Zellbiologie

Zytologie, Zellkultur, DNA-/RNA- Regulation, Transkription (spleißen), Regulation

Zytologie, Zellkultur, DNA-/RNA- Regulation, Transkription (spleißen), Regulation


Desmond Ne
Diese Karteikarten bieten einen grundlegenden Einblick in die Zellbiologie, insbesondere die DNA-Replikation und Transkriptionsregulation. Sie behandeln Themen wie die Struktur und Funktion von DNA, RNA, Polymerasen, Primasen und Topoisomerasen, sowie die Unterschiede zwischen prokaryotischen und eukaryotischen Zellen. Die Karteikarten sind ideal für Schüler, die die Grundlagen der Zellbiologie verstehen möchten, und bieten eine solide Grundlage für weiterführende Studien in Biologie.
Flashcards
24
Students
4
Language
German
Category
Biology
Created / Updated
07.12.2013 / 02.09.2019

Flashcards

Zellorganisationen im Vergleich:

Prokaryoten                                   Eukaryoten

(archaea    bacteria)                     

Zusammesetzung der Cytoplasmamembran.

 

Prokaryoten - Archaea : etherlipide

Prokaryot en- Bacteria: esterlipide, Hopanoide

Eukaryoten: Esterlipide , Sterole

Zellorganisationen im Vergleich:

Prokaryoten                                   Eukaryoten

(archaea    bacteria)                     

Beschreibung der Organisationsform.

Prokaryoten-archaea: Einzellig

Prokayoten-bacteria  :  Einzellig

Eukaryoten: ein oder mehrzellig, komplexer aufgebaut

Kompartimente und ihre wichtigsten Funktionen

  • Cytoplasma - metabolische Stoffwechselwege, Ribosomen(proteinsynthese), intrazelluläre Bewegung
  • nucleus - DNA Replikation, Transkription,         RNA prozessierung
  • endoplasmatisches Reticulum(ER) - Sythese von Membranen, Export von Lysosomenproteinen, Lipidsynthese, Calciumspeicher
  • Golgi Apperat - Modifizieren, Sortieren und Verpacken von Proteinen und Lipiden für die Sekretion oder den Transport zu anderen Organellen
  • Lysosomen - Intrazelluläre Verdauung
  • Endosomen - Sortieren des endocytrierten Materials
  • Vakuolen - intrazelluläre Verdauung, Speicherung, Deponie, Tugor
  • Mitochondrien - Atmung, beta Oxidation, Citratzyklus
  • Plastiden - Photosynthese, Lipidsynthese, Speicherung(Stärke, Pigmente)
  • Microbodies( Peroxisomen, Glykosomen, Glyoxisomen) - Spezialaufgaben(oxidation toxischer Verbindungen, Glyoxilatzyklus 

Aufgaben der Zell-Oberfläche

  1. Zell-Zell-Erkennung mittels Bestimmter Oberflächenmoleküle und Kontakt (Zell-Zell-Kontakt oder zu extrazellulärer Matrix)
  2. Kommunikation: Aufnahme und Übersetzung von Signalen
  3. Stoffaufnahme und -abgabe
  4. Schutz und Stabilität

Nukleinsäuren Allgemein

  • Polymere(Polynucleotide) aus einfachen Monomeren(Nucleotiden)
  • DNA (Desoxyribonuleinsäure) und RNA (Ribonucleinsäure)
  • Speicher und Überträger der genetischen Information
  • dienen auch als Strukturelemente
  • können enzymatische Funktionen haben

Watson-Crick-Basenpaarung

  • Basenpaarung zwischen komplementären DNA-Strängen
  • bewirkt Ausbildung einer rechtsgängigen Doppelhelix(BAsen nach innen gerichtet)
  • beruht auf Wasserstoffbrückenbindungen zwischen eier Purinbase(A,G) und einer Pyrimidinbase(T,C)
  • 2 Bindungen zwischen Adenin (Purin) und Thymin( Pyrimidin) bzw. Uracil(RNA)
  • 3 Bindungen zwischen Guanin(Purin) und Cytosin(Pyrimidin)
  • Chargaff-Regel: Mengenverhältnis von A zu T und G zu C = 1

