ÜBEN RECHNUNGSWESEN

Fragen & Antworten

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A. K.
Diese Lernkarten bieten eine grundlegende Einführung in das Rechnungswesen und deckt Themen wie Buchführung, Inventur, Bilanzierung und Jahresabschluss ab. Sie konzentriert sich auf zentrale Begriffe wie Eigenkapital, Verbindlichkeiten, Inventar und die Erfassung von Geschäftsvorfällen. Diese Lernkarten sind ideal für Schüler und Einsteiger, die die Grundlagen der Finanzbuchhaltung verstehen und anwenden möchten.
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Allemand
Créé / Mis à jour
24.05.2013 / 08.02.2014

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Teilbereiche des Rechnungswesen

 

• Externes Rechnungswesen

 

Finanzbuchhaltung FIBU − Buchführung − Bilanz − Gewinn und Verlust Die Werte sind vergangenheitsbezogen

Teilbereiche des Rechnungswesen

 

• Internes Rechnungswesen

 

Kosten- und Leistungsrechnung(KLR) − Kostenartenrechnung − Kostenstellenrechnung (BAB) − Kostenträgerrechnung (Kalkulation) − Kurzfristige Erfolgsrechnung Statistik und Vergleichsrechnung − Betriebswirtschaftliche Vergleichsrechnungen − Innerbetrieblich Vergleichsrechnungen − Betriebsvergleiche Die Werte sind vergangenheitsbezogen

 

Teilbereiche des Rechnungswesen • Internes Rechnungswesen

 

• Internes Rechnungswesen Planungsrechnung − Vorschaurechnung − Vorgabenrechnung Die Werte sind zukunftsbezogen

 

Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung GoB

 

Nach Handelsrecht(HGB) und Steuerrecht (AO gilt die Buchführung dann als ordnungsgemäß, wenn sie so beschaffen ist, dass sie einem sachverständigen Dritten in angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsfälle und die Lage des Unternehmens vermittelt. Eine gesetzliche Definition der GOB existiert nicht. Sie setzen sich aus einzelnen Gesetzen, Rechtsprechungen, Wissenschaft und Praxis, sowie aus Empfehlungen von Wirtschaftsverbänden zusammen. Internationale Standards der Rechnungslegung: US-GAAP und IAS bzw. IFRS. Diese müssen bei kapitalmarktorientierten Unternehmen verwendet werden.

 

Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung GoB • GoB wichtige Grundsätze

 

Klarheit/Übersichtlichkeit der Buchführung Ordnungsgemäße Erfassung aller Geschäftsfälle Belegprinzip Ordnungsgemäße Aufbewahrung der Buchführungsunterlagen Wer Jahresabschlüsse unrichtig wiedergibt oder verschleiert, verstößt gegen die GoB . Das wird strafrechtlich verfolgt.

Buchführungspflicht nach Handelsrecht

 

• Handelsrecht HGB (Handelsgesetzbuch) AktG (Aktiengesetz) GmbHG (GmbH-Gesetz) GenG (Genossenschaftsgesetz) Handelsrechtlich sind sowohl Buchführungspflicht wie auch die GOB im §238 HGB verankert.

Buchführungspflicht nach Handelsrecht

Kaufmann

 

Kaufmann im Sinne des HBG ist, wer ein Handelsgewerbe betreibt, siehe §1 und §2 HGB, „eingetragener Kaufmann“, aber auch OHG, KG, GmbH und AG (§6 HGB). Seit 2009 gibt es das BilMoG (HGB Reform zur Anpassung an IFRS) nach dem neuen § 241 a HGB sind Einzelkaufleute, die an den Abschlussstichtagen von 2 aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren nicht mehr als 500.000€ Umsatzerlöse und 50.000€ Jahresüberschuss aufweisen, von der Pflicht befreit − Zur Buchführung − Zur Erstellung eines Inventars − Zur Aufstellung eines handelsrechtlichen Jahresabschlusses Nicht jeder Kaufmann ist uneingeschränkt buchführungspflichtig

Buchführungspflicht nach Steuerrecht

 

AO (Abgabenordnung) EstG (Einkommenteuergesezt) KStG (Körperschaftsteuergesetz) UStG (Umsatzsteuergesetz) + Durchführungen +Richtlinien

Buchführungspflicht nach Steuerrecht

Steuerrecht

 

Nach Steuerrecht (§140 AO) ist zunächst derjenige Unternehmer zur Buchführung verpflichtet, der nach § 238 HGB buchführungspflichtig ist. Darüber hinaus ist nach Steuerrecht auch jeder andere gewerbliche Unternehmer zur Buchführung verpflichtet, der nach § 141 AO eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt − Jahresumsatz > 500.000 € − Jahresgewinn > 50.000 € Umgekehrt befreit § 4 EStG diejenigen von der Buchführungspflicht, die entweder einen sog. Freien Beruf ausüben oder Gewerbetreibende sind, die unter die oben genannten Grenzen fallen. § 18 EStG regelt wer Freiberufler ist. Besteht keine Buchführungspflicht erfolgt die Gewinnermittlung über Einnahme-Überschuss-Rechnung

