WinterRapakivi_Di10/2
Di10/2
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Lernkarten
0212 Sortieren Sie die TM nach zunehmender Fähigkeit bei Vorhandensein von Wasser aufzuweiten?
(Allophane), Smectit, Vermiculit, Halloysit (von viel zu wenig)
0213 Was versteht man unter Quellen und Schrumpfen von TM?
Aufnahme und Abgabe von H2O in den Zwischenschichten
0214 Für welche Bodeneigenschaften sind TM verantwortlich, warum?
Nährstoffgehalt
Filter/Pufferfunktion
sind wichtige Ladungsträger im Boden
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Quellung und Schrumpfung => Gefügebildung, Aggregate, Poren
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– Konsistenz => Aggregatstabilität und Bearbeitbakeit
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– Oberflächenladung und Ionenbelegung => Kolloidchemie, Gefügebildung, Verlagerung, Austauschprozesse
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– Porenvolumen und Porengrößenverteilung => Wasser- und Lufthaushalt
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– Kationenaustauschkapazität => Nährstoffspeicherung und Verfügbarkeit, Schadstoffsorption
0215 Wie entstehen TM in Böden?
Verwitterung und Mineralneubildung(Neogenese)
0216 Aus welchen geogenen Mineralen entstehen Tonminerale?
Schichtsilikate: Glimmer (Biotit, Muskovit); Gerüstsilikate: Feldspäte (Orthoklas K‐ Feldspat; Plagioklas Ca‐Na‐Feldspat)
0217 Welche Größe haben TM?
< 2 μm Äquivalentdurchmesser
0218 Welche Rolle spielen Tonminerale in Böden?
Wasserbindung, Gefügebildung, Nährstoffadsorption, Schadstoffretention
0219 Welche drei TM‐Hauptgruppen gibt es? Nenne einen typischen Vertreter jeder Gruppe.
3‐Schichttonminerale (Smectit, Illit); 2‐Schichttonminerale (Kaolinit); kugel‐ /röhrenförmige Allophane (Allophan, Imogolit)
0220 Wie sind TM aufgebaut? Bsp. Dreischichttonmineral
Untereinheiten aus Tetraeder‐Oktaeder‐Tetraederschichten; in Tetraedern Si als Zentralatom; in Oktaederschichten Al als Zentralatom; über O‐Atome verbunden
0221 Was bezeichnen wir als isomorphen Ersatz und welche Eigenschaft von TM in Böden bewirkt er?
In Tetraedern Ersatz von Si4+ durch Al3+, in Oktaedern Ersatz von Al3+ durch Mg2+, Fe2+; ‐> negative Überschussladung (permanente Ladung) ‐> Kationensorption; nur geringer isomorpher Ersatz in 2‐Schichttonmineralen
0222 Wodurch wird die Plastizität von Tonmineralen hervorgerufen?
Reversible An‐ und Einlagerung von Wasser (Hydratation) ‐> Quellung und Schrumpfung
0223 Wovon hängt die Quellfähigkeit ab?
Schichtaufbau (3‐Schicht, 2 Schicht‐TM); Isomorphem Ersatz, K‐Gehalt: viel K = keine Quellung (Hydratation)
Kaolinit: nicht quellfähig; Smectit: stark quellfähig; Illit gering quellfähig
0224 Wie groß kann die innere Oberfläche von TM sein?
Smectite: 600‐800 m2/g; Allophane 100‐1000 m2/g
0225 Welche Bodengefüge sind typisch für TM‐reiche Böden?
Prismen‐ und Säulengefüge
0301 In welchen Formen kommen Oxide /Hydroxide in der Regel im Boden vor?
X
0302 Welche Einflussfaktoren/Bedingungen in Böden sind für der Entstehung von den unterschiedlichen Eisenoxiden ausschlaggebend?
X
0304 Welche Entstehungsbedingungen sind für Hämatit prägend?
Der rot gefärbte Hämatit (αFe2O3 „Bluteisenstein“) bildet sich bevorzugt unter feucht-warmem Tropenklima.
Rote Böden in Mitteleuropa bedeuten, dass entweder der Boden oder die Eisenminerale des Ausgangsgesteins (z.B. Buntsandstein) unter tropischem Klima entstanden sind.
0305 Ordne bestimmten Bodenhorizonten bestimmte Eisenoxide zu: Bv, Sd, Go, Gr, Bs
Gr: Dauernd nasse, reduzierte Horizonte (Gr) sind durch Eisenverbindungen grünlich, schwarz, grau oder bläulich gefärbt.
