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Teil I

Teil I


Patrick Wayne
Diese Lernkarten behandeln Sicherheitsmechanismen und Protokolle auf Universitätsebene. Sie konzentrieren sich auf Schlüssel, Nachrichten, Sender und Empfänger, wobei Verfahren wie Verschlüsselung, Authentisierung und Autorisierung im Mittelpunkt stehen. Besonders relevant sind Angriffe auf die Verfügbarkeit von Systemen, Schutzmaßnahmen wie Firewalls und die Bedeutung von Zertifikaten. Ideal für Studierende der Informatik, die sich mit IT-Sicherheit und elektronischem Geschäftsverkehr auseinandersetzen.
Cartes-fiches
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1
Langue
Allemand
Catégorie
Technique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
10.03.2014 / 13.03.2014

Cartes-fiches

Was verstehen Sie unter der Bezahlproblematik im Internet?

Die zeitliche und räumliche Einschränkungen sind aufgehoben (Kunde nicht an Öffnungszeiten vom Händler gebunden und muss nicht die Geschäftsräume betreten). Dadurch entfällt physische (unmittelbare) Kontakt zwischen Händler und Kunde. Bei digitalen Produkten/Dienstleistungen müssen Bezahlsysteme/-verfahren eingesetzt. Bezahlsystem = generelle Art der Zahlung (Bsp. Kreditkartenzahlung oder Mobile Payment) Bezahlverfahren = ist konkrete Ausprägung (Bsp. net900 oder Paysafecard) Elektronisches Bezahlen (Electronic Payment, EP) = diejenige Teilmenge des EC, die sich mit der Abwicklung von Zahlungsvorgängen befasst-

Welche Rolle spielt Vertrauen im Internet/EC?

Vertrauen spielt im Internet eine große Rolle, da keine direkten Kontakte mehr mit Händlern vorhanden sind (anonyme Abwicklung). Dadurch steigt das Sicherheitsbedürfnis der Nutzer. Der Händler muss vertrauensbildende Maßnahmen einführen, wie z.B.: Etablierung einer Marke Zertifikate (von unabhängigen Dritten) Ratingagenturen

Welche Folgen kann ein Sicherheitsvorfall für ein Unternehmen haben?

Es kann existenzbedrohende Ausmaße annehmen, wenn ein Vorfall an Öffentlichkeit gerät: Materielle Schäden Imageverlust, Umsatzverlust Dagegen muss ein umfassendes Risikomanagement betrieben werden, um den oben stehenden Punkten vorzubeugen.

Erläutern Sie den Unterschied zwischen subjektiver und objektiver Sicherheit.

Die objektive Sicherheit beschreibt das tatsächliche Sicherheitsniveau, die subjektive Sicherheit hingegen das durch den Nutzer empfundene. Die subjektive Sicherheit sollte erhöht werden, wenn das Sicherheitsgefühl der Nutzer zu niedrig ist, z. B. wenn der Kunde das tatsächlich hohe Sicherheitsniveau nicht wahrnimmt. Der Kunde fällt seine Nutzungsentscheidung aufgrund seiner Wahrnehmung. Eine Möglichkeit zur Erhöhung der subjektiven Sicherheit sind Marketing-Maßnahmen

Nennen Sie mögliche Angriffspunkte und Techniken für Dritte im Internet im EC. Oder Welche Sicherheitslücken existieren bei einem E-Commerce Anbieter?

