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Tourismuswirtschaft

Skript 4

Skript 4


Set of flashcards Details

Flashcards 20
Language Deutsch
Category General Education
Level Primary School
Created / Updated 12.01.2015 / 12.01.2015
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Inszenierung und künstliche Welten

  • Sehenswürdigkeiten erhalten in Vorstellung althergebrachter Tourismustheorien ihren Status durch modernen Touristen, der nach Echtheit sucht
  • Die Echtheit wird ihm vom modernen Leben vorenthalten
  • Authentizität findet er in Reisezielen, die er aufsucht oder in eigener Aktivität
  • Authentizität wird heute transformiert oder eigenhändig gemacht
  • Wird durch etwas Besonderes ersetzt
  • Im Fokus steht gekonnte Gestaltung
  • Altes und Neues wird entsprechend in Szene gesetzt
  • Attraktionen und Gefühle werden kurzlebig und reproduzierbar
  • Inszenierung wird hierbei zum Leitmotiv
  • Verhältnis zwischen Authentizität und Inszenierung ist  nicht mehr einfach dazustellen

Was ist eine Inszenierung?

… unter Inszenierung im Tourismus versteht man eine marktorientierte Umsetzung eines tourismusrelevanten Themas mit unterschiedlichen Einrichtungen, Akteuren, Partnern, Medien auf der Grundlage einer klaren Handlungsweise

viele Autoren postulieren Inszenierungen als neue Wunderwaffe

  • Touristen müssen Inszenierungen nicht mühsam, oftmals vergeblich suchen
  • Zielpublikum kann sie unkompliziert konsumieren
  • Tourismusmanager müssen aufgrund des herrschenden Wettbewerbsdrucks Angebot als Erlebnismöglichkeit definieren, inszenieren und anpassen
  • Aufbereitung findet im Regelfall anhand eines Themas statt 

Inszenierungsbeispiel

  • Restaurants in denen durch Kulissen Themen inszeniert werden
  • Museen, die auf Interaktion und Erlebnis ausgelegt sind, anstatt forschen, bilden und bewahren
  • Veranstaltungen, welche die traditionelle Destination erlebbar macht
  • Destinationen, die bestimmte Mottos durch Veranstaltungen erlebbar werden lassen
  • Künstliche Welten, die als Einrichtung für Tagesbesucher oder als Resort Hotel für Erlebnisbelange gestaltet wurden

Das Theater als Vorbild

  • In „Szene – setzen“ funktioniert ähnlich wie beim Theater
  • Publikum soll nur perfekte Show zu sehen kriegen
  • Hinterbühne bleibt unzugänglich, dient aber zur Aufrechterhaltung der Vorderbühne

Tabelle dazu siehe Skript

Was sind Erlebniswelten?

  • Können als künstlich gestaltete, gebaute nach außen abgegrenzte Einheiten
  • Besuchereinrichtungen, die zu dem Zweck geschaffen werden, durch vordefinierte Reize, Erlebnisse für Besucher erfahrbar zu machen
  • Hervorgerufene Erlebnisse dienen dabei entweder als Selbstzweck oder als Medium für weiterführende Ziele
  • Anbieter haben Plan beim Rezipienten Erlebnisse hervorzurufen, um Primärziel zu erreichen
  • Übergänge zwischen Erlebnis als Selbstzweck und Erlebnis als Medium sind fließend

Erlebniswelten als Selbstzweck

  • Anbieter hat Motivation vordergründig kommerzielle Erfolge zu erzielen
  • Mit lösen der Eintrittskarte kauft KD Erlebnis

Beispiele

  • Freizeit und Themenparks
  • Attraktionen auf Rummelplätzen
  • Kinos
  • Erlebnisbäder
  • Casinos
  • Discos, Clubs
  • Themenhotels und Themenrestaurants
  • Urlaubswelten wie Ferienclubs, All Inklusive Resorts