VÜ Grundzüge der Bevölkerungsgeographie, Pflichtliteratur

Universität Wien, SPL Geographie, LV-Nr: 290018, LV-Titel: VO+UE Grundzüge der Bevölkerungsgeographie, LV-Leiterin: Karl Husa , Alexander Wisbauer, WS 13/14 Kapitel 2: Pflichtliteratur

Universität Wien, SPL Geographie, LV-Nr: 290018, LV-Titel: VO+UE Grundzüge der Bevölkerungsgeographie, LV-Leiterin: Karl Husa , Alexander Wisbauer, WS 13/14 Kapitel 2: Pflichtliteratur


Florian Kaltseis
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Bevölkerungsgeographie auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Themen wie den Anteil der Erwerbsbevölkerung, den Alterungsprozess und die Entwicklung der Weltbevölkerung, wobei Länder wie China und Österreich sowie globale Trends im Fokus stehen. Die Lernkarten sind ideal für Studierende der Geographie, die sich auf Prüfungen vorbereiten oder ihr Verständnis der demografischen Dynamiken vertiefen möchten.
Karten
36
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Geographie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
09.05.2014 / 20.02.2015

Flashcards

Ausländeranteil 2012? (Anteil der nicht-österreichisch Staatsangehörigen)

12%

Welche Entwicklungen treffen für die Jahre vor 2012 zu?

Reihe der nach Größe des Anteil an der in Österreich lebenden Bevölkerung:

  • Bosnien und Herzegowina
  • Deutschland
  • Kroatien
  • Serbien
  • Türkei

  1. Deutschland
  2. Türkei
  3. Serbien
  4. Bosnien und Herzegowina
  5. Kroatien

Gib Anteil der 0-14 jährigen, 15-64 jährigen und 65+ jährigen 2012 an.

zB x%, x%, x% an.

14%, 68%, 18%

Durchschnittsalter 2012?

42

Gib KAQ und AAQ 2012 in der form x, x an.

23, 38

Gib die demographische Grundgleichung mit t=2012 Jahresbeginn und t+n=2012 Jahresende in der Form x=x+x-x+x-x an (gerundet auf 1000er).

8451000=8408000+79000-79000+140000-97000

CBR 2012

9,4

GFR 2012

39,3

TFR 2012

1,4

BRR 2012

0,7

NRR

0,7

Mittleres Erstheiratsalter (Median) 2012 von Frauen und Männern? Gib in der From x, x an.

30, 32

Gesamtscheidungsrate 2012? Gib in der Form x% an.

43%

CDR 2012

9,4

IMR 2012?

3

Gib e0 für Frauen und Männer 2012 in der From x, x an.

83, 78

Nenne die beiden Hauptgründer für den demographischen Alterungsprozess.

  1. Steigende Lebenserwartung
  2. Rückgang der Geburten

globales Medianalter 2005

28

Demographische Entwicklung der Kontinente im Vergleich

  • Europa ist der älteste Kontinent und der Alterungsprozess setzt hier schon Mitte um 1950 ein.
    • Um 1950 war Altersstruktur wirklich noch Pyramide. Um 2000 dann eher schon Urnenform. In Zukunft wird es Richtung Glocke gehen (stationäre Bev).
       
  • In Asien und Amerika setzt der Alterungsprozess in den 70er ein.
  • Afrika ist der jüngste Kontinent und der Alterungsprozess setzt heir erst in den 90er ein.
     
  • Entwicklungsländer allgemein
    • Hohe Sterblichkeit in allen Altersgruppen => Zu Beginn des 21. Jhd immer noch Pyramiden-Form.
    • Auch hier Tendenz zur Glockenform in der Zukunft.

Entwicklung des Anteil der 0-15 jährigen nach Entwicklungsständen

Kindheit und Jugend haben sich vor etwa 150 Jahren in den reichen Ländern etabliert. In der vorindustriellen Gesellschaft mussten sie ihren Beitrag zum Lebensunterhalt leisten. Im Rahmen der Modernisierung wird diese Lebensphase allerdings zur Spiel- und Ausbildungsphase eines Menschen.

hoch Entwickelte Länder der Welt:

  • 1950: 28% Kinder u Jugendliche
  • kurzer Anstieg (Babyboom) danach kontinuierliches sinken.

Schwellenländer:

  • 1950: 37%
  • 1965: 62%
  • 2005: 29%

Ärmste Länder der Welt:

  • 1950: 41%
  • 1975: 45%
  • 2005: 41%
  • Es gibt dort heute so viele potenzielle Eltern wie noch nie. Zukünftige Tendenz häng v.A. von 2 Dingen ab:
    • Kinderwunsch
    • besserer Zugang zu Familienplanung

Entwicklung des Anteils der Erwerbsbevölkerung nach Entwicklungsstand

Im Allgemeinen ist zu sagen, dass Menschen immer früher aus dem Erwerbsleben Ausscheiden. Eine Konsequenz aus immer besser ausgebauter Altersversorgung und dem Wunsch seinen Lebensabend genießen zu können.

hoch entwickelte Länder

  • Anteil der Erwerbsbevölkerung wird in Zukunft sinken, v.A. in Japan, Russland und Europa.
  • zwei Alternativen
    • länger erwerbstätig sein
    • Replacement Migration (mehr qualifizierte Zuwanderung)

Schwellenländer

  • Anteil der Erwerbsbevölkerung ist gewachsen und wird auch weiterhin leicht zunehmen.

