Brandschutzfachmann


T. M.
Diese Lernkarten behandeln Planung, Installation und Sicherheitsvorschriften für wärme- und kältetechnische Anlagen, insbesondere Feuerungsaggregate, Abgasanlagen sowie Brandschutzanforderungen an Baustoffe und Räume wie Aufstell- oder Wohnbereiche. Im Fokus stehen Aspekte wie Feuerwiderstandsklassen (EI), Sicherheitsabstände zu brennbaren Materialien, Lagerung von Brennstoffen und korrekte Ableitung von Abgasen. Planer, Installateure und Brandschutzbeauftragte profitieren von diesen praxisnahen Richtlinien, um normgerechte und sichere Anlagen zu errichten.
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Allemand
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Autres
Créé / Mis à jour
04.10.2016 / 25.06.2026

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Was umfasst der Bergiff "wärmetechnische Anlagen"?

Wärmetechnische Anlagen umfassen das Wärmeerzeugungsaggregat, die Transport-, Verteil-, Steuer- und Sicherheitseinrichtungen sowie Einrichtungen zur Ableitung der Abgase.

Arten wärmetechnischer Anlagen
Heizungen
Späne-, SchnitzelPelletsfeuerungen
Kachelöfen
Cheminées
Trocknungsanlagen
Warmluftheizungen
Wärmekraftkopplungsanlagen
Blockheizkraftwerke
Kochherde (Brennstoffbetrieben)
Mobile Geräte
Wärmepumpen
Dampfkessel
Wärmeträgerölanlagen
Trocknungsanlagen
Einbrennofen, Prozessanlagen
Kleingeräte
Solarenergieanlagen

Wo dürgen Wärmeerzeugungsaggregate nicht aufgestellt werden?

  • Fluchtwegen
  • Feuer- oder Explosionsgefährdeten Räumen und Zonen (brennbare Stäube und Dämpfe)
  • Räumen mit grosser und sehr grosser Brandbelastung (> 2000 MJ/m2)

Wo dürfen Feuerungsagregaten für flüssige und gasförmige Brennstoffe innerhalb einer EFH, innerhalb von Wohnungen und Gebäuden mit geringen Abmessungen aufgestellt werden? 

Der Ausbau und Bauart des Raumes können beliebig sein, z.B. in einer Küche

Wo dürfen Feuerungsagregaten für feste Brennstoffe, die auch der Beheizung des Aufstellraumes dienen, innerhalb einer EFH, innerhalb von Wohnungen und Gebäuden mit geringen Abmessungen aufgestellt werden? 

Feuerungsaggregate für feste Brennstoffe, die auch der Beheizung des Aufstellraumes dienen, können in ständig benutzten Räumen wie Küchen und Wohnzimmer beliebiger Bauart aufgestellt werden.

Wo dürfen Feuerungsagregaten für feste Brennstoffe innerhalb einer EFH, innerhalb von Wohnungen und Gebäuden mit geringen Abmessungen aufgestellt werden? 

Feuerungsaggregate für feste Brennstoffe sind in Räumen mit dem gleichen Feuerwiderstand wie die nutzungsbezogene Brandabschnittsbildung, mindestens aber mit Feuerwiderstand EI 30 aufzustellen. Türen sind mit Feuerwiderstand EI 30 auszuführen.

Was ist bei Feuerungsaggregaten in Gebäuden mit mehreren Brandabschnitte zu beachten?

Feuerungsaggregate sind in separaten Heizräumen aufzustellen. Bei Nennwärmeleistung bis 70 kW sind Heizräume mit dem gleichen Feuerwiderstand wie die nutzungsbezogene Brandabschnittsbildung, mindestens aber mit Feuerwiderstand EI 30, bei Nennwärmeleistung über 70 kW mindestens mit Feuerwiderstand EI 60 auszuführen. Türen sind mit Feuerwiderstand EI 30 auszuführen und bei Nennwärmeleistung über 70 kW in Fluchtrichtung öffnend anzuschlagen.

Heizräume im Erdgeschoss oder tiefer für wärmetechnische Anlagen von mehr als 1‘200 kW Nennwärmeleistung sind mit einem direkten Zugang vom Freien sind zu versehen.

