Wirkung von ERP-Systemen auf Unternehmen beurteilen (196)
Eidg. Diplom Informatik Abschluss 2014
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Lernkarten
Nennen Sie mindestens 4 Vorteile einer Standardsoftware gegenüber Individualsoftware
1. Geschwindigkeit, mit der neue Prozesse und SW eingeführt werden kann
2. Standardisierte betriebswirtschaftliche fundierte Prozesse
3. Parametrisierbare, anpassbare Tabelleninhalte und Abläufe
4. Hohe Wartungsfreundlichkeit, einfacher Update auf neue Systemversionen
5. Gute Systemdokumentation und Schulungsunterlagen
6. Moderne Softwaretechnologie
7. Weiterentwicklungsmöglichkeit durch Aktivierung weiterer Module
Erläutern Sie in einem Satz, was unter der Integration bei ERP-Systemen verstanden wird.
Die Verknüpfung von einzelnen Modulen der SW, so dass ein übergeordnetes Ganzes entsteht.
Parametrisierung ist der Fachbegriff für die Anpassung der SW ohne Programmänderungen. Wie wird das Programmverhalten beeinflusst? Antworten Sie in einem Satz.
Das Programmverhalten wird über Parametertabellen eingestellt.
Nennen Sie mindestens ein Beispiel für einen durch Standardsoftware schlecht unterstützten Prozess.
1. Unstrukturierte Prozesse mit vielen Ausnahmen. Beispiel: Korrespondenzverkehr mit Kunden
2. Stark auf das Unternehmen spezialisierte Prozesse. Beispiel: selbst entwickelte Produktionssteuerungssoftware
3. Prozesse, die stark unternehmensübergreifend sind. Beispiel: Kollaborationsprozesse bei der Beschaffung
Sind die folgenden Aussagen richtig oder falsch?
Im zeitlichen Ablauf kennen wir drei grundsätzliche Alternativen, wie Business Process Reengineering und ERP-Softwareeinführung durcheführt werden.
Nennen Sie 3 Möglichkeiten
1. ERP-Einführung vor Business Process Reengineering (BPR)
2. Business Process Reengineering (BPR) vor ERP-Einführung
3. Zeitleiche Implementation (Paralell)
Im zeitlichen Ablauf kennen wir drei grundsätzliche Alternativen, wie Business process Reengineering und ERP-Softwareeinführung durcheführt werden.
Ein vergleichsweise kleines Unternehmen plant die Einführung einer ERP-Lösung. Die Projektleitung befürchtet dabei, dass es zu grossen Unterschieden zwischen den durch das BPR optimierten und den in der ERP-software vorhandenen Prozessen kommt. Zu welcher der drei Vorgehensweisen raten Sie? Begründen Sie in einem Satz.
Zur zeitgleichen Implementation, da hier sowohl Systemfunktionalitäten wie auch Geschäftsprozesse gemeinsam analysiert werden.
Wann ist ein Prozess für ein Fit/Gap-Analyse genügend detailliert zerlegt? Beschreiben Sie die Faustregel in einem Satz
Ein Prozess ist dann tief genug zerlegt, wenn der Ablauf vom Teilprojektteam verstanden werden kann und die Schwachstellen, die deutliches Verbesserungspotenzial beinhalten, erkannt sind.
Ist folgende Aussage richtig oder falsch? Eine Fit/Gap-Analyse darf sich nicht nur auf technische Unterschiede beschränken, sondern muss auch die Abweichungen bezüglich der Informations-und Materialflüsse (vom Lieferanten bis zum Kunden) oder organistorische Differenzen enthalten.
In der Abweichungsanalyse wurde festgestellt, dass der Systemprozess einen anderen Weg geht. Was hat dies für Konsequenzen für die Geschäfts- und Standardprozesse?
Entweder muss der Geschäftsporzess geändert oder der Standardprozess angepasst werden.
Durch die frühzeitige Analyse der Umweltbeziehungen des Unternehmens können negative Konsequenzen bei einer ERP-Einführung verhindert werden. Nennen Sie 5 Beispiele möglicher negatvier Konsequenzen.
1. Projektverzögerungen werden zu späten Anforderungsabklärungen
2. Schnittstellenprobleme
3. Notwendigkeit eines erneuten Prozess-Redesigns wegen ungenügender Prozessanalyse
4. Schwachstellen des Systemprozesses aufgrund unvollständiger Umfeldanalyse
5. Interner Widerstand gegen die ERP-Einführung wergen Verunsicherung des Personals
Nennen Sie mindestens 4 Nachteile, welche die Modifikation eines ERP-Systems nach sich zieht.
1. Die Releasefähigkeit und Wartung von modifizierter Software ist eingeschränkt und verursacht einen hohen Aufwand bezüglich des Unterhalts.
2. Modifikationen bergen eine grosse Gefahr in sich, das Verhalten der Software, wegen der starken Integration, an diversen Stellen unbeabsichtigt zu verändern.
3. Modifikationen verursachen einen grossen Anteil versteckter Kosten. Der Aufwand für Spezifizierung und Programmierung der Modifikation ist meist viel kleiner als für ihren laufenden Unterhalt.
