vegetatives Nervensystem
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Cartes-fiches
Selektive α-Sympatholytika: für welchen Rezeptor selektiv, Strukturelle Gemeinsamkeit
• selektiv für α1-Rezeptoren
• 6,7-Dimethoxy-Chinazolin-Derivate
Antisympathotonika: Angriffsstelle, Wirkung
• zentrale α2-Rezeptor-Agonisten am Nucleus tractus solitarii im ZNS bei der Feedbackhemmung an
• blutdrucksenkend!
Modulatoren der NA-Speicherung und/oder -freisetzung: Indikation
nur als Reservearzneistoffe zur Blutdrucksenkung z.B. bei einer Blutdruckkrise
Reserpin: Wirkung, Indikation
Modulatoren der NA-Speicherung und/oder -freisetzung
nur als Reservearzneistoffe zur Blutdrucksenkung z.B. Blutdruckkrise
• hemmt Mg2+-abhängige ATPase, die Protonen in Vesikel pumpt, die NA und Dopamin enthalten: trapping des Dopamins im protonierten (geladenen) Zustand.
• bei Blockade der ATPase: Erhöhung des pH und Freisetzung des ungeladenen NA und Dopamin.
Erregungsübertragung, die zur Muskelkontraktion führen
Erregungsübertragung von motorischer Nervenfaser auf Zellen der quergestreiften Muskulatur: → ACh-vermittelt an motorischer Endplatte → nACh-Rezeptor-Aktivierung → Ca2+Einstrom → Muskelkontraktion!
Einteilung Muskelrelaxantien und deren jeweiliger WM
A) peripher angreifende hemmen kompetitiv nicotinerge Rezeptoren an der motorischen Endplatte →
a) OHNE intrinsische Aktivität (stabilisierende Muskelrelax.) →
b) mit Dauerpolarisation (depolarisierende Muskelrelax.) →
c) Dantrolen: hemmt elektromechanische Kopplung →
d) Botulinustoxin: hemmt ACh-Freisetzung an motorischer Endplatte bei chirurgischen Eingriffen (zur Erschlaffung der quergestreiften Muskulatur)
B) zentral angreifende
Tubocurarinchlorid: Indikation, Applikation, HWZ, Ausscheidung
stabilisierendes Muskelrelaxans
quasi dimerisiertes ACh
• relativ lange Wirkdauer für Muskelrelaxanzien (HWZ ca. 4 Std.), zeitversetzte Wirkung (zuerst Auge, Gesicht, Extremitäten, zuletzt Atmung)
• nur i.v. sehr polar, deswegen p.o. keine Wirkung
; Ausscheidung über Niere
• Wirkung altersabhängig (Kinder empfindlicher!)
Depolarisierende Muskelrelaxanzien (Suxamethoniumchlorid): HWZ, Applikation, Indikation, WM
• besitzen intrinsische Aktivität!
• nur Suxamethoniumchlorid als Vertreter
• Strukturähnlichkeit mit ACh
• wesentlich längere Verweildauer an den Rezeptoren als ACh
• kein Substrat für AChE!
• wird von Plasma-Cholinesterase gespalten
• Dauer-depolarisiert postsynaptische Membran
• i.v. Applikation
•HWZ: 3 min (Hydrolyse!)
• für Intubationen bei Unfällen, Geburtshilfe
Dantrolen: WM, Indikation, Applikation, BV, HWZ
Direkt angreifende Muskelrelaxantien
• hemmt Ca2+-Freisetzung aus Speichern des sarkoplasmatischen Retikulums in Skelettmuskelzelle
• keine Wirkung auch ACh oder ACh-Rezeptoren!
• bei spastischen Zuständen (Rückenmarksverletzungen, cerebrale Insulte)
• auch bei maligner Hyperthermie
• p.o. Applikation
• BV = 20 - 70%; Wirkung setzt erst nach ca. 4 Std. ein; HWZ 6-16 Std.!
Botulinustoxine A und B: Struktur, Indikation, Applikation
• Proteine; nach Proteolyse: 98 und 51 kDa Ketten, über Disulfidbrücke verknüpft.
→ 51 kDa (light chain): für Toxizität verantwortlich
→ 98 kDa (heavy chain): Hemmung der cholinergen Synapsen durch Spaltung des Synaptobrevins
• i.m. Injektion
• erzeugt solange Lähmung bis terminale Axone betroffener Neurone auswachsen und neue motorische Endplatte bilden (bis zu 4 Monate)
• therap.: spastische Zustände (Multiple Sklerose, Schlaganfall, Schiefhalssyndrom)
Zentral angreifende Muskelrelaxantien WM
genauer Wirkungsmechanismus ist unbekannt: vermutlich zentrale Hemmung polysynaptischer Reflexe.