Wenn von der Art der FA zulässig und das Brandrisiko gering ist, dürfen die Heizräume bis 70 kW auch anderen Zwecken dienen.

Was ist bei offener Aufstellung einer Feuerungsanlage mit beliebiger Nennwärmeleistung zu beachten?

In eingeschossigen Hallen sowie in mehrgeschossigen Industrieund Gewerbebauten mit nutzungsbezogenen Brandabschnitten dürfen FA beliebiger Nennwärmeleistung offen aufgestellt werden, sofern es der Betrieb der Aggregate (z. B. Warmluftofen) erfordert.

die Sicherheitsabstände sind einzuhalten
Brandbelastung im Aufstellungsraum muss klein sein (bis 500 MJ/m²)
Dies erlaubt keine grossen Zwischenlager (Lösung RF1 Raumtrennung zwischen Lager)

Was ist bei raumluftabhängige Feuerungsanlagen  betreffend der Belüftung und Verbrennungsluftzufuhr zu beachten?

  • Raumluftabhängige Feuerungsaggregate dürfen nur in belüfteten Räumen aufgestellt werden.
  • Die Zufuhr der Verbrennungsluft vom Freien her muss gewährleistet sein.
  • Die Betriebssicherheit von raumluftabhängigen Feuerungsaggregaten darf durch den Betrieb von Raumluft absaugenden Anlagen (z. B. Küchenabluft, Wäschetrockner usw.) nicht beeinträchtigt werden.

Was ist bei Feuerungsanlagen mit brennbaren Boden, Wand und Deckenbeläge mit VKF-Anerkennung oder VKF-Technischen Auskunft zu beachten?

Unterlagsplatte bei brennbarem Boden
Platte aus dauerwärmebeständigem Material aus Baustoffen der RF1 (z. B. Blech, Glas)

Vorbelag
dauerwärmebeständiger Abdeckung aus Baustoffen der RF1 die 0.4 m vor die Beschickungsöffnung reicht 

Wände
Wände minimal x mm dick – gemäss VKFAnerkennung oder VKF-Technischen Auskunft – (z. B. Formstein, Beton oder gleichwertigem, dauerwärmebeständigem
Material RF1)

Was ist bei Feuerungsanlagen mit brennbaren Boden, Wand und Deckenbeläge ohne VKF-Anerkennung oder VKF-Technischen Auskunft zu beachten?

Unterlagsplatte bei brennbarem Boden
bei brennbaren Konstruktionen eine 0.12 m dicke Platte aus Stein, Beton oder gleichwertigem, dauerwärme-beständigem Baustoffen RF1

Vorbelag
eine dauerwärmebeständige Abdeckung aus Baustoffen RF1 die 0.4 m vor die Beschickungsöffnung reicht.

Wände
Wände minimal 0.12 m dick (z. B. Formstein, Beton oder gleichwertigem, dauerwärmebeständigem aus Baustoffen RF1)
 Die Wände sind über die ganze Raumhöhe, seitlich 0.2 m über das FA hinaus zu erstellen
Sie dürfen thermisch nicht übermässig beansprucht werden
Bei überhohen Räumen sind die Wände max. 1.5 m über das FA zu führen

Was ist bei den Sicherheitsabständen zu den Feuerungsanlagen im Bezug auf die brennbaren Materialien zu beachent?

  • Ausreichende Sicherheitsabstände von FA sind zu allen brennbaren Materialien einzuhalten
  • Für anerkannte (mit Zertifikat) FA gelten die Sicherheitsabstände der der Leistungserklärung
  • Für alle anderen FA sind folgende Sicherheitsabstände zu brennbarem Material einzuhalten:
    • bei Oberflächentemperaturen bis zu 100 °C -> 0.1 m
    • bei Oberflächentemperaturen bis zu 200 °C -> 0.2 m
    • bei Oberflächentemperaturen bis zu 400 °C -> 0.4 m
  • Die Sicherheitsabstände gelten auch zu Bauteilen aus Baustoffen der RF1, die nicht dauerwärmebeständig oder die weniger als 60 mm dick sind

Die Sicherheitsabstände bei anerkannten Anlagen kann um die hälfte reduziert werdenDie Sicherheitsabstände dürfen halbiert werden, wenn ein hinterlüfteter Strahlungsschutz aus Baustoffen der RF1, eine Brandschutzplatte mit 30 Minuten Feuerwiderstand aus Baustoffen der RF1, oder eine Wand aus Baustoffen der RF1 von mindestens 60 mm Dicke angebaut wird. Der Strahlungsschutz, die Brandschutzplatte und die Wand müssen dauerwärmebeständig sein.

