Umweltrecht Basel-Stadt 2016

Wirtepatent 2016 Umweltrecht (Lärmschutz, Abfall/Abwasser und Entlüftung) Arbeitssicherheit Brandschutz

Wirtepatent 2016 Umweltrecht (Lärmschutz, Abfall/Abwasser und Entlüftung) Arbeitssicherheit Brandschutz


C. R.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen des Umweltrechts in Basel-Stadt auf Berufslehre-Niveau. Sie konzentrieren sich auf Themen wie Lärm, Arbeitssicherheit, Fluchtwege und Brandschutz, wobei besonders auf die Rolle von Mitarbeitern, Arbeitgebern und Sicherheitsmassnahmen eingegangen wird. Die Karteikarten sind ideal für Auszubildende und Berufstätige im Gastgewerbe, da sie wichtige Vorschriften und praktische Anleitungen für den Umgang mit Lärm, Feuer und Notfällen vermitteln.
Flashcards
44
Students
14
Language
German
Category
Law
Created / Updated
27.07.2016 / 30.03.2024

Flashcards

Ablauf Bewilligungsverfahren für einen neuen Betrieb?

Was ist Schall?

Schall = physikalisches Phänomen

Was ist Lärm?

Lärm = Schall + psychologische Komponente

Wie misst man Lärm?

Schalldruck in Pascal (Pa) oder Schalldruckpegel in Dezibel (dB)

Wie dämmt man Lärm?

Schalldämmung durch Baumaterialien und Schallschleuse (doppelte Eingangsbereich)

 

Was dämmt besser Lärm, schwere oder leichte Materialien?

schwere Materialien

Was regelt den gesundheitlichen Schutz des Publikums in öffentlichen Lokalen?

Schall- und Laserverodnung LSV

bei Veranstaltungen mit über 93 dBA

Lärmarten in der Gastronomie?

  1. Primärlärm
  2. Sekundärlärm
     

Was versteht man unter Primärlärm?

  1. technische Anlagen z. Bsp. Heizung, Lüftung
  2. Parkplatzverkehr
  3. Warenumschlag
  4. Musiklärm

Was versteht man unter Sekundärlärm?

  1. laute Gespräche
  2. Gegröle
  3. Gelächte

vor dem Lokal!

Gibt es für den Sekundärlärm Grenzwerte?

nein

Was ist das Beurteilungsinstrument für Sekundärlärm?

GASBI gibt Auskunft über zulässige erzeugte Störung

Zoneneinteilung 2-5 und Boulevardplan

Was ist Hintergrundmusik?

Die Gäste können sich ohne Anstrengung unterhalten

75 dbA

Wie laut ist Live-Musik?

93 dBA

Für was sorgt der Wirteverband mit seinem Verhaltenskodex aktiv?

- aktiv für ein gutes Einvernehmen zwischen Gastronomen und Anwohnern

Bsp.

  • bei Klagen der Nachbarschaft suchen wir zusammen nach Lösungen
  • Gartenwirtschaften nehmen Rücksicht auf umliegende Anwohner
  • Schulung von Mitarbeitern und Einhaltung
  • Wartung der technischen Einrichtungen damit keine Lärm und Geruchsbelästigungen entstehen
  • wir informieren unsere Gäste über Rücksichtnahme gegenüber der Anwohner

Was sind die Grundsätze bei Abfall?

  1. Abfalltrennung
  2. Entsorgung selber organisieren
  3. es ist verboten Speisereste und Altöl über Abwasserkanal zu entsorgen

Was wird für Küchen in punkto Abwasser empfohlen?

bei mehr als 300 Mahlzeiten wird ein "Fettabscheider" empfohlen (keine tierischen und pflanzlichen Fette in der Kanalisation)

Wie muss die Abluft organisiert sein?

Küchen-, Restaurant- und Fumoirentlüftungen müssen immer über das Dach geführt werden

Was braucht es für Komponenten, damit Feuer entstehen kann?

  1. Sauerstoff
  2. Zündquelle
  3. Brennbarer Stoff

Wenn man eine Komponente wegnimmt, gibt es kein Feuer!

Was ist ein Fluchtweg?

Der kürzeste Weg, der Personen zur Verfügunge steht, um von einer beliebigen Stelle ins Freie an einen sicheren Ort zu gelangen.

Fluchtwege = Rettungswege

 

Drei Vorschriften für Fluchtwege?

  • jederzeit frei und benützbar
  • dürfen keinem anderen Zweck dienen
  • Mindestbreite von Korridoren und Treppen = 1.2 Meter

Was ist ein sicherer Ort?

