vegetatives Nervensystem

vegetatives Nervensystem

vegetatives Nervensystem


N. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über das vegetatives Nervensystem auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Wirkungsmechanismen von Sympathomimetika, Parasympatholytika und anderen Rezeptoren wie α- und β-Rezeptoren. Die Karteikarten behandeln auch die Indikationen und Anwendungen von Medikamenten wie Baclofen, Tizanidin und Botulinustoxinen. Medizinstudierende und Fachkräfte profitieren von diesem Set, um die komplexen Zusammenhänge des vegetativen Nervensystems und die Pharmakologie relevanter Substanzen zu verstehen.
Cartes-fiches
193
Utilisateurs
4
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
30.07.2016 / 06.04.2021

Lernkarten

Moxaverin

muskulotrope Spasmolytika: Phosphordiesterasehemmer

• Hemmung von Phosphodiesterasen (→ cAMP-Anstieg und Erniedrigung der intrazellulären Ca2+Konz. → Relaxation)
• geringe Therap. Bedeutung. 

• bei Spasmen der Gallenblase, Harnleiter, Darm 

• Struktur: Benzylisochinolin-Derivate

Tiropramid

muskulotrope Spasmolytika: Phosphordiesterasehemmer

• Hemmung von Phosphodiesterasen (→ cAMP-Anstieg und Erniedrigung der intrazellulären Ca2+Konz. → Relaxation)
• geringe Therap. Bedeutung. 

• bei Spasmen der Gallenblase, Harnleiter, Darm 

Vareniclin

selektiver partieller Agonist am α4β2-Nicotinrezeptor (Dopaminfreisetzung)

• agonistische Komponente: verhindert Nicotinentzugserscheinungen

• antagonistische Komponente: schwächt Nicotin-Belohnungseffekt

Indikation: zur Entwöhnung von Zigaretten

Bupropion

hemmt Wiederaufnahme von NA, 5-HT, Dopamin (Antidepressivum)

• Mechanismus des Rauchstopps: unklar!

Indikation: zur Rauchentwöhnung

Demenz: Definition, molekulare Mechanismen

Störungen des Gedächtnis, des Denkvermögens und der emotionalen Kontrolle.

Beruhen auf Schädigung von Neuronen:

• gestörte zelluläre Ca2+-Homöostase

• vermehrte Bildung von ROS

• Anhäufung von β-Amyloid

• eingeschränkte Energieproduktion

• Mangel an Wachstumsfaktoren

• entzündliche Prozesse

• Apoptose

• Störung der cholinergen, dopaminergen und glutamergen Signalübertragung


Beachte: aufgrund der vielfältigen Mechanismen: uneinheitliche Wirkungsmechanismen der Antidementiva!

Über welchen Mechanismus wirken Alzheimer-Dementiva?

AChE-Inhibitoren

Über welchen Mechanismus wirken andere Dementiva?

Ca2+- und NMDA-Antagonisten und Nootropika

Wodurch ist Morbus Alzheier auf molekularer Ebene charakterisiert?

verminderte Synthese und Freisetzung von Acetylcholin

Welche Wirkung haben AChE-Inhibitoren bei der M. Alzheimer Therapie?

• über Erhöhung des ACh werden muscarinerge und nicotinerge Rezeptoren stimuliert
• Bildung von neuroprotektiven Wachstumsfaktoren (via ACh)

Donepezil

Antidementivum: AChE-Inhibitor

Rivastigmin

Antidementivum: AChE-Inhibitor

Galantamin

Antidementivum: AChE-Inhibitor

Donepezil an AChE

Hemmung der AChE durch Rivastigmin

Demenz: pathophysiologische Veränderung der Calcium-Homöostase

gestörter Energiestoffwechsel, Durchblutungsstörungen des Gehirns, und Traumen führen zu erhöhter Ca2+-Konz. im Neuron (> 0.1 µM):

→ Aktivierung von Lipasen, Proteasen, Stresskinasen, Phosphatasen

→ → Neuronschädigung!

Nimodipin

Antidementivum: Ca2+-Antagonist

hemmt spannungsabhängige L-Typ-Ca2+-Kanäle an Neuronen.

• 1,4-Dihdropyridin-Derivat

CAVE: wirkt auch an Zellen der glatten Muskulatur und vor allem am Herzen.

NMDA-Rezeptoren - iGluR: Untergruppen, Aufbau, Lokalisation

Aminosäure Rezeptor: ionotrope, Ligandgesteuerte Kationenkanäle

• 3 Untergruppen (Kainat, AMPA, NMDA): Einteilung nach Liganden

• schnelle Signaltransduktion

• Einstrom von Na+- und K+-Ionen und Ca2+

• aus 4 oder 5 UE mit jeweils 4 lipophilen Domänen, drei davon durchdringen PM, eine dringt ein.
• NR1- und NR2-UE: immer mindestens 1 NR2-UE

• extrazellullär: Bindungsstelle für N-Methyl-D-Aspartat (NMDA) und Glutamat auf NR2 und für Glycin auf NR1 (Co-Agonismus!) => Kanal öffnet NUR, wenn neben NMDA/Glutamat/Aspartat auch Glycin gebunden ist!

NR1: überall im ZNS und Rückenmark, Hippocampus insbesondere

NR2: in diskreten Hirnarealen
• Mg2+-Bindungsstelle: in der Kanalpore: führt zum Verschluss des Kanals. Kann durch Vordepolarisation (Glutamat-induzierte AMPA-Aktivierung ( Aminomethylphosphonsäure) nach Hypoglykämie oder cerebraler Ischämie) entfernt werden: Aktivierung!

