Wetter


T. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Wetteranalyse auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Konzepte wie Temperatur, Luft, Wasserdampf und verschiedene meteorologische Phänomene, darunter LCL, Trockenadiabate und Mischungsverhältnis. Die Karteikarten erklären auch die Interpretation von Wetterbildern und die Bedeutung von Begriffen wie Isallobaren und äquivalenttemperatur. Ideal für Studierende der Geographie, die ihre Fähigkeiten in der Wettervorhersage und -analyse vertiefen möchten.
Cartes-fiches
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Langue
Allemand
Catégorie
Géographie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
13.01.2013 / 10.08.2014

Cartes-fiches

Virtuelle Temperatur

Die virtuelle Temperatur (Tv in K) entspricht dem Wert, den Wasserdampf-freie Luft annehmen müsste, um bei gleichem Druck dieselbe Dichte wie Luft mit Wasserdampf zu haben. Bei der Approximation des DWD ist das Mischungsverhältnis m in g/kg einzusetzen.

Potentielle Temperatur

Die potentielle Temperatur kann prinzipiell auf ein beliebiges Druckniveau bezogen werden. In der synoptischen Meteorologie wird als Referenzniveau stets die Druckfläche von 1000 hPa verwendet. 

Äquivalenttemperatur

Die Kondensationswärme des Wasserdampfs wird zur fühlbaren Temperatur addiert. Im synoptischen Alltag lässt sich der Term Lv/cp mit ausreichender Genauigkeit durch den Faktor 2.5 ersetzen. Das Mischungsverhält-nis wird dabei in g/kg angegeben.

Potentielle Äquivalenttemperatur

Je nach Lehrbuch wird die potentielle Äquivalenttemperatur auch äquivalent-potentielle Temperatur genannt. Manchmal wird die äquivalent-potentielle Temperatur fälschlicherweise als pseudopotentielle Temperatur be-zeichnet. Dies mag aus einer wortwörtlichen Übersetzung des englischen Begriffs für die pseudopotentielle Temperatur (equivalent potential temperature, Wallace & Hobbs 2006:85) herrühren. ä und e unterscheiden sich nur bei hoher Temperatur und hoher Feuchte signifikant. Sonst sind ihre Werte ähnlich.

Pseudopotentielle Temperatur

 

T und beziehen sich auf das LCL. Die pseudopotentielle Temperatur erhält ein Luftpaket dann, wenn es vom Kondensationsniveau (LCL) feucht-adiabatisch soweit aufgestiegen ist, bis der gesamte in ihm enthaltene Wasserdampf kondensiert und ausgefallen und die Luft anschliessend entlang der Trockenadiabate auf 1000 hPa abgesunken ist. Um die Gleichung nicht iterativ lösen zu müssen (trockenadiabatischer Aufstieg bis zum LCL), kann in erster Näherung und mit ausreichender Genauigkeit die Temperatur auf dem LCL mit der Henning'schen Formel berechnet werden. Trockenadiabate und Mischungsverhältnis konvergieren um 0.8K pro 100 Höhenmeter. Bei einem Spread von beispielsweise 4K wird die Temperatur im LCL um 5K tiefer sein als im Ausgangsniveau. Die Druckhöhe des LCL lässt sich mittels Umformung der hypsometrischen Höhenformel bestimmen.

LCL

Lifting Condensation Level - in deutscher Literatur erscheint anstelle des LCL das Hebungskon-densationsniveau HKN. LCL und HKN entsprechen der Druckfläche auf der sich Trockenadiabate und Mischungsverhältnis schneiden, ausgehend von Temperatur und Taupunkt auf einer Druckflä-che.