Wirtschaftsinformatik1: Einführung in die Wirtschaftsinformatik
Berufsbilder der Wirtschaftsinformatik Geschichte der Wirtschaftsinformatik Forschungsziele der Wirtschaftsinformatik
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Lernkarten
Ist Wirtschaftsinformatik nur die Schnittmenge aus Informatik und Betriebswirtschaft?
Nein! Wirtschaftsinformatik wäre dann keine eigenständige Disziplin mit eigenem Themengebiet. Wirtschaftsinformatik überlappt nicht nur, sondern deckt auch eigenen Themenbereich ab.
In welche Berufsfelder kann man Wirtschaftsinformatiker einordnen?
IT-Randberufe, IT-Mischberufe, IT-Kernberufe
Welche Tätigkeiten über Wirtschaftsinformatiker in IT-Randberufen aus?
Benutzung fertiger Anwendungsprogramme, die Mitarbeitern etwa in Schulungen vermittelt wurde.
Beschreiben Sie den Aufgabenbereich des Wirtschaftsinformatikers in IT-Mischberufen („Hybrid-Fachleute“)
•berücksichtigen aufgrund ihrer Ausbildung Aspekte der Kern- sowie der Randberufe
•koordinierende Funktion zwischen IT-Spezialisten und Anwendungsseite
•Beratungs- und Organisationsleistung im Vordergrund
•Berufsbezeichnungen:
•IT-Berater
•Inhouse Consultant
•IT-Projektmanager
•IT-Controller
Beschreiben Sie den Aufgabenbereich des Wirtschaftsinformatikers in IT-Kernberufen
•von IT-Spezialisten und Systemanalytikern durchgeführt
•Aufgabe: Planung, Entwicklung, Dokumentation und Einführung von Hard- und Softwaresystemen
•Erfassung der Auswirkungen auf Aufbau- und Ablauforganisation
•Berufsbezeichnungen:
•Network Operator
•Application/ Web Developer
•System Analyst
•Softwareentwickler
•Software Architect
•Systems Engineer
Nennen Sie die Ensatzgebiete der Wirtschaftsinformatiker.
Entrepreneur
•Einsatz von Informationssystemen ermöglicht Produkt oder Prozess-innovationen
•Geschäftsmodell-innovationen
•Beispiel: „Electronic Commerce“
Fachabteilung mit IT-Bezug
•Controlling
•Logistik
•Beschaffung
•Vertrieb und Marketing
IT-Abteilung
•Systementwicklung
•Systemanalyse
•Benutzerberatung
•IT-Controlling
•IT-Organisation
Unternehmen haben keine eigenen Abteilungen für Wirtschaftsinformatiker – sie verteilen sich!
Inwiefern sorgen die Transport- und Informationsrevolutionen für gegenläufige Weltwahrnehmung?
Informationsrevolution
sorgte mit günstiger Speicherung und Transport von Informationen dafür, dass immer mehr Informationen über die Welt verfügbar sind und das informatische Abbild der Welt exponentiell wächst
Transportrevolution
sorgte mit günstigem Transport von Gütern und Personen dafür, dass die Distanzen und die somit die physische Welt gefühlt exponentiell schrumpft
Nennen Sie die Phasen, in denen sich die Wirtschaftsinformatik entwickelt hat.
Phase 1: 1950 – 1970 Technologische Grundlage
•„Elektronische Datenverarbeitung“
•Großrechner ermöglichen maschinelle Datenverarbeitung
•Betriebswirtschaftliche Lehrstühle greifen EDV in Lehrprogramm auf
Phase 2: 1970 – 1980 Institutionalisierung des Fachs
•Uneinigkeit über Fachbezeichnung (EDV, Betriebsinformatik, WI)
•Erste Lehrstühle für Betriebsinformatik
•Gründung wissenschaftlicher Kommissionen
Phase 3: 1980 – 1990 Etablierung des Fachs
•Erste eigene WI-Lehrstühle
•Erste WI-Studiengänge
•Erste Studienplan-empfehlungen
Phase 4: 1990 – heute Eigenständige Disziplin
•2-jährige WI-Konferenzen
•über 200 WI-Lehrstühle und Professuren in D, A, CH
•Erste WI-Fakultät (Universität Bamberg)
Die Entwicklung und Etablierung als eigenes Fach erstreckte sich über wenige Jahrzehnte!
Nennen Sie den originären Gegenstand der Wirtschaftsinformatik und definieren Sie diesen.
Informationssysteme
Ein Informationssystem ist ein System, „das Informationen verarbeitet, d.h. erfasst, überträgt, transformiert, speichert und bereitstellt. Mit zunehmender Vernetzung der Betriebe untereinander sowie mit privaten Haushalten und Behörden erweitert sich der Gegenstand auf überbetriebliche Informationssysteme sowie deren Integration mit Informationssystemen der privaten Haushalte und öffentlichen Verwaltung.
Informationssysteme sind definiert über ihre Aufgaben und ihren Einsatzbereich!
Was ist eine Information?
Information ist zweckbezogenes Wissen
Zweckorientierung bedeutet, dass nur solches Wissen als Information bezeichnet wird, das dazu dient, Entscheidungen oder Handeln vorzubereiten.
Information ist zweckbezogene Abbildung der Realität - ein „Modell-wovon-wozu-für-wen“