ÜA + Prüfung BWL speziell / Rechnungswesen

Kalb 03.12.2013 12.30 Uhr Prüfung 12.02.2014

Kalb 03.12.2013 12.30 Uhr Prüfung 12.02.2014


M. G.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen des Rechnungswesens und der Betriebswirtschaftslehre, insbesondere im Hinblick auf Kostenrechnung und Kalkulation. Sie behandeln Themen wie Gemeinkosten, Auftragskalkulation, Deckungsbeitrag und Gewinnschwellenmenge, wobei auch praktische Aspekte wie Inventur, Umlage und Profitcenter berücksichtigt werden. Die Karteikarten richten sich an Studierende und Berufstätige, die ihr Wissen in den Bereichen Kostenmanagement und betriebswirtschaftliche Analyse vertiefen möchten, um fundierte Entscheidungen zu treffen und betriebliche Prozesse effizient zu steuern.
Karten
109
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
28.10.2013 / 29.10.2013

Lernkarten

Wie entstehen Ausgaben?

Durch Auszahlungen und schuldrechtliche Verpflichtungen.

Wie entstehen Einnahmen?

Durch Einzahlungen und schuldrechtliche Verpflichtungen.

Was ist Aufwand?

Werteverzehr für Güter + Dienstleistungen in einer Rechnungsperiode.

Was ist Ertrag?

Wertezuwachs durch erstellte Güter + Dienstleistungen in einer Rechnungsperiode.

Was ist das Ziel der Kosten- + Leistungsrechnung?

Den Erfolg einzelner Bereiche, Produkte, Perioden, etc. abzubilden.

Der Unternehmer soll sehen "wo sein Geld" geblieben ist.

Welche Frage stellt die Kostenartenrechnung?

Welche Kosten sind entstanden?

Welche Frage stellt die Kostenstellenrechnung?

Wo sind die Kosten entstanden?

Welche Frage stellt die Kostenträgerrechnung?

Welches Produkt/Dienstleistung wurde damit erstellt/erbracht?

Was sind Einzelkosten?

Kosten, die direkt einem Produkt oder einer Leistung (Auftrag) zugeordnet werden können. Man spricht deshalb auch von direkten Kosten.

Einzelkosten sind immer variabel!

z.B.

Holz für die Produktion eines Schreibtisches (Materialeinzelkosten)

Fertigungslöhne (Fertigungseinzelkosten)

direkte Kosten

Was sind Gemeinkosten?

Kosten, die keinem Auftrag direkt zugeordnet werden können, oder aus Gründen der Vereinfachung nicht direkt auf den Auftrag gebucht werden (Strom, Wasser, Heizung, Leim, ...)

z.B. Bezüge der Bediensteten

indirekte Kosten

Wann spricht man von unechten Gemeinkosten?

Wenn direkte Kosten, aufgrund des hohen Erfassungsaufwands wie Gemeinkosten behandelt werden.

z.B. Leim, Schrauben, etc.

Was sind variable Kosten?

Variable Kosten werden direkt durch die Menge der produzierten Produkte beinflusst, da sie nur durch die tatsächliche Produktion entstehen.

z.B. Rohstoffe

Was sind fixe Kosten?

Fixkosten werden nicht von der Produktionsmenge beeinflusst, da sie nicht kurzfristig abbaubar sind.

z.B. Bezüge der Bediensteten, Abschreibung, Miete

Was ist die Aufgabe der Kostenstellenrechung?

  • Erfassung der in einer Periode pro Kostenstelle entstandenen Kosten.
  • Verrechung der Kosten für innerbetriebliche Leistungen.
  • Vorbereitung der Kalkulation.
  • Kontrolle der Wirtschaftlichkeit einzelner Unternehmensbereiche.
  • Ermittlung von Gemeinkostenzuschlagsätzen für die Kalkulation.

Was sind Herstellkosten?

Material- und Fertigungskosten.

Wie errechnet man die Gemeinkostenzuschlagsätze?

 

Gemeinkosten : Einzelkosten x 100%

Was ist eine Kostenstelle?

Der Ort an dem die Kosten entstehen.

Aus welchen Kostenstellen besteht ein Betrieb im VAW?

