UBRM


M. G.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen der Waldbewirtschaftung auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Erhaltung und nachhaltige Nutzung von Wäldern, wobei Aspekte wie Schutz, Holzgewinnung und ökologische Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute in der Forstwirtschaft, die sich mit den Prinzipien und Praktiken der Waldbewirtschaftung vertraut machen möchten.
Cartes-fiches
60
Utilisateurs
5
Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
12.10.2014 / 06.03.2018

Cartes-fiches

Was waren im Mittelalter die wichtigsten Gründe für die Nutzung von Holz. Zu welchem Zweck wurde dieses verwendet und welche Hiebsform war maßgebend? (10 Punkte)

Man wollte den Wald Urbar machen. Die Wälder wurden großflächig gerodet. (Weizenbau) Hiebsform:
ungeplante, unkontrollierte Einzelstammentnahme, Rodung . Kahlschlag
Nutzung: Schindeln, Brennholz, Bauholz (für städtischen Siedlungsraum).
Eisen-, Salz-, Glasproduktion

Was waren die wichtigsten Folgeerscheinungen des Holzhungers im Mittelalter? (10 Punkte)

Ab 18. Jht. Großflächige Entwaldungen / Verwüstung von Waldflächen / HolzverknappungKatastrophen (wie Überschwemmungen, Erosion, Muren)

Sorge um Nachhaltigkeit und Geburt einer geregelten Waldwirtschaft

Was versteht man im klassischen Sinn unter einer (i) nachhaltigen Waldwirtschaft und wie ist im Vergleich dazu die (ii) Nachhaltigkeit im Sinne des Brundtlandreportes definiert (10 Punkte)

(i)

• Nachhaltiger Ertrag und Einkommen

• Nutzung des Zuwachses

• Holz wächst nur auf Holz

• Zuwachsschätzung und Waldinventuren notwendig

• Methoden zur Kontrolle und Schätzung

 

Richtige Implementierung und Anwendung des Wissens vor Ort

(ii)

• Gleichgewicht von ökonomischer Entwicklung und Natur

• Sorge um die Zerstörung unseres „natürlichen Kapitals“

• Erhaltung für zukünftige Generationen („intergenerational fairness“)

Wie lauten die ersten (forstlich relevanten) (i) gesetzlichen Regelungen und wann wurde die bis heute gültige (ii) gesetzliche Bestimmung eingeführt? (10 Punkte)

i.

Die ersten forstlichen Regelungen waren Weistümer (Grundgrenzen, Waldaufsicht,

Regelung des Holzbedarfs,..): Das sind Aufzeichnungen von Gewohnheitsrecht, sie

gelten zwischen Lehensherrn und Dorfgemeinschaft (Lehensnehmer). Außerdem gab

es Bergordnungen, die älteste stammt aus Trient von 1213.

ii.

Das erste österreichische Forstgesetz wurde 1852 erlassen.

Heute ist das Forstgesetz von 1975 (mit Novellen z.B. von 2002 und 2007) die

gesetzliche Grundlage der Waldbewirtschaftung.

Sie besitzen 150 Hektar Wald und bewirtschaften Ihren Wald gemäß dem Normalwaldmodell von Hundeshagen. Die Umtriebszeit haben Sie mit 100 Jahren festgelegt. Was ist das (i) Normalwaldmodell, (ii) wie viele Hektare können Sie pro Jahr Ernten? (10 Punkte)

 

(i)

• Konzept zur Sicherung der nachhaltigen Holzproduktion für ungleichaltrigen Wald

• Es unterstellt, dass jede Altersklasse in einer Betriebsklasse mit gleicher Fläche vertreten ist.

Dadurch kann in jeder Periode eine gleichgroße Fläche genutzt werden.

• Ist eine Modellvorstellung, nicht zwangsläufig ein betriebliches Ziel

(ii) 150h / 100a = 1,5h pro Jahr darf geerntet werden.

