Zellbiologie
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Cartes-fiches
Ei
Weibliche Keimzelle; meistens gross, unbeweglich und reich an Cytoplasma
Einzelnucleotid-Polymorphismus (SNP, single nucleotide polymorphism)
Sequenz im Genom, die sich bei den verschiedenen Individuen einer Art in einem einzelnen Nucleotid unterscheidet.
Eisen-Schwefel-Zentrum
Familie von Elektronenüberträgern, die Eisenatome enthalten, die mit Schwefelatomen und Cysteinseitenketten verbunden sind.
elektronischer Gradient
Treibende Kraft, die ein Ion eine Membran durchqueren lässt. Wird verursacht durch Unterschiede in der Ionenkonzentration und der elektrischen Ladung auf beiden Seiten der Membran.
Elektron
Subatomares Teilchen mit einer Einheit negativer Ladung (e-)
Elektronenakzeptor
Atom oder Molekül, das leicht Elektronen aufnimmt und dadurch reduziert wird.
Elektronendonor (Elektronendonator)
Molekül, das leicht Elektronen abgibt und dabei oxidiert wird (ein Reduktionsmittel).
Elektronentransport
Bewegung von Elektronen von einem höheren zu einem niedrigeren Energieniveau über eine Reihe von Elektronenüberträger-Molekülen (Elektronentransportkette) - beispiesweise bei der oxidativen Phosphrylierung und der Photosynthese.
Elektronenüberträger (Elektronencarrier)
Molekül, das ein Elektron von einem Donormolekül auf ein Akzeptormolekül überträgt - beispielsweise Cytochrom c.
Embryonale Stammzelle (ES-Zelle)
Undifferenzierter Zelltyp, der aus der inneren Zellmasse (Embryonalknoten) eines frühen Säugetierembryos stammt. Embryonale Stammzellen können unbegrenzt als proliferieriende Zellpopulation (Zelllinie) kultieviert werden. Trotzdem behalten sie die Fähigkeit, sich zu sämtlichen spezialisierten Zelltypen des ausgeachsenen Körpers zu differenzieren, wenn sie in eine geeignete Umgebung gebracht werden.
Endocytose
Aufnahme von Material in eine Zelle über eine Einstülpung der Plasmamembran, die als membranumhülltes Vesikel ins Cytoplasma abgeschnürt wird.
Endoplasmatisches Reticulum (ER)
Labyrinthartiges, membranbegrenztes Kompartiment im Cytoplasma eukaryotischer Zellen, in dem Lipide sowie sezernierte und membrangebundene Proteine hergestellt werden.
Endosom
Membranbegrenztes Kompartiment eukaryotischer Zellen, durch das über Endocytose aufgenommenes Material in die Lysosomen gelangt.
energiereiche Bindung
kovalente bindung, deren Hydrolyse unter den in einer Zelle herrschenden Bedingungen eine grosse Menge Freier Energie freisetzt. Beispiele sind die Phosphoanhydridbindungen in ATP und die Thioesterbindung in Acetyl-CoA.
Enhancer
regulatorische DNA-Sequenz, an die Genregulatorproteine binden, wodurch die Transkriptionsrate eines Strukturgens, das viele Tausend Basenpaare entfernt sein kann, verstärkt wird.
Entropie
Thermodynamische Grösse, die den Grad der Unordnung in einem System misst - je höher die Entropie, desto grösser die Unordnung.
Enzym
Protein, das eine bestimmte chemische Reaktion katalysiert.
Epithel
Zellschicht, die eine Aussenfläche bedeckt oder eine Hählung auskleidet.
Eubakterien
Bezeichnung für Bakterien mit gewöhnlichem Erscheinungsbild, die man benutzt, um sie von den Archaea abzugrenzen.
Eukaryot
Organismus, der aus einer oder mehr Zellen mit abgegrenztem Kern (Nucleus) und Cytoplasma besteht. Umfasst alle Lebensformen mit Ausnahme der Bakterien (Prokaryoten) und Viren.
Exocytose
vorgang, durch den die meisten Moleküle von einer eukaryotischen Zelle sezerniert werden. Dazu werden die Moleküle in membranumhüllte Vesikel verpackt, die mit der Plasmamembran verschmelzen und dabei ihren Inhalt nach aussen abgeben.