Treppenhaus oder im Freien

Wie müssen Türen in Fluchtwegen beschaffen sein?

  • jederzeit als Fluchttüren erkannt werden
  • mindestens 90cm breit
  • in Fluchtrichtung geöffnet werden
  • ohne Hilfsmittel rasch entriegelt oder geöffnet werden können

Fluchtweglänge im Raum bis zum sicheren Ort?

Fluchtweglänge bei zwei oder mehr Ausgängen?

Wie sind die Ausgänge anzuordnen?

max. 35m

über einen Korridor max. 50m

in verschiedene Fluchtrichtungen, so dass sich die Flüchtenden nicht behindern

Wie lauten die drei verschiedenen Breiten der Ausgänge?

  1. bis 50 Personen: 1x 0.9 Meter
  2. bis 100 Personen: 2x 0.9 Meter
  3. bis 200 Personen: 3x 0.9 Meter oder 1x 0.9 Meter und 1x 1.2 Meter

es brennt, was tun?

(6 Punkte)

Ruhe bewahren und handeln

  1. Feuerwehr alamieren 118
  2. Personen retten (Lift nicht benützen)
  3. Türen schliessen (Ruhe bewahren)
  4. Brand bekämpfen (mit Decken, Wassereimern, Feuerlöschern oder Löschposten)
  5. Feuerwehr einweisen

Wie alarmieren Sie richtig wenns brennt?

  • wer? Name des Anrufers
  • wo? Adresse des Brandobjekts
  • was? Art des Brandes
     

Welche Grundsätze gelten bei der Arbeitssicherheit?

Der Arbeitgeber muss folgende Massnahmen treffen:

  • Gesundheitsschutz wahren und verbessern
  • Physischer und psychischer Gesundheit des Mitarbeiters gewährleisten

Was sind die drei Pflichten des Arbeitgebers in punkto Arbeitssicherheit?

  1. Gesundheitsvorsorge darf nicht beeinträchtigt werden und kontrollieren
  2. bei Änderungen von Bauten, technischen Einrichtungen und Geräten oder neue Stoffe (Chemikalien) muss der Arbeitgeber die Massnahmen anpassen
  3. bei Hinweisen auf Gesundheitsgefährdung des Arbeitnehmers durch die ausgeführte Tätigkeit geschädigt wird, ist eine arbeitsmedizinische Abklärung nötig

Was sind die Pflichten des Arbeitnehmers?

  • Weisung für die Gesundheitsvorsorge befolgen
  • allgemein anerkannte Regeln befolgen
  • persönliche Schutzausrüstung benutzen und Wirksamkeit überprüfen
  • bei Mängeln: selbst beseitigen oder Arbeitgeber melden

Wie werden die Betriebe arbeitssicherheitstechnisch nach EKAS-Richtlinie eingeteilt?

  • Betriebe mit weniger als 10 Mitarbeitern mit besonderer Gefährdung
  • Betriebe mit mehr als 10 Mitarbeitern mit besonderer Gefährdung

KOPAS

Kontaktperson für die Arbeitssicherheit (unterstützt den Betriebsleiter bei Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes)

PSA

Persönliche Schutzausrüstung

Bsp. säurefeste Handschuhe, Atemschutzmaske, Brille

SECO

Staatssekretariat für Wirtschaft

SUVA

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt

Wie muss man schriftlich für die Sicherheitsorganisation definieren?

  • Verantwortungsregelung
  • Stellenbeschreibung KOPAS
  • Sicherheitsorganisation

Was macht man als Sicherheitsschulung für neue Mitarbeiter?

Checkliste besprechen mit folgenden Punkten, schriftlich, unterschreiben und ins Personaldossier:

  • Fluchtwege
  • Notrufnummer
  • Verhalten
  • Name und Telefonnummer von Kopas
  • Seine PSA

 

Sollten Sie Sicherheitsregeln schriftlich festlegen

ja, von Vorteil

Was versteht man unter der TOP Methode?

  1. Gefahrenanalyse (Schneidemaschine: Schnittwunde, Einklemmen, Stromschlag)

Massnahmen zur Risikoverminderung

  1. Technische Massnahmen (Wartung, Unterhalt, Messer schleifen)
  2. Organisatorische Massnahmen (Schulung zur Unfallvermeidung)
  3. Personenbezogene Massnahmen (Kontrolle, was schützt die Person, PSA)

Was ist wichtig bei der Notfallorganisation?

Alarmierungsplan

  • schriftlich
  • wer
  • wo
  • was
  • wann
  • wieviele
  • weiteres
  • Notfallnummern

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