Was ist die wichtigste Grundlage für die Erfassung der Waldsituation in Österreich und wie hoch ist der (i) relative Waldanteil (ii) Vorrat an Holz (iii) Zuwachs/Jahr und (iv)Nutzung/Jahr Österreich (10 Punkte)

Grundlage der Erfassung der Waldsituation ist die Waldinventur (=Walderfassung) Mit Hilfe

von statistischen/biometrischen Methoden, liefert sie Informationen über die Wälder.

 

i.

Der relative Waldanteil: 3,96 Millionen ha (47,2% Bewaldung)

ii.

Der Vorrat an Holz: 1,095 Milliarden fm

iii. Der Zuwachs/Jahr: 31,3 Millionen fm, (v.a. Kleinwald)

iv. Die Nutzung/Jahr: 23 Millionen fm, es werden nur 2/3 genutzt

Nennen Sie die im Forstgesetz verankerten Waldfunktionen! (5 Punkte)

1. Nutzwirkung: insbesondere die wirtschaftlich nachhaltige Hervorbringung des Rohstoffes Holz

2. Schutzwirkung: insbesondere der Schutz vor Elementargefahren und schädigenden Umwelteinflüssen sowie die Erhaltung der Bodenkraft.

3. Wohlfahrtswirkung: der Einfluss auf die Umwelt, und zwar insbesondere auf den Ausgleich des Klimas und des Wasserhaushaltes, auf die Reinigung und Erneuerung von Luft und Wasser

4. Erholungswirkung: insbesondere die Wirkung des Waldes als Erholungsraum auf die Waldbesucher

Was versteh man unter einem (i) sekundären Nadelwald, (ii) wie ist sekundärerNadelwald laut Österr. Waldinventur (ÖWI) definiert, (iii) wie groß wird die Fläche dessek. Nadelwaldes in Österreich geschätzt (10 Punkte)

i.

Überschirmung von mindestens 80 % auf Standorten natürlicher, reiner Laubwaldgesellschaften. Das bedeutet, dass reine Nadelbestände auf Mischwaldstandorten hier nicht dem sekundären Nadelwald zugerechnet werden.

ii.

80 % Fichtenanteil außerhalb des natürliche Verbreitungsgebietes

iii. 720.000ha

Was ist eine Ertragstafel: (i) Erklären Sie das Prinzip, (ii) was stellt die Tafel dar? (10 Punkte)

 

i.

beschreiben gleichaltrige, monospezifische Referenzbestände und geben Auskunft über die Bonität dieser (Kriterien: Alter und Oberhöhe)

ii.

beschreiben die Bestandsentwicklung über die Zeit (BHD, Höhe, Bestandsvolumen, Zuwachs)

Nennen Sie 4 Ziele der Forstpflanzenzüchtung. Geben Sie fuer eines dieser Ziele ein konkretes Beispiel an. (5 Punkte)

i. Ertragsteigerung (Volumen)

ii. Qualitätsverbessurung (Geradschaftigkeit)

iii. Umwelttoleranz (Trockenstress)

iv. Krankheitsresistenz (Pilzresistenz)

Nennen Sie 3 klassische Züchtungsverfahren. (5 Punkte)

i. Auslesezüchtung/Selektionszüchtung

ii. Kreuzungszüchtung (Heterosis-, Hybrid-)

iii. Mutationszüchtung

Sie jeweils 5 Prozesse des Stickstoff- und des Kohlenstoffkreislaufes.

1. Photosynthesis

2. Autotrophic respiration

3. Heterotrophic Respiration

4. Allocation

5. Deposition

Nennen und beschreiben Sie mindestens 7 Prozesse aus der Interaktion zwischen Energie- und Wasserkreislauf. (10 Punkte)

1. Radiation

2. Transpiration

3. Evaporation

4. Transmission

5. Throughfall

6. Outflow

7. Interception

8. Albedo

Erklären Sie die Begriffe Brutto Primär Produktion, Netto Primär Produktion, Netto Ökosystem

Austauch. Wie werden diese 3 Grössen berechnet? (10 Punkte)

• GPP – Gesamtmenge der neugebildeten organischen Substanz pro Zeiteinheit.

