Virologie VMTA
Virologie Fragenkatalog
Virologie Fragenkatalog
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Lernkarten
Wodurch unterscheiden sich Viren von Bakterien (mind. 3 Unterschiede)?
Viren
- kein eigener Stoffwechsel (Wirtszelle übernimmt Proteinbiosynthese)
- RNA oder DNA
- Obligat intrazellulär
Bakterien
- Proteinbiosynthese in Bakterium selbst
- Mikroskopische Ausmaße
- DNA und RNA
- meist exrazellulär
Aus welchen Bausteinen wird ein Virus aufgebaut?
- Genom, Kapsid = Proteinhülle (Untereinheiten "Kapsomere"), evtl. Lipidhülle
- Genom + Kapsid = Nukleokapsid
- alle 3 Bausteine = Virion!
Welche Phasen der Virusinfektion (Replikation) einer Zelle unterscheidet man?
- Adsorbtion
- Penetration
- Uncoating
- Genexpression u. Vermehrung
- Self assembly/ Morphogenese
- Virusfreisetzung
Welche Besonderheit besteht bei der Vermehrung von Retroviren?
- RNA aus der mit Hilfe von Reserver Transkriptase DNA synthetisiert wird -> Provirus!
- wird in Wirtsgenom eingebaut und wie normaler DNA-Strang abgelesen
Nennen Sie die drei Möglichkeiten, wie ein Virus in eine Zelle gelangt?
- Fusion mit Wirtsmembran -> behüllt
- Membrankanal -> unbehüllt
- Endozytose -> beide
Nennen Sie die drei Möglichkeiten, wie ein Virus aus der Zelle gelangt.
- Lyse -> unbehüllt
- Exozytose -> beide
- Budding -> behüllte
Was ist ein zyopathischer Effekt?
Morphologisch erkennbare degenerative Veränderung infolge einer Virusinfektion und Vermehrung.
Nennen Sie mindestens drei Möglichkeiten, wie ein Virus in den Körper gelangt.
- Oral (zB. Tröpfcheninfektion, galaktogen)
- Intrauterin
- Perkutan
- Genitalinfektionen, Urogenitalinfektionen, respiratorisch
Nenne Sie mindestens 3 Möglichkeiten, wie ein Virus aus dem Körper gelangt.
- Blut
- Milch
- rektal
- Respirationstrakt
- Konjunktiven
Was ist ein Arbovirus?
Von Athropoden übertragene Viren, die sich aber auch in den Athropoden vermehren müssen (sonst mechanische Übertragung)
Was versteht man unter einer lokalen Infektion?
Vermehrung und Manifestation bleiben auf örtlichen Bereich um die Eintrittspforte beschränkt
Was versteht man unter einer systemischen Infektion?
Verbreitung im ganzen Körper (über das Blut: Virämie)
Was sind Kennzeichen für eine persistente Infektion?
- lange Dauer im Wirtsorganismus
- infektiöses Virus immer nachweisbar, aber Symptome können fehlen
- Antikörper können fehlen
Was sind die Kennzeichen für eine slow virus infection?
- lange Inkubationszeit
- langsamer Verlauf der Erkrankung
- immer tödlich
- Virus u. Antikörper immer nachweisbar
- Bsp.: Lentiviren
Was sind die Kennzeichen für eine latente Infektion?
- Virus nicht immer nachweisbar
- Verweilen in Rückzugsregionen (Bsp.: Herpes -> Nervenzellen)
- Antikörper vorhanden
Nennen Sie mindestens vier Unterschiede zwischen Apoptose und Nekrose.
Apoptose
- Kaskade
- ATP-abhängig
- innere Einflüsse
- keine Körperreaktion
- Membran besteht lange
Nekrose
- ungeregelt
- ATP-abhängig
- äußerlich induziert
- Entzündungsreaktion
- frühe Lyse der Membran
Was versteht man unter Infektiosität?
Fähigkeit in einen Wirt einzudringen und sich dort zu vermehren
Was versteht man unter Kontagiosität?
