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Christoph Farmer
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen und Anwendungen von Bioreaktoren und biotechnologischen Prozessen auf Universitätsniveau. Sie behandeln Themen wie die verschiedenen Phasen der Batch-Kultivierung, die Funktionsweise von Bioreaktoren, sowie die Prinzipien der Extraktion, Kristallisation und Destillation. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende der Biologie und Biotechnologie, da sie sowohl theoretische Konzepte als auch praktische Anwendungen, wie die Nutzung von Mikroorganismen in der Industrie und den Umweltschutz, abdecken.
Karten
32
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
20.02.2015 / 28.06.2016

Lernkarten

Grundaufgaben Siebklassierer nennen und erläutern

  1. Klassiersiebung: Abtrennung von zwei oder mehr Fraktionen
  2. Schutzsiebung: Abtrennung unzulässig grober Körner
  3. Entstaubung: Abtrennung störend feiner Körner
  4. Sortieren

Bennen und erklären 3 Anforderungen an geeignetes Absorptionsmittel

Selektivität-möglichst keine Absorption des Trägergases oder anderer Komponenten

Niedriger Dampfdruck-Vermeidung von Verdunstungsverlusten

geringe Toxizität/Brennbarkeit-Gefahrenminderung für Mensch und Umwelt

Niedriger Preis/gute Verfügbarkeit-wirtschaftliche Gründe

Prinzip der Kristallisation. Erläutern der Begriffe Kühlungs- und Verdampfungskristallisation

Durch Überschreiten der Löslichkeitskurve wird die Lösung labil. Dadurch fällt (meist sehr reiner) Feststoff aus der Lösung aus, der mit mechanischen Verfahren im Anschluss abgetrennt werden kann. Die Überschreitung der Löschlichkeitskurve kann durch Änderung der Temperatur (Kühlungskristallisation) oder der Zusammensetzung (Verdampfungskristallisation) erfolgen. Es fällt dann so lange Feststoff aus, bis der stabile Bereich wieder erreicht ist.

Gesetz von Raoult

Ideale flüssige Mischung:

--> Partialdruck einer Komponente über der Mischung ist gleich dem Sätttigungsdruck der reinen Komponente gewichtet mit dem Stoffmengenanteil in der flüssigen Phase.

Gesetz von Dalton

Ideale gasförmige Phase:

Summe der Partialdrücke entspricht Gesamtdruck

--> Partialdruck entspricht Gesamtdruck gewichtet mit Stoffmengenanteil in der Gasphase

Was kann aus den Gesetzen von Raoult und Dalton für das Gleichgewicht einer Komponente zwischen Dampf- und Flüssigphase abgeleitet werden.

Gleichgewichtsverhältnis:

Der Quotient der Stoffmenge zwischen Gas- und Flüssigphase verhält sich im GGW wie der Sättigungsdampfdruck zum Gesamtdruck.

Beide Hauptbauformen technischer Destillationskolonnen zur Rektifikation. Beschreiben sie jeweils eine mögliche Art von Einbauten/Füllungen beider Lösungen.

  1. Bodenkolonne
  2. Füllkörperkolonne

Einbauten: SIebböden, Glockenböden,Ventilböden

Füllkörper: Raschig-Ring,Ber-sattel,Pall-Ring

Vier Anforderungen Extraktionsmittel

  1. hohe Selektivität
  2. hohes Lösevermögen
  3. geringe Mischbarkeit
  4. geringer Preis
  5. geringe Toxizität
  6. niedriger Dampfdruck

Definieren sie Extraktion und nennen sie generelle Anwendungsgebiete

Herauslösen einer oder mehrerer Komponenten aus einem festen oder flüssigen Stoffgemisch durch ein selektiv wirkendes, nicht mischbares Lösemittel.

Anwendung bei:

  • thermischer Empfindlichkeit der Produkte
  • schwersiedenden und gering konzentrierten Produkten
  • nur gering unterschiedlichen Siedepunkten
  • sehr hoher Selektivität

Bei der Übertragung von Wärme kann es zu einer Änderung des Aggregatzustandes eines Stoffes kommen. Nennen Sie die drei möglichen Phasenänderungen mit den dazugehörigen Begriffen für die jeweilige Änderungsrichtung.

 

Flüssig<->Gasförmig    Verdampfen/Kondensieren

Fest<->Flüssig                   Schmelzen/Erstarren

Fest<->Gasförmig       Sublimieren/Resublimieren

6 Prinzipielle Parameter, die für die Führung einer Reaktion in einem gegebenen Reaktor festzulegen sind.

  1. Zusammensetzung
  2. Zustand
  3. Konzentration
  4. Druck
  5. Temperatur
  6. Verweilzeit
  7. Mischung

Beschreiben sie wie der Brennwert eines Stoffes experimentell bestimmt werden kann

Mit Hilfe eines Bombenkalorimeters experimentell bestimmt werden. Hier wird ein Stoff mit O2 in einer kalorimetrischen Bombe bei konstanten Volumen verbrannt, sodass die gemessene Reaktionsenergie dem Brennwert entspricht.

je zwei Vor- und Nachteile eines Fließ(kontinuierlicher)betriebes gegenüber einem Satz(diskontinuierlicher)betrieb.