Grundsätzlich verfolgen Angriffsmöglichkeiten das Ziel des unbefugten Lesens (Ausspähen) von Daten und das Verändern (Manipulieren) dieser. Klassisches Auskundschaften (Auswertung von Papierresten, Social Engineering = Erfragen eines Passwortes unter Vortäuschung falscher Identität) Ausnutzen von systembedingten Schwachstellen (z.b. Schwachstelle im Webserver, etwa durch Einsatz eines Portscanners oder Paket-Sniffers zum Lesen des Datenverkehrs) Trojanische Pferde, Einschleusen von Schadprogramme via Mail, die dann innerhalb des Systems ihre Aktivitäten entfalten, z. B. statische Daten aufspüren, auslesen und versenden oder Datenverkehr mitschneiden, Man-in-the-Middle-Attacks, z. B. durch Nachahmung einer Webseite. Es wird eine einzelne Webseite einer Firma optisch detailgetreu nachprogrammiert und versucht, den Kunden darauf umzuleiten (spoofing). Entweder durch sehr ähnliche DNS-Namen (www.citybank.de statt www.citibank.de) oder aber eher durch Eindringen in den Firmen-Webserver, auf dem die Seite dann einfach zum Webangebot hinzugefügt wird.

Nennen Sie 5 Sicherheitsziele im EC und erklären Sie diese kurz. Wie werden diese Ziele erreicht?

Autorisierung: Wird realisiert, indem für den Zugriff auf schützenswerte Ressourcen eine Barriere eingerichtet wird, z.B. durch die Vorlage eines Berechtigungsnachweises oder durch die Zugehörigkeit einer Gruppe überwunden werden kann. Vertraulichkeit: stellt sicher, dass Nachrichten und sonstige Daten nur von berechtigten Personen gelesen werden können. Um dieses Ziel zu erreichen, werden kryptografische Verfahren, wie z. B. symmetrische und asymmetrische Verschlüsselung, eingesetzt. Authentisierung: Dabei geht es um den Nachweis der Identität einer Person oder Instanz (Bist du wirklich der, für den du dich ausgibst?). Kriterien sind Besitz (Magnetkarte, Schlüssel), Wissen (PIN, Passwort) oder Eigenschaft (biometrisches Material) sein. Integrität: Um sicherzustellen, dass eine Nachricht auf dem Weg zum Empfänger nicht verändert wird, wird eine Prüfsumme, ein sog. Hash-Wert, verwendet. Der Wert wird durch den Sender ermittelt und mit gesendet. Der Empfänger errechnet dann seinerseits nach demselben Verfahren einen solchen Wert, bei Übereinstimmung ist die Nachricht unverändert. Ein weiterer Schutz und gleichzeitig der Beweis, dass die Nachricht tatsächlich vom Sender stammt, wird dadurch erzielt, dass der mitgesendete Wert zuvor mit dem geheimen Schlüssel des Senders verschlüsselt wurde. Diese Vorgehensweise bezeichnet man als elektronische Unterschrift (digitale Signatur). Nichtabstreitbarkeit: Es behandelt die Frage, wie vermieden werden kann, dass die Transaktion nach Abschluss vom Transaktionspartner bestritten wird. Dieses Ziel kann durch die Verwendung von digitalen Signaturen erreicht werden.

Wie kann man Angriffe auf die Verfügbarkeit eines Systems abwehren (DoS & DDOS)

Verfügbarkeit: „Denial-of-Service-Attacks“ (DOS) versuchen, ein Zielsystem durch Überlastung zum Systemausfall oder zu eingeschränkter Verfügbarkeit zu bringen. Angriffe können ungezielt oder gezielt ablaufen. Die bekannteste Angriffsmöglichkeit ist der massenhafte Versand von E-Mails durch Viren, die ebenfalls per Email versendet werden, die gezielte Variante ist das Versenden von Mailbomben. Distributed-Denial-of-Service Angriffe (DDOS) finden in der Phase 1 beliebige Web-Server, deren Sicherheitseinstellungen nachlässig sind, um in Phase 2 über dort installierte Software gleichzeitig eine Vielzahl von Anfragen an ein bestimmtes Zielsystem zu erstellen. Schutzmöglichkeiten sind: stets aktuelle Sicherheitseinstellungen und Installationen der Sicherheits-Updates des Herstellers. stetige Wartung und Überwachung des oder der Web-Server mit dem Ziel, das Eindringversuche unverzüglich entdeckt werden, damit überhaupt Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Einer der wesentlichen technischen Schutzvorrichtungen gegen verschiedene Arten von Angriffen ist ein Paketfilter, eine sog. Firewall. Der Begriff selbst beschreibt jedoch nur die Funktionalität und sagt noch nichts über die Realisierung aus (hinsichtlich Verwendung unterscheidet man eine offene und eine restriktive Strategie).