  • Leitungskostenstelle
  • Fertigungskostenstelle
  • ggf. Maschinenkostenstelle

Was wird auf die Fertigungskostenstelle gebucht?

Nur die

  • Gefangenenbezüge
  • Sozialversicherung der Gefangenen
  • Prämien für die Gefangenen

Was wird auf die Maschinenkostenstellen gebucht?

Alle Kosten die für die jeweiligen Maschinen anfallen.

z.B. Afa, Reparaturen

Was wird auf die Leitungskostenstelle gebucht?

Alle weiteren Gemeinkosten.

Aus welchen Kostetenstellen besteht  das Profitcenter "Zentrale Dienste"?

  • Geschäftsführung
  • Verwaltung
  • QM
  • Verschiedene Fahrzeugkostenstellen
  • Fasi

Welche Kosten werden auf das Profitcenter "Zentrale Dieste" gebucht?

Kosten, die für die ganze Niederlassung anfallen und nicht direkt einem Betrieb zugeordnet werden können.

z.B. Kosten der Geschäftsführung und Verwaltung, QM, zentrale Marketingkosten

Was erfolgt in der Kostenartenrechung?

Die Erfassung und Systematisierung aller Kosten, sowie die Trennung in Einzel- + Gemeinkosten, indem die Kosten entweder auf eine

  • Kostenstelle (Gemeinkosten)

oder auf einen

  • Auftrag (Einzelkosten)

gebucht werden.

Welche Frage beantwortet die Kostenartenrechnung?

Welche Kosten für welchen Zweck in welcher Höhe angefallen sind.

Welche Frage beantwortet die Kostenstellenrechnung?

Wo die Kosten entstanden sind.

Beispiel:

  • Verwaltung
  • Schreinerei
  • Sclosserei
  • etc.

Welche Frage beantwortet die Kostenträgerrechnung?

Wer die Kosten zu tragen hat.

Verwendungszweck der Kosten nach dem Verursacherprinzip.

Beispiel:

  • Kundenauftrag
  • Lager
  • etc.

Wie errechnen sich die Herstellkosten + die Selbstkosten?

Material- GK

+

Material- EK

+

Fertigungs- GK

+

Fertigungs- EK

+

Sonder- EK der Fertigung

-------------------------

= Herstellkosten

+

Verwaltungs- + Vertriebs- GK

+

Sondereinzelkosten (Material, Verwaltung, Vertrieb)

-----------------------

= Selbstkosten

Zu welchen Kosten gehört Fertigungsmaterial?

Material EK

Zu welchen Kosten gehört Fertigungslöhne?

Fertigungs EK

Zu welchen Kosten gehört Hilfs-/Betriebsstoffe?

Material GK

Zu welchen Kosten gehört Bediensteten Bezüge?

Fertigungs GK

Zu welchen Kosten gehört Sozialkosten?

Fertigungs GK

Zu welchen Kosten gehört Energie?

Fertigungs GK

Zu welchen Kosten gehört Abschreibungen?

Fertigungs GK

Zu welchen Kosten gehört Verwaltung/Vertrieb/Werbung/Versandkosten?

Verwaltungs- + Vertrieb GK

Zu welchen Kosten gehört Spezialwerkzeug?

Sondereinzelkosten

ACHTUNG: wird nicht zu den Fertigungs EK gezählt

Was ist der A0 Lauf?

Die Umlage der GK der Kostenstellen der Zentralen Steuerungsstelle (ZSS), auf die Kostenstellen der Zentralen Dienste (GL,QM,Verw., Kfz, Fasi, Stapler) der einzelnen Niederlassungen.

+

Die Umlage der GK der Kostenstellen der Zentralen Dienste der einzelnen Niederlassungen, auf die Leitungskostenstelle der einzelnen Betriebe.

 

Was ist der A1 Lauf?

Die Differenz zwischen kalkulierten Gefangenenlohnkosten und tatsächlichen Gefangenenlohnkosten der Fertigungskostenstelle wird auf die einzelenen Aufträge umgelegt.

Was geschieht beim A0 bzw. A1 Lauf?

Die Gemeinkosten werden zunächst auf die Kostenstellen gebucht, mithilfe geeigneter Vereilerschlüssel, schrittweise auf die Aufträge umgelegt

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