VWL Block 2

VW 203 Kapitel 3 & 4

VW 203 Kapitel 3 & 4


Claudio Koch
Diese Lernkarten behandeln grundlegende Konzepte der Volkswirtschaftslehre auf Mittelschulniveau, mit Fokus auf Arbeitslosigkeit, Theorien von Keynes und klassischen Ökonomen, sowie Maßnahmen zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit. Sie erklären die Unterschiede zwischen keynesianischer und klassischer Theorie, die Rolle von Nachfragepolitik und Angebotspolitik, sowie die Berechnung der Arbeitslosenquote. Diese Karteikarten sind ideal für Schüler, die ein besseres Verständnis der volkswirtschaftlichen Zusammenhänge und der Ursachen sowie Lösungsansätze für Arbeitslosigkeit erlangen möchten.
Karten
17
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
VWL
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
11.10.2012 / 17.04.2017

Lernkarten

Was bedeutet Stagflation?

Die Konstellation aus Stagnation und Inflation.

Die Wirtschaft stagniert und die Inflation wächst.

Wo unterscheiden sich die Auffassungen nach den Gründen für die Entstehung von Arbeitslosigkeit zwischen der keynesianischen und der klassischen Theorie?

Die Klassiker sehen in der Arbeitslosigkeit kein langfristiges Problem. Durch die kurzfristigen Arbeitslosigkeit erhöht sich das Angebot von Arbeitskräften, was zu sinkenden Löhnen führt. Dadurch kann die Produktion erhöht werden und zusätzliche Arbeitskraft eingestellt werden.

Hingegen haben die Keynesen die Auffassung, dass bei Ausfall an privater Nachfrage (weniger Lohn) einen wirtschaftlichen Abschwung in Gang gesetzt wird, der nach und nach alle Bereiche der Volkswirtschaft erfasst.

Woraus leitet sich der Begriff Monetarismus ab?

Zentrale Steuerungsgrösse ist das Geld bzw. die Geldmenge. Die Nationalbank verfolgt eine trendorientierte Geldpolitik.

Das Geldmengenwachstum orientiert sich am Wirtschaftswachstum.

Begründe, warum die Angebotspolitiker eine Verringerung der Einkommenssteuer fordern, um die Wirtschaft anzukurbeln.

Hohe Steuersätze gelten als leistungshemmend, weil durch sie Leistung bestraft wird.

Wer gilt statistisch als arbeitslos?

- erwerbstätige Personen

- arbeitsberechtigte, arbeitswillige und arbeitsfähige Personen

- Arbeit suchende Personen (beim Arbeitsamt gemeldet)

Wie wird die Arbeitslosigkeit gemessen?

Arbeitslosenquote = Arbeitslose / Erwerbsbevölkerung x 100

Die Arbeitslosenquote wird als prozentualer Anteil der Arbeitslosen an der Erwerbsbevölkerung berechnet.

Wann nimmt der Bestand an Arbeitslosen zu?

- Erhöhung der Erwerbstätigkeit (erste Arbeitsstelle, Zuwanderung oder Wiederaufnahme)

- Kündigung oder Aufgabe der Selbstständigkeit

- Entlassung

Wann nimmt der Bestand an Arbeitslosen ab?

- Neue Arbeitsstelle

- Ausscheiden aus der erwerbsfähigen Bevölkerung (Pensionierung oder Krankheit)

- Aufgabe der Arbeitssuche

Welche zwei Möglichkeiten gibt es, mehr Güter zu verkaufen?

- Nachfragepolitik

- Angebotspolitik

Welche zwei Möglichkeiten gibt es, die Arbeitslosigkeit zu senken?

- Erhöhung der Nachfrage

- Senkung des Angebots

Wie funktioniert die Nachfragepolitik?

Erhöhung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage durch expansive Fiskalpolitik:

- staatliche Investitionsprogramme, Steuersenkungen und Neueinstellungen im öffentlichen Dienst

- Expansive Geldpolitik (Zinssenkung)

Wie funktioniert die Angebotspolitik?

Erhöhung des Arbeitsplatzangebots:

- vermehrte Investitionen

- höhere Qualifikation der Arbeitskräfte durch verbesserte Aus- und Weiterbildung

Wie funktioniert die Arbeitsmarkteffizienz?

Erhöhung der Arbeitsmarkteffizienz:

(bessere Abstimmung zwischen Arbeitsangebot und -nachfrage)

- effizientere Gestaltung der Arbeits- und Arbeitskräftesuche durch staatliche Arbeitsvermittlung (Verringerung friktionelle Arbeitslosigkeit)

- Berufsberatung für Arbeitslose

- Weiterbildungs- und Umschulungsprogramme (Verringerung strukturelle Arbeitslosigkeit)

Wie funktioniert Arbeitszeitpolitik?

Verringerung des Arbeitsangebots:

- Arbeitszeit pro Tag

- Arbeitstage pro Woche

- Arbeitswochen pro Jahr

- Arbeitsjahre im Laufe eines Erwerbslebens

Was ist der Unterschied zwischen den Theorien der (Neo-)Klassiker und Keynes?

Haushalte können ihre Einnahmen entweder für Konsum oder für Investitionen in Form von Eigenmitteln oder Fremdmitteln ausgeben. Ein wesentliches Charakteristikum der (Neo-)Klassik besteht in der Annahme, dass der Regelmechanismus über Preise und Zinsen gewährleistet, daß die Haushalte ihre gesamten Einnahmen stets auch vollständig ausgeben.

Die durch Keynes ausgelöste Revolution im volkswirtschaftlichen Denken besteht darin, dass er annimmt, dass unter bestimmten Voraussetzungen die Haushalte eben nicht ihre Einnahmen vollständig ausgeben, sondern dass mit steigendem Volkseinkommen der Anteil des nicht für Konsumzwecke verwendete Einkommenszuwachses (d.h. Ersparnis) überproportional zunimmt.

Was geschieht in der klassischen Theorie bei Arbeitslosigkeit?

Die Klassiker sehen Arbeitslosigkeit nur kurzfristig und vorübergehend:

- Durch die Arbeitslosigkeit steigt das Arbeitskräfteangebot,

- dadurch sinken die Löhne,

- dadurch wird die Produktion ausgedehnt,

- dadurch werden zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt.

Was geschieht in der keynesianischen Theorie bei Arbeitslosigkeit?

Gemäss Keynes verhindert die Starrheit nach unten bei den Löhnen die Angleichung von Arbeitskräfteangebot und Arbeitskräftenachfrage.

Der Zustand ist ein Gleichgewicht bei Unterbeschäftigung.

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