Unfallchirurgie
Grobes + plastische Chirurgie
Grobes + plastische Chirurgie
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Lernkarten
Phasen der indirekten Knochenbruchheilung
1. Frakturphase
2. Entzündungsphase: 1. - 3. Tag
- Frakturhämatom
- Prolif. Neutrophiler, Makrophagen, Monozyten, puripotenter Stammzellen der Osteoblasten
- verstärkte Vaskularisierung
3. Granulationsphase: 3. Woche
- Organisation des Frakturhämatoms mit Kollagen und Fibrin
- Ausbildung von Granulationsgewebe mit Folge der weichen Kallusbildung
4. Kallushärtung: 3 - 4 Monate
- Bildung von Geflechtknochen
- Ausrichtung entsprechend der mechanischen Belastung
- Osteoklasten + Osteoblastentätigkeit
5. Modelling/Remodelling: bis zu Jahren
- Umbau in Lamellenknochen
Einteilung geschlossener Frakturen
nach Tscherne
- 0: kein Weichteilschaden
- I: öberflächliche Schürfung
- II: tiefe kontaminierte Schürfung
lokale Haut und Muskelkontusion
drohendes Kompartment
- III: ausgedehnte Muskelzerstörung/Hautkontusion
subcutanes Decollement
manifestes Kompartment, Nerven und Gefäßverl.
Einteilung offener Frakturen
I: Durchspießung des Haut-Weichteilmantels von Innen
II: Durchtrennung und Kontusion des Haut-Weichteilmantels von außen
III: ausgedehnte Weichteilverletzung mit Nerven und Gefäßverletzung
IV: totale /subtotale Amputation mit Erhalt von < 1/4 des Weichteilmantels
Frakturkrankheit
Fikgeschäden der Immobilisation:
- Thrombose
- Pneumonie
- Harnwegsinfekt
- Dekubitus
Kompartment
Druck > 30 - 40 mmHg
- Schmerzen
- Hypästhesie, Dysästhesie
- perophere Pulse noch tastbar
- Rekapillarisierung normal
Joney-Fraktur
5. Mittelfußknochen
Pilon-Fraktur
# der distalen Tibia durch Stauchung
Nachtschmerz bei Knochentumoren
mäßig:
- Ewingsarkom
- Chondrosarkom
stark:
- Osteoidosteom
- Osteosarkom
Häufigkeit benigner Knochentumoren
nichts ossifizierendes Knochenfibrom
> Osteochondrom
> Riesenzelltumor
> Osteoidosteom
> Enchondrom
Osteoblastom
- Alter
- Lokalisation
- Wachstumsmuster
- in der Aldoleszenz
- Lokalisation: WS
- intraossäres Wachstum
Osteochondrom - Lokalisation
- metaphysär mit Knorpelkappe nach diaphysär wachsend
Osteochondrom - Alter
Kinder
Riesenzelltumor - Lokalisation, Therapie, Morphologie
- Femur, Tibia
- Entartungsrisiko! --> Therapie
- durch Röntgen identifizierbar
Osteosarkom
Ätiologie:
- aus Vorläuferläsionen: z.B. Riesenzelltumor
Alter
- 30. - 40. Lebensjahr
Metastasierung: skip-Metastasen
Therapie
1. Chemotherapie
2. OP
Häufigster Knochentumor
Aneurysmatische Knochenzyste
DD: juvenile Knochenzyste
--> Spiegelbildung im MRT bei aneurym. KZ
Therapie: Resektion, da Rezidiv
Chondrosarkom
Häufigkeit:
- zweithäufigster solider Knochentumor
Alter:
- 40. - 60. LJ
Lokalisation:
- Metaphyse
- Becken, Scapula
Morphologie:
- osteolytisch, Randsklerose, Kortikalisdurchbruch
- langsam wachsend
Therapie:
- weite Betsrahlung
- 100% Überleben
Epiphysärer Knochentumor
Kind: Chondroblastom
Erwachsener: Riesenzelltumor
Beckenröntgen
Inletaufnahme:
- Beurteilung des inneren Beckenring
- Beurteilung der horizontaler Instabilität
Outletaufnahme:
- Beurteilung der äußeren Beckenrings
- Beurteilung der vertikalen Stabilität
Klassifikation der Beckenfrakturen
nach AO:
A: Beckenring stabil
- Abriss-#
B: Horizontaler Instabilität
- Bsp.: open book #
- Inlet-Aufnahme
- ventraler Beckenring
C: Vertikale Instabilität
- dorsaler Beckenring betroffen
- Outletaufname
- im schlimmsten Fall Lsg. der WS aus dem Becken
Nervenschädigung bei Bekenfrakturen
- N. ileoinguinales
- N. ileohypogastricus
- N. genitalis
- N. femoralis cut. lat.
Sakrum-Frakturen
Denis-Klassifikation
1: transalar
2: transforaminal
- instabil
- neurolog. Komplikationen
3: zentral
Acetabulum Röntenaufnahmen
Ala-Aufnahme:
- Untersucher schaut auf den Beckenkamm
- Beurteilung der Vorderkante
Obturatoraufnahme:
- Untersucher schaut indie Löcher
- Hinterwand
Acetabulum-Frakturen
- Dashboard: Hinterwand wird beim Aufprall des Knies auf das Amaturenbrett herausgelöst
- Zweipfeilerfraktur
- Querfraktur
Acetabulum-Frakturen - opertatives Ziel
exakte anatomische Reposition
- Translokationen > 2 mm sind nicht tolerabel!
Verletzungsmuster obere HWS
Dens-Fraktur: Einteilung nach Anderson und D'Alonso
Hangman-#
- zwischen C2 und C3 mit Abriss des Proc. spin.
Jefferson-#
- Atlasfraktur
Atlantoaxiale Dislokation
- häufig bei Kindern
Verletzungsmuster untere HWS
- 55 % der HWS Verletzungen
- Luxation der Facettenngelenke druch geringe axiale Neigung von etwa 45° möglich
- isolierte ligamentäre Instabilität bei Beteiligung des hinteren Längsbandes
HWS - OP-Indikationen
absolut:
- Tetraplegie
- imkompletter Querschnitt
- radikuläres Syndrom
- schwere Instabilität
relativ:
- Spinalkanalstenose
- geringe Instabilität
- Knieckbildung < 15°
- alte polytraumatisierte Pat.
Verbrennungsgrade
I: Rötung, leichte Schwellung, reversibel
II: Blasenbildung, starke Schmerzen, Dermis und Epidermis betroffen
- a: vollständige Heilung
- b: Narbenbildung durch tiefe Dermisbeteiligung
III: Nekrosen, keine Schmerzen, Nervenendigungen zerstört, Dermis und Subcutis
IV: Verkohlung, darunter liegende Faszien/Knochen mitbetroffen, keine Schmerzen
Brustrekonstruktion Eigengewebe
- Latissimus-dorsi-Lappen
- TRAM-Lappen
Transverser Rectus Abdominis
Musculocutaneus-Lappen
- DIEP-Lappen
Perforanslappen der A. epigastrica inferior
- SGAP-Lappen
Superior Gluteal Artery Perforator-Lappen
Erfrierungsgrade
- Erfrierung 1. Grades: blasse Hautfarbe, Schwellung der Hautpartie, Schmerzen
- Erfrierung 2. Grades: blau-rote Hautfarbe, Blasenbildung
- Erfrierung 3. Grades: beinahe schmerzfreies Absterben des Gewebes
- Erfrierung 4. Grades: Vereisung und völlige Gewebezerstörung