4. Bei jeder Einspielung neuer Softwareversionen sind umfangreiche Tests notwendig, da sich die zugrunde liegenden Datenmodelle oder die Applikationslogik geändert haben können.
5. Wenn die Funktionalität der Modifikationen in den Standard des ERP-Systems aufgenommen wird, muss die Systemanpassung wieder ausgebaut werden.
6. Ungenügend dokumentierte Modifikation können zu Schwierigkeiten bei der Fehlersuche und zu einem problematischen Abhängigkeitsverhältnis vom Programmierer führen.
Erläutern Sie in einem Satz den Unterschied zwischen Modifikation und Erweiterung einer Standardsoftware.
Während bei einer Modifikation der Quellcode des Standards verändert wird, ist bei der Erweiterung die Entwicklung komplett neuer Funktionsbausteine oder Programme das Ziel.
Erklären Sie in einem Satz, welche negative Auswirkung eine unbeabsichtigte Organisationsveränderung im Rahmen einer ERP-Einführung haben kann.
Bei unbeabsichtigten Organisationsveränderungen stellt sich der Benutzer auf den Standpunkt, dass die ERP-Einführung einzig zum Zweck der Softwareablösung durchgeführt wird, und reagiert deshalb auf Veränderungen mit Widerstand.
Nennen Sie die 4 Grundpfeiler des Changemanagement.
1. Kommunikation
2. Einbezug der Mitarbeiter
3. Schulung
4. Personalorganisation
Wer führt die Schulungen für die Mitarbeiter am neuen ERP-System idealerweise durch und aus welchen Gründen?
Ein Key-User, weil er die Unternehmensprozesse und die neuen Systemprozesse kennt und deshalb praxisorientierte und auf die Schwerpunkte konzentrierte Schulungen anbieten kann.
Sind folgende Aussgen richtig oder falsch?
Sind folgende Aussagen richtig oder falsch?
Lösungsvorschläge, die aus der Synthese hervorgehen, müssen in geeigneter Weise dokumentiert werden. Nennen Sie in je einem Satz den Grundsatz bezüglich des Detaillierungsgrads einer solchen Dokumentation für:
...den Projektauftraggeber
Der Projektauftraggeber soll die dokumentierte Lösung in einer zusammengefassten Form erhalten, die ihm eine Auswahl zwischen den Varianten erlaubt. Für den Auftraggeber ist es nicht entscheidend, alle technischen Einzelheiten bis ins letzte Detail zu kennen, sondern die wichtigsten Vergleichsmerkmale der Lösung zu kennen.
Lösungsvorschläge, die aus der Synthese hervorgehen, müssen in geeigneter Weise dokumentiert werden. Nennen Sie in je einem Satz den Grundsatz bezüglich des Detaillierungsgrads einer solchen Dokumentation für:
... das Einführungsteam
Das Einführungsteam, das Anpassungen an System und Organisation vornimmt, muss die Lösung detailliert genug verstehen, um daraus eine Lösung umsetzen zu können.
Lösungsvorschläge, die aus der Synthese hervorgehen, müssen in geeigneter Weise dokumentiert werden. Nennen Sie in je einem Satz den Grundsatz bezüglich des Detaillierungsgrads einer solchen Dokumentation für:
... den Benutzer
Die Benutzer müssen die Auswirkungen der einzelnen Lösungen auf ihre Tätigkeiten und die betrieblichen Abläufe verstehen.
Lösungsvorschläge, die aus der Synthese hervorgehen, müssen in geeigneter Weise dokumentiert werden. Nennen Sie in je einem Satz den Grundsatz bezüglich des Detaillierungsgrads einer solchen Dokumentation für:
... die von der ERP-Einführung betroffenen Personen
Die von den organisatorischen Änderungen betroffenen Personen müssen die Konsequenzen der Auswirkungen verstehen.
In welche beide Kategorien teilt die Theorie der Entscheidungsfindung die Enscheidungen ein?
Bewusste Enscheidungen und unbewusste Entscheidungen
Nennen Sie 3 Nachteile der Argumentenbilanz in kurzen Stichworten
1. Keine Gewichtung der Argumente
2. Unklare Strukturierung, welche Vorteile mt welchen Nachteilen verglichen werden
3. Aufzählung der Argumente muss nicht vollständig sein
Zählen Sie mindestens 4 Grundinformationen auf, über die der Projektauftraggeber verfügen muss, um sich einen Überblick über eine Lösungsvariante verschaffen zu können.
1. Übersicht über die möglichen Varianten
2. Vor- und Nachteile der Vorschläge
3. Kosten- und Nutzenaspekte, zeitlicher Aufwand, benötigte Ressourcen
4. Zusammenfassung der Bewertungsergebnisse
5. Risikobetrachtungen
6. Integrationsaspekte der einzelnen Varianten bis hin zur Gesamtlösung
7. Empfehlung des Projektteams
Sind die folgenden Aussagen bezüglich Gruppenprozesse richtig oder falsch?