Metrologie


Nadine Noser
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einblick in die Metrologie und behandelt Themen wie die Atmosphäre, Wetterphänomene und Klimazonen. Sie beleuchtet die Rolle von Luft, Temperatur, Wind, Wolken und Niederschlag sowie die Wechselwirkungen zwischen diesen Elementen. Die Karteikarten eignen sich für Schüler, die die Grundlagen der Meteorologie und Klimatologie verstehen möchten, indem sie die verschiedenen Schichten der Atmosphäre, die Auswirkungen von CO2 und die Bedeutung von Wasserdampf und Strahlung erkunden.
Karten
277
Lernende
7
Sprache
Deutsch
Kategorie
Naturkunde
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
30.05.2013 / 25.06.2015

Cartes-fiches

Sensorik

kombination von lokalen Beobachtungen (Wolken, Luftdruck, Wind) für Kurzfristprognose resp. Nowcasting (Gewittererkennung mittels Radar);
 

Hilfsmittel: Auge, Barometer

Persistenz

Wetter von heute = Wetter von morgen; um den Erfolg der vom Menschen vorhergesagten Prognosen zu berechnen, wird diese mit der Persistenz verglichen

Bodenwetterkarte

beinhaltet Stationsmeldungen und Isobaren (=Linien des gleichen Drucks); Druckverteilung mit Fronten, Bewölkungs- und Niederschlagsgebiete, bes. Wettererscheinungen; dominant:

TIEF-u.Hochdruckgebiete

Höhenwetterkarte

enthält Topografie bestimmter Druckflächen;

(850hPa=1500m: aussage über 2m Höchstemp, weil

Untergrenze der feien Atmosphäre; 700hPa=3km:

verlagerung von grossräumigen feuchtgebieten;

500hPa=5.5-6 km: Steuerungsnivau(=Vorhersage der

Zugrichtung und -geschwindigkeit) von Tief- u.

Hochdruckgebieten); Isohypsen sind eingezeichnet; aus

Daten derRadiosonden und Pilotballone(=ballon ohne

Instrument,lediglich Radarreflektor; erfasst vertikales

Windprofil+best. Wolkenuntergrenze)

Isohypse

werden bei Höhenkarte analysiert;

=Höhenlinie auf der Druckfläche;

doch auch auf Höhenkarten sind die

Tiefs dort, wo die niedrigeren Zahlen

sind - (Tiefs sind tiefer gelegen in der

Atmosphäre?)

Extrapolation

3. Schritt der Wettervorhersage

(vorher: Wetteranalyse,

Verlagerungsgeschwindigkeit und

Intensitätsentwicklung); mit

Vergleichen von älteren Bodenkarte

mit der neuen auf die Zukunft

schliessen

numerische Methode

mathematisch-physikalische

Methode

numerische-theoretische Methode

numerische Wettervorhersage

geht von der Grundidee aus, dass die

zuküftige Entwicklung der Wetterlage

berechnet werden kann mit

1.AUSGANGSZUSTAND,

2.PHYSIKALISCHEN GESETZMÄSSIGKEITEN

UND GLEICHUNGEN; im PC-modell

müssen alle Atmosphärischen Prozesse

brücksichtigt werden

Atmosphärische Prozesse (10)

Luftströmung, Sonnenstrahlung,

Atmosphärenstrahlung, Evaporation

und Wärmeaustausch, Meer,

Bodenabstrahlung, Reibung, Bildung

von Wolken, Gebirgseffekte, Bildung

von Schnee und Regen

numerische Analyse

liefert "bester Anfangszustand der

Atmosphäre" für numerische

Methode; benötigt 7 Variablen (3

Windkomponente: x,y,z=vertikal,

Luftdruck, Lufttemp., Luftdichte,

Luftfeuchte); Messungen sollten am

besten Weltweit und lückenlos sein

Datenassimilation

aus unvollständigen und fehlerhaften

Messdaten der wahrscheinlichste

Ausgangszustand kreiren; Resultat ist

die Numerische Analyse mit dem

besten Anfangszustand der

Atmosphäre auf dem Modellgitter"

physikalische Gleichungen

mit sieben Gleichungen wird ein

Gleichungssystem geschaffen zur

Vorausberechnung der Verteilung der 7

Variablen; teil der numerischen Methode;

