VWL Beschäftigung und Arbeitslosigkeit

Volkswirtschaftslehre - Lehrmittel für die Sekundarstufe II und die Weiterbildung von Aymo Brunetti Kapitel 4: Beschäftigung und Arbeitslosigkeit

Volkswirtschaftslehre - Lehrmittel für die Sekundarstufe II und die Weiterbildung von Aymo Brunetti Kapitel 4: Beschäftigung und Arbeitslosigkeit


Stefan Fässler
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Grundlagen der Beschäftigung und Arbeitslosigkeit auf Mittelschulniveau. Sie beleuchten zentrale Begriffe wie Arbeitslosigkeit, Sockelarbeitslosigkeit, Lohnverhandlungen und Sozialversicherungen, wobei der Fokus auf der Schweizer Arbeitsmarktpolitik liegt. Die Karteikarten erklären, wie Arbeitslosigkeit entsteht, welche Massnahmen ergriffen werden und wie die Arbeitslosenversicherung funktioniert. Sie eignen sich besonders für Schüler, die die Zusammenhänge zwischen Arbeitsmarktregulierungen, Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit verstehen möchten.
Karten
27
Lernende
10
Sprache
Deutsch
Kategorie
VWL
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
15.02.2014 / 19.01.2026

Lernkarten

Was bedeutet arbeitsmarktliche Massnahmen?

Gesamtheit aller Massnahmen, mittels derer arbeitslose Pesonen arbeitsmarktfähig gehalten werden und rasch wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert werden sollen.

Was bedeutet Taggeld?

Auszahlungen von Geld während jener Periode, in der eine Person Anspruch auf Leistungen aus einer Sozialversicherung hat.

Was bedeutet Beitragssatz?

Prozentsatz des versicherten Lohnes, der als Beitrag ("Prämie") für eine Sozialversicherung bezahlt werden muss.

Was bedeutet Lohnsubvention?

Staatlicher Lohnzuschuss an Personen, die durch ihr Einkommen aus der Erwerbstätigkeit ein Existenzminimum nicht erreichen.

Erläutere die Arbeitslosigkeit und Erwerbstätigkeit anhand von geeigneten Messgrössen.

Wie gut in einem Land die Arbeitsmärkte die Beschäftigung sichern, lässt sich an zwei Kerngrössen beurteilen: der Arbeitslosenquote (Prozentsatz der Arbeitswilligen, die keine Stelle finden) und der Erwerbstätigenquote (Prozentsatz der Personen im erwerbsfähigen Alter, die einer bezahlten Arbeit nachgehen).

Was sind die Unterschiede zwischen der konjunkturellen Arbeitslosigkeit und der Sockelarbeitslosigkeit?

Die Sockelarbeitslosigkeit ist dadurch gekennzeichnet, dass es genügend offene Stellen gibt, die Arbeitslosen aber aus verschiedenen Gründen nicht auf diese Stellen passen. Konjunkturelle Arbeitslosigkeit entsteht, wenn es in einer Rezession weniger offene Stellen als Arbeitslose gibt.

Erkläre die wichtigsten beiden Formen der Sockelarbeitslosigkeit.

Bei der strukturellen Arbeitslosigkeit passen die Qualifikationen der Arbeitslosen nicht auf die offenen Stellen. Bei der friktionellen Arbeitslosigkeit gibt es passende offene Stellen, die Arbeitslosen müssen sie aber erst finden.

Wie kann strukturelle Arbeitslosigkeit entstehen?

Strukturelle Arbeitslosigkeit entsteht, wenn in einem bestimmmten Arbeigsmarkt die Löhne nicht flexibel auf einen Rückgang der Arbeitsnachfrage reagieren können. Die so arbeitslos gewordenen Personen müssen ihre Qualifikationen anpassen, um wieder eine Beschäftigung zu finden.

Was sind die wichtigsten Erklärungsfaktoren für Unterschiede in der Höhe der strukturellen Arbeitslosigkeit?

Wie hoch die strukturelle Arbeitslosigkeit in einem Land ist, hängt vor allem von den Arbeitsmarktregulierungen, aber auch vom Bildungssystem ab. Sie ist umso geringer, je flexibler der Arbeitsmarkt ist und je besser die Bildungs- und Weiterbildungssysteme ausgebaut sind.

Führe die Gründe auf, wieso in der Schweiz im internationalen Vergleich die Arbeitslosigkeit tief und die Erwerbstätigkeit hoch ist.

Der Schweizer Arbeitsmarkt ist im intenationalen Vergleich flexibel reguliert. Es gibt keine flächendeckende Mindestlöhne, Lohnverhandlungen erfolgen dezentral, und Arbeitgeber können Personen mit vertretbaren Auflagen entlassen, wenn sich die wirtschaftliche Lage verschlechtert. Diese Arbeitmarktflexibilität ist der Hauptgrund für die tiefe strukturelle Arbeitslosigkeit in der Schweiz.

Wie funktioniert die Schweizer Arbeitslosenversicherung?

Die Arbeitslosenversicherung wurde in der Schweiz in den 1990er-Jahren stark aus- und umgebaut. Neben dem passiven Bezug von finanziellen Leistungen sind die Arbeitslosen heute verpflichtet, über verschiedene, durch die Arbeitslosenversicherung finanzierte Massnahmen ihre Arbeitsmarktfähigkeit aktiv zu erhalten oder zu steigern.

Lernen