Sd: Zeichen für redoximorphe Bedingungen, z.B. Lepidokrokit
Bv: Der braun gefärbte Goethit (αFeOOH) entsteht bevorzugt durch Umwandlung von Ferrihydrit unter kühl/feuchtem Klima und ist für die braune Farbe unserer Böden (Bv-Horizonte) verantwortlich
Bs:
Gr: Dauernd nasse, reduzierte Horizonte (Gr) sind durch Eisenverbindungen grünlich, schwarz, grau oder bläulich gefärbt.
0308 Was verstehen wir unter dem Prozess „Verbraunung“?
Farbgebende Bildung von Fe‐Oxiden im Zuge der chemischen Verwitterung Fe‐haltiger Silikate; dabei Oxidation von Fe2+ zu Fe3+:
Fe2+ ‐ O – Si ‐> Fe3+OH + SiOH
0309 Wovon hängt ab, welche Oxide gebildet werden?
Verwitterungsbedingungen: Redoxmilieu, Wassergehalt, Temperatur; Schnelligkeit der Fe‐Nachlieferung; Carbonatgehalt...
0310 Nenne 3 typische Eisenoxide in Böden unserer Breiten
Goethit α‐FeOOH, gelbbraun; Ferrihydrit 5 Fe2O3 x 9 H2O gelbbraun, Verockerung!, wandelt sich später in Goethit um; Lepidokrokit ‐FeOOH orange
0311 Nenne ein typisches Eisenoxid tropischer Verwitterungsböden
Hämatit α‐Fe2O3: rot
0312 Nenne Bespiele für reduzierte Eisenverbindungen im Boden
Pyrit, schwarz, FeS2; Vivianit, blauweiß; Fe3(PO4)2 x 8 H2O
0313 Wie differenziert man analytisch den Anteil gelösten/amorphen Eisens und des mineralisch gebundenen Eisens?
Oxalatlöslich: organisch gebunden, gelöst, amorph, Ferrihydrit = Feo; Dithionitlöslich: mineralisch gebunden, Goethit, Lepidokrokit = Fed; Gesamteisen, enthält auch das in geogenen Mineralen gebundene Eisen
0314 Was ist der Aktivitätsgrad des Eisens?
Feo/Fed; hoch in jungen Böden > 0,5, geringer in älteren Böden 0,2‐0,5
0315 In welchen Bodenhorizonten/Böden finden wir
a. Goethit, b. Ferrihydrit c. Pyrit
a. Braunerden Bv;
b. Gley Go/Gor, und Pseudogley Sd,
c. Marschen
0316 Was ist Raseneisenstein?
Gmso‐Horizont in Gleyen mit stark eisenhaltigen Grundwässern
0317 Was sind extrovertierte Fe‐Verbindungen und wo findet man sie?
Als extrovertiert Fe‐V. bezeichnet man rotbraune, bis schwarze Beläge auf Aggregatoberflächen und Umkleidungen grösserer Hohlräume.
In Gleyen, Horizont Go
0318 Was sind introvertierte Fe‐Verbindungen und wo findet man sie?
Als introvertiert bezeichnet man gelbbraune, orange, bis braun‐schwarze Kornzentrierungen im Inneren von Aggregaten in Form von Flecken oder Konkretionen, in Pseudogleyen, Horizont S
0401 Was versteht man unter Korngrößenklasse, was unter Textur?
X
Bodenart (Textur): Korngrößenzusammensetzung der mineralischen Fraktion, prozentuales Mischungsverhältnis der Korngrößenfraktionen der drei Klassen Sand, Schluff und Ton.
0403 Benenne die Bodenartenhauptgruppen.
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Sand, Schluff, Ton, Lehm
0404 Was versteht man unter Lehm?
Gemisch aus Ton, Schluff und Sand
0405 Von welchen Parametern ist die Korngröße eines Bodens abhängig?
X
Ausgangsmaterial und dessen Korngröße
Ausmaß der physikalischen und chemischen Verwitterung
Korngröße der Neubildungen
Transportprozessen und Ablagerungsbedingungen
Faktor Zeit !
0406 Erläutern Sie Summenkurven der Korngrößenverteilung.
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0407 Auf welche Bodeneigenschaften hat die Korngröße einen Einfluss und führen Sie dies kurz aus.
X
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Porengrößenverteilung (Wasserleitfähigkeit, Wasserspeicherfähigkeit und nutzbare Feldkapazität, Durchlüftung)
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– Aggregierung (Struktur)
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– Druckfestigkeit, Verdichtbarkeit (Eignung als Bauuntergrund oder als Wegebaumaterial)
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– Kationenaustauschkapazität, Nährstoffvorräte und –verfügbarkeit, Sorptionsprozesse
Diese Eigenschaften bestimmen wiederum abgeleitete Größen wie Bearbeitbarkeit, Erosionsanfälligkeit, Ertragsfähigkeit usw. und sind für Bodenfunktionen wie z.B. Filter- und Pufferkapazität von großer Bedeutung.