ÜBEN BETRIEBSORGANISATION

Fragen & Antworten

Fragen & Antworten


A. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Betriebsorganisation auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Unternehmensplanung, Prozesse, Mitarbeiterführung und strategische Ziele ab, wobei auch ISO-Normen und DIN-Vorgaben berücksichtigt werden. Besonders nützlich sind sie für Studierende und Fachkräfte im Marketing, die sich mit Corporate Identity, Unternehmenspolitik und Marktanalyse auseinandersetzen möchten, um die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu verbessern.
Karten
187
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Marketing
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
22.05.2013 / 14.11.2015

Lernkarten

Integrierte Managementsysteme

 

Inhalt der nachfolgenden Folien   Das Integrierte Managementsystem   Auditierung   Steuerung   Qualitätsmanagement   Sicherheitsmanagement   Umweltmanagement   Sicherheitsmanagement

Aufgaben des Managements

Warum der Einsatz von Managementsystemen?

 

•Gründe: •Steigerung der Effizienz/Weiterentwicklung der Unternehmensprozesse •Klare Strukturierung des Unternehmens •Beherrschung von Risiken •Zertifizierung nach der ISO 9000er Gruppe mit entsprechender Außenwirkung •Gezielterer Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Normen •Einhaltung von Sicherheits- und Umweltkriterien

Komponenten des IMS

 

•Führungskomponente:   •Leitung •Verantwortung •Information •Motivation   •Prozesskomponente:   •Planung •Lenkung •Kontrolle/Auditierung •Dokumentation

 

•Prozessbegleitende Komponenten: •Beeinflussung der Haupt- und Nebenprozesse •Kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeiter •Kontinuierliche Verbesserung der Unterstützungsprozesse •Kontrolle der Prozesse •Ausrichtung an den strategischen Zielen

Die Aufbauorganisation

 

•Die Aufbauorganisation dient dazu, Verantwortungen und Zuständigkeiten in den Prozessen und im Unternehmen klar zu definieren.   •Die Prozesse in einem Unternehmen werden in Kerngeschäftsprozesse und Unterstützungsprozesse eingeteilt.   •Diese Prozesse müssen organisiert werden.   •Es muss eine klare Zuständigkeit geben.

Organisationseinheiten

 

•Im Rahmen der Aufbauorganisation werden Organisationseinheiten gebildet.   •Es werden Aufgaben und Stellen beschrieben.   •Die Leitung der jeweiligen Organisationseinheit ist darauf ausgerichtet, die laufenden Aufgaben zu erfüllen.

Kriterien für eine Organisationseinheit

 

•Zu den Kriterien zur Bildung einer Organisationseinheit zählen zum Beispiel:   •Funktion des Prozesses   •Objekt des Prozesses   •Rang/Wichtigkeit des Prozesses   •Zuordnung einer Phase des Prozesses

Konstellation der Aufgaben/Stellen

 

•Nach Art und Umfang der Aufgaben können sich folgende Konstellationen ergeben:   •Die Aufgabe entspricht einer Stelle •Die Aufgabe wird mehreren Stellen zugeteilt •Mehrere Aufgaben werden einer Stelle zugeteilt   •Bei der Aufgabensynthese einer Stelle werden Verantwortungen, Befugnisse, Aufgaben und Verantwortungen dokumentiert.

Kompetenzen

 

•Alle Stellen sind durch eine oder mehrere Arten der Kompetenz gekennzeichnet. Dazu gehören:   Weisungskompetenz Entscheidungskompetenz Verfügungskompetenz Vertretungskompetenz Informationskompetenz

Instanzen

 

•Stellen mit Leitungsfunktion werden auch als Instanzen bezeichnet.   •Die Instanzentiefe beschreibt die Anzahl der Hierarchie-Ebenen.   •Die Instanzen-Ebenen werden als oberste, mittlere und untere Leitungsebene bezeichnet.   •Die Aufbauorganisation kann durch Zentralisierung oder Dezentralisierung gekennzeichnet sein.

Zentralisierung

 

•Zentralisierung:   •Zusammenfassung von Aufgaben   •Eine Organisationseinheit hat mehr Aufgaben und Verantwortung.   •Die Zentralisierung kann auf Tätigkeiten, Objekte oder Entscheidungen bezogen sein.   •Der Vorteil ist eine schelle Entscheidungsfindung und eine schnelle, zielgerichtete Umsetzung.

Dezentralisierung

 

•Dezentralisierung:   •Aufgaben werden nach Aufgabenobjekt oder nach Verrichtung auf mehrere Stellen oder Instanzen verteilt.   •Die Verantwortung wird breiter verteilt.   •Der Vorteil ist, dass Entscheidungen auf einer breiteren Basis meist auch mit höherer Akzeptanz umgesetzt werden können.

Instrumente der Aufbauorganisation

 

•Eine Balance zwischen beiden Formen ist für die meisten Unternehmen sinnvoll.   •Eine ideale Form gibt es nicht.   •Instrumente der Aufbauorganisation sind:   •Stellenbeschreibungen   •Organigramme   •Kommunikation

 

Stellenbeschreibung •Wie muss eine Stellenbeschreibung aussehen?