• NPP – Teil der Assimilation, der für das Wachstum verwendet wird. = GPP – MR (Erhaltungsaspiration) – GR (Wachstumsaspiration)

• NEE – Differenz zwischen Assimilation und der Respiration = NPP – HR (Heterotrophe Respiration)

Was ist ein Ökogramm? Was bildet ein Ökogramm ab? Welche Umweltfaktoren werden in Ökogrammen nach Ellenberg dargestellt? (10 Punkte)

i. Graphische Darstellung n-dimensionaler Zusammenhänge von Umweltfaktoren (wobei n die Anzahl der untersuchten Faktoren angibt)

ii. Das Vorkommen von Pflanzengesellschaften, auch Tiere, nach zwei Umweltfaktoren

iii. Klima (Licht, Wärme, Kontinentalität) und Boden (Feuchte, ph-Wert, Stickstoffanteil)

Definieren Sie den Begriff „Waldbau“ (5 Punkte)

Waldbau ist die zielgerichtete Steuerung von Waldökosystemen zur nachhaltigen Erbringung gesellschaftlich erwünschter Produkte, Leistungen und Funktionen. Also die Begründung, Erhaltung, Pflege und Nutzung, Erneuerung, Sanierung von Waldökosystemen auf Basis nachhaltiger ökonomischer, ökologischer und technischer Grundsätze und Erkenntnisse.

Welche wichtigen Merkmale wurden bei der Ausscheidung der österreichischen Wuchsgebiete berücksichtigt? (5 Punkte)

i. Klima (Regionalklima) -Wärmegradient von Norden nach Süden, Kontinentalität von Westen nach Osten, Barriere Alpen,- > Niederschlag, Temperatur, Temperaturamplituden

ii. Geomorphologie (Grundgestein und Landform) - Geomorphologie, Bodentypen Bodenbildung und Wasserhaushalt, (vertikale Höhenstufungen, überlagert Regionalität)

iii. Einwanderungsgeschichte

Nennen Sie 4 Höhenstufen im österreichischen Wald und ordnen Sie diese der Höhenlage (in Metern über dem Meeresspiegel) nach beginnend mit der tiefstgelegenen. (5 Punkte)

i. Kollin: (um die 300 m) Bsp. Blumenesche

ii. Submontan: (um die 900m)

iii. Montan:

Tiefmontan (600 - 1100)

Mittelmontan (800 - 1400)

Hochmontan (1200 - 1700)

iv. Subalpin:

Tiefsubalpin (1400- 2000)

Hochsubalpin (1600 – 2300)

Was ist ein Waldbausystem? Definieren Sie den Begriff und nennen Sie mindestens drei Elemente eines Waldbausystems. (10 Punkte)

Ist die Abfolge und Art von waldbaulichen Maßnahmen zur zielgerichteten Behandlung von Waldbeständen

• Verjüngung (natürlich/künstlich)

• Pflege (z.B.: Durchforstung, Mischungsregelung)

• Ernte (Kahl-, Saum-, Schirm-, Femelschlag + Kombinationen)

Definieren Sie den Begriff „Bestand“ und nennen Sie dabei mindestens drei Merkmale, die bei der Abgrenzung von Beständen berücksichtigt werden. (10 Punkte)

Bestand ist eine Planungs- und Bewirtschaftungseinheit. Die minimale Fläche beträgt ca. 0,5ha, die maximale Fläche ist abhängig von der Behandlung, beträgt ca. 5-10ha

• Standorts-/Bodenverhältnisse

• Vegetationsstruktur/-zusammensetzung

• Waldbehandlung

• Bewirtschaftungsziele

Definieren Sie den Begriff „Umtriebszeit“! (5 Punkte)

= mittlere planmäßige Produktionsdauer (innerhalb einer Betriebsklasse) im Altersklassen-Wald (Begründung – vollständiger Endnutzung)

Ist eine forstbetriebliche Planungseinheit für die Gesamtplanung. Besteht aus Beständen, die nach demselben waldbaulichen Konzept behandelt werden und einer gemeinsamen Ertragsregelung unterliegen.