Erläutern Sie die symmetrische und asymmetrische Verschlüsselung und skizzieren diese.

Symmetrische Verschlüsselung gibt genau einen Schlüssel – privat key ist dem Empfänger und Sender bekannt dient zum Verschlüsseln und Entschlüsseln der Nachricht Vorgehensweise Sender verschlüsselt seine Nachricht mit geheimen Schlüssel Versendung der Nachricht Empfänger empfängt Nachricht Entschlüsselt Nachricht mit demselben geheimen Schlüssel Nachteil Transport des Schlüssels, da Sender und Empfänger darüber verfügen müssen (sicherer Kanal wird benötigt) Gefahr sehr hoch, dass Schlüssel in Hände Dritter gelangt Verschlüsselte Kommunikation von nur zwei Partnern innerhalb größerer Gruppen zwischen allen, die beteiligt sind, muss jeweils ein Schlüssel ausgetauscht werden große Anzahl von Schlüsseln Vorteil Geringer Rechenaufwand Verfahren: DES (Data Encryption Standard) oder IDEA (International Data Encryption Algorithmus) Asymmetrische Verschlüsselung zwischen Ver- und Entschlüsselung unterschieden Empfänger und Sender haben zwei verschiedene Schlüssel (Schlüsselpaar) Öffentlichen Schlüssel (public key): ermöglicht jedem, beliebige Nachrichten an die Person zu verschlüsseln Geheimer Schlüssel (private key): ermöglicht Empfänger, an ihn gerichtete Nachrichten zu entschlüsseln Vorgehensweise Sender sucht nach öffentlichem Schlüssel des Empfängers Verschlüsselt damit die Nachricht Versendung der Nachricht Empfänger empfängt verschlüsselte Nachricht und entschlüsselt mit geheim Schlüssel

 

Besonderheit beim RSA Algorithmus erklären (Potenzierung und ganzzahlige Division von sehr großen Primzahlen sollte da glaub ich genannt werden)

Dieses Verfahren, nach den Erfindern Rivest, Shamir und Adleman benannt, wurde 1978 veröffentlicht, so dass der Patentschutz in der Zwischenzeit abgelaufen ist. Es beruht auf Potenzierung und ganzzahliger Division sehr großer Primzahlen (für Privatpersonen ist die Nutzung des RSA-Algorithmus mit dem Programm „Pretty Good Privacy“ kostenlos). Um diese Verfahren hat es lange Zeit Streit gegeben, da es aufgrund seines sehr hohen Sicherheitsniveaus von den USA als Waffe eingestuft und mit einem Exportverbot belegt wurde. Als „sicher“ eingestuft wird RSA derzeit ab einer Schlüssellänge von 1024 Bit. Ein Nachteil liegt jedoch in dem benötigten Rechenaufwand.

Wann spricht man von einer PKI?

Von einer PKI (publiy key infrastructure) spricht man, wenn innerhalb einer Gruppe jeder über ein Schlüsselpaar verfügt und die öffentlichen Schlüssel zertifiziert und in Verzeichnissen veröffentlicht sind.

Was versteht man unter Zertifikaten?

