Unfallchirurgie

Grobes + plastische Chirurgie

Grobes + plastische Chirurgie


Lena Heite
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Unfallchirurgie auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie die Beurteilung und Einteilung von Frakturen, die Therapie von Knochentumoren, die Klassifikation von Beckenfrakturen und die Diagnose von Erfrierungen ab. Chirurgen und Medizinstudenten profitieren von den detaillierten Informationen zu Verletzungsmustern, operativen Zielen und Behandlungsmethoden, die hier praxisnah dargestellt werden.
Karten
30
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
02.02.2013 / 13.06.2018

Lernkarten

Phasen der indirekten Knochenbruchheilung

1. Frakturphase

2. Entzündungsphase: 1. - 3. Tag
- Frakturhämatom
- Prolif. Neutrophiler, Makrophagen, Monozyten, puripotenter Stammzellen der Osteoblasten
- verstärkte Vaskularisierung

3. Granulationsphase: 3. Woche
- Organisation des Frakturhämatoms mit Kollagen und Fibrin
- Ausbildung von Granulationsgewebe mit Folge der weichen Kallusbildung

4. Kallushärtung: 3 - 4 Monate
- Bildung von Geflechtknochen
- Ausrichtung entsprechend der mechanischen Belastung
- Osteoklasten + Osteoblastentätigkeit

5. Modelling/Remodelling: bis zu Jahren
- Umbau in Lamellenknochen

Einteilung geschlossener Frakturen

nach Tscherne
- 0: kein Weichteilschaden
- I: öberflächliche Schürfung
- II: tiefe kontaminierte Schürfung
      lokale Haut und Muskelkontusion
      drohendes Kompartment
- III: ausgedehnte Muskelzerstörung/Hautkontusion
       subcutanes Decollement
       manifestes Kompartment, Nerven und Gefäßverl.

Einteilung offener Frakturen

I: Durchspießung des Haut-Weichteilmantels von Innen

II: Durchtrennung und Kontusion des Haut-Weichteilmantels von außen

III: ausgedehnte Weichteilverletzung mit Nerven und Gefäßverletzung

IV: totale /subtotale Amputation mit Erhalt von < 1/4 des Weichteilmantels

Frakturkrankheit

Fikgeschäden der Immobilisation:
- Thrombose
- Pneumonie
- Harnwegsinfekt
- Dekubitus

Kompartment

Druck > 30 - 40 mmHg
- Schmerzen
- Hypästhesie, Dysästhesie
- perophere Pulse noch tastbar
- Rekapillarisierung normal

Joney-Fraktur

5. Mittelfußknochen

Pilon-Fraktur

# der distalen Tibia durch Stauchung

Nachtschmerz bei Knochentumoren

mäßig:

- Ewingsarkom
- Chondrosarkom

stark:

- Osteoidosteom
- Osteosarkom

Häufigkeit benigner Knochentumoren

nichts ossifizierendes Knochenfibrom

> Osteochondrom

> Riesenzelltumor

> Osteoidosteom

> Enchondrom

Osteoblastom
- Alter
- Lokalisation
- Wachstumsmuster

- in der Aldoleszenz

- Lokalisation: WS

- intraossäres Wachstum

Osteochondrom - Lokalisation

- metaphysär mit Knorpelkappe nach diaphysär wachsend

Osteochondrom - Alter

Kinder

Riesenzelltumor - Lokalisation, Therapie, Morphologie

- Femur, Tibia
- Entartungsrisiko! --> Therapie

- durch Röntgen identifizierbar

Osteosarkom

Ätiologie:
- aus Vorläuferläsionen: z.B. Riesenzelltumor

Alter
- 30. - 40. Lebensjahr

Metastasierung: skip-Metastasen

Therapie
1. Chemotherapie
2. OP

Häufigster Knochentumor

Aneurysmatische Knochenzyste

DD: juvenile Knochenzyste

--> Spiegelbildung im MRT bei aneurym. KZ

Therapie: Resektion, da Rezidiv

Chondrosarkom

Häufigkeit:
- zweithäufigster solider Knochentumor

Alter:
- 40. - 60. LJ

Lokalisation:
- Metaphyse
- Becken, Scapula

Morphologie:
- osteolytisch, Randsklerose, Kortikalisdurchbruch
- langsam wachsend