Haupttypen von Zell-Zell-Kontakten

  • Verschlusskontakt: Abdichung gg. Aussenmedium
  • Haftkontakt: mechanischer Zusammenhalt zw. Zellen
  • Kommunikationskontakt: direkte Verbindung zw. Zellen

DNA-Strukturen

  • Kreuzförmige DNA-Struktur: 
  • entsteht durch basenpaarungen zw. koplementären DNA-Strängen
  • in entspannter DNA energetisch ungünstigste Konformation
  • inverted repeats:
  • identische Basensequenzen, die in einiger Entfernung voneinander und in umgekehrter Orientierung zueinander in einem DNA-Doppelstrang auftreten
  • Palindrom:
  • identische Basensequenzen, die in umgekehrter Orientierung zueinander sehr nahe hintereinander in einem DNA-Doppelstrang auftreten
  • Basenpaare bilden eine Kreuzspiegelsymetrische Anordnung bzw. sind zueinander komplementär
  • Topoisomerasen:
  • Enzyme die für die Bildung von topoisomerer Formen verantwortlich sind(z.B. Bildung von superhelikaler Konformationen)
  •  

DNA-Replikation

  • VErdoppelung der DNA durch Erzeugung identischer Kopien
  • erfolgt semikonservativ, semidiskontinuierlich und Simultan
  • komplementäre Basenpaarungen müssen fehlerfrei erfolgen
  • Enzyme arbeiten nur in eine Richtung entlang der Matrix und können Strang nur verlängern, nicht neu beginnen
  • Stränge der DNA-Doppelhelix verlaufen antiparallel( entgegengesetzt der Leserichtung)
  • entsprechend unterschiedliche Tochterstränge
  • Replikation muss mit anderen Prozessen abgestimmt sein

Modelle für DNA-Replikation

  • dispersives Modell:
  • neue Doppelhelix entsteht aus zufälliger Abfolge von Eltern- und Tochterfragmenten
  • Konservatives Modell:
  • elterliche Helix bleibt unverändert erhalten und neue Helix wird vollkommen neu synthetisiert
  • Semikonservatives Modell:
  • Auftrennung des elterlichen DNA-Strangs in Zwei Matrizenstränge
  • zu jedem Synthese eines komplementären Stranges
  • replizierte DNA-Doppelstrang besteht aus jeweils einem Eltern- und einem Tochterstrang

DNA-Polymerasen

  • lesen nur in 3' -> 5' Richtung ab , desshalb ist nur bei Vorwärtssträngen eine kontinuierliche Verlängerung möglich ; Rückwärtsstrang wird diskontinuierlich aus Fragmenten sythetisiert (Polymerase benötigt Primer mit freiem 3'-OH-Ende)

Replikationselogation

  • DNA-Sythese am RNA-Primer durch DNA-Polymerasen
  • Verlängerung durch anknüpfen passender Nucleotide
  • gleichzeitige und gleichgerichtete Synthese von Leit- und Folgestrang, wenn Rückwärtsstrang eine Schleife um Proteinkomplex bildet(Anpassung der Leserichtung)
  • RNA-Primer-Abbau durch 5' - 3' Exonuclease und Auffüllen mit DNA-Nucleotiden
  • Postsynthetisches Entfernen von Fehlpaarungen durch 3'-Exonucleasen(=Proofreading)
  • Verknüpfung der Okazaki-Fragmente durch DNA-Ligasen

DNA-Helicase

  • Verantwortlich für Entwindung der DNA-Doppelhelix
  • Öffnet Wasserstoffbrückenbindungen unter ATP-Verbrauch
  • treibt Replikationsgabel voran
  • abeitet in 3'-> 5' wie auch zu 5'->3' Richtung
  • Einzelstrangbindende Proteine:
  • stabilisieren einzelstängige DNA
  • bei Prokaryoten: SSB = Single strand binding protein
  • bei Eukaryoten: RPA = replication protein A

DNA- Topoisomerasen

  • Verändern Verdrillung der DNA über ihre Windungszahl (Durch brechen des Moleküls)
  • haben Nuclease- und Ligasefunktionen
  • bewirken Entspannung oder Supercoiling:
  • Typ I: Einzelstrangbruch, Windungszahl +1 oder -1
  • Typ II: Doppelstrangbruch, Windungszahl +2 oder -2 
  • bei Prokaryoten und Eukaryoten
  • Gyrase: Topoisomerase II von E.coli

DNA-Replikation (Allg.)

