Wirbelsäulenfrakturen
zur Vorlesung vom 02.05.2016
zur Vorlesung vom 02.05.2016
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Cartes-fiches
- Nur ...% aller Verletzungen betreffen die WS.
- häufigste Lokalisation von WS-Verletzungen:
- Frakturen mit Querschnittsymptomatik
- HWS (...%)
- BWS (...%)
- LWS (...%)
- Nur 6% aller Verletzungen betreffen die WS.
- häufigste Lokalisation von WS-Verletzungen: LWS (90% am thorakolumbalen Übergang)
- Frakturen mit Querschnittsymptomatik
- HWS (30%)
- BWS (20%)
- LWS (10%)
Bei der axialen Belastung der WS herrscht ventral ein Druck auf die WK, der dorsal ...
... durch die den Zug der Muskeln und Bänder ausgeglichen wird. (Rückenmuskulatur trainieren!)
Bergung und Primärversorgung
- beim wachen Pat.
- Klausur: beim bewusstlosen Patienten
- beim wachen Patitenten: Befragung und orientierende Untersuchung
- beim bewusstlosen Patienten: Immer von einer WS-Verletung ausgehen und dementsprechend handeln!
- Stiffneck
- Wakuummatratze
- spineboard
Def.: Stiffneck
Zervikalstütze zur Stabilisierung der WS
weitere Diagnostik
- beim bewusstlosen Patienten
- beim wachen Patienten
- ergänzend
- Spiral-CT
- Röntgenaufnahme in 2 Ebenen
- Funktionsaufnahmen der WS zur Detektion von diskoligamentären Verletzungen
- MRT-Discographie zum Ausschluss von Verletzungen von RM, Nervenwurzel und Bandscheibe
- CT zur besseren Beurteilung der Wirbelkörperhinterkanten
entscheidend für die Therapie sind (3)
- Höhenlokalisation
- Begleitverletzung
- Stabilität der Fraktur
Definition der Stabilität
- stabil
- gering instabil
- instabil
- stabil: keine Stellungsveränderungen in Ruhe oder Belastung
- gering instabil: Ausheilung ohne schwere Fehlstellung/oder neurologisches Defizite
- instabil: bei funktioneller Behandlung ohne OP droht Fehlstellung oder neurologisches Defizit
allgemeines Behandlungsprinzip bei Frakturen
- erst
- dann
- erst Reposition
- dann Stabilisierung
Indikationen zur operativen Behandlung der WS-Fraktur (5)
- neurologische Defizite
- Instabilitäten
- Fehlstellungen
- Typ A mit Keilbildung, großem Substanzverlust und mechanischer Kompression
- Typ B und C immer
Fixateur interne
- Standardverfahren bei BWS und LWS
- indirektes Verfahren, da der betroffene WK nicht berührt wird
- führt im Idealfall zur Ligamentotaxis
Def.: Ligamentotaxis
- Repostion der knöchernen Postion sorgt für gleichzeitige Resposition der Bandstrukturen und damit eine Dekompression des RMs
(Hemi-)Laminektomie
- Wie verfährt man bei intaktem Durasack?
- rasche Dekompression des RM durch Entfernung des Wirbelbogens
- Ein intakter Durasack (keine RM-Fasern erkennbar) wird belassen und nur entlastet.
Wofür verwendet man Titankörbe (Cages)?
als WK-Ersatz, in die Knochenspäne zur besseren Fixierung und Rückgewinnung von Substanz eingesetzt werden können
Def.: Spondylodese
Wirbelkörperverblockung/Operation, die zur Stabilisierung und Versteifung der Wirbelsäule durchgeführt wird.
Stufenplan, wenn primär keine dorsale Stabilisierung gewährleistet werden kann
- Fixateur interne
- Laminektomie
- Retention der reponierten Stellung
- Rekonstruktion der vorderen Säule mit ventralen Verfahren