Vitamine
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Cartes-fiches
Vitamin Wortbedeutung
Vita = leben; amin = N-haltige Verbindung
Vitamine Definition
„Vitamine sind niedermolekulare organische Verbindungen mit katalytischer oder regulatorischer Funktion für den Stoffwechsel des menschlichen oder tierischen Körpers. Sie können vom Körper nicht selbst oder nicht in ausreichendem Maße produziert werden und müssen von außen zugeführt werden“
Einteilung Vitamine
a) nach Löslichkeit (alte Einteilung):
- fettlöslich: ADEK,
- wasserlöslich B, C
b) nach Funktion: Hormon (A, D)
- Zellprotektiva, Antioxidantien (C, E)
- Coenzym/prosthetische Gruppe (B, K)
Wodurch erfolgt die häufigste Schädigung von Zellen:
Oxidative Prozesse:
durch oxidative Prozesse => Einwirkung von reaktiven Sauerstoffspezies (reactive oxygen species = ROS), hauptsächlich (Zell-)Membranschädigungen.
Zellprotektiva Definition
Zellprotektiva im engeren Sinne sind Substanzen, die oxidativen Prozessen entgegenwirken oder Oxidantien inaktivieren (Antioxidantien)
Wobei entstehen ROS?
ROS entstehen bei der Reduktion von Sauerstoff meist als Nebenprodukte aus endogenen Stoffwechselprozessen!
wenig ROS sind gut, viele sind schlecht
Quellen für oxidativen Stress
endogen durch:
• Zellatmung
• Phagozytose
• Biotransformationen (CYP450)
• Reaktionen von Aminoxidasen und Xanthinoxidasen
• NO-Biosynthese
exogen durch:
• hochenergetische Strahlung (radioaktiv, Röntgen) -> sinnvoll nach Bestrahlung Vitaminpräparate einzunehmen
• (UV-)Lichteinwirkung
• Ozonbelastung
• Schwermetalle
• Induktion durch Xenobiotika (CYP450)
• Infektionen durch Mikroorganismen (Phagozytose)
Physiologische und pathophysiologische Effekte, die durch ROS hervorgerufen werden
Dosis macht das Gift, niedrige Dosen für Immunantwort nötig=> bei Phagozyztose
Physiologisch: Immunantwort, Vaskuläre Homeostase, Signaltransduktion (bei GPCRs), Altern
Pathophysiologisch: Atherosklerose (Grunderkrankung vieler kardiovask. Erkrankungen, Zellprotektiva können wahrscheinlich helfen), Diabetes (erhöhte Glucoseoxidation), Morbus Parkinson, Morbus Alzheimer, akutes Nierenversagen, Gebärmutterhalskrebs. Down-Syndrom, Emphyseme; Bronchitis, cerebrovaskuläre Störungen
Oxidative Zellschädigung
• geschädigt werden vor allem Phospholipid-Membranen
• konkreter Angriffspunkt: Allylposition der ungesättigten Fettsäuren
• radikalische Kettenreaktion
• Radikale können zu kovalenten Vernetzungen der Phospholipide führen
• hohe Konzentration an hydroperoxidierter Fettsäuren bzw. Membranlipide stört die physiologische Membran-Funktion und –Integrität
• Zerfall der (instabilen) Hydroperoxide zu Aldehyden und Bildung von Malondialdehyd.
• Malondialdehyd: vernetzt Proteine, Marker für Analytik,da extrem reaktiv, reagieren mit Amino- und Thiolgruppen
Merksatz für gesättigte Fettsäuren und deren Reihenfolge
Lass Mal PAlmen STEhlen
Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure
PUFA
Polyungesättigte Fettsäure
MUFA
Monoungesättigte Fettsäure
In welchem wichtigen antioxidativen Enzym ist welches Element wie gebunden?
