Di10/2


E. P.
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Eigenschaften und Prozesse von Böden, mit Fokus auf Tonminerale, Huminstoffe und ihre Wechselwirkungen. Sie beleuchten Themen wie Kationenaustauschkapazität, Pufferung, Versauerung und Gefügebildung, die für die Bodenfruchtbarkeit und -stabilität entscheidend sind. Besonders nützlich für Studierende der Geowissenschaften oder Landwirtschaft, die ein tiefes Verständnis der Bodenchemie und -physik erlangen möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Philosophie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
19.01.2015 / 15.03.2023

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0010 Was sind polygenetische Böden?

Reliktböden an der Erdoberfläche, welche nunmehr einer Bodenentwicklung mit heutigen Bedingungen entspricht.

0011 Die Mineralkörner unsere Böden unterteilt man in...?

Grobboden  (>2 mm, z.B. Steine)

Feinboden    (< 2mm), 

    Sand (körnig)            (2 – 0,63 mm)

    Schluff (mehlig)            (0,63 – 0,002 mm)

    Ton (feucht klebrig)        (< 0,002 mm)

0012 Waldhumusformen?

Die Waldhumusform beschreibt den Aufbau der Horizonte der organischen Auflage und des oberen Mineralbodenhorizonts.

0101 Perkolierendes Wasser?

Sickerwasser

z.B. bei Podsol

typisch für gemäßigte Zone

0102 Ascendierendes Wasser?

Kapillar nach oben steigendes Wasser (Verdunstungswasser)

typisch für Tropen

Salze und Karbonate werden nach oben transportiert

->Kalkrete für Pflanzen schwer durchdringbar

0103 Oberflächenwasser?

Erodierendes Wasser (Nährstofftransport)

->Kolluvisole (Umgelagerte Stoffe (Humus) werden in Senken abgelagert)

0104 Stagnierendes Wasser?

Grundwasser ->Gley

Stauwasser ->Pseudogley

0105 Was ist Boden? Nennen Sie eine bodenkundliche Definition.

nach BBodSchG (Bodenschutzgesetz)

§ 2 (1) Boden im Sinne dieses Gesetzes ist
die obere Schicht der Erdkruste,
soweit sie Träger der in Absatz 2 genannten Bodenfunktionen ist,

einschließlich der flüssigen Bestandteile (Bodenlösung) und der gasförmigen Bestandteile (Bodenluft),
ohne Grundwasser und Gewässerbetten 

0106 Faktoren der Bodenbildung? (6 Stck.)

Relief

Klima

Zeit

Tiere

Mensch

Gestein

0107 Wichtige Prozesse der Pedogenese (Bodenbildung)?

Entkalkung

Humusbildung

Verbraunug

Tonverlagerung (Lessivierung)

Podsolierung

(Pseudo-)Vergleyung

0108 Aus welchen Phasen besteht das Mehrphasensystem Boden?

ca 49,5% fest -> Substanzvolumen

ca 0,5% belebt -> Substanzvolumen

ca 25% flüssig -> Porenvolumen

ca 25% gasförmig -> Porenvolumen

0109  Was sind Bodenfunktionen, woher stammt der Begriff?

Produktionsfunktion

Regelungsfunktion

Lebensraumfunktion

Geschichtliche Funktion

Standortfunktion

0110 Welche Funktion gemäß BBodSchG haben Böden? Nennen Sie jeweils Beispiele! 

1. natürlicheFunktionen

  •  Lebensgrundlage und Lebensraum für Menschen, Tiere, Pflanzen und Bodenorganismen,

  •  Bestandteil des Naturhaushalts, insbesondere mit seinen Wasser- und Nährstoffkreisläufen,

  •  Abbau-, Ausgleichs- und Aufbaumedium für stoffliche Einwirkungen auf Grund der Filter-, Puffer-, und Stoffumwandlungseigenschaften, insbesondere auch zum Schutz des Grundwassers

    2. FunktionenalsArchivderNatur-undKulturgeschichte

    3. Nutzungsfunktionenals

  •  Rohstofflagerstätte

  •  Fläche für Siedlung und Erholung

  •  Standort für die land- und forstwirtschaftliche Nutzung

  •  Standort für sonstige wirtschaftliche und öffentliche Nutzungen,

Verkehr, Ver- und Entsorgung

0111 Was bedeutet der Boden ist ein Filter-, Puffer- und Transformationssystem?

Filterung, fester und flüssiger Stoffe (mechanisch)

Pufferung, durch Adsorption und Fällung (physiko-chemisch)

Transformation, durch Um und Abbau (mikrobiell / mikrochemisch)

0201 Welche Tonminerale weisen mehr Kalium-Strukturionen auf? (Illit, Smectit, Glimmer)

Glimmer, illit, Smectit (von viel zu wenig)

0202 Wie verwittern Gesteine? Wie entsteht Mineralneubildung?

Chemische/ Physikalische Verwitterung

 