Exon
Abschnitt eines eukaryotischen Gens, der in RNA transkribiert und exprimiert wird; verschlüsserlt die Aminosäuresequenz eines Proteinabschnitts.
exon shuffling
Evolutionärer Prozess, bei dem neue Gene entstehen, indem Exons verschiedenen Ursprungs, die für unterschiedliche Proteindomänen codieren, miteinander in einer neuen Kombination verknüpft werden.
expressend sequence tag (EST)
Nucleotidsequenz (typischerweise 300 bis 1000 Nucleotide lang), die von der mRNA eines Organismus abgeleitet ist. Grosse Sammlungen von ESTs sind nützlich, da sie die proteincodierenden Abschnitte von Genomen aufzeigen und wertvolle Hinweise über Sequenzhomologien liefern.
extrazelluläre Matrix
Komplexes Netzwerk aus Polysacchariden (wie Glykosaminoglykanen oder Cellulose) und Proteinen (wie Kollagen), die von Zellen sezerniert werden. Dient als Strukturelement von Geweben und beeinflusst auch ihre Entwicklung und Physiologie
FADH2 (reduziertes Flavinadenindinucleotid)
Hauptelektronenüberträger im Stoffwechsel, der durch die Reduktion von FAD während der Oxidation von Kataboliten wie Succinat gebildet wird.
Faserprotein
Lang gestrecktes Protein, das sich typischerweise - wie Kollagen oder Intermediärfilamentprotein - zu langen, filamentösen Strukturen zusammenlagern kann.
Feedback-Hemmung (Rückkoppelungshemmung)
Form der Stoffwechselkontrolle, bei der das Endprodukt einer Kette enzymatischer Reaktionen die Aktivität eines Enzyms, das früh im Reaktionsweg wirkt, herabsetzt.
Fehpaarungsreperatur (mismatch repair)
Wichtiger Korrekturmechanismus bei der DNA-Replikation, der durch das Nicht-Zusammenpassen von Basen in einem nichtkomplementären Basenpaar ausgelöst wird.
Fett
Wird von Zellen benutzt, um Stoffwechselenergie zu speichern; besteht hauptsächlich aus Triaglycerinen.
Fettsäure
Verbindung, wie beispielsweise Palmitinsäure, bestehend aus einer Carbonsäure, die mit einer langen Kohlenwasserstoffkette verknüpft ist. Dient als eine Hauptenergiequelle im Stoffwechsel und als Ausgangsmolekül für die Synthese von Phospholipiden.
Fibroblast
Häufiger Zelltyp im Bindegewebe. Sezerniert eine extrazelluläre Matrix, die reich an Kollagen und anderen extrazellulären Matrixmolekülen ist. Wandert in Wundgewebe ein und lässt sich leicht in Gewebekutltur vermehren.
Filopodium
Lange, dünne actinhaltige Ausstülpung an der Oberfläche einer tierischen Zelle. Hat manchmal Orientierungsfunktion, beispielsweise am Ende eines aussprossenden Nervenzellaxons.
Folgestrang (lagging strand)
Einer der beiden neu synthetisierten DNA-Stränge in einer Replikationsgabel. Der Folgestrang wird in Teilstücken synthetisiert, die später kovalent miteinander verknüpft werden
Führungsstrang (leading strand)
Einer der beiden neu synthetisierten DNA-Stränge in einer Replikationsgabel. Der Führungsstrang wird kontinuierlich in 5' -> 3'-Richtung synthetisiert.
Funktionsgewinn-Mutation (gain-of-function mutation)
Mutation, die die Aktivität eines Gens erhöht oder es bei ungünstigen Umständen aktiviert. Derartige Mutationen sind meistens dominant.
Funktionsverlust-Mutation (loss-of-function mutaition)
Mutation, die die Aktivität eines Gens erniedrigt oder eliniert. Derartige Mutationen sind im Allgemeinen rezessiv: Der Organismus kann normal funktionieren, solange er mindestens eine normale Kopie des betroffenen Gens enthält.
gamma-Tubulinring
Proteinkomplex in Centrosomen, der ein Bildungskeim für Mikrotubuli ist.
Gap Junction (Nexus)
Kommunizierende Zell-Zell-Verbindung, durch die Ionen und kleine Moleküle vom Cytoplasma der einen Zelle in das der anderen übertreten können.
Gärung (Fermentation)
Abbau organischer Moleküle ohne die Beteiligung von molekularem Sauerstoff. Die Oxidation ist bei der Gärung weniger vollständig als bei aeroben Sauerstoff. Die Oxidation ist bei der Gärung weniger vollständig als bei aeroben Prozessen und liefert weniger Energie.