WinterRapakivi_Di10/2
Di10/2
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Flashcards
0010 Was sind polygenetische Böden?
Reliktböden an der Erdoberfläche, welche nunmehr einer Bodenentwicklung mit heutigen Bedingungen entspricht.
0011 Die Mineralkörner unsere Böden unterteilt man in...?
Grobboden (>2 mm, z.B. Steine)
Feinboden (< 2mm),
Sand (körnig) (2 – 0,63 mm)
Schluff (mehlig) (0,63 – 0,002 mm)
Ton (feucht klebrig) (< 0,002 mm)
0101 Perkolierendes Wasser?
Sickerwasser
z.B. bei Podsol
typisch für gemäßigte Zone
0102 Ascendierendes Wasser?
Kapillar nach oben steigendes Wasser (Verdunstungswasser)
typisch für Tropen
Salze und Karbonate werden nach oben transportiert
->Kalkrete für Pflanzen schwer durchdringbar
0103 Oberflächenwasser?
Erodierendes Wasser (Nährstofftransport)
->Kolluvisole (Umgelagerte Stoffe (Humus) werden in Senken abgelagert)
0104 Stagnierendes Wasser?
Grundwasser ->Gley
Stauwasser ->Pseudogley
0105 Was ist Boden? Nennen Sie eine bodenkundliche Definition.
nach BBodSchG (Bodenschutzgesetz)
§ 2 (1) Boden im Sinne dieses Gesetzes ist
die obere Schicht der Erdkruste,
soweit sie Träger der in Absatz 2 genannten Bodenfunktionen ist,
einschließlich der flüssigen Bestandteile (Bodenlösung) und der gasförmigen Bestandteile (Bodenluft),
ohne Grundwasser und Gewässerbetten
0106 Faktoren der Bodenbildung? (6 Stck.)
Relief
Klima
Zeit
Tiere
Mensch
Gestein
0110 Welche Funktion gemäß BBodSchG haben Böden? Nennen Sie jeweils Beispiele!
1. natürlicheFunktionen
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Lebensgrundlage und Lebensraum für Menschen, Tiere, Pflanzen und Bodenorganismen,
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Bestandteil des Naturhaushalts, insbesondere mit seinen Wasser- und Nährstoffkreisläufen,
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Abbau-, Ausgleichs- und Aufbaumedium für stoffliche Einwirkungen auf Grund der Filter-, Puffer-, und Stoffumwandlungseigenschaften, insbesondere auch zum Schutz des Grundwassers
2. FunktionenalsArchivderNatur-undKulturgeschichte
3. Nutzungsfunktionenals
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Rohstofflagerstätte
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Fläche für Siedlung und Erholung
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Standort für die land- und forstwirtschaftliche Nutzung
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Standort für sonstige wirtschaftliche und öffentliche Nutzungen,
Verkehr, Ver- und Entsorgung
0201 Welche Tonminerale weisen mehr Kalium-Strukturionen auf? (Illit, Smectit, Glimmer)
Glimmer, illit, Smectit (von viel zu wenig)
0203 Welche Verwitterungsneubildungen sind für Böden typisch?
Tonminerale
Oxide der Elemente Eisen, Mangan, Aluminium und Silicium
Minerale der Elemente Calcium und Natrium
0204 Was ist das Charakteristikum von 2-Schicht-TM und 3-Schicht-TM?
2-Schicht-TM : Tetraeder+Oktaeder; nur Kantenladung/ keine Schichtladung
keine Zwischenschicht; dioktaedrisch
3-Schicht-TM: Tetraeder+Oktaeder+Tetraeder; haben Kanten- und Schichtladung
können KAK
0205 Durch welche Parameter unterscheiden sich unterschiedliche TM?
Schichtladung/Kantenladung
Oberfläche
Basisabstand
Ladungsart
Quell/Schrumpffähig
Besetzung der Zwischenschichten
0206 Was ist der wesentliche Unterschied zwischen Vermiculit und Smectit?
Smectit: hohe Schichtladung /
größerer Basisabstand /
kann mehr Quellen/Schrumpfen
bisschen größere Oberfläche
Vermiculit: höhere Schichtladung
0207 Warum tragen TM eine negative Ladung?
isomorpher Ersatz (Si4+ durch Al3+ ausgetauscht)