Finanzbuchhaltung

 

• Was ist Buchführung (Geschäftsbuchhaltung)? Die Buchführung ist die sachlich geordnete und lückenlose Aufzeichnung aller Geschäftsfälle eines Unternehmens aufgrund von Belegen Geschäftsfälle − Verändern Vermögenswerte und Schulden eines Unternehmens − führen zu Geldeinnahmen oder Geldausgaben − führen zum Werteverzehr (Aufwand) oder Wertzuwachs (Ertrag) Jedem Geschäftsfall muss ein Beleg zugrunde liegen der über Vorgang, Datum und Betrag Auskunft gibt. Keine Buchung ohne Beleg

Finanzbuchhaltung

 

• Adressaten der Finanzbuchhaltung − Geschäftsleitung − Anteilseigner − Gläubiger − Finanzamt − Mitarbeiter − Analysten − Öffentlichkeit − Internes Rechnungswesen KLR − Steuerberater, Wirtschaftsprüfer

 

Finanzbuchhaltung • Bücher der Finanzbuchhaltung

 

− Grundbuch (Journal): Erfassung sämtlicher Buchungen in chronologischer Reihenfolge − Hauptbuch (Konten): Erfassung sämtlicher Buchungen nach sachlichen Gesichtspunkten auf Konten

 

Finanzbuchhaltung − Nebenbücher

 

− Nebenbücher − Kontokorrentbuchhaltung (Personenkonten): • Debitorenbuchhaltung: Forderungen gegenüber den einzelnen Kunden • Kreditorenbuchhaltung: Verbindlichkeiten gegenüber der Lieferanten − Lagerbuchhaltung: Erfassung der Bestände, der Zugänge und Verbräuche von Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertiger und fertiger Erzeugnisse und Handelswaren − Lohn- und Gehaltsbuchhaltung − Anlagenbuchhaltung: Für jedes Anlagegut wird eine Anlagenkartei erstellt, zur Dokumentation von Anschaffungskosten, Abschreibung, Restbuchwert und Ausbuchen aus dem Anlagevermögen

 

Finanzbuchhaltung • Aufgaben der Finanzbuchhaltung

 

− Darstellung des Vermögens und der Schulden zum bestimmten Zeitpunkt − Aufzeichnung sämtlicher Veränderungen von Vermögen und Schulden − Erfolgsermittlung (Gewinn/Verlust) − Grundlage der Steuerermittlung − Beweismittel bei Rechtsstreitigkeiten − Datenlieferant für internes Rechnungswesen KLR

 

Finanzbuchhaltung • Aufgabe des Jahresabschlusses:

 

− Rechenschaftslegung und Information − Grundlage der Steuerermittlung − Grundlage für die Gewinnverteilung

Finanzbuchhaltung

• Elemente des Jahresabschlusses:

 

− Bilanz − Gewinn und Verlustrechnung − Anhang − Lagebericht

 

Finanzbuchhaltung • Offenlegung bei Kapitalgesellschaften

 

• Offenlegung bei Kapitalgesellschaften Die Offenlegung des Jahresabschlusses hängt von der Größe der Gesellschaft ab. Siehe Tabelle im Skript Seite 17 Es sind sämtliche zur veröffentlichenden Unterlagen beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers im Internet einzureichen. Die offengelegten Unterlagen können von jedermann im Internet eingesehen werden

 

Finanzbuchhaltung • Inventur

 

• Inventur Inventur ist die mengen- und wertmäßige Bestandsaufnahme aller Vermögensteile und Schulden eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt. Nach Art der Inventur unterscheidet man zwischen − Körperliche Inventur Mengenmäßige Aufnahme aller körperlichen Vermögensgegenstände durch Zählen, Messen, Wiegen und Schätzen mit nachfolgender Bewertung der Mengen − Buchinventur Nicht körperliche Vermögensteile und Schulden z. B. Bankguthaben, Verbindlichkeiten, Forderungen sind wertmäßig aufgrund der buchhalterischen Aufzeichnungen und Belege festzustellen und nachzuweisen. Die Ergebnisse der Inventur werden im Inventar zusammengefasst

