W&G-Verfahrensrecht

mit Schwerpunkt Strafrecht ( & Zivilrecht)

mit Schwerpunkt Strafrecht ( & Zivilrecht)

Aldijana Husejnovic
Study

Aldijana Husejnovic
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über das Verfahrensrecht im Straf- und Zivilprozess, geeignet für die Berufslehre. Sie erklären zentrale Begriffe wie Strafandrohung, Arten von Straftaten, und die Funktionen von General- und Spezialprävention. Zudem wird die Rolle der Parteien und die Unterschiede zwischen Straf- und Zivilprozessen behandelt. Ideal für Studierende, die sich auf Prüfungen im Bereich Wirtschaftsrecht vorbereiten.
Flashcards
29
Students
2
Language
German
Category
Micro-Economics
Created / Updated
03.02.2013 / 05.12.2023

Flashcards

Welche Verfahrensrechte gehören zum Privatrecht?

Zivilprozess

Welche Verfahrensrechte gehören zum öffentlichen Recht?

Strafprozess, Verwaltungsprozess

Über was wird im Zivilprozess entschieden?

privatrechtliche Streitigkeiten

Über was wird im Strafprozess entschieden?

Delikte (strafbare Handlungen)

Wie kommt ein Zivilprozess zustande?

nur wenn eine Klage eingereicht wird

Wie kommt ein Strafprozess zustande?

Antragsdelikte, Offizialdelikte

Welche Parteien sind bei einem Zivilprozess beteiligt?

Kläger & Beklagter

Welche Parteien sind bei einem Strafprozess beteiligt?

Ankläger (Vetreter des Staates) & Angeklagter

Was sind Antragsdelikte?

Geschädigte können einen strafantrag stellen, müssen aber nicht

Bsp. für ein Antragsdelikt

Diebstahl zum Nachteil eines Angehörigen

Was sind Offizialdelikte?

schwere Vergehen und Verbrechen, die vom Amtes wegen strafrechtlich verfolgt werden

Kann ein Zivilprozess abgebrochen werden?

Ja, bei Übereinkunft der Parteien

Kann ein Strafprozess abgebrochen werden?

Nein, ein Strafprozess muss zu Ende geführt werden (Aussnahme bei Ehrverletzungsprozessen)

Müssen die Partein beim Zivilprozess persönlich vor Gericht erscheinen?

Nein

Müssen die Partein beim Strafprozess persönlich vor Gericht erscheinen?

Ja

Kann jemand ohne Gesetzgrundlage verurteilt werden?

Nein! Grundsatz: "Keine Strafe ohne Gesetz!"

Schützt Unwissenheit vor Strafe?

Nein

Was ist der Zweck der Strafe?

Vergeltung, Generalprävention, Spezialprävention

Erkläre die Generalprävention

Die Generalprävention dient zur Abschreckung der Allgemeinheit. Sie soll aufzeigen, dass strafbares Verhalten betraft wird und sich somit nicht lohnt.

Erkläre die Spezialprävention

Die Spezialprävention dient als Einwirkung auf den Täter selbst. Er soll davon abgehalten werden, erneut eine Straftat zu begehen.

Welche Arten von Spezialprävention gibt es?

individuelle Abschreckung, Resozialisierung, Sicherung

Erkläre die Funktion des Strafrechts

Um das Zusammenleben der Menschen in einem Staat zu regeln, muss jede Rechtsordnung zahlreiche Verhaltensvorschriften (Normen) in Form von Verboten und Geboten aufstellen. Der Staat kann die Einhaltung dieser Normen nötigenfalls zwangsweise durchsetzten.

Überlegungen über Art der Strafe

Die Strafe dient als Ausgleich zum Unrecht, deshalb soll sie nicht schwerer oder leichter sein als das Unrecht, welches der Täter begangen hat.

Überlegungen über die Höhe der Strafe

Der Vollzug der Strafe ist auf die Resozialisierung des Täters auszurichten, was eine individuelle Betrafung erfordert. Deshalb nennen die Tatbestände des Strafgesetzbuchs nicht ein konkretes Strafmass, sondern ein Strafrahmen.

Welche Arten der Strafe gibt es?

Verbrechen, Vergehen, Übetretungen

Erkläre die Strafandrohung eines Verbrechens

Freiheitsstrafe von 3-20 Jahren (Art. 10 StGB), oder wo es das Gesetz ausdrücklich bestimmt  lebenslänglich (Art. 40 StGB)

Erkläre die Strafandrohung eines Vergehens

mit Freiheitsstrafe oder Geldbusse (Art 10 StGB)

  • Freiheitsstrafe: 6 Monate bis 3 Jahre
  • Geldstrafe: 1 bis 360 Tagessätze (TS: 1.00 - 3000.00)
  • Gemeinnützige Arbeit: nur mit Zustimmung des Täters, Höchstdauer 720 Stunden

Erkläre die Strafandrohung einer Übertretung

  • Busse: 1.00 bis 10 000.- (Art 106 StGB)                  Ersatzfreiheitsstrafe zwischen 1 Tag und 3 Monaten
  • Gemeinnützige Arbeit: nur mit Zustimmung des Täter, Höchstdauer 360 Stunden

Wann kann ein Täter aus der lebslänglichen Verwahrung bedingt entlassen werden?

  • wenn sich die Gefährlichkeit eines Täters in der Behandlung erheblich verringert hat und er für die Öffentlichkeit keine Gefahr mehr darstellt
  • hohes Alter
  • schwere Krankkeit
  • ähnliche Gründe

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