• nach maximaler Massenleistung (Kulmination durchschnittlicher Gesamtzuwachs)

• maximale Sortenleistung (Kulmination des dgz eines bestimmten Sortiments)

• vereinfacht ausgedrückt über „Zieldurchmesser“ von Bäumen

Nennen Sie mindestens je drei mögliche Vor- bzw. Nachteile des Kahlschlagsystems. (10 Punkte)

Kahlschlag: eine Fläche, auf der alle aufstockenden Bäume planmäßig in einem oder wenigen einander in kurzen Intervallen folgenden Hieben entnommen wurden

 

VORTEILE:

. Pflanzung/Saat auch maschinell möglich (Ebene)

. Mobilisierung von Rohhumusauflagen (jedoch schwer zersetzbar und minderwertig)

. relativ niedriges Know How level erforderlich

. große Mengen an Holz pro Fläche

. Freiheit der Baumartenwahl

 

NACHTEILE:

. Wärmehaushalt / Windklima / Wasserhaushalt – Schutz des Nachwuchses

. Nährstoffverlust durch rasche Mineralisierung , Humusmineralisierung

. Auswaschung von Nährsoffen (z.B.: Stickstoff)in das Grundwasser

. Störung des Landschaftsbildes

. Erosionsbegünstigend

Was besagt das Stück-Masse Gesetz? (5 Punkte)

Die Leistung eines Verfahrens nimmt nach dem Stück-Masse-Gesetz zu.

Je höher der BHD, der zu entnehmenden Bäume, desto günstiger sind auch die Holzerntekosten je Festmeter: Arbeitskosten/Holzpreis= Produktivität

Je kleiner das Volumen eines Einzelbaumes. umso höher die Erntekosten/fm und umso geringer sind die ausformbaren Sortimente.

Nennen Sie die Abfolge der Hiebsmaßnahmen im klassischen Schirmschlag. (10 Punkte)

1. Vorbereitungshieb (Entnahme unerwünschter Baumarten/Individuen)

2. Besamungshieb (nach Abfall der Samen)

3. Lichtungshieb(e) (sukzessive Entfernung des Schirmbestandes; frühestens 2 Jahre nach Besamungshieb)

4. Räumungshieb (Entnahme der Reste des Altbestands)

Nennen Sie mindesten je drei mögliche Vor- bzw. Nachteile des Schirmschlagverfahrens. (10 Punkte)

. Schutz der Verjüngung

. Kontrolle der sich verjüngenden Arten möglich (Grad der Schirmstellung)

. Kontrolle von Konkurrenzvegetation ist möglich

. Kombination mit Kunstverjüngung möglich

. Lichtungszuwachs der Schirmbäume

. Hauptsächlich zur Verjüngung einer Baumart (durch homogene Schirmstellung...)

. Schäden an verbleibenden Individuen

. Unterdrückung des Wachstums von Verjüngung

. Erhöht Sturmgefährdung (langfristige Vorbereitung mindert Risiko)

. erhebliches Know How erforderlich

Was sind die Ziele (i.e. Aufgaben) der Durchforstung? Nennen Sie mindestens vier Aspekte. (10 Punkte)

= teilweise Fällung/ Entnahme der Baumpopulation in den Bestandesentwicklungsphasen

