VWL

Wichtigste Begriffe

Wichtigste Begriffe


K. D.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über grundlegende volkswirtschaftliche Konzepte und sind für Schüler der Mittelschule geeignet. Sie behandeln Themen wie Kosten, Steuern, Einkommen, Geldmenge, Preise und Arbeitslosigkeit, sowie internationale Handelsabkommen wie die EFTA. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Schüler, die sich auf Prüfungen vorbereiten und ein besseres Verständnis der volkswirtschaftlichen Zusammenhänge erlangen möchten.
Karten
116
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
VWL
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
13.09.2013 / 12.01.2016

Lernkarten

Adverse selection (falsche Selektion)

Wichtige Informationen sind einem der Marktpartner nicht zugänglich, was zu einem Marktversagen führen kann.

Allmendgüter

Güter, die im Gebrauch rivalisierend sind, aber nicht ausschliessbar. Beispiel: Es gibt kein Eigentumsan- recht auf einen bestimmten Fisch im Meer. Jeder kann ihn fischen (rivalisierend), keiner kann vom Fischen ausgeschlossen (ausschliessbar) werden. Problem: Überfischung, Preisversagen, Marktversagen etc. Lösung: „Freiwillige“ international abgestimmte Fangquoten, Förderquoten etc.

Akzelaratortheorie

Einflussnahme des Staates (Ausgabenerhöhungen, Steuersenkungen etc.) lösen eine überproportionale Veränderung der Investitionen aus.

Allokationsfunktion

Preise übernehmen die Steuerung der Verteilung knapper Ressourcen. Die Marktwirtschaft sorgt für eine effiziente Allokation der Ressourcen, dh. knappe Mittel werden der produktivsten Verwendung zugeführt.

Angebotskurve

Zeigt, welche Menge die Anbieter bei einem bestimmten (Verkaufs-)Preis bereits sind zu verkaufen.

Angebotsinflation

Preissteigerungen, die auf höheren Kosten oder höhere Gewinnaufschläge der Unternehmungen basieren.

Angebotskonzeption/-ökonomie

Schlechte Bedingungen für die Anbieter (zu hohe Kosten, staatliche Regulierungen und Einmischung) sollen durch einen Rückzug des Staates (Deregulierung, Privatisierung, tiefere Steuern, weniger Gesetze) verbes- sert werden. Also weniger Staat, mehr Marktwirtschaft.

Arbeitslosigkeit

Friktionelle Arbeitslosigkeit auf Grund von Suchprozessen infolge Stellenwechsel. Konjunkturelle Arbeits- losigkeit auf Grund veränderter Nachfrage. Strukturelle Arbeitslosigkeit auf Grund fehlender Anpassung der UNE, der Region oder Branche an die Nachfrage. Sockelarbeitslosigkeit besteht immer, auch bei einem Aufschwung.

Arbeitsproduktivität

Leistung/Wertschöpfung/produzierte Einheiten pro Mitarbeiter in einer gewissen Zeit.

Beveridge-Kurve

Stellt die Arbeitslosen in Beziehung zu den offenen Stellen und zeigt die Entwicklung der Sockelarbeitslo- sigkeit

Binnenmarktprogramm der EU

Durch die vier Freizügigkeiten (Güter, Dienstleistungen, Kapital, Personen) soll der Handel erleichtert und der Wohlstand gesteigert und besser verteilt werden

Bretton-Woods-System

System von fixen Wechselkursen (1944-1973). Jedes Mitgliedsland definiert seine Währung in Gold oder Dollar, und die amerikanische Nationalbank verpflichtet sich, alle Dollarguthaben auf Verlangen zum abge- machten Kurs in Gold einzulösen.

BIP (Bruttoinlandprodukt)

Wert aller im Laufe eines Jahres im Inland erbrachter Wertschöpfungen zu Marktpreisen bewertet.