Gleichungssystem ist nichtlinear und

muss darum mit iterativ numerischem

Verfahren gelöst werden =>darum

numerische Wettervorhersage

Modellgitter für numerische Methode

ist über die ganze Erde verteilt bis in Höhe

von 11 km; hat Millionen von Gitterzellen; es

gibt jedoch Meteorologische Phänomene, die

räumlich oder zeitlich kleiner sind und

darum nicht explizit berechnet werden

können - diese werden Parametrisiert

(=werden über die mitteleren Grössen

ausgedrückt); je höher die Auflösung, desto

weniger parametrisieren!

Quellen der Unsicherheit bei

(numerischen) Wettervorhersagen

Schmetterlingseffekt (weil Wettersyst. chaotisch

können kl. Störungen schnell wachsen),

ungenauer Anfangszustand der Atmosphäre

(Messungenauigkeit), limitierte Anz.

Beobachtungen (v.a. Meer), Beobachtungen nie

exakt, Modell-Fehler, Fehler in Randbedingungen

(z.B. Schneebedeckung, Veget, Meerestemp.),

Modellauflösung (vereinfachung der Realität -

man weiss nicht, was zwischen den Gitterpunkten

geschieht)

Ensemble Vorhersagen

Modelle reagieren sehr sensitiv auf

die Anfangsbedingungen=> mit 50

leicht veränderten

Anfangsbedingungen gibt es 50

versch. Vorhersagen=>

Eintetenswahrscheinlichkeit kann

abgeleitet werden

Eingrenzung der Unsicherheit (3)

1. Ensemble Vorhersagen, 2.

Variabilität der Ergebnisse der

periodischen Modellberechnungen

berücksichtigen, 3. Variabilität

zwischen den Vorhersagen

verschiedener Wettermodelle

berücksichtigen

MOS

=Model-Output-Statistics; verknüpfung

numerischer Produkte mit

Vorsagephänomen (z.B. Nebel, Gewitter)

durch statistische Beziehungen; zur

Vorhersage von lokalem Wetter;

Zusammenhang zwischen Modellfeldern

und lokalen Wetterphänomen werden mit

Korrelationskoeffizient untersucht; daten

der letzten 5 j.

Klimatologie als Witterungsprognose

durchschnittliches Wetter über x

Jahre am 26. Mai = das Wetter am 26.

mai 2013; z.B. Weihnachtstauwetter;

Integral über das Wetter

Analogfall (kurz- bis

Mittelfristprognose)

bei gleicher Wetterlage gibt es das

gleiche Wetter (Vergl. der Aktuellen

Wetterkarte mit einer möglichst

ähnlichen vergangenen)

Zeitskalen der Prognosen

(Vorhersagezeit): Nowcasting

(=Ultrakurzfristprognose),

Kürzestfristp., Kurzfristp.,

Mittelfristp., Langfristp.

Nowcasting(bis 2 h: Messsyst+NWV lokal),

Kürzestfristp.(bis 12h: Synoptik+NWV

(numerische Wettervorhersagemodelle)

lokal), Kurzfristp.(1-3 Tage: NWV regional+

synoptik), Mittelfristp.(bis 10 T.: NWV global),

Langfristp. (eigentliche Witterungsprognose:

allg. Witterungscharakter, keine einz.

Wetterereignisse; wochen - bis monat: NWV

+Ozan+Klimatologie+Muetitaler

wetterfrösche :-) )

Vorhersagbarkeit (heute+Max.)

max: 2 bis 3 Wochen; heute bis Tag+7 oder

8; alle 10 Jahre steigert man sich um einen

Tag; brauchbar= wenn

korrelationskoeffizient über 0.6 beim

Vergleich von Vorhersage und tats.

eingetretenes Wetter; Zukunft: Steigerung

durch bessere Modellaufläsung

(Verdoppelung der Auflösung sorgt NICHT

für doppelt so gute Prognosen)

Grundschicht

Atmosphärische Grenzschicht

planetary boundry layer PBL

unterste Schicht im Aufbau der

Atmosphäre; auf Grund Rauhigkeit d.

