Urologie
Definitionen
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Cartes-fiches
Hydronephrose
fortgeschrittene Stadium einer Harnstauung mit extremer Weitstellung des Hohlraumsystems und mehr oder minder fortgeschrittener Atrophie des Nierenparenchyms.
De-Toni-Debré-Fanconi-Syndrom
renal-tubuläre Funktionsstörung mit renalem Verlust von Phosphaten, Glukose und glomerulär filtrierten Aminosäuren
Morbus Ormond
=idiopathische retroperitoneale Fibrose --> fibröser Ummauerung von Nerven, Gefäßen und Ureteren im Lumbo-Sakralbereich. Dadurch kann es zur Harnstauung und Hydronephrose kommen
Bonney-Test
Test zur Detektion von Stressinkontinenz -- >positiv, wenn der Urinabgang beim Hustenstoß nach beidseitiger paraurethraler Elevation des Blasenhalses ausbleibt
Perkutane Nephrostomie
Der Harn wird über einen Katheter im Nierenbecken nach außen in einen Urinbeutel abgeleitet.
Ureterokutaneostomie
Der oder die Harnleiter werden in die Haut eingenäht, der Urin in einem Beutel gesammelt.
Ileum-Conduit
=Bricker-Blase -->n ein ausgeschaltetes Stück Ileum, dessen Ende in die Haut eingenäht wird, werden die Ureteren eingepflanzt.
Kolon-Conduit
n ein ausgeschaltetes Stück Colon, dessen Ende in die Haut eingenäht wird, werden die Ureteren eingepflanzt.
Ureterosigmoideostomie
=Mainz-Pouch II --> Einpflanzung der Harnleiter in den Dickdarm, Entleerung von Harn und Stuhl zusammen
Ileozökalreservoir
Mainz-Pouch I --> ouch aus Dünn- und Dickdarm mit Einpflanzung der Harnleiter. Entleerung durch Einmalkatheterismus über kontinentes Stoma, z.B. über den Bauchnabel
Ileum-Neoblase:
Einpflanzung der Harnleiter in eine Ersatzblase aus Dünndarm, Anastomosierung mit der Harnröhre, meist ist eine normale Miktion möglich.
Varikozele
Varizenbildung des Plexus pampiniformis --> Die Symptomatik mit Schweregefühl im Hoden und Hodenschwellung nimmt im Stehen zu, im Liegen hingegen kann das Blut besser abfließen
Funikulozele
Flüssigkeitsansammlung im Bereich des Samenstrangs --> Der Grund: Viszerales und parietales Peritonealblatt sind nach dem Deszensus des Hodens aus der Bauchhöhle in das Skrotum ungenügend miteinander verwachsen
Morgagni-Hydatide
Relikt des Müller-Gangs aus der Embryonalentwicklung. Das kleine Bläschen sitzt als sog. Appendix testis auf dem Hoden in der Nähe des Nebenhoden-Kopfe
Hodentorsion
totale oder partielle Stieldrehung des Hodens. Typisch ist die in Ruhe oder bei Aktivität plötzlich einsetzende akute Schmerzsymptomatik im Hoden und in der Leistengegend. Charakteristisch ist auch ein hochstehender Hoden und eine abdominelle Symptomatik
Prehn-Zeichen
Bei einer Epididymitis nimmt der Schmerz bei Anheben des Hodens ab, bei einer Hodentorsion hingegen zu, dies ist aber nicht beweisend
Kryptorchismus
einen nicht im Skrotum befindlichen Hoden
Pendelhoden
normal ins Skrotum deszendierte Hoden, die durch äußere Reize und lebhaften Kremasterreflex vorübergehend eine inguinale Lage einnehmen können, nicht therapiebedürftig
Gleithoden
meist im Bereich des äußeren Leistenringes zu tasten, lässt sich ins Skrotalfach ausstreifen, verbleibt jedoch nicht dort, therapiebedürftig.
Palmure
ine seltene isolierte Penismissbildung, bei der ein hoher Ansatz des Skrotums an der Penisraphe vorliegt. Man spricht auch von penoskrotaler Schwimmhaut. Sie wird im Kindesalter operativ korrigiert.
Prune-Belly-Syndrom
Trias Aplasie bzw. Hypoplasie der Bauchdecken, Anomalien der Nieren und der ableitenden Harnwege sowie beidseitiger Kryptorchismus
Morgagni-Hydatide
Appendix testis: funktionsloses Relikt des Müller-Gangs; bläschenförmiges, ungestieltes Anhängsel, das sich auf dem Hoden neben dem Nebenhodenkopf befindet
Stauffer-Syndrom
bei NCC --> vermutlich durch Zytokinproduktion ausgelöste hepatische Dysfunktion mit ERhöhung von AP, Bilirubin und Transaminasen, pathol. Blutgerinnung
Brunzel-Zeichen
Hoden-Hochstand (bei Hodentorsion)
Priapismus
Schmerzhafte Dauererektion (>2h) als Folge von erektionsauslösenden Maßnahmen bei veränderter Blutviskosität, neur. Erkrankungen, posttraumatisch oder idiopathisch
Impotentia coeundi
Keine für den GV ausreichende Erektion möglich
Impotentia generandi
Keine Zeugung möglich
Impotentia ejaculandi
Keine Ejakulation möglich
Induratio penis plastica (IPP)
Penisdeviation durch verhärtete Plaques in der Tunica albuginea
Hutch-Divertikel
Blasendivertikel im Bereich der Uretermündungen, extrem seltene Missbildung
autosomal-dominanten polyzystischen Nierendegeneration
Zysten aus blind endenden Nierentubuli, die mit funktionstüchtigen Glomerula verbunden sind. Im Laufe des Lebens vergrößern sich diese Zysten und komprimieren funktionstüchtiges Nierengewebe
Markschwammniere
nicht erbliche, angeborene zystische Fehlbildung, die mit einer erhöhten Inzidenz von renal tubulärer Azidose und Urolithiasis verbunden ist.
Ureter fissus
unvollständige Doppelanlage des Ureters. Diese Fehlbildung kann asymptomatisch sein, aber auch zu einem so genannten Jo-Jo-Phänomen führen, wobei die peristaltische Welle vom Nierenbecken der einen Anlage den Ureter entlang bis zur Einmündung des zweiten
Renal tubuläre Azidose
Metabolische Azidose; Typ I: Sekretion von zu wenig Wasserstoffionen --> Ca-phosphatsteine, Typ II macht meistens keine STeine
Ejakulat-Volumen
>1,5 ml
Spermatozoen-Anzahl?
>39 Mio / Ejakulat
Spermienkonzentration
>15 Mio/ml
Spermatozoen-Morphologie
>4% normal konfiguriert
Spermatozoen-Motilität
>40% motile Spermien
Aspermie
Kein Ejakulat vorhanden