immer negative Kantenladung (Endschicht O2-
0208 Erläutern Sie den Begriff Basisabstand bei Tonmineralen. Was bezeichnet der Begriff Zwischenschichtraum?
Basisabstand: vom Beginn der ersten Tetraederschicht bis zum Beginn der nächsten Tetraederschicht (komplette Schicht + Zwischenschicht)
Zwischenschichraum: wo der Kationenaustausch stattfindet (wo die Kationen/Wasser eingelagert werden)
0209 Welcher Prozess der Vermiculite wird als K-Fixierung bezeichnet?
Kann durch K+ Zufuhr kontrahieren (1 nm), K+-Fixierung und Übergang zu Illiten
0210 Was versteht man unter austauschbaren Ionen?
X
0212 Sortieren Sie die TM nach zunehmender Fähigkeit bei Vorhandensein von Wasser aufzuweiten?
(Allophane), Smectit, Vermiculit, Halloysit (von viel zu wenig)
0213 Was versteht man unter Quellen und Schrumpfen von TM?
Aufnahme und Abgabe von H2O in den Zwischenschichten
0214 Für welche Bodeneigenschaften sind TM verantwortlich, warum?
Nährstoffgehalt
Filter/Pufferfunktion
sind wichtige Ladungsträger im Boden
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Quellung und Schrumpfung => Gefügebildung, Aggregate, Poren
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– Konsistenz => Aggregatstabilität und Bearbeitbakeit
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– Oberflächenladung und Ionenbelegung => Kolloidchemie, Gefügebildung, Verlagerung, Austauschprozesse
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– Porenvolumen und Porengrößenverteilung => Wasser- und Lufthaushalt
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– Kationenaustauschkapazität => Nährstoffspeicherung und Verfügbarkeit, Schadstoffsorption
0215 Wie entstehen TM in Böden?
Verwitterung und Mineralneubildung(Neogenese)
0216 Aus welchen geogenen Mineralen entstehen Tonminerale?
Schichtsilikate: Glimmer (Biotit, Muskovit); Gerüstsilikate: Feldspäte (Orthoklas K‐ Feldspat; Plagioklas Ca‐Na‐Feldspat)
0217 Welche Größe haben TM?
< 2 μm Äquivalentdurchmesser
0218 Welche Rolle spielen Tonminerale in Böden?
Wasserbindung, Gefügebildung, Nährstoffadsorption, Schadstoffretention
0219 Welche drei TM‐Hauptgruppen gibt es? Nenne einen typischen Vertreter jeder Gruppe.
3‐Schichttonminerale (Smectit, Illit); 2‐Schichttonminerale (Kaolinit); kugel‐ /röhrenförmige Allophane (Allophan, Imogolit)
0220 Wie sind TM aufgebaut? Bsp. Dreischichttonmineral
Untereinheiten aus Tetraeder‐Oktaeder‐Tetraederschichten; in Tetraedern Si als Zentralatom; in Oktaederschichten Al als Zentralatom; über O‐Atome verbunden
0221 Was bezeichnen wir als isomorphen Ersatz und welche Eigenschaft von TM in Böden bewirkt er?
In Tetraedern Ersatz von Si4+ durch Al3+, in Oktaedern Ersatz von Al3+ durch Mg2+, Fe2+; ‐> negative Überschussladung (permanente Ladung) ‐> Kationensorption; nur geringer isomorpher Ersatz in 2‐Schichttonmineralen
0222 Wodurch wird die Plastizität von Tonmineralen hervorgerufen?
Reversible An‐ und Einlagerung von Wasser (Hydratation) ‐> Quellung und Schrumpfung
0223 Wovon hängt die Quellfähigkeit ab?
Schichtaufbau (3‐Schicht, 2 Schicht‐TM); Isomorphem Ersatz, K‐Gehalt: viel K = keine Quellung (Hydratation)
Kaolinit: nicht quellfähig; Smectit: stark quellfähig; Illit gering quellfähig
0224 Wie groß kann die innere Oberfläche von TM sein?
Smectite: 600‐800 m2/g; Allophane 100‐1000 m2/g
0225 Welche Bodengefüge sind typisch für TM‐reiche Böden?
Prismen‐ und Säulengefüge
0301 In welchen Formen kommen Oxide /Hydroxide in der Regel im Boden vor?
X