0203 Welche Verwitterungsneubildungen sind für Böden typisch?    

Tonminerale

Oxide der Elemente Eisen, Mangan, Aluminium und Silicium

Minerale der Elemente Calcium und Natrium

0204 Was ist das Charakteristikum von 2-Schicht-TM und 3-Schicht-TM?    

2-Schicht-TM : Tetraeder+Oktaeder; nur Kantenladung/ keine Schichtladung

keine Zwischenschicht; dioktaedrisch

3-Schicht-TM: Tetraeder+Oktaeder+Tetraeder; haben Kanten- und Schichtladung

können KAK

0205  Durch welche Parameter unterscheiden sich unterschiedliche TM?    

Schichtladung/Kantenladung

Oberfläche

Basisabstand

Ladungsart

Quell/Schrumpffähig

Besetzung der Zwischenschichten

0206  Was ist der wesentliche Unterschied zwischen Vermiculit und Smectit?

Smectit: hohe Schichtladung /

größerer Basisabstand /

kann mehr Quellen/Schrumpfen

bisschen größere Oberfläche

Vermiculit: höhere Schichtladung

0207  Warum tragen TM eine negative Ladung?

isomorpher Ersatz (Si4+ durch Al3+ ausgetauscht)

immer negative Kantenladung (Endschicht O2-

0208 Erläutern Sie den Begriff Basisabstand bei Tonmineralen. Was bezeichnet der Begriff Zwischenschichtraum? 

Basisabstand: vom Beginn der ersten Tetraederschicht bis zum Beginn der nächsten Tetraederschicht (komplette Schicht + Zwischenschicht)

Zwischenschichraum: wo der Kationenaustausch stattfindet (wo die Kationen/Wasser eingelagert werden)

0209  Welcher Prozess der Vermiculite wird als K-Fixierung bezeichnet?

Kann durch K+ Zufuhr kontrahieren (1 nm), K+-Fixierung und Übergang zu Illiten

0210 Was versteht man unter austauschbaren Ionen?    

X

0211  Welches TM ist typisch für stark verwitterte Böden und warum?

Kaolinit

0212 Sortieren Sie die TM nach zunehmender Fähigkeit bei Vorhandensein von Wasser aufzuweiten?

(Allophane), Smectit, Vermiculit, Halloysit (von viel zu wenig)

0213 Was versteht man unter Quellen und Schrumpfen von TM?    

Aufnahme und Abgabe von H2O in den Zwischenschichten

0214 Für welche Bodeneigenschaften sind TM verantwortlich, warum?    

Nährstoffgehalt

Filter/Pufferfunktion

sind wichtige Ladungsträger im Boden    

  • Quellung und Schrumpfung => Gefügebildung, Aggregate, Poren

  • –  Konsistenz => Aggregatstabilität und Bearbeitbakeit

  • –  Oberflächenladung und Ionenbelegung => Kolloidchemie, Gefügebildung, Verlagerung, Austauschprozesse

  • –  Porenvolumen und Porengrößenverteilung => Wasser- und Lufthaushalt

  • –  Kationenaustauschkapazität => Nährstoffspeicherung und Verfügbarkeit, Schadstoffsorption 

0215 Wie entstehen TM in Böden?    

Verwitterung und Mineralneubildung(Neogenese)

0216  Aus welchen geogenen Mineralen entstehen Tonminerale?  

Schichtsilikate: Glimmer (Biotit, Muskovit); Gerüstsilikate: Feldspäte (Orthoklas K‐ Feldspat; Plagioklas Ca‐Na‐Feldspat) 

0217  Welche Größe haben TM?    

< 2 μm Äquivalentdurchmesser    

0218  Welche Rolle spielen Tonminerale in Böden?    

Wasserbindung, Gefügebildung, Nährstoffadsorption, Schadstoffretention    

0219 Welche drei TM‐Hauptgruppen gibt es? Nenne einen typischen Vertreter jeder Gruppe.

3‐Schichttonminerale (Smectit, Illit); 2‐Schichttonminerale (Kaolinit); kugel‐ /röhrenförmige Allophane (Allophan, Imogolit) 

0220  Wie sind TM aufgebaut? Bsp. Dreischichttonmineral   

Untereinheiten aus Tetraeder‐Oktaeder‐Tetraederschichten; in Tetraedern Si als Zentralatom; in Oktaederschichten Al als Zentralatom; über O‐Atome verbunden 

0221 Was bezeichnen wir als isomorphen Ersatz und welche Eigenschaft von TM in Böden bewirkt er? 

In Tetraedern Ersatz von Si4+ durch Al3+, in Oktaedern Ersatz von Al3+ durch Mg2+, Fe2+; ‐> negative Überschussladung (permanente Ladung) ‐> Kationensorption; nur geringer isomorpher Ersatz in 2‐Schichttonmineralen 

0222 Wodurch wird die Plastizität von Tonmineralen hervorgerufen?    

Reversible An‐ und Einlagerung von Wasser (Hydratation) ‐> Quellung und Schrumpfung 

0223  Wovon hängt die Quellfähigkeit ab?    

Schichtaufbau (3‐Schicht, 2 Schicht‐TM); Isomorphem Ersatz, K‐Gehalt: viel K = keine Quellung (Hydratation)
Kaolinit: nicht quellfähig; Smectit: stark quellfähig; Illit gering quellfähig 

0224  Wie groß kann die innere Oberfläche von TM sein?    

Smectite: 600‐800 m2/g; Allophane 100‐1000 m2/g    

0225  Welche Bodengefüge sind typisch für TM‐reiche Böden?    

Prismen‐ und Säulengefüge    

0301 In welchen Formen kommen Oxide /Hydroxide in der Regel im Boden vor? 

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Étudier