Vitamine

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Vitamine


N. K.
Diese Karteikarten decken das Thema Vitamine und verwandte Stoffe auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf die Funktionen, Aufnahme und das Vorkommen von Vitaminen sowie deren Bedeutung für den Körper. Die Karteikarten behandeln auch die Rolle von Coenzymen, Flavonoiden und anderen bioaktiven Verbindungen in der Prävention von Krankheiten. Medizinstudenten und Gesundheitswissenschaftler profitieren von diesem Lernset, da es detaillierte Einblicke in die biochemischen Prozesse und klinischen Anwendungen bietet.
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Utilisateurs
4
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
01.08.2016 / 20.09.2019

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Vitamin Wortbedeutung

Vita = leben; amin = N-haltige Verbindung

Vitamine Definition

„Vitamine sind niedermolekulare organische Verbindungen mit katalytischer oder regulatorischer Funktion für den Stoffwechsel des menschlichen oder tierischen Körpers. Sie können vom Körper nicht selbst oder nicht in ausreichendem Maße produziert werden und müssen von außen zugeführt werden“

Einteilung Vitamine

a) nach Löslichkeit (alte Einteilung):

  • fettlöslich: ADEK,
  • wasserlöslich B, C

b) nach Funktion: Hormon (A, D)

  • Zellprotektiva, Antioxidantien (C, E)
  • Coenzym/prosthetische Gruppe (B, K)

Wodurch erfolgt die häufigste Schädigung von Zellen:

Oxidative Prozesse:

durch oxidative Prozesse => Einwirkung von reaktiven Sauerstoffspezies (reactive oxygen species = ROS), hauptsächlich (Zell-)Membranschädigungen.

Zellprotektiva Definition

Zellprotektiva im engeren Sinne sind Substanzen, die oxidativen Prozessen entgegenwirken oder Oxidantien inaktivieren (Antioxidantien)

Wobei entstehen ROS?

ROS entstehen bei der Reduktion von Sauerstoff meist als Nebenprodukte aus endogenen Stoffwechselprozessen!

wenig ROS sind gut, viele sind schlecht 

Quellen für oxidativen Stress

endogen durch:

• Zellatmung

• Phagozytose

• Biotransformationen (CYP450)

• Reaktionen von Aminoxidasen und Xanthinoxidasen

• NO-Biosynthese


exogen durch:

• hochenergetische Strahlung (radioaktiv, Röntgen) -> sinnvoll nach Bestrahlung Vitaminpräparate einzunehmen

• (UV-)Lichteinwirkung

• Ozonbelastung

• Schwermetalle

• Induktion durch Xenobiotika (CYP450)

• Infektionen durch Mikroorganismen (Phagozytose)

Zellulläre Entstehung von oxidativem Stress

Reaktive Sauerstoffspezies (ROS) und deren Entstehung STEX

Physiologische und pathophysiologische Effekte, die durch ROS hervorgerufen werden

Dosis macht das Gift, niedrige Dosen für Immunantwort nötig=> bei Phagozyztose

Physiologisch: Immunantwort, Vaskuläre Homeostase, Signaltransduktion (bei GPCRs), Altern

Pathophysiologisch: Atherosklerose (Grunderkrankung vieler kardiovask. Erkrankungen, Zellprotektiva können wahrscheinlich helfen), Diabetes (erhöhte Glucoseoxidation), Morbus Parkinson, Morbus Alzheimer, akutes Nierenversagen, Gebärmutterhalskrebs. Down-Syndrom, Emphyseme; Bronchitis, cerebrovaskuläre Störungen

Oxidative Zellschädigung

• geschädigt werden vor allem Phospholipid-Membranen

• konkreter Angriffspunkt: Allylposition der ungesättigten Fettsäuren

• radikalische Kettenreaktion

• Radikale können zu kovalenten Vernetzungen der Phospholipide führen

• hohe Konzentration an hydroperoxidierter Fettsäuren bzw. Membranlipide stört die physiologische Membran-Funktion und –Integrität
• Zerfall der (instabilen) Hydroperoxide zu Aldehyden und Bildung von Malondialdehyd.

• Malondialdehyd: vernetzt Proteine, Marker für Analytik,da extrem reaktiv, reagieren mit Amino- und Thiolgruppen

in Säugern vorkommende Fettsäuren

Merksatz für gesättigte Fettsäuren und deren Reihenfolge

Lass Mal PAlmen STEhlen

Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure

gesättigte Fettsäuren C12 bis C24

ungesättigte FS

PUFA

Polyungesättigte Fettsäure

MUFA

Monoungesättigte Fettsäure

 

Linolsäure

alpha-Linolensäure

gamma-Linolensäure

Autoxidation ungesättigter Fettsäuren

Antioxidative Systeme STEX

orange: Vorstufe Vitamin A=> Beratung Apotheke! Vit E sollte immer mit Vit. C kombiniert sein

Hochmolekulare antioxidative Enzymsysteme und deren jeweilige WM

Wirkungsweise der Katalase Reaktionsmechanismus

In welchem wichtigen antioxidativen Enzym ist welches Element wie gebunden?