Primasen:

Primasen:

- RNA-Polymerasen - synthetisieren Primer an DNA-Matrize

DNA-Replikation (Allg.)

DNA-Polymerasen: 

  • - an DNA-Synthese beteiligt (als Replikasen)
  • - an DNA-Reparatur beteiligt    
  •  - können nur vorhandene DNA- oder RNA-Moleküle verlängern  
  •  -Synthese nur in 5'-> 3' Richtung
  •   - arbeiten als Dimer                                                  - werden über Hilfsproteine an DNA "geklammert"          

DNA-Replikation (Allg.)

DNA-Replikasen:

- DNA-Polymerasen für die Replikationselongation

DNA-Replikation (Allg.)

DNA-Polymerasen-aktivitäten:  

- 5'-> 3' Polymerase: polymerisiert DNA                                 - 3' -> 5' Exonuclease: beseitigt falsch gepaarte Nucleotide (Proofreading)                                                         - 5' -> 3' Exonuclease: entfernt Primer

DNA-Replikation (Allg.)

DNA-Ligasen: 

- verknüpfen Ogazaki-Fragmente des Folgestrangs             - katalysieren Phosphordiesterbindung                                 - schliessen Einzelstrangbrüche                                             - Prokaryoten mit co-Faktor: NAD                                             - Eukaryoten mit co- Faktoren: ATP  

DNA-Replikation (Allg.)

Telomerasen

- funktionell: reverse Transkription                         - strukturell: Ribonucleoprotein                               - synthetisieren Wiederholungssequenzen am Telomer                                                                                     - verhindern so DNA-Verlust                                   - enthalten als Matrize komplementäre RNA-   Sequenz -Vorkommen: nur in dauerhaft teilungsfähigen eukaryotischen Zellen

Transkriptionsregulation: Operon

  • Operon: Funktionseinheit mehrerer Strukturgene, die für mehrere Proteine eines Stoffwechselweges codieren
  • mit gemeinsamer Promotor/Operator-Region    -> gemeinsame Regulation
  • Operator: Bindung von Repressorproteinen
  • Operon wird als gesamte Einheit in eine Polycistronische mRNA transcribiert
  • Unterscheidung von induzierbaren und reprimierbaren Operons
  • Gegensatz: einzeln liegende Gene, die in monocistronische mRNA transcribiert werden.

Transkriptionsregulation: Sigmafaktoren

  • Untereinheiten der RNA-Polymerase:
  • bilden zusammen mit Core-Enzym das Holoenzym
  • erkennen Promotorsequenzen: verantwortlich für stabile Bindung der RNA-Polymerase
  • Regulation der Erkennung:
  • durch Sequenzspezifizität der Sigmafaktoren
  • durch verhindern der Bindung an die DNA mittels Anti- Sigmafaktoren (neben generellen noch alternative Sigmafaktoren)

Transkriptionsregulation: RNA-Polymerase von E.coli

  • aus 5 Untereinheiten bestehend
  • genereller Sigmafaktor : bei E.coli, sigma 70
  • gebildet während Vegetativer Wachstumsphase
  • auch housekeeping- Sigmafaktor
  • erkennt Promotor mit typischen Sequenzen: Startpunkt, 2 Konsensussequenzen: - 10- und 35-Region

Transkriptionsregulation: Konsensussequenzen

  • Nucleotidsequenzen, deren einzelnen Basenpaare in der Mehrheit aller untersuchten Sequenzen ähnlicher Funktion an einer bestimmten Position vorkommen
  • dienen als Erkennungssignale für Proteine und Nucleinsäuren alternative Sigmafaktoren 
  • gebildet als Antwort auf Umweltreize (z:B. Hitzeschock), aufgrund einer Infektion oder bestimmter Differenzierungsprozesse erkennen andere Promotoren 

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