 

•Genaue Beschreibung   •Anforderung an die Stelle   •Verantwortungen   •Kompetenzen   •Beschreibung der Aufgaben   •Unabhängigkeit vom Stelleninnhaber   •Die Beschreibung nützt sowohl dem Unternehmen als auch dem Mitarbeiter.   •Auch aus juristischen Gründen muss die Stellenbeschreibung klar definiert werden

•Anforderungen an den Mitarbeiter:

 

•Kommunikationsfähigkeit   •Teamfähigkeit   •Führungsfähigkeit   •Lebens- und Berufserfahrung

•Anforderungen an die Stelle:

 

•Fachliche Anforderungen (Ausbildung)   •Berufspraxis   •Fachkenntnisse

Beschreibung der Aufgaben einer Stelle

 

Bezeichnung der Stelle   Unterstellung   Überstellung   Aufstellung wichtiger Aufgaben   Befugnisse   Stellvertretung (aktiv und passiv)

Organigramme

 

•Organigramme sind eine grafische Darstellung der hierarchischen Strukturen und Organisationsabläufe in einem Unternehmen.     •Organigramme werden aus Organisationsplänen erstellt und sind in der Regel stellen- oder funktionsbezogen und nicht personenbezogen.

Darstellung in einem Organigramm

 

•In einem Organigramm können Mitarbeiter oder Kunden die organisatorischen Einheiten eines Unternehmens erkennen.   •Darstellung:   •Hierarchische Strukturen,   •Unterstellungsverhältnisse,   •Aufgabenverteilungen und   •Beziehungen der Einheiten

Darstellungsarten

Organigramm

 

•In einem vertikalen Diagramm sind gleichrangige Stellen nebeneinander   •und in einem horizontalen untereinander dargestellt.   •Mischformen und dreidimensionale Diagramme sind ebenfalls möglich.   •Der Vorteil eines Organigramms ist, dass die Struktur anschaulich visualisiert wird und die Hierarchien und die Kommunikationswege eindeutig abgebildet werden.

Informationsfluss

 

Unternehmensleitung   Abteilungsleitung   Mitarbeiter

Informationswege

 

•Aus der Organisationsstruktur eines Unternehmens wird hergeleitet, auf welcher Ebene welche Art von Infor-mationen benötigt werden.   •Daraus ergeben sich formelle Kommunikationswege, die beschreiben, auf welche Weise Informationen zu den einzelnen Ebenen gelangen.

Formelle Kommunikationswege

 

•Beschreibung formeller Kommunikationswege innerhalb eines Unternehmens:   •Längsverbindungen (in vertikaler Richtung)   •Querverbindungen (in horizontaler Richtung) und   •Diagonalverbindungen   •Verbindungen nach außen

 

  Informationsmittel

 

•Informationsmittel sind:   Mitteilungen   Anweisungen   Anordnungen   Dienstanweisungen   Richtlinien   Berichte

Kommunikationswege

 

•Zu den Kommunikationswegen gehören:   •Verteilerlisten,   •Hauspost und   •Elektronische Informationssysteme.     •Dazu gehören ebenfalls Kommunikationswege in Organisationsplänen, die zu bestimmten Anlässen in Kraft treten.

Informelle Kommunikationswege

 

•Neben den formellen gibt es auch informelle Kommunikationswege. Sie entstehen überall da, wo der formelle Informationsweg nicht richtig funktioniert.   •Sie können unter Umständen schneller und gezielter funktionieren als die formellen.   •Dies birgt Vor- und Nachteile in sich.

Informationswege in mittleren und großen Unternehmen

 

•Die Informationsweitergabe bei mittleren und großen Unternehmen sind:   •Eine Mitarbeiterzeitung,   •das firmeneigene Intranet,   •Mitarbeiterbroschüren,   •Weiterbildungsangebote,   •der Geschäftsbericht.

 

Formen der mündlichen Information   •Zur direkten, mündlichen Information können die folgenden Formen genutzt werden:

 

Form Verantwortlicher Teilnehmer   Führungskräfteberatung Geschäftsleitung Führungskräfte   Betriebsversammlung Betriebsrat Belegschaft   Abteilungsbesprechung Abteilungsleiter Mitarbeiter der Abt.   Personalentwicklungsgespräch Personalchef Einzelner Mitarbeiter   Zielvereinbarungsgespräch Direkter Vorgesetzter Einzelner Mitarbeiter

Einlinienorganisation

•Der Einlinienorganisation liegt das Grundprinzip der Einheit der Auftragserteilung zugrunde. Ein Mitarbeiter hat nur einen direkten, weisungsbefugten Vorgesetzten.