Erdoberfl. => Reibung => turbulente

Strömungen

Hauptkennzeichen der Grundschicht

(6)

1. Windgeschw. gegen null (Reibung) am

Boden; 2. Strömung meist turbulent

(horizontal + vertikal); Gehalt an Feuchte,

Aerosol- und Luftschadstoffen rel. hoch; 4.

starke tagesschwankungen (10°-20°C); 5. gr.

horizontale Unterschiede (z.B. Meer, Land,

Berg, Tal, Vegetation); 6. reger Austausch

von Stoffen; Mächtigkeit (1-2km je nach

geologie);

Unterteilung der Planetarischen

Grenzschicht (2)

a)Prandtl-Schicht (Windzunahme mit

zunehmender Höhe), b) Ekman-

Schicht (Winddrehung mit

zunehmender Höhe)

Obergrenze der Grenzschicht

markiert durch:

diejenige Höhe, in der die Windgeschw. und

richtung erstmals die selben wie die der

freien troposphäre erreichen≈(oft)Inversion=

dünne Schicht in der die Temperatur mit der

Höhe zunimmt, im Gegensatz zur norm.

Temperaturabnahme; = Obergrenze des

Hochnebels

Dunstschicht: bei Hoch schauen Bergspitzern

raus (Windstill), bei Bise: Grenzschicht viel

höher=>Bergspitzen auch im Dunst

Austausch und vertikale Flüsse in der

Grenzschicht (Atmosphäre-Erde)

A)Masse (Niederschl + Verdunstung,

Deposition und Emission von Gasen

und aerosolen) B) Energie (Abkühlung

+ Erwärmung d. Strahlung +

Wärmeleitung), C) Impuls und

Drehimpuls durch Reibung des

Windes

Turbulenz def.

Unregelmässige kurzfristige

Schwankungen von

Windgeschwindigkeit und

Windrichtung in einer Luftströmung

(Böigkeit des Windes)

Ursachen von Turbulenzen (2)

1) mechanisch: durch Reibung

verschieden schnell strömender

Luftschichten (oder unt. Richtung) =>

Windscherung; 2)thermisch (thermisch

induzierte Turbulenz): durch

auftriebsbedingte vertikale Umlagerung

von Luftpaketen. Grund: Erwärmung der

Atmosphäre vom Boden her

Mechanische Turbulenz

vor einem Hindernis hat es stehende

Luft, über das Hindernis hat es schnell

strömende Luftschichten=> Reibung

aneinander=>Turbulenz: beginnt

5*"Höhe des Hindernisses" vor dem

Hindernis und endet 10-15*"Höhe des

Hind."; Parameter: a) Rauhigkeit der

überströmten Hindernisse, b)

Windgeschw., c) Stabilität der Luftmasse

Reynolds-Zahl in Bezug auf

Turbulenz

Re=VL

v; V=Strömungsgeschw.,

L=Grössenskala der Bewegung (m),

v=kinematische Zähigkeit(Vikosität);

Grenze für den Stömungszustand der

Luft ist Re=5000: darunter laminar,

darüber Turbulent

Temperaturprofil

adiabatisch (=Temp.abnahme mit der Höhe nur auf

Grund der Druckabnahme mit der Höhe = thermisch

neutrale Schichtung, es wird nur mechanische Turbulenz

erzeugt); thermisch instabile Schichtung

(=überadiabatisch, wenn der Boden d. Sonneneinstr.

aufgeheizt wird und die untersten Luftschichten stärker

erwärmt => Luftdichte in Bodennähe geringer

=>erzeugt thermische Turbulenz); thermisch stabile

Schichtung(dämpft thermische Turbulenz): nachts, bei

Schnee oder über kaltem Wasser ist die Luftdichte unten

stark erhöht

Hoch---Tief

strömt auf der nordhalbkugel im

Uhrzeigersinn ---

Gegenuhrzeigersinn

Ursache von Wind

Temp. unterschiede von Luftmassen;

je kleiner der Isobarenabstand

(=Linien gleichen Drucks), umso

stärker ist der Wind; in Bodennähe ist

wind wegen Reibung langsamer

Prandtl-Schicht

= Bodennahe Schicht; untersten 100 bis

200m über dem Boden; hat turbulente

Viskosität (=zähigkeit); Molekulare Kräfte

bedeutungslos; Kräftegleichgewicht zw.