Vorteile Fließbetrieb:

  • gleichmäßige Qualität
  • geringere Personalkosten
  • geringerer Energiekosten

Nachteile Fließbetrieb:

  • Kosten Förder- und Dosiereinrichtung
  • Kosten Mess- und Regeleinrichtung

Zweck eines Zyklon hinter einem Bioreaktor

Mit Hilfe der hydrodynamischen Schaumzerstörung wird der im Bioreaktor entstehende Schaum entfernt. Durch die eigene Bewegungsenergie wird der Schaum im Zyklon zerstört und die Flüssigkeit zurückgeführt.

Begriff Generationszahl

Zahl der Verdoppelungen der Zellen in einem Zeitintervall.

\(N= No*2^n\)

Begriff Generationszeit

Benötigte Zeit für eine Verdopplung der Anzahl der Zellen

\(n=t/tG\)

Drei Einsatzmöglichkeiten für Mikroorganismen in der Indusrie mit Beispiel.

Pharmazie:   Antibiotikaherstellung

Lebensmittelindustrie: Bierproduktion

Umweltschutz: Biogas

Definieren Sie additiver Umweltschutz und nennen sie Maßnahmen

End-of-Pipe-Technik;  Maßnahmen im Umweltschutz, die dem Prozeß nachgeschaltet sind.

Maßnahmen:

Abluft-/Abgasreinigung, kontrollierte Deponierung/Verbrennung von Reststoffen

Entstehung von mit schadstoffbelasteten Strömen. Aufwendige Reinigung/Entsorgung nötig. Belastung des Produktes mit dem Schadstoff - auch hier sehr aufwendige Aufarbeitung erforderlich.

Definieren sie Integrierten Umweltschutz und nennen sie Maßnahmen

Verminderung von Umweltbelastungen durch die Umgestaltung von Prozessen.

Integrierte Maßnahmen:

Vermeidung von Schadstoffen

Vermeidung von Abgasströmen und Abfällen

Hitzesterilisation. Drei andere Methoden der Sterilisation mit Anwendungsbeispiel

Sterilfiltration: Hitzeempfindliche Nährlösung,Luft

Chemische Substanzen(Alkohol): Räume,Arbeitsflächen,Geräte,Leitungen,Aparate

Bestrahlung(UV): Lufteintkeimung in Räumen

Kennzeichen der typischen Phasen während der Batch-Kultivierung

  1. Inkubationsphase: folgt auf Sterilisierung+Beimpfung
  2. Accelerationsphase: Stoffwechsel der Organismen stellt sich auf Kulturbedingungen ein
  3. Exponentielle Phase: Wachstumsgeschwindigkeit der Zellen hat konstante,maximalen Wert erreicht
  4. Retartionsphase: essentielle Nährstoffe werden knapp, toxische Stoffwechselprodukte sammeln sich an
  5. stationäre Phase: Wachstum ist zum erliegen gekommen
  6. Absterbephase: Zellen zerfallen + verstoffwechsen sich selbst

 

3 Vor- und Nachteile Satzbetrieb gegenüber Fließbetrieb in Reaktoren!

Vorteil:

  1. eventuell einfachere Sterilisierbarkeit
  2. Umrüstbarkeit bei wechselnden Produkten+Mengen
  3. keine Förderprobleme

Nachteile:

  1. Höhere Kosten durch Aufheizen und Kühlen
  2. Zeitaufwand füllen/entleeren
  3. Schwierige EInhaltung von Betriebsbedingungen

Wie nennt man ein System, dessen minimaler Siedepunkt nicht bei einer reinen Komponente sinder bei einer Mischung liegt? Bedeutung für Destillation?

Azeotrop! Azeotrope Punkt kann mit einem destillativen Verfahren nicht überschritten werden, da dort die Zusammensetzungen der Gas- und der Flüssigphase exakt gleich sind.

Delta L

+

Erläutern sie die vier dargetellten Kurven

Kurve 1: Abbaugeschwindigkeit nach Michaelis-Menten-Kinetik

Kurve 2:Substratüberschußhemmung; mehrere Subtratmoleküle reagieren mit Enzymen zu inaktiven Komplexen

Kurve 3:Nicht kompetitive Hemmung;Substanz reagiert mit Enzymen und erniedirgt Affinität des katalytischen Zentrums zum Subtrat

Kurve 4: Kompetitive Hemmung; Substanz greift in Konkurrenz zum Subtrat am katalytischen aktiven Zentrum des Enzyms an.

Bennen sie G,M,LR und wie heißt der Reaktortyp

Propeller-Schlaufen-Reaktor

G=Gasvolumenstrom

M=Motor

LR=Leitrohr

SKizze beide Rührkesselmodelle

+

Skizze zeitlich und örtlich diskontinuierlich

+

Skizze zeitlich und örtlich kontinuierlich

+

Beschreibung Bioreaktor

-->Reaktion findet unter optimierten Bedingungen in geschlossenem Behälter statt

-Temperatur,pH-Wert,O2-Gehalt werden gemessen und geregelt um optimale Bedingungen für die Mikroorganismen einzustellen

-Rührer sorgt für homogene Bedingungen und für Kontakt zwischen Organismen,Nährstoffen und O2

-Alle Zu-und Ableitungen sind mit Dampf sterilisierbar

Km>>Csch,0

Csch(t)=Csch-k(strich)*Corg*t

Csch>>Km

Csch(t)=Csch,o*exp-(k(strich)/Km*Corg*t)

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