Vor- und Nachteile der Einlinienorganisation

 

•Vorteile   •Es entstehen klare Verantwortungsverhältnisse   •Es wird ein klarer Dienstweg festgelegt   •Für jede Stelle ist eine Einordnung in die Gesamtorganisation möglich   •Nachteile   •Die Wege von einer Stelle zu einer anderen auf der gleichen Ebene sind relativ lange   •Die strikte Einhaltung des Dienstwegs führt zu Bürokratie   •Probleme werden noch oben delegiert, dies kann zu „Problemstau“ führen   •Betonung von Hierarchiedenken und Positionsmacht

Mehrlinienorganisation

•Die Mehrlinienorganisation beruht auf dem Prinzip der Mehrfachunterstellung

Vor- und Nachteile der Mehrlinienorganisation

 

    •Vorteile   •Höhere Flexibilität durch die Querfunktionen   •Die Wege bei Anfragen und Zusammenarbeit können deutlich verkürzt werden, hierdurch kann eine schnellere Bearbeitung erfolgen   •Nachteile, Probleme   •Bedingt durch die Mehrfachunterstellung kann es zu Unklarheiten bei der Zuständigkeit kommen   •Entstehung eines Konfliktpotenzials zwischen den Vorgesetzten   •Abstimmungsbedarf führt zu Zeit- und Reibungsverlusten

Stablinienorganisation

•Mit der Stablinienorganisation sollen die Vorteile der Einlinienorganisation mit den Vorteilen der Spezialisierung verbunden werden.

Vor- und Nachteile der Stablinienorganisation

 

•Vorteile   •Zur Beratung und Entlastung der höheren Stellen werden Stäbe eingesetzt. Sie bestehen aus Spezialisten, sie befassen sich mit aktuellen Problemen und speziellen Aufgabenstellungen.   •Probleme können an eine Stabsabteilung abgegeben werden. Sie können losgelöst vom Tagesgeschäft arbeiten und belasten nicht die Fachabteilungen.   •In den Stabsstellen findet ein Pooling an Spezialwissen statt, durch das schnell Lösungen gefunden werden können.   •Nachteile   •Stäbe sind nicht weisungsbefugt und haben beratende Funktionen.   •Aus dieser Konstellation können sich eine Reihe von Konfliktmöglichkeiten ergeben.   •Aufgrund der fehlenden Entscheidungskompetenz werden Vorschläge nicht umgesetzt.   •Stäbe bauen sich als „Graue Eminenz“ (Macht ohne Verantwortung) neben der Linie auf

Matrixorganisation

 

•In einer Matrixorganisation werden die Organisationseinheiten nach Funktionen und nach Sparten gegliedert.   •Funktionen bilden die Prozesse des Unternehmens ab.   •Z. B. Marketing, Produktion, Verwaltung und Einkauf.   •Sparten bilden die Produkte des Unternehmens ab.   •Es gibt jeweils eine Führung je Funktionsbereich und je einzelner Sparte.   •Beide müssen sich einigen

Modell der Matrixorganisation

Die Matrix-Struktur besteht darin, dass sich zwei Autoritätslinien mit unterschiedlicher Aus-richtung (Bsp. Objekt und Verrichtung) mit gleichen Kompetenzen gegenüber-stehen

Idee der Matrixorganisation

 

•Grundidee der Matrixorganisation ist die positive Einstellung gegenüber Konfliktlösungsmechanismen   •Grundlage der Matrixorganisation ist eine neue Sichtweise auf Konflikte:   •Konflikte werden als produktiv angesehen, wenn sie konstruktiv gelöst werden.   •Bei Abstimmungskonflikten wird in der Matrixorganisation auf die Kooperation der Bereiche/Abteilungen vertraut.   •Dies bringt eine Reihe neuer Anforderungen an die Führungskräfte mit sich.

Vor- und Nachteile der Matrixorganisation

 

•Vorteile   •Direkte Kommunikation zwischen den Verantwortlichen verkürzt Entscheidungswege und entlastet die Führung   •Produkt- und Kundenthemen können besser koordiniert werden   •Innovationen können schneller erkannt und umgesetzt werden   •Nachteile, Probleme   •Hohe Komplexität der Matrix und hoher Koordinationsaufwand   •Hohes Konfliktpotenzial   •Konkurrenzkampf um Ressourcen

Ablauforganisation

 

•Die Ablauforganisation befasst sich mit der Gestaltung der Arbeitsprozesse.   •Dabei werden die einzelnen Teilprozesse geordnet und den Aufgabenträgern zugeordnet.   •Eine Ablauforganisation kann sich auch auf die zeitliche und räumliche Zuordnung der Aufgabe beziehen.

Funktion der Ablauforganisation

 

•In der Ablauforganisation müssen oft Abläufe visualisiert werden.   •Dadurch werden auch komplexe Abläufe allen Beteiligten veranschaulicht.   •Dazu werden Netzpläne, Ablaufdiagramme und Strukturprogramme eingesetzt.   •Die meistverbreitete Darstellungsform ist das Flussdiagramm.   •Die folgenden Flussdiagramme stellen den Ablauf eines Vorgangs von zwei Seiten dar.

Netzplantechnik

 

•Die Netzplantechnik dient der Planung und Darstellung von Vorgängen.   •Vorgänge sind in sich geschlossene Teile eines Projekts mit definiertem Beginn und definiertem Ende.   •Diese Vorgänge werden in bestimmten Anordnungsbeziehungen miteinander verknüpft.

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