Substrate


Nadine Noser
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einblick in die Bodenkunde und eignen sich für Schüler der Grundschule. Sie behandeln die Eigenschaften und den Aufbau von Kultursubstraten, wie Torf, Kompost und mineralischen Zuschlagstoffen, sowie deren Bedeutung für die Pflanzengesundheit. Besonders relevant sind die Anwendungen in der Dachbegrünung, Indoorbegrünung und Bodenverbesserung. Gärtner und Landwirte profitieren von diesen Informationen, um optimale Wachstumsbedingungen für Pflanzen zu schaffen.
Flashcards
29
Students
1
Language
German
Category
Nature Studies
Created / Updated
04.06.2013 / 29.09.2014

Flashcards

Definition «Kultursubstrate»

 

„Material, ausser Boden in situ, in dem Pflanzen kultiviert werden.“

Wo finden Kultursubstrate Anwendung?

allgemein in Horssol-Kulturen (bodenunabhängigen Kulturen, Soilless cultures)

  • Dachbegrünungen
  • Pflanzentröge im Terrassenbereich
  • Stadtbäume – delikate Pflanzungen
  • Vertikale Begrünungen
  • Indoor Begrünung
  • Kultursubstrate für die gärtnerische Produktion

Physikalische Eigenschaften Substrate

•Korngrössen, Textur

•Gefüge – Struktur

•Porenvolumen

•Temperatur und Erwärmung

•Wasserkapazität

•Wasserbewegung (etc.)

Anorg. - Chemische Eigenschaften Substrate

•Sorption

•pH

•Nährstoffgehalte (Makro, Mikro)

•Puffervermögen

•Salzgehalt

Biologisch-organische Eigenschaften Substrate

•Humusgehalt

•Art und Menge vorhandener MO’s, Arthropoden und anderer Tiere

•Unkrautsamen

Substrat für intensive Dachbegrünung:

 

 

•gute Wasserspeicherfähigkeit

•gute Drainagewirkung gewährleistet

•mittleres Nährstoffangebot

•ausreichendes Luftvolumen auch bei maximaler Wasserkapazität

•hoher Volumenanteil an mineralischen Substanzen, etwa 60 – 80%

•Mittlere Vegetationsdicke von ca. 20 – ca. 50 cm

Aufbau einer funktionell intensiven Dachbegrünung

Grafik

Aufbau einer extensive Dachbegrünung

•geringes Eigengewicht

•gute Wasserspeicherfähigkeit

•gute Drainagewirkung gewährleistet

•nährstoffarm

•ausreichendes Luftvolumen auch bei maximaler Wasserkapazität

•hoher Volumenanteil an mineralischen Substanzen etwa 70 % - 90 Volumen-%

•verlangen eine Vegetationsdicke von ca. 3 – 12cm

Anzuchterde

  • feine einheitliche Struktur, geringer Salzgehalt
  • nur mässige Versorgung mit Nährstoffen

Topferde, Beet- und Balkonerde

•Substrat mit höherem Kompostanteil

•Stabile Struktur des Substrates

•Längerfristige Nährstoffbevorratung (5 bis 6 Monate)

•Hohe Wasserspeicherkapazität bei gleichzeitig ausreichendem Luftangebot

Substrate für Horssolkulturen

•Gute Wasserspeicher- und Luftkapazität

•Nicht vernässend

•Schwundfest, strukturstabil

•pH-stabil, salzfrei

•Geregelte Entsorgungsfrage

Kübel- und Containererde

•sollte etwas schwerer Stabilität der Pflanzen bei Wind,

•stabile Struktur über mehrere Jahre, da die Pflanzen oft länger nicht verpflanzt werden

•Pufferung des Wasser- und Nährstoffhaushaltes hat grosse Bedeutung

Spezielle Kultursubstrate: Bodenverbesserung

  •  Hochwertiger Kompost verwenden (Torfersatz)
  • Kein hohes C/N-Verhätnis (<25)

 

Bodenverbesserung durch Sandeinsatz beim Bau eines Golfplatzes

 

Spezielle Kultursubstrate: Bodenabdeckung

Produkte zu diesen Zweck basieren häufig auf Rinde, Kompost und Torf

Spezielle Kultursubstrate: Indoorbegrünung

Als Kultursubstrate bieten sich organisch-mineralische oder rein mineralische Mischungen an. Die häufigste Verwendung finden diverse gärtnerische Erden, Seramis und Leca (Blähton).

Kultursubstrate….

 

 

• geben der Pflanze Halt

•speichern und spenden Nährstoffe

•puffern pH-Wert

•sichern Strukturstabilität

•haben ein hohes Porenvolumen

•besitzen eine gute «Vergiessfestigkeit»

•haben eine gute Drainwirkung (Durchlässigkeit)

•besitzen ein niedriges Volumengewicht

•sind krankheits- und keimfrei

•genügen ökologischen Ansprüchen

Spezialfall Torf: Niedermoorftorf

-Wirtschaftlich nicht relevant

-nährstoffreich

Organische Substratkomponenten

 

 

•Komposte

•Torfe

  • Hochmoortorf:

•Weisstorf

•Schwarztorf

Torf

•gute Wasserspeicherfähigkeit und Luftkapazität

•Torfsubstrate sind strukturstabil, unkrautfrei, binden keinen Stickstoff, enthalten keine Salze.

•Torf ist eine unbelastete Substratgrundlage. Das Substrat kann damit präzise auf eine bestimmte Kultur eingestellt werden.

•Alternative Rohstoffe können die Torfressourcen nur ergänzen, sie vermögen gegenwärtig noch weder qualitativ oder quantitativ Torfsubstrate im professionellen Gartenbau zu ersetzen.

Organische Torfersatzprodukte

•Holzfaserprodukte

•Kokosfaser

•Reisspelzen

Natürlich-mineralische und synthetische Zuschlagsstoffe

 

 

•Perlite

•Vermiculite

•Tone

•Sand und Kies

•Steinwolle

•Blähton

 

 

•Styromull (Polystyrol)

•Hygromull (Polyuretan)

--> Beide mit geringer Bedeutung

•Kunststofffasern

 

beste Kultursubstrat im gärtnerischen Einsatz

Torf

Die wichtigsten Eigenschaften von Kultursubstraten sind

Hygiene, Salzgehalt, Luft- und Wasserhaushalt

.... und .... Komponenten ergänzen sich ideal zu stabilen Mischungen

Organische und Mineralische

Neben den physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften gewinnen zunehmend ..... an Bedeutung!

nachhaltige Aspekte

Warum wird für eine Dachbegrünung kein Gärkompost eingesetzt?

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Worin besteht die Problematik, wenn wir zusammen mit Kompost verschiedene organische Zuschlagstoffe mischen?

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Was für eine Torfart wird bei der Herstellung von Erdpresstöpfen im Gemüsebau wohl verwendet?

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Was für eine Substratmischung empfehlen Sie für eine Begrünungsinsel an einer Strassenkreuzung?

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