Volumentherapie und Transfusionen
zur Vorlesung vom 19.05.2016 (3)
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Lernkarten
Sind Transfusionen bei einem elektiven EIngriff notwendig?
Risiken von Transfusionen
- Verwechslung
- Infektion
- TRIM (transfusion related immuno-modulation)
- TRALI (transfusionassoziierte Lungeninsuffizienz)
- TACO (transfusion associated cardiac overload)
Def.: TRIM
transfusion related immuno-modulation
- wirkt im Sinne iner Immunsuppression
- nosokomiale Infektionen steigen an
- Tumorrezidivrate steigt an
- Re-Infarktrate steigt an
Kosten von Transfusionen (2)
- Fremdblutbedarf > Fremdblutspenden
- v.a. id Sommermonaten für Blutgruppe 0 negativ Engpässe
- Sekundärkosten für das Krankenhaus
- in D: 75€ pro EK
- in Portugal: 260€ pro EK
Abkürzung: EK
Erynthrozytenkonzentrat
normovolämische Hämodilution
- Def.
- Prinzip
- Grenzen (2)
- gezielt herbeigeführte Blutverdünnung, wobei das Erythrozytenvolumen im Bergleich zum Blutplasmavolumen erniedrigt ist
- cave: Blutverdünnung ungleich Antikoagulation (Volksmund)
- Volumenersatz durch kolloidale und kristalloide Lösungen
- Verdünnungsanämie und Verdünnungskoagulopathie
Verdünnungsanämie
- normales Verhältnis von O2-Angebot : O2-Bedarf
- Def.: kritischer Hb-Wert
- ohne kardiopulmonales Risiko
- mit kardiopulmonalem Risiko
- Klausur: Transfusion mit kardiopulmonalem Risiko
- 4:1
- Hb-Wert bei dem das Verhältnis von O2-Angebot : O2-Bedarf < 1:1 fällt
- 1,6-4g/dl
- 7-10g/dl
- Bei Patienten mit kardiopulmonalem Risiko sollte also früher transfundiert werden!
physiologische Transfusionstrigger
- Def.:
- (4)
- Hb-abhängige Indikatoren einer kardiovaskulären Dekompensation
- Laktatazidose als Zeichen der Gewebehypoxie
- Hypotension als Zeichen der Hypovolämie
- Tachykardie
- EKG mit ST-Strecken-Senkung als Ischämiezeichen
Sonderfall: Wann sollte ein Hb von >10g/dl angestrebt werden?
bei diffusen mikrovaskulären Blutungen (Thrombos bei dieser Erkrankung <50.000/µl
Stufenschema bei Verdünnungskoagulopathie (7)
1. pro-koagulatorische Rahmenbedingungen
Optima der Gerinnungsfaktoren
- Temperaturoptimum: 37°C
- pH-Optimum im basischen Bereich (ca. 8,5)
Stufenschema bei Verdünnungskoagulopathie (7)
2. Gerinnungsinerte Infusionslösungen z.B. (2)
Albumin oder Gelantine
Stufenschema bei Verdünnungskoagulopathie (7)
3. Fibrinogen-Substitution
- Fibrinogen ist der erste Gerinnungsfaktor, der verdünnungsbedingt unter die untere Grenze fällt
- ist FFP durch kleineres Volumen überlegen
Abkürzung: PPSB
Prpthormbin-Konzentrat
Stufenschema bei Verdünnungskoagulopathie (7)
4. Gabe PPSB
- enthält
- warum besser als FFP
- enthält FII, VII, IX, X und Protein C und S
- alle Vitamin-K-abhängigen Gerinnungsfaktoren
- besser, da geizelte Therapie
Stufenschema bei Verdünnungskoagulopathie (7)
5. Gabe von Desmpressin, Thrombozyten
- Was macht Desmopressin
- Thrombozyten sind die letzte Komponente, die
- Desmopressin erhöht die Freisetzung von vWF aus den Endothelzellen
- Thrombozyten sind die letzte Komponente, die verdünnungsbedingt unter die untere Grenze fallen
Abkürzung: RBC
red blood cells
Stufenschema bei Verdünnungskoagulopathie (7)
6. RBC / EK
- Warum wichtig für die Gerinnung?
v.a. aufgrund hämodynamischer Eigenschaften
- die Erythrozyten fließen zentral im Gefäß aufgrund ihrer Größe und drängen die Thromboyzten an den Rand
- Am Rand / an den Endothelzellen können die Thromboyzten dann die Gerinnung aktivieren.
Stufenschema bei Verdünnungskoagulopathie (7)
7. rekombinanter Faktor VIIa (Novoseven)
- Was macht Novoseven?
- use
- Klausur: Dosierung
- Novoseven führt z einem Thrombinburst
- off-label-use als letzte Instanz
- Anwendung nur anch Korrektur aller für die Gerinnung wichtiger Paramter!
- Klausur: Dosierung 90-200µg/kg