  3. Adaption mit konditioniertem Medium
    1. Passage 1: 50% kond. Normalmedium 50% serumfrei, P2: 50% von Gesamtmedium aus P1 und 50% SFM
      P3: 25% von P2 und 75% SFM, P4: 100% serumfrei

Wirkung von Antibiotika auf Bakterien

Wirkmechanismus

  • Hemmung DNA-Synthese
  • Hemmung RNA-Polymerase
  • Hemmung Zellwandsynthese bzw. Störung der Permeabilität
  • Hemmung Proteinsynthese

physiologische ZK-Parameter

  • Isoionie: Konstanthaltung der ionalen Zusammensetzung
  • Isotonie: Konstanthaltung des osmotischen Drucks(sonst Veränderung der Osmolarität durch Verdunstung--> Zellen verlieren Wasser)
  • Isohydrie: Konstanthaltung der extrazellulären H+-Konzentration (pH-Wert)

Study