Therapie:
- weite Betsrahlung
- 100% Überleben

Epiphysärer Knochentumor

Kind: Chondroblastom

Erwachsener: Riesenzelltumor

Beckenröntgen

Inletaufnahme:
- Beurteilung des inneren Beckenring
- Beurteilung der horizontaler Instabilität

Outletaufnahme:
- Beurteilung der äußeren Beckenrings
- Beurteilung der vertikalen Stabilität

Klassifikation der Beckenfrakturen

nach AO:

A: Beckenring stabil
- Abriss-#

B: Horizontaler Instabilität
- Bsp.: open book #
- Inlet-Aufnahme
- ventraler Beckenring

C: Vertikale Instabilität
- dorsaler Beckenring betroffen
- Outletaufname
- im schlimmsten Fall Lsg. der WS aus dem Becken

Nervenschädigung bei Bekenfrakturen

- N. ileoinguinales

- N. ileohypogastricus

- N. genitalis

- N. femoralis cut. lat. 

Sakrum-Frakturen

Denis-Klassifikation

1: transalar

2: transforaminal
- instabil
- neurolog. Komplikationen

3: zentral

Acetabulum Röntenaufnahmen

Ala-Aufnahme:
- Untersucher schaut auf den Beckenkamm
- Beurteilung der Vorderkante

Obturatoraufnahme:
- Untersucher schaut indie Löcher
- Hinterwand

 

Acetabulum-Frakturen

- Dashboard: Hinterwand wird beim Aufprall des Knies auf das Amaturenbrett herausgelöst

- Zweipfeilerfraktur

- Querfraktur

Acetabulum-Frakturen - opertatives Ziel

exakte anatomische Reposition

- Translokationen > 2 mm sind nicht tolerabel!

Verletzungsmuster obere HWS

Dens-Fraktur: Einteilung nach Anderson und D'Alonso

Hangman-#
- zwischen C2 und C3 mit Abriss des Proc. spin. 

Jefferson-#
- Atlasfraktur

Atlantoaxiale Dislokation
- häufig bei Kindern

Verletzungsmuster untere HWS

- 55 % der HWS Verletzungen

- Luxation der Facettenngelenke druch geringe axiale Neigung von etwa 45° möglich 

- isolierte ligamentäre Instabilität bei Beteiligung des hinteren Längsbandes

HWS - OP-Indikationen

absolut:
- Tetraplegie
- imkompletter Querschnitt
- radikuläres Syndrom
- schwere Instabilität

relativ:
- Spinalkanalstenose
- geringe Instabilität
- Knieckbildung < 15°
- alte polytraumatisierte Pat. 

Verbrennungsgrade

I: Rötung, leichte Schwellung, reversibel

II: Blasenbildung, starke Schmerzen, Dermis und Epidermis betroffen
- a: vollständige Heilung
- b: Narbenbildung durch tiefe Dermisbeteiligung

III: Nekrosen, keine Schmerzen, Nervenendigungen zerstört, Dermis und Subcutis

IV: Verkohlung, darunter liegende Faszien/Knochen mitbetroffen, keine Schmerzen

Brustrekonstruktion Eigengewebe

- Latissimus-dorsi-Lappen
 

- TRAM-Lappen
Transverser Rectus Abdominis
Musculocutaneus-Lappen

- DIEP-Lappen
 Perforanslappen der A. epigastrica inferior

- SGAP-Lappen
Superior Gluteal Artery Perforator-Lappen

Erfrierungsgrade

 

  • Erfrierung 1. Grades: blasse Hautfarbe, Schwellung der Hautpartie, Schmerzen
  • Erfrierung 2. Grades: blau-rote Hautfarbe, Blasenbildung
  • Erfrierung 3. Grades: beinahe schmerzfreies Absterben des Gewebes
  • Erfrierung 4. Grades: Vereisung und völlige Gewebezerstörung

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