Quantitative Ausprägung der Infektiosität
Was versteht man unter Pathogenität?
Eigenschaften den Wirtsorganismus zu schädigen
Was versteht man unter Virulenz?
Quantitative Ausprägung der Pathogenität -> bedingt die Schwere der Erkrankung
Was versteht man unter Tenazität?
Fähigkeit eines Virus in der Umwelt zu überleben/ überdauern
Was versteht man unter Resistenz?
Angeborene Eigenschaften eines Organismus für Krankheitsursachen gänzlich oder in hohem Maße unzugänglich zu sein
Was versteht man unter Immunität?
Erworbener Schutz eines Organismus vor spezif. Krankheitsursachen -> Kontakt zu Krankheitserregern geht voran
Was versteht man unter vertikaler Übertragung?
- Übertragung von Mutter und Kind (bzw. von einer auf die nächste Generation)
- Transovariel (Eier der Athropoden)
- Intrauterin (inkl. Perinatale Infektionen)
- Galaktogen
Was ist eine Zoonose und nennen Sie ein Beispiel für eine virale Zoonose.
Krankheit, die von Tier auf Mensch übertragen werden kann -> Tollwut
In welche Arten lassen sich Impfstoffe generell einteilen?
- Tod- und Lebendimpfstoffe
- Anmerkung:
- Totimpfstoffe: exogener Pfad, MHC2 - Präsentation -> CD4 Erkennung;
keine zytotoxischen T-Zellen
kein "Gedächtnis" - Lebendimpfstoffe: endogener Pfad, MCH1 -> CD8 -> zytotoxische TC4 Gedächtnis
- Totimpfstoffe: exogener Pfad, MHC2 - Präsentation -> CD4 Erkennung;
Was sind Adjuvantien?
Substanzen, die Totimpfstoffen zugesetzt werden, um die Immunantwort zu steigern
Was sind Spaltimpfstoffe?
Gereinigte, gespaltene (in Untereinheiten zerlegte) Totimpfstoffe
Was sind Markorimpfstoffe?
Impfstoffe, die auf strukurell veränderten Vakzinestämmen basieren. Durch die Veränderung können Impf- und Feldvirus unterschieden werden. Für die Diagnostik wesentlich ist die Tatsache, dass Markerimpfstoffe ein Antikörperprofil induzieren, welches sich von dem einer Feldinfektion unterscheidet.
Nennen Sie mind. 3 Applikationsarten für Impfstoffe.
- Subkutan
- Intramuskulär
- Oral (Lebendimpfstoff)
- Nasal (Lebendimpfstoff)
Was versteht man unter Desinfektion?
Gezielte Entkeimung
Was versteht man unter Sterilisation?
Vollständige Entkeimung
Wie können Viren inaktiviert werden (mind. 3 Beispiele)?
- Chemisch : Alkohol, Formalin
- Physikalisch: feuchte/trockene Hitze, UV-Strahlung
Was versteht man unter einem direkten Infektionsnachweis?
Antigen wird nachgewiesen
Was versteht man unter einem indirekten Infektionsnachweis?
Antikörper werden nachgewiesen
Nennen Sie mind. 3 Methoden für den viralen Antigennachweis
- Immunfluoreszens
- PLA
- Capture - ELISA
- HA - Test
Was versteht man unter Virusanzucht?
Intrazelluläre Vermehrung von Virus im Labor unter definierten Bedingungen
Was ist eine Suspenionskultur?
Nicht adhärente Zellen in Suspension gehalten (v.a. hämatopoetische Zellen)
Was versteht man unter Subkultivierung oder Passagierung von Zellen?
Überführen einer Zellkultur in ein frisches Medium zur Ernährung, dabei Verdünnung zur Vermeidung des Wachstumsstopps
Nennen Sie mind. 5 Bestandteile von Zellkultur-Medium
- Wasser
- Elektrolyte
- Puffersysteme
- Zucker
- pH-Indikatoren
- fetales Kälberserum