ärmste Länder

  • nach 1950 ist der Anteil der Erwerbsbevölkerung kurz geschrumpft (wegen starkem Anstieg der Kinder u Jugendlichen).
  • Danach nahm er leicht zu und wird in Zukunft stark wachsen.
  • Problem: mehr Jobsuchende => Unzufriedenheit, politische und religiöse Unruhen, Migration

Entwicklung des Anteil der Alten (65+) im Vergleich nach Entwicklungsstand

Sie sind die global am schnellsten wachsende Gruppe der Weltbevölkerung. Während das allgemeine Bevölkerungswachstum langsam zurückgeht, beschleunigt sich das der Alten erst richtig. => demographische Alterung.

reiche Länder

  • Europa und Japan zwar höchstes Durchschnittsalter, Hauptgewicht der Zunahme der Alten aber in Asien.
  • Es wird mehr Alte als Kinder geben (historisch einzigartig).
  • Insb. in China, wo viele nicht Rentenversichert sind und politisch bedingt wenige Kinder haben.

Schwellenländer, ärmste Länder der Welt

  • Verallgemeinert gesagt wird diese Entwicklung heftiger von statten gehen, je niedriger der Entwicklungsstand eines Landes ist.

4 wesentliche Herausforderung durch den weitern Bevölkerungswachstum

  1. Armut, Unterentwicklung, Unterbeschäftigung
  2. internationale Migration
  3. globale Alterung
  4. menschenwürdige Lebensverhältnisse und gleichzeitig nachhaltige Entwicklung.

a% der Weltbevölkerung leben auf 5% der Fläche.
5% der Bevölkerung leben auf b% der Fläche.

Gib in der From a%, b% an.

50%, 50-60%

Auf der Südhemisphäre leben __ der Weltbevölkerung. Gib in der From x% an.

10%

Schreibe die Anteile an der Weltbevölkerung für Europa, Afrika, Asien, China, Indien in der Form x%, x%, x%, x%, x% an

11%, 15%, 60%, 20%, 17%

Was heißt über-/ unterbevölkert?

Diese Begriffe sind nicht durch Bevölkerungsdicht festgelegt, sondern hängen eher von einem Verhältnis zwischen Mensch und Raum, das unzureichende Lebensbedingungen schafft ab.

Begriffsfamilie Ökumene

:= dauernd oder zeitweilig vom Menschen bewohnte Gebiete

  • Vollökumene (50%) := ständig bewohnt
  • Sub-/ Semiökumene (40%) := zeitweilig bewohnt
  • Anökumene (10%) := unbewohnt

(Anteile der Raumtypen an der Gesamterdoberfläche)

  • Außerngrenzen := Küsten, Polargrenzen
  • Innengrenzen := Höhengrenzen, Trockengrenzen

Teilweise drängen diese Grenzen den Menschen zurück, teilweise können die Menschen weite Teile für Siedlung ergründen (zB Polarzone, Regenwald)

Es gibt natürlich Korrelationen zwischen Naturbedingungen und diesen Grenzen, allerdings keinen kausalen Zusammenhang. => wesentliches Kriterium ist Beurteilun des Menschen

Model des Idealkontinents

  • Küstenstreifen: Bevölkerungskonzentration
  • Ost-West-Gefälle (besonders ausgeprägt in den Trockengürtel):
    • Westen: Wüste bis an Küste => Bis auf Hafenstädte Anökomene
    • Osten: bevölkerungsdichteste Gebiete der Erde

vertikale Verteilung (hypsometrisch)

Bevölkerungsdichte nimmt mit der Höhe ab.

  • 0-200m: 28% der Fläche, 56% der Bevölkerung
  • >1000m: 22% der Fläche, 8% der Bevölkerung

Im Vergleich von Kontinenten sind allerdings keine nennenswerte Regelhaftigkeiten zu erkennen:

  • Europa: kaum Bev über 2000m
    S-Amerika: Größte Dichte in 3000-4000m
  •  

Entwicklung des Weltbevölkerungsstandes in der Menschheitsgeschichte

 

  • vor 10Mio j:
    • kaum Informationen
    • Jäger und Sammler
    • wenige Personen/100km2
    • Nahrungsspielraum für 5-10Mio Menschen
  • 10 000j v.Chr.: 1-10Mio Menschen
    • Erste Schätzungen
    • Nahrungsmittelrevolution der Jungsteinzeit
      sesshafter Ackerbau und Domestikation => sprunghaftes Wachstum (Fertilität und Krisenmortalität steigt)
    • ca. 75Mio Menschen
  • Chr.Geb.:
    • Zählungen in China, später im röm. Reich
    • ca. 300Mio Menschen
  • 1500: ca. 500Mio Menschen
  • Ende 18.Jhd.: Sterberaten sinken => demographisce Revolution eingeleitet
  • 1800: Erste brauchbare Zählungen (Fehler 20%)
  • 1910: 1,7Mrd
  • 20er und 50er: Bevölkerungsschübe
    • 1. auf 2.Mrd: 123j
    • 5. auf 6.Mrd: 12j
  • 2010:
  • 2014: 7,2Mrd

regionale Unterschiede

Die Bevölkerungsexplosion fand zeitlich verschoben und in verschiedener Intensität statt. Daher sind sowohl Bevölkerungsverteilung und Dynamik des Wachstums sehr unterschiedlich (Afrika 2,4%; Europa -0,1% Wachstum 2005-2010)

Wieviele Einwohner hatte Österreich 2012 undgefähr (gerundet auf 10 000er) ?

8450000

TFR Österreich 2012?

1,4

Gib die Lebenserwartung bei der Geburt von Frauen und Männern in der Form x, x an.

83, 78

Étudier