Skript 2


A. N.
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einblick in die Tourismuswirtschaft und ihre Rolle im Alltag. Sie beleuchten die zunehmende Angleichung von Urlaub und Alltag, wobei moderne Theorien oft die Routine des Alltags überzeichnen. Themen wie Authentizität, Erholung und die Suche nach Echtheit im Urlaub werden behandelt, ebenso wie die Frage, ob Urlaub eine Flucht oder eine Anpassung an gesellschaftliche Normen darstellt. Diese Karteikarten eignen sich für alle, die verstehen möchten, wie Tourismus und Alltag ineinandergreifen und warum Urlaub für viele Menschen unverzichtbar ist.
Karten
10
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Allgemeinbildung
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
12.01.2015 / 12.01.2015

Lernkarten

Urlaubsmotive

  • Seit Beginn der Moderne nimmt Urlaub die Rolle eines Gegenspielers zum Alltag ein
  • Urlaub wird als Kompensation zum Alltag gesehen

Tourismus als Erholung

  • Urlaub gilt als Synonym für Pause vom Arbeitsprozess und als Reise die keinem Arbeitszweck dient
  • Theorie gilt als eindimensional
  • Es ist mehr eine Erklärung des Alltags, als des Tourismus

Tourismus als Flucht

  • Flucht aus dem Alltag (ist der Alltag wirklich so grau und trist?)
  • Mensch braucht Erholung um arbeiten zu können
  • Ist aber nur eine temporäre Flucht
  • Viele bleiben in Deutschland
  • Wenn es mir  gut geht in meinem Alltag, dann brauche ich demnach auch keinen Urlaub

Tourismus als Konformismus (Anpassung)

  • Menschen machen unreflektiert nach, was als normales Verhalten gilt
  • Dadurch wird eigene Normalität und der Status gewahrt
  • Zu Hause bleiben und nicht wegfahren kann dies in Frage stellen (nicht mitreden können, als arm gelten)
  • Urlaub steht in engem Kontext zur Konsumgesellschaft

Such nach Authenziät

  • Authentizität ist kein Tatbestand. Sie ist eine Perspektive.
  • Moderner Alltag ist entfremdet
  • Menschen bewegen sich in Umwelten, die ganz von der Moderne umgestaltet wurden
  • Andererseits ist die Zeit auch von Zwängen geprägt
  • Menschen müssen sich folglich gg. Ihre Natur verhalten
  • Urlaub dient dazu, Echtheit zu erleben

Tabelle Authenzität

siehe Skript

subjektbezogene Authenzität

  • Wird unterschieden in

Intrapersonal: sich selbst treffen, Körper Spüren …

Interpersonal: zumeist Fokus auf Mitreisende (Partner, Familie, Freunde), aber auch neue Menschen – jenseits

                         Der Rollen – kennen lernen

Angleichung des Urlaubers an den Alltag

  • Zunehmende Reishäufigkeit verliert Tourismus seine Sonderrolle im Jahresgang
  • Zunehmende Konsumorientierung, Urlaub wird zu einem von vielen
  • Ferienwelten wie Clubs, All – Inclusive – Resorts sind seit Jahren beliebt
  • Diese Welten stellen das Prinzip der Authentizität in Frage und sind mehr von Routine geprägt, als der Alltag
  • Zunehmende (völlige) Vorhersehbarkeit der Urlaubsreisen stellt die Idee von Freiheit, Spontanität, Erlebnissen in Frage
  • Touristische Erlebnisse im Urlaub gleichen denen des Alltags

Angleichung des Alltags an den Urlaub

  • Alltag ist längst nicht so trist und von Routine geprägt wie moderne Theorien annehmen
  • Urlaubsästhetik ist in deutschen Städten allgegenwärtig (Flip Flops, Cocktails, Beachclubs … )
  • Events sind allgegenwärtig

Kritik am modernen Dualismus

  • Tourismusmotive müssen in größerem Maßstab erforscht werden
  • Reisen sind sehr individuell und können völlig verschiedene Sinnhaftigkeiten haben

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