Was sind die Grundsätze bei Ableitung von Abgasen?

Abgasanlagen und Verbindungsrohre müssen so beschaffen und erstellt sein, dass Abgase gefahrlos abgeführt werden, Reinigungmöglich ist und keine Brandgefahr entsteht.

Abgasanlagen müssen aus geeigneten Werkstoffen bestehen (thermischen, chemischen, mechanischen, dauerwärmebeständig)

Wärmedämmstoffe müssen aus Baustoffen der RF1 bestehen

Dürfen mehrere Feuerungsaggregaten an eine Abgasanlagen angeschlossen werden?

An einen gemeinsamen Zug einer Abgasanlage im Unterdruckbetrieb dürfen Feuerungsaggregate für feste, flüssige und gasförmige Brennstoffe angeschlossen werden, sofern der Querschnitt ausreicht, keine Zugstörungen auftreten, ein einwandfreier Betrieb der Feuerungsaggregate gewährleistet ist und die lufthygienischen Anforderungen erfüllt werden. Die Zahl der Anschlüsse dürfen vier und der Gesamtanschlusswert 70 kW nicht übersteigen.

Ws ist bei Abgasanlagen, die durch mehrere Brandabschnitte  führen zu beachten?

Abgasanlagen, die durch mehrere Brandabschnitte führen, sind so herzustellen und einzubauen, dass ein Brandübergriff verhindert wird und der mechanische Schutz gewährleistet ist.

Vertikal führende Abgasanlagen sind ausserhalb vom Aufstellraum des Feuerungsaggregates mit Feuerwiderstand EI 60 aus Baustoffen der RF1 (dauerwärmebeständig) auszuführen oder in einem Brandschutzelement mit Feuerwiderstand EI 60 aus Baustoffen der RF1 (dauerwärmebeständig) einzubauen.

In Einfamilienhäusern, innerhalb von Wohnungen und „Gebäuden mit geringen Abmessungen“ sind Abgasanlagen ausserhalb vom Aufstellraum des Feuerungsaggregates mit Feuerwiderstand EI 30 aus Baustoffen der RF1 (dauerwärmebeständig) auszuführen, oder in einem Brandschutzelement mit Feuerwiderstand EI 30 aus Baustoffen der RF1 (dauerwärmebeständig) einzubauen.

Unterliegt elektrisch betriebene Wärmepumpen den VKF Brandschutzrichtlinien wärmetechnische Anlagen?

Nein, die Richtlinie betrifft nicht elektrisch betriebene Wärmepumpen, stationäre Verbrennungsmotoren sowie Wärmekraftkoppelungsanlagen. 

Elektrische WP mit nicht brennbaren Kältemitteln können in Räumen beliebiger Bauart und Ausbau aufgestellt werden.

Was ist bei gewerblichen Küchen in offener Verbindung zu angrenzenden Restauranträumen sowie bei der Aufstellung von Koch- und Grillaggregaten im Buffetbereich zu beachten?

An der Decke Schürzen aus Baustoffen der RF1 oder Ablufthauben mit Löscheinrichtungen anzubringen. Die Höhe der Schürze sollte mindestens 0.5 m und der Abstand vom Boden bis unterkant Schürze nicht mehr als 2 m betragen.

Was ist bei der Lagerung von flüssigen Brennstoffe (Öl) zu beachten?

In separaten Heizräumen mit Feuerwiderstand EI 60 darf Heizöl bis 4‘000 l in Kleintanks oder bis 8‘000 l in Stahltanks gelagert werden.

Étudier