In Glutathionperoxidase ist Selen in Form von Selenocystein kovalent verknüpft
Selen: Hauptgruppe, Funktion, Aufnahme, Selenmangel, Ursachen für Selenmangel, Überdosierung
• Selen ist essentielles Spurenelement der 6. ten Hauptgruppe des PSE
• Selen selbst ist nicht antioxidativ wirksam!
• essentieller Bestandteil der Glutathionperoxidasen (GPX)-1 bis -4 und anderer Enzyme (enthalten Selen kovalent verknüpft in Form des Seleno-Cysteins)
Biokinetik:
- Selen-Salze (Selenite) sind toxisch und schlecht bioverfügbar
- In Form des Seleno-Cysteins und Seleno-Methionins: gut bioverfügbar (aktiver Transport) und kaum toxisch.
Selenmangel:
- Herzmuskelinsuffizienz (Keshan-Krankheit in China)
- Arthritis der Kniegelenke bei Jugendlichen (Kaschin-Beck-Syndrom) -> weil Jugendliche viel wachsen und erhöhten Bedarf haben
- Muskelschwäche
- erhöhtes Krebsrisiko
- geschwächtes Immunsystem
- Anfälligkeit gegenüber oxidativem Stress
Ursache für Selenmangel:
Selenarme Böden -> alimentäres Selendefizit, Malabsorption, Fasten, einseitige Ernährung
Überdosierung: karzinogene Wirkungen, trotzdem in therap. Dosen als „Muss" in der Prävention und Therapie von Krebserkrankungen
Glutathionperoxidasen Abkürzung
GPx1-4
Glutathionperoxidase 1
GPx1
• klassische GPx, im Zytosol vieler Zellen
• Tetramer
• katalysiert die Reduktion löslicher (nicht-membrangebundener) Hydroperoxide
Glutathionperoxidase 4
GPx4
• Phospholipidhydroperoxid-GPx
• Monomer
• katalysiert auch die Reduktion membrangebundener Hydroperoxide => Schutz von Membranen vor Oxidation
Selenocystein: Herstellung
wird von UGA (einem Stopcodon) codiert. Besondere Gestalt des 3´-UTR-Bereichs ermöglicht die Erkennung des UGA durch Seleno-Cystein-tRNA => Einbau des Selenocysteins in Protein
Glutathion Abkürzung
GSH
Glutathion STEX: Vorkommen, Funktionen, physikalisch-chemische Eigenschaften
Zellprotektivum als Cosubstrat und direkte antioxidative Eigenschaften
• Tripeptid aus Glutaminsäure, Cystein und Glycin
• Vorkommen: intrazellulär, ubiquitär -> in jeder Säugerzelle!
• Funktionen: Erhaltung und Regeneration von SH-Gruppen in Proteinen
• sauer! pKa ca. 4-5 -> weil eine Säure ohne Nivellierung durch basische Gruppe
• ca. 5 mM GSH intrazellulär. Verhältnis GSH : GSSG = 100 : 1
• Co-Substrat für Glutathionperoxidasen (GPx)
Ubichinone andere Bezeichnung
= Vit. Q, = Coenzym Q
Ubichinon: Struktur, Menge in Körper, Funktionen
= Vit. Q, = Coenzym Q
in der Mitochondrienmembran lokalisiert
• Benzochinonderivate mit isoprenoider Seitenkette in Pos 2.
• Index n gibt Anzahl der Isoprenreste an
• Mensch: 0,5 – 1,5 Gramm
• Chinon-Hydrochinon-Redox-GGW: 80% in reduzierter Form
• Elektronenübertragung zwischen Flavoproteinen und Cytochromen in Atmungskette
• Reduziertes Hydrochinon reagiert mit ROS
• „Vitamin Q10“ wird vom Menschen selbst produziert und wird aus in pflanzlichen Nahrungsmitteln aufgenommen.
α-Liponsäure andere Bezeichnung
Thioctsäure, Vitamin N -> obwohls eig kein Vitamin ist