Zertifikate sind Nachrichten, die nachweislich von einem bestimmten Sender stammen und einen bestimmten Sachverhalt in einer nachprüfbaren Form bescheinigen. Hierzu wird einen Nachricht vom Sender mit seinem geheimen Schlüssel verschlüsselt und bereitgestellt. Mit dem öffentlichen Schlüssel kann diese nun von jedermann entschlüsselt und damit überprüft werden, ob die Nachricht tatsächlich vom Sender stammt. Ein Problem bei Zertifikaten ist die Frage, ob ein öffentlicher Schlüssel tatsächlich zu der Person gehört, die als Besitzer angegeben ist. Deswegen werden öffentliche Schlüssel wiederum zertifiziert (Signatur-Zertifikat). Diese Zertifizierung wird durch eine Autorität durchgeführt, der alle beteiligten Seiten vertrauen (trusted third party). Beispiel: Hardware-Treiber bei Microsoft oder Online-Banking.

Autorisierung von Authentisierung abgrenzen

Authentisierung: Wenn ein Teilnehmer seine eigene Identität nachweist und Authentifizierung: Wenn jemand die Identität eines anderen prüft. Im EC ist es wichtig, den Zugriff auf schützenswerte Ressourcen, wie z. B. auf einen Dienst, sicherzustellen. Um einen unberechtigten, als nichtautorisierten Zugriff auf diese Ressource zu verhindern, werden bestimmte Rechte vergeben. Um z. B. Vollmachten technisch zu realisieren werden Attribut-Zertifikate verwendet, durch die die Autorisierung nachgewiesen werden kann.Die Authentisierung ist ein weiteres Sicherheitsziel im EC, bei dem es um den Nachweis der Identität einer Person oder Instanz geht. Dieser Nachweis kann z. B. durch Besitz, Wissen, Eigenschaft oder durch eine Kombination dieser, abhängig vom erforderlichen Sicherheitsniveau, erbracht werden. Für höhere Sicherheitsanforderungen können mehrere Kriterien miteinander kombiniert werden. Während Autorisierung sich mit der Frage befasst: „Wer bist du?“ versucht die Authentisierung Antwort auf die Frage zu erhalten: „Bist du auch wirklich der, der du vorgibst zu sein?“.

Woran kann es liegen, wenn beim Entschlüsseln einer Signatur ein Fehler auftritt?

Dies kann z. B. aufgrund der Ermittlung unterschiedlicher Prüfsummen (Hash-Wertes) auf Sender- bzw. Empfängerseite resultieren. Auf diesem Wege kann die Integrität des Dokuments sichergestellt werden kann, da Veränderungen während der Übertragung zu Fehlern bei der Entschlüsselung führen würden. Die erfolgreich durchgeführte Überprüfung ist der Beweis für die Authentizität der digitalen Signatur und für die Integrität des Dokuments.

Was ist Authentifizierung (Anwendungsbeispiel)

Besitz (Besitz eines bestimmten Gegenstandes, wie Token, Magnetkarte, ein Schlüssel oder ein Mobiltelefon) Wissen (Pin-Codes, Passwörter, Geheimfragen zu persönlichen Sachverhalten etc.). Eigenschaft (biometrische Merkmale einer Person wie Fingerabdruck, Stimme, Gesichtszüge oder Rhythmus oder Tastaturanschläge).

Welche Schutzmöglichkeiten gibt es vor Attacken? Und Strategische und operativ-technische Sicherheitsmaßnamen zur Vermeidung von IT Sicherheitsvorfällen beschreiben (Firewall einrichten, Patches einspielen usw.)

aktuelle Sicherheitseinstellungen Wartung und Überwachung der Systeme/Server Firewall o Kapselt den schützenswerten Teil des eigenen Netzes nach außen hin ab o Jedes Datenpaket (von außen und von innen) läuft zwangsweise hierüber o Protokollierung des Datenverkehrs o Teile von Webseiten filter Offene Strategie = werden alle Dienste ermöglicht mit Ausnahme derer, die ausdrücklich verboten sind (nutzerfreundlich, nur Schutz gegen vorhersehbare Angriffe) Restriktive Strategie = wird alles unterbunden mit Ausnahme dessen, was ausdrücklich erlaubt ist (hohe Sicherheit, erhebliche Einschränkungen für Nutzer

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