Druckgradient und bremsender turbulenter

Reibung; norm. untersten 10% der

Grenzschicht; logarithmische Windzunahme

mit zunehmender Höhe; Corioliskraft spielt

keine Rolle, weil Windgeschw. s. klein; keine

Richtungsänderung

Ekmann Schicht

=obere Grenzschicht = Drehschicht; Luftbewegungen

erfolgen über so gr. Distanzen, dass die Erddrehung bei

diesen Bewegungen berücksichtigt werden muss;

Kräftegleichgewicht zw. Druckgradient, Corioliskraft und

bremsender turbulenter Reibung; wesentlich:

Ekmannspirale (Winddrehung mit zunehmender Höhe);

(zu oberst wie geostrophischer Wind ? );

Windrichtungsablenkung bei stabiler Luftmasse grösser

als bei inst. und bei Meer am wenigsten, bei Gebirge am

stärksten (bis 45°)

Tagesgang der Grenzschicht (bei

Strahlungswetter)

Vormittag: rasch in die Höhe wachsende, thermisch

instabile (=>turbulente)Grenzschicht, die gut

durchmischt ist (Mischungsschicht=konvektive Schicht),

max im Winter einige hundert m, im Hochsommer bis 2

km; kurz vor Sonnenuntergang:bildung stabiler

Grenzschicht (=nächtliche

Grenzschicht=Bodeninversion, weil in ihr wie in

Inversion Temp. mit der Höhe zunimmt), häufig weniger

als 100m; Grenzschichtwindsysteme:Land-

Seewinde, Hangwind,..

Zusammensetzung der Atmosphäre

(gemisch + Spurengase)

21% Sauerstoff, 78% Stickstoff, 1%

Argon (Edelgas) + Spurengase: O3

(Ozon), CO₂, Methan, andere Edelgase

+ Wasserdampf (Anteil unterschiedl.,

max 4% auf Kosten von Sauerstoff

und Stickstoff, durch Kondensation

zu Wolkenbild. und Niederschlag)

Gliederung der Atmosphäre

(Schichteinteilung nach..., Name u

Eigenschaften a) bis c))

Gliederung nach Temperaturverteilung,

Zusammensetzung oder Ionisierung; a)Troposhäre

(enthält planetare Grenzs., Temp. abnahme); b)

Tropopause (Temp.stagniert: -55° bis -65°C, Übergang

labil-stabil; ozonschicht beginnt; Höhe variabel: 8-16

km je nach Wetterlage(höher bei hochdruckgebiet),

geografischer breite (äquator hoch, polargeb tief) und

Jahreszeit (So+Herbst höher als im Winter+Fr) ); c)

Stratosphäre (temp steigt wieder bis 0°, maximum des

Ozongehaltes, Meteore können bis hier kommen)

Gliederung der Atmosphäre (Schicht

Name u Eigenschaften d) bis h) )

d) Stratopause (temp. stagniert 0°,

Ozonschicht endet); e) Mesosphäre

(starke temp.abnahme bis -100°,

Ionosphäre u. "Polarlichtschicht"

beginnt); f) Mesopause (T stagniert);

g) Thermosphäre (temp steigt rasch

an bis über 800°, Übergang zum

Weltraum fliessend); h) Exosphäre

Troposhäre

Schicht nr.1; =Wetterraum; enthält

80-90% vom Wasserdampf;

tempabnahme 0.6°

100m; 80% der Masse der ges.

Atmosphäre; Obergrenze=tropopause:

knick in Temp.verlauf sowie im Gehalt an

Spurengasen inkl. Wasserdampf;

Tropopausensprünge bei Fronten mit

Austauch zu Stratosphäre;

Stratosphäre & Stratopause

hoher Ozongehalt: durch Einwirkung

UV-Licht wird aus Sauerstoff Ozon

(O₃)=>Wärmefreisetzng duch chem.

Reaktion; Stabil geschichtet;

Obergrenze bei Temp.maximum (50

km); Wasserdampfgehalt sehr klein

darum nur PERLMUTTERWOLKEN

("horizontale Polarlichter")

Study