Finanzbuchhaltung • Inventar

Das Inventar weist zu einem bestimmten Stichtag alle Vermögensposten und Schulden eines Unternehmens nach Art, Menge und Wert aus. Das Vermögen wird in Anlagevermögen und Umlaufvermögen gegliedert, wobei die Vermögensposten nach steigender Flüssigkeit geordnet werden Die Schulden bzw. Verbindlichkeiten werden nach Ihrer Fälligkeit geordnet. Eigenkapital (Reinvermögen) Summe des Vermögens - Summe der Schulden = Eigenkapital (Reinvermögen) Das Inventar ist Grundlage eines ordnungsgemäßen Jahresabschlusses Das Inventar ist 10 Jahre aufzubewahren Inventur = Bestandsaufnahme Inventar = Bestandsverzeichnis

Inhalt und Gliederung der Bilanz

AKTIVA BILANZ PASSIVA   Anlagevermögen  Umlaufvermögen   Eigenkapital Fremdkapital Summe Aktiva Summe Passiva Aktiva = Passiva Mittelverwendung Mittelherkunft Investitionen Finanzierung

Bilanzveränderungen Geschäftsfälle verändern immer mindestens 2 Bilanzpositionen

Geschäftsfälle verändern immer mindestens 2 Bilanzpositionen Aktivtausch (Vermögensumschichtung) Kauf eines PC per Banküberweisung Aktivposition (BGA) + Aktivposition (Bankguthaben) – Bilanzsumme verändert sich nicht Passivtausch (Kapitalumschichtung) Umwandlung eines kurzfristigen Kredits in ein Darlehen Passivposition (Kfr. Kredit) – Passivposition (Darlehen) + Bilanzsumme verändert sich nicht

Aktiv- Passivmehrung (Bilanzverlängerung) Kauf von Rohstoffen auf Ziel Aktivposition (Rohstoffe) + Passivposition (Verbindlichkeiten a. L.L.) + Bilanzsumme nimmt auf beiden Seiten um den gleichen Betrag zu Aktiv- Passivminderung (Bilanzverkürzung) Banküberweisung der Lieferantenrechnung Aktivposition (Bankguthaben) – Passivposition (Verbindlichkeiten a. L.L.) – Bilanzsumme nimmt auf beiden Seiten um den gleichen Betrag ab

Bestandskonten

Soll Aktivkonto Haben

AB             SB Zugang     Abgang   Soll Passivkonto Haben   Abgang          AB SB                 Zugänge     Schlussbestand (SB)= Anfangsbestand (AB) +Zugänge - Abgänge

 

Der Buchungssatz

Soll an Haben Kauf eines PC durch Banküberweisung 2.000 € Welche Konten werden verändert BGA Bankguthaben Sind es Aktiv- oder Passivkonten Aktiv Aktiv Liegt ein Zugang oder Abgang vor Zugang Abgang Auf welcher Kontenseite wird gebucht Soll Haben Der Buchungungssatz lautet: BGA an Bank 2.000€

Erfolgskonten

• Aufwendungen

• Aufwendungen Aufwendungen stellen den gesamten Werteverzehr an Gütern, Diensten und Abgaben dar. Z. B. Materialverbrauch, Löhne, Miete usw. Aufwendungen mindern das Eigenkapital Eigenkapital ist ein Passivkonto Abgänge werden im Soll gebucht Aufwendungen werden immer im Soll gebucht

Erfolgskonten • Erträge

• Erträge Erträge sind alle Wertzuflüsse eines Unternehmens z.B. Umsatzerlöse aus dem Verkauf eigener Erzeugnisse, Zinserträge, Mieterträge usw. Erträge erhöhen das Eigenkapital Eigenkapital ist ein Passivkonto Zugänge werden im Haben gebucht Erträge werden immer im Haben gebucht

Erfolgsermittlung durch Eigenkapitalvergleich

Eigenkapital zum Dezember 01 12.200.000 Eigenkapital zum Dezember 02 14.000.000 __________________________________________ Erhöhung des Eigenkapitals 1.800.000 + Privatentnahmen 60.000 -Privateinlagen 250.000 ___________________________________________ Gewinn zum Dezember 02 1.610.000 Gewinn ist der Unterschied zwischen Dem Eigenkapital am Schluss des Geschäftsjahres und dem Eigenkapital am Schluss des vorangegangenen Geschäftsjahres, vermehrt um den Wert der Privatentnahmen und vermindert um den Betrag der Privateinlagen

− Körperliche Inventur

− Körperliche Inventur Mengenmäßige Aufnahme aller körperlichen Vermögensgegenstände durch Zählen, Messen, Wiegen und Schätzen mit nachfolgender Bewertung der Mengen

− Buchinventur

Nicht körperliche Vermögensteile und Schulden z. B. Bankguthaben, Verbindlichkeiten, Forderungen sind wertmäßig aufgrund der buchhalterischen Aufzeichnungen und Belege festzustellen und nachzuweisen. Die Ergebnisse der Inventur werden im Inventar zusammengefasst

Étudier