In Glutathionperoxidase ist Selen in Form von Selenocystein kovalent verknüpft

Selen: Hauptgruppe, Funktion, Aufnahme, Selenmangel, Ursachen für Selenmangel, Überdosierung

• Selen ist essentielles Spurenelement der 6. ten Hauptgruppe des PSE

• Selen selbst ist nicht antioxidativ wirksam!

• essentieller Bestandteil der Glutathionperoxidasen (GPX)-1 bis -4 und anderer Enzyme (enthalten Selen kovalent verknüpft in Form des Seleno-Cysteins)


Biokinetik:
- Selen-Salze (Selenite) sind toxisch und schlecht bioverfügbar

- In Form des Seleno-Cysteins und Seleno-Methionins: gut bioverfügbar (aktiver Transport) und kaum toxisch.


Selenmangel:
- Herzmuskelinsuffizienz (Keshan-Krankheit in China)

- Arthritis der Kniegelenke bei Jugendlichen (Kaschin-Beck-Syndrom) -> weil Jugendliche viel wachsen und erhöhten Bedarf haben

- Muskelschwäche

- erhöhtes Krebsrisiko

- geschwächtes Immunsystem

- Anfälligkeit gegenüber oxidativem Stress


Ursache für Selenmangel:

Selenarme Böden ->  alimentäres Selendefizit, Malabsorption,  Fasten, einseitige Ernährung

Überdosierung: karzinogene Wirkungen, trotzdem in therap. Dosen als „Muss" in der Prävention und Therapie von Krebserkrankungen

Glutathionperoxidasen Abkürzung

GPx1-4

Glutathionperoxidase 1

GPx1

• klassische GPx, im Zytosol vieler Zellen

• Tetramer

• katalysiert die Reduktion löslicher (nicht-membrangebundener) Hydroperoxide

Glutathionperoxidase 4

GPx4

• Phospholipidhydroperoxid-GPx

• Monomer

• katalysiert auch die Reduktion membrangebundener Hydroperoxide => Schutz von Membranen vor Oxidation

Selenocystein: Herstellung

wird von UGA (einem Stopcodon) codiert. Besondere Gestalt des 3´-UTR-Bereichs ermöglicht die Erkennung des UGA durch Seleno-Cystein-tRNA =>  Einbau des Selenocysteins in Protein

Mechanismus der Reduktion von Hydroperoxiden durch Glutathionperoxidasen

Glutathion Abkürzung

GSH

Glutathion STEX: Vorkommen, Funktionen, physikalisch-chemische Eigenschaften

Zellprotektivum als Cosubstrat und direkte antioxidative Eigenschaften

• Tripeptid aus Glutaminsäure, Cystein und Glycin

• Vorkommen: intrazellulär, ubiquitär -> in jeder Säugerzelle!

• Funktionen: Erhaltung und Regeneration von SH-Gruppen in Proteinen

• sauer! pKa ca. 4-5 -> weil eine Säure ohne Nivellierung durch basische Gruppe

• ca. 5 mM GSH intrazellulär. Verhältnis GSH : GSSG = 100 : 1

• Co-Substrat für Glutathionperoxidasen (GPx)

Glutathion Oxidation

Reduktion von Peroxiden durch Glutathioin (GSH) und Regenerierung von GSH

Ubichinone andere Bezeichnung

= Vit. Q, = Coenzym Q

Ubichinon: Struktur, Menge in Körper, Funktionen

= Vit. Q, = Coenzym Q

in der Mitochondrienmembran lokalisiert
• Benzochinonderivate mit isoprenoider Seitenkette in Pos 2.

• Index n gibt Anzahl der Isoprenreste an

• Mensch: 0,5 – 1,5 Gramm

• Chinon-Hydrochinon-Redox-GGW: 80% in reduzierter Form

• Elektronenübertragung zwischen Flavoproteinen und Cytochromen in Atmungskette

• Reduziertes Hydrochinon reagiert mit ROS

• „Vitamin Q10“ wird vom Menschen selbst produziert und wird aus in pflanzlichen Nahrungsmitteln aufgenommen.

Ubichinon Oxidation

Ubichinon Radikalbildung

α-Liponsäure andere Bezeichnung

Thioctsäure, Vitamin N -> obwohls eig kein Vitamin ist

Étudier