Bruttoinvestitionen

Bruttoinvestitionen sind derjenige Teil der Wertschöpfung, welcher in Bauinvestitionen, Ausrüstungsinvesti- tionen und Vorratsveränderungen fliesst. Bruttoinvestitionen ./. Ersatzinvestitionen (Abschreibungen) = Nettoinvestitionen

Coase-Theorem

Dank klar geregelten Eigentumsrechten können externe Effekte ausgebügelt werden

Cournotscher Punkt

Punkt des gewinnoptimalen Preises und Menge in einem monopolen Markt

Crowding-out

Durch staatliches Handeln werden privatwirtschaftliche Aktivitäten verdrängt. Beispiel: Mehr staatliche Aktivität führt zu einer höheren Staatsverschuldung, dadurch steigen die Zinsen und die Privatwirtschaft reduziert ihrerseits die Investitionstätigkeiten

Deflation

Genereller Rückgang des Preisniveaus über längere Zeit.

Depression

Konjunkturphase gekennzeichnet durch hohe Arbeitslosigkeit, geringe Kapazitätsauslastung und sinkende Löhne

Devisenswap

Verkauf von Devisen per Kasse und gleichzeitiger Kauf auf Termin - oder umgekehrt

Effizienztheorie

Lohnerhöhungen wirken einerseits kostensteigernd, anderseits wirken sie durch Anreize zu höheren Leis- tungen auch kostensenkend. Problem: Arbeitslosigkeit kann so schlecht abgebaut werden

(Preis-)Elastizität

Menge der Nachfrageänderung bei gleichzeitiger Preisveränderung

Expansive Geldpolitik

Durch die Nationalbank. Geldmenge soll stärker wachsen als das Produktionspotenzial

Exportquote

Anteil der Ausfuhren eines Landes in Prozent des BIP

Externe Effekte

Kosten oder Nutzen, die bei der Produktion oder im Konsum entstehen, jedoch nicht vom Verursacher getragen bzw. genossen werden

Finanzausgleich

Übertragung zwischen staatlichen Körperschaften zum Ausgleich zwischen Finanzkraft und Finanzbedarf, oder als Abgeltung für die Übernahme von übergeordneten Aufgaben (Asylunterkünfte)

Fiskalquote

Steuern und Sozialversicherungsbeiträge in Prozent des BIP

Fixe Wechselkurse

SNB versucht durch Käufe oder Verkäufe von Devisen die Wechselkurse innerhalb einer Bandbreite zu halten

Flexible Wechselkurse

Wechselkurs richtet sich nach Angebot und Nachfrage - ohne Intervention der Nationalbank

Freihandelspostulat

Theorie, dass der ungehinderte internationale Handel den grösstmöglichen Wohlstand für alle schafft

Geldmenge

M1: Jederzeit zur Zahlung verfügbare Mittel / M2: M1 plus Spareinlagen / M3: M2 plus Termineinlagen

Notenbankgeldmenge

Zahlungsmittel (Noten plus Giroguthaben der Banken) welche durch die Notenbank direkt kontrolliert und in Umlauf gebracht werden

Geldschöpfungsmultiplikator

Vermehrung der Geldmenge durch Kreditschöpfung der Geschäftsbanken

Gossensche Gesetze

1. Gesetz: Der Grenznutzen eines Gutes nimmt bei zunehmender Menge ab (abnehmender Grenznutzen) / 2. Gesetz: Homo oec. versucht den Grenznutzen pro aufgewendeter Geldeinheit zu maximieren

Grenzerlös

Zunahme des Erlöses, der beim Verkauf einer zusätzlichen Einheit entsteht

Grenzertrag

Zunahme des Ertrages, wenn der Einsatz eines Produktionsfaktores um eine Einheit erhöht wird

Grenzkosten

Kosten, die bei der Produktion einer zusätzlichen Einheit entstehen

Grenznutzen

Zusätzlicher Nutzen aus der letzten konsumierten Einheit eines Gutes

Importierte Inflation

Preissteigerung durch Zunahme der Exporte oder höhere Importpreise

Inflation

Anhaltende Abnahme des Geldwertes, rsp. Erhöhung des Preisniveaus

Lernen