Memantin: WM, BV

Antidementivum: NMDA-Rezeptor-Antagonist

• Aminoadamantan-Derivat

• nicht kompetitiv

• niedrigaffin

• Bindung in Kanalpore, eher extrazellulär (im Ggs zu Mg2+)
• blockiert nur bereits aktivierte (offene) NMDARezeptoren (Offen-Kanal-Blocker)

• gute Bioverfügbarkeit

WM Nootropika

• Wirksamkeit nicht belegt! (bei Demenz)

• angeblich: Verbesserung des zerebraler Energiestoffwechsel und Durchblutung

Piracetam: WM, HWZ

Antidementivum: Nootropika

• Stimulierung des oxidativen Glucoseabbaus, verbesserter ATP-Umsatz, cAMPund Phospholipid-Stoffwechsel
• hemmt Thrombozytenaggregation

• HWZ: 5 Std.

Pyritinol

Antidementivum: Nootropika

• Steigerung des Glucosestoffwechsels

• Verbesserung der cholinergen Transmission

Mutterkornalkaloide

bei Demenhz

• Wirksamkeit nicht belegt!

• vasodilatorische, serotonerge, und dopaminerge Effekte (Hirnstoffwechsel pos. beeinflusst)

Lysergsäure

Antidementivum: Mutterkorn-Alkaloid

Ergolen

Antidementivum: Mutterkorn-Alkaloid

Nicergolin

Antidementivum: Mutterkorn-Alkaloid

Antidementiva Tabelle: Dosierung, Wirkstoffklasse, Nebenwirkungen

Tabelle: sympathische Wirkungen, beteiligte Rezeptoren

am Herz am wichtigsten β1, in Gefäßen α2 und β2

Einteilung der am Sympathikus angreifenden Wirkstoffe in Klassen

WM der direkten und indirekten Sympathotomimetika

Direkte: Agonisten (wie Adrenalin oder NA) an adrenergen Rezeptoren.

Indirekte: setzen NA aus Speichern frei oder hemmen Re-Uptake aus synapt. Spalt.

α-Sympathomimetika: WM, BV, HWZ, Unterstrukturklassen

• Agonisten an α1- und α2-Rezeptoren

• im Grunde Adrenalin und NA: BV gering, HWZ zu kurz
a) Phenyl-2-amino-ethanol-Struktur: systemisch: hypotone Blutdruckstörungen.
b) 2-Imidazolin-Struktur: lokal bei Schleimhautschwellungen, Konjunktivitis, Sinusitis, Nasopharyngitis, Glaukom

α-Sympathomimetika mit Phenyl-2-amino-ethanol-Struktur: strukturelle Gemeinsamkeiten, Applikation

wesentlich: Vorhandensein/nicht Vorhandensein von OH Gruppen

• nur 1 OH am Phenyl

• lipophiler als Adrenalin

• metabolisch stabiler als A.

• oral wirksam

• R-Form Eutomer

• als Racemate (nicht Phenylephrin)

Gemeinsamkeit der "4-Hydroxygruppe" der Phenyl-2-amino-ethanol-Gruppe der alpha-Sympathomimetika: BV, Metabolismus

weniger hydrophil, besser BV, weniger schneller Abbau, da COMT nicht mehr angreifen kann!!!! (da es nur an 3' OH angreifen kann)

Gemeinsamkeit der "3-Hydroxygruppe" der Phenyl-2-amino-ethanol-Gruppe der alpha-Sympathomimetika: Metabolismus

kann zwar durch COMT umgesetzt werden, aber nur schlecht, da 4 OH fehlt

Octopamin

α-Sympathomimetika: Phenyl-2-Amino-Ethanol-Gruppe (4'Hydroxy)

COMT sicher, da die nur an 3' angreifen können

Oxedrin

α-Sympathomimetika: Phenyl-2-Amino-Ethanol-Gruppe(4'Hydroxy)

COMT sicher, da die nur an 3' angreifen können

Oxilofrin

α-Sympathomimetika: Phenyl-2-Amino-Ethanol-Gruppe (4'Hydroxy)

COMT sicher, da die nur an 3' angreifen können

→ aktivieren α- und β-Rezeptoren: Vergrößerung des N-alkyl-Substituenten: Verlust der α-Selektivität, zunehmend β-stimulierend

Norfenefrin

α-Sympathomimetika: Phenyl-2-Amino-Ethanol-Gruppe (3'Hydroxy)

kann von COMT umgesetzt werden, aber langsamer, da 4' OH fehlt

Phenylephrin

α-Sympathomimetika: Phenyl-2-Amino-Ethanol-Gruppe (3'Hydroxy)

kann von COMT umgesetzt werden, aber langsamer, da 4' OH fehlt

stark gefäßverengend, auch lokal, zur Schleimhautabschwellung

Etilefrin

α-Sympathomimetika: Phenyl-2-Amino-Ethanol-Gruppe (3'Hydroxy)

kann von COMT umgesetzt werden, aber langsamer, da 4' OH fehlt

→ aktivieren α- und β-Rezeptoren Vergrößerung des N-alkyl-Substituenten: Verlust der α-Selektivität, zunehmend β-stimulierend

Gepefrin

α-Sympathomimetika: Phenyl-2-Amino-Ethanol-Gruppe (3'Hydroxy)

kann von COMT umgesetzt werden, aber langsamer, da 4' OH fehlt

Study