Stangenholz & schwaches Baumholz

• Konkurrenzregelung

• Zuwachslenkung / Wertsteigerung

• Mischungsregelung

• Regelung der vertikalen Struktur des Bestandes

• Erhaltung eines Unter-/Nebenbestandes

• Erhaltung des Waldmantels (Ränder)

• Vitalität und Stabilität wegen geringerer Schaddisposition erhöhen

• Ernte (Holzbiomasse, Erlöse)

Ordnen Sie die beiden Verjüngungsverfahren Schirmschlagverfahren und Femelschlagverfahren dem gegebenen Bestandestyp zu, für dessen Erneuerung mittels Naturverjüngung Sie jeweils besser geeignet sind. (a) Buchenbestand, (b) Eichenbestand, (c) Fichten-Tannen-Buchen-Mischbestand. (10 Punkte)

Schirmschlag: ist bei Reinbeständen (eine Baumart, z.B. Buche) besser geeignet. Der Verjüngungszeitraum beträgt ca. 10-20 Jahre.

Femelschlag: ist besser bei Mischbeständen (mehrere Baumarten). Der Verjüngunszeitraum beträgt ca. 20-40 Jahre.

(a) Buchenbestand - Schirmschlag

(b) Eichenbestand - Schirmschlag

(c) Fichten-Tannen-Buchen-Mischbestand - Femelschlag

 

Definieren Sie den Begriff „genetische Ressourcen“ für das Ökosystem Wald. (10 Punkte)

Die Gesamtheit aller genetischen Materialien pflanzlichen, tierischen, mikrobiellen oder sonstigen Ursprungs, die im Ökosystem vorkommen.

Innerhalb der Waldbaumarten können Herkünfte (Provenienzen) unterschieden werden. Wie erklärt man sich die Entstehung von Provenienzen? (10 Punkte)

Unterschiedliche Standorte bewirken unterschiedliche Umwelteinflüsse, was zu unterschiedlichen (genetischen) Reaktionen führt. Nach den genetischen Eigenschaften wie

z.B. Austriebszeit, Frostempfindlichkeit führt zur Unterteilung der (Unter-)Arten nach Provenienzen (Herkünften).

Provenienzforschung: welche Merkmale der Bäume werden untersucht? Nennen Sie mindestens drei Beispiele! (5 Punkte)

Keimerfolg, Mortalität, Wuchsleistung (Höhe, Durchmesser), Krankheitsanfälligkeit.

Welche Teilbereiche der Reproduktionsbiologie spielen für die „aktuelle Evolution“ eine Rolle? Nennen Sie mindestens 4 Beispiele. (10 Punkte)

• Vermehrung

o Vegetativ - Ableger, Zellkultur,…

o Generativ - Verpaarung

. Klonen, Sammelzellengewinnung

. Blühen

. Fruktifizieren

. Staatgutverbreitung

. Keimung

. Sämlinge

Welche Rolle spielt der Reproduktionserfolg der Eltern bei der Weitergabe von Genen? (5 Punkte)

Er entscheidet über die Weitergabe bzw. Zusammensetzung des Genpools der Folgegeneration, die weiteren Selektionsschritte (Keimung, Sämlinge, Kleinplanzen, junge Bäume etc.) können aus diesem „Folge-Genpool“ nur auswählen.

Umso erfolgreicher die Reproduktion ist, desto mehr Samen keimen und es werden immer mehr Gene weitergegeben.

Was ist eine Vollmast und welche Bedeutung hat sie für die das Management von Waldbäumen? (5 Punkte)

Vollmast bedeutet, dass alle Bäume eines Bestandes stark fruchten. Vollmasten bewirken eine gute Durchmischung aller Gene und die Realisierung einer Vielzahl von Genkombinationen (=optimale Kopie des Eltern-Genpools).

Nennen Sie Vor und Nachteile bei der Erhaltung genetischer Ressourcen mittels Genbanken (5 Punkte)

Schutz und die Erhaltung der genetischen Pflanzen, die konserviert werden, sind später Vielfalt von landwirtschaftlichen und nicht mehr angepasst und haben somit eine gärtnerischen Nutzpflanzensorten hohe Mortalität.

Die Dynamik des Systems muss gewährleistet sein. Genbank = „freezing of evolution“

Welche Kategorien von Vermehrungsgut werden im Forstbereich unterschieden und was bedeutet das für das Management genetischer Ressourcen im Wald? (5 Punkte)

a) Quellengesichert: von Ausgangsmaterial abstammend, entweder Saatgutquelle oder Erntebestand, ein Herkunftsgebiet.

b) Ausgewählt: von Ausgangsmaterial abstammend, Erntebestand aus einem Herkunftsgebiet, nach phänotypischen Merkmalen ausgelesen (Populationsebene).

c) Qualifiziert: von Ausgangsmaterial abstammend, Samenplantage, Familieneltern, Klone oder Klongemische, auf Einzelbaumebene nach phänotypischen Merkmalen ausgelesen

d) Geprüft: von Ausgangsmaterial abstammend, Erntebestände, Samenplantagen,Familieneltern, Klone oder Klongemische. Überlegenheit nachgewiesen durch Vergleichsprüfung oder Beurteilung

Saatguttransfer muss innerhalb der gleichen Höhenzone geschehen (max. 200 m Abweichung nach oben/unten). Die Produktionsleistung kann durch Pflanzung der „richtigen“ Herkunftspflanzen zwischen 3 % und 10 % erhöht werden.

Erklären Sie die Begriffe Segregation und Integration im Rahmen der Waldfunktionenlehre! (5 Punkte)

• Segregation= Unterschiedliche Nutzungsansprüche an die Waldfläche werden räumlich getrennt (Nutzung, Schutz- und Erholungsfunktion jeweils getrennt auf einer Waldfläche)

• Integration = Durchmischung/Überlagerung unterschiedlicher Waldfunktionen auf gleicher Fläche (Nutzung, Schutz- und Erholungsfunktion auf einer Fläche zusammen)

Definieren Sie die Begriffe (a) Produktionsziel und (b) Produktionsprogramm. (10 Punkte)

• Produktionsziel: sind Ziele, die auf die Art des zu produzierenden Gutes ausgerichtet sind ( Holz kann in Form von 3 verschiedenen Produkten hergestellt werden: als Wert-Nutzholz, Industrieholz, Brennholz)

• Produktionsprogramm: Festlegung der Art, Menge und operativ den Zeitpunkt des zu produzierenden Produktes

Beschreiben Sie den Zusammenhang zwischen Waldbausystemen (Betriebsarten) und dem Produktionsziel "Holz". (10 Punkte)

Das Produktionsziel, d.h. die Art des Produktes Holz, bestimmt die Betriebsart (bzw. umgekehrt): Ist das Produktionsziel Brennholz, ist das passende Waldbausystem der Ausschlagwald:

1. Kurzumtrieb bringt Brennholz

2. Niederwald bringt Brennholz

3. Mittelwald bringt 1/3 Nutzholz, 2/3 Brennholz

4. Hochwald bringt 2/3 Nutzholz, 1/3 Brennholz

Nennen Sie beispielhaft (4) derzeit relevante Nutzungsansprüche an den Wald. (5 Punkte)

• Siedlungstätigkeit

• Verkehr

• forstwirtschaftliche Nutzung

• Erholungsnutzung

• Schutz und Wohlfahrt

Beschreiben sie wesentliche Aspekte von Betriebsorganisation (räumlich) und Planungszeiträumen in Forstbetrieben! (10 Punkte)

• Abteilung (10-100ha)

• Unterabteilung (1-10ha)

• Teilfläche / Bestand (~0,3 ha)

Planungszeitraum: ~10 Jahre

Die Planungszeiträume sind grundsätzlich sehr lange, weil die